3. Mai, Tag der Pressefreiheit: Journalismus oder PR

Weltkarte der Pressefreiheit 2016 von "Reporter ohne Grenzen".

Weltkarte der Pressefreiheit 2016 von „Reporter ohne Grenzen“.

Heute am Tag der Pressefreiheit könnte man doch mal alle Unternehmen auflisten, die mit Anzeigenstornierung gedroht haben, wenn ein bestimmter Artikel erscheint. Und dann noch die Firmen, Vereine und Personen, die den Artikel gerne vorher lesen wollen.

Natürlich ist das ein Luxusproblem, verglichen mit Ländern, in denen Journalisten vom Staat oder Interessengruppenn massiv bedroht und ermordet werden.

Verlängerung Darmstadt-Frankfurt: Lebenslanges Stadionverbot im Waldstadion für Darmstädter Stadtregierung?

Nicht ganz ernst zu nehmen ist das was die Tagblattkollegen gerade melden:
Darmstädter Tagblatt: Lebenslanges Stadionverbot für Reißer und Co. in Frankfurt?

Ich weiß inzwischen auch gar nicht mehr, was an einem Stadionverbot so schlimm ist? Wie man gesehen hat, gewinnt die Eintracht auch ohne Fans im Stadion. Offenbar ist es effektiver, wenn die Fantribüne in der jeweiligen Innenstadt aufgebaut wird.

SV Darmstadt 98 gegen Eintracht Frankfurt: 530 vorläufige Festnahmen

(PM Polizeipräsidium Südhessen) Nach dem Hessenderby zwischen SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt zog die Polizei am späten Samstagabend (30. April 2016) Bilanz:

Das Konzept der Polizei ging auf. Die umfangreichen Planungen im Vorfeld zu der brisanten Partie sowie der Einsatz von vielen Beamten haben sich bewährt. Es war der größte Einsatz im Rahmen eines Bundesligaspiels in Darmstadt.
Die eingesetzten Beamten konnten im Laufe des Tages nahezu alle Störergruppen, wie auch zahlreiche unter Alkoholeinfluss stehende Fans, unter Kontrolle halten. Unter diesen Personengruppen war auch eine große Anzahl von gewaltbereiten und gewaltsuchenden Fans beider Lager. Größere Ausschreitungen konnten in den meisten Fällen unterbunden oder bereits im Keim erstickt werden.
Im Laufe des gesamten Tages haben die Einsatzkräfte rund 530 Personen vorläufig festgenommen. Weiterlesen →

Ach ja, das Bundespräsidentenamt

Den deutschen Bundespräsidenten direkt wählen geht ja nicht, gerne wird das damit begründet, dass das Amt in einem Wahlkampf beschädigt werden könnte. Daher wird das traditionell ganz würdevoll ausgedealt – bis alle möglichen Namen verschlissen sind und ein Kandidat gefunden ist, der die Ambitionen der Parteigranden einerseits nicht gefährdet und gleichzeitig bedient:

SpOn: Gauck-Nachfolge – Merkel will Steinmeier nicht als Bundespräsidenten – Nach SPIEGEL-Informationen teilte sie SPD-Chef Sigmar Gabriel in einem vertraulichen Gespräch mit, sie könne in ihrer Partei knapp eineinhalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl keinen sozialdemokratischen Kandidaten durchsetzen.

Rückblick auf 2010, Ein Wahlkampf beschädigt das Präsidentenamt …

Rückblick auf 2004, SpOn: Kandidaten-Geschacher

Wicki Weißwas zum Ende des Mittelalters

Das Mittelalter endete am 30. April 1453.

Ok, so genau kann man das eigentlich nicht sagen, zumal man das damals ja nicht wusste oder so eingeteilt hatte. Aber an den Tag wurde Byzanz von den Osmanen erobert. Und damit war es mit letzten antiken Großmacht vorbei.

Oder war es doch erst 1461? Da wurde das Kaiserreich Trapezunt erobert, das war der letzte verbliebene Nachfolgestaat des Byzantinischen Reichs, der schließlich auch von den Osmanen erobert wurde.

Man könnte das Mittelalter auch um 1440 herum mit Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern oder Columbus‘ Landung in Amerika 1492 enden lassen. Oder doch erst mit Martin Luthers Thesen 1517? Aber es ist irgendwie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts oder am Anfang des 16., und das kann man sich ja gut merken.

Der „Katastrophenbahnhof Eberstadt“ wird ab Oktober 2016 umgebaut

Ganz schön strecken musste sich die CDU-Stadtverordnete Annemarie Fischer, als sie bei einem Rundgang am 4. Mai 2007 versuchte, am Bahnhof Eberstadt in einen Zug einzusteigen.

Auf dem Eberstädter Stadtteilforum am Montag stellte Benjamin Schmidt, Leiter des Bahnhofsmanagements Darmstadt (Bahn-Tochter „DB Station & Service“) nun Umbauarbeiten ab Oktober 2016 in Aussicht.

Echo online: Eberstädter Stadtteilforum mit „Katastrophenbahnhof Eberstadt“, „Raserei Reuterallee“, Hirtengrundhallensanierung und Klinikumsumzug („Katastrophenbahnhof Eberstadt“ war die Wortwahl eines Bürgers.)

Der Eberstädter Bahnhof ist seit vielen Jahren ein Ärgernis für die Eberstädter. Neun Jahre ist es mittlerweile her, da hatten CDU (damals noch Opposition) und Grüne (in einer Koalition mit SPD und FDP) an verschiedenen Tagen den Bahnhof besichtigt. Mein Foto oben ist vom CDU-Termin und man sieht die damalige CDU-Stadtverordnete Annemarie Fischer.

Bei einer Umfrage der Grünen kam der Bahnhof damals auch nicht gut weg: Weiterlesen →

Chefwechsel bei der Merck-Feuerwehr

Der Chef der Werksfeuerwehr Merck, Jürgen Warmbier, geht in Pension, ihm folgt sein Stellvertreter Bernd Saßmannshausen nach. Ich hatte mit beiden gesprochen.

Echo online: Weniger Einsätze dank moderner Technik

Bei der Werksfeuerwehr Merck arbeiten zur Zeit 145 Feuerwehrmänner und 15 Feuerwehrfrauen. Die Wehr, die auch mit den Darmstädter Feuerwehren kooperiert, hat 40 Einsatzfahrzeuge und vier Rettungswagen. Das Werksgelände in Darmstadt ist rund 1,2 Quadratkilometer groß, das ist etwa dreimal so groß wie das Johannesviertel.

Wicki Weißwas über den ersten Alpinisten, der eine dreiste Fälschung entlarvte

Als erster Alpinist – also Bergsteigen, weil es schön ist und Spaß macht – gilt der Humanist Francesco Petrarca. Am 26. April 1336 beschrieb er in einem Brief, wie er zusammen mit seinem Bruder den Mont Ventoux in der Provence bestieg. Die Beschreibung gilt als kulturhistorischer Moment ab dem sich die Sicht auf die Natur änderte.

Francesco Petrarca entlarvte auch das Privilegium Maius des Hauses Habsburg als eine Fälschung. Weiterlesen →

„Mit den historischen Bieren hat die moderne Brautechnik herzlich wenig zu tun“

Für Bier wurde vor 500 Jahren eine sehr strikte Zutatenliste erlassen.

Lebensmittel werden heutzutage industriell hergestellt, das ist nicht so mein Problem, nur sollte man dann eben auch nicht so tun als ob. Die Bilder auf den Packungen haben ja oft wenig mit der Wirklichkeit zu tun, selten stammen die Produkte von dem kleinen Bauernhof, der auf dem Logo nett gezeichnet ist. Ähnlich ist es beim Bier. Da ist nicht der eine Mönch, der das Bier braut.

Am Samstag hatte das Bierreinheitsgebot 500. Geburtstag. Nur Gerste, Wasser, Hopfen und Hefe dürfen die Rohstoffe sein.

Ein Blick auf eine Brauerei zeigt in der Regel technische Anlagen, denn Bier ist ein Produkt, bei dem Lebensmittel mehr oder weniger stark verarbeitet werden und bei dem einiges an Technik dahinter steckt. „Mit den historischen Bieren hat die moderne Brautechnik herzlich wenig zu tun“, sagt der Lebenmittelexperte Udo Pollmer.

Hefe kam erst später in die Zutatenliste, denn die hatte Weiterlesen →

Schnee am 24. April

Ich weiß noch, wie ich vor 15 Jahren mal gefragt wurde, bis wann im Frühjahr in Deutschland noch Schnee fallen kann.

Ich sagte damals, dass es noch im März schneien könnte (aber natürlich von der Region abhängt). Dann erlebte ich mal Schnee Anfang April 2008. Ok, das kann ich jetzt auf den 24. April korrigieren.