Das Verhältnis zwischen Wissenschaft, Medien und Politik

Um Populismus und „Fake News“ ging es neulich in der Schader-Stiftung.

Es ist gar nicht so einfach auf Populismus und “Alternative Fakten” zu reagieren, ist mein Fazit aus einem Podiumsgespräch bei der Schader-Stiftung. Beispielsweise sind Pseudonyme im Netz manchmal auch (überlebens)wichtig und dann gibt es ja auch noch die Meinungsfreiheit.

Und auch wenn sich Publikum und die Menschen auf dem Podium – Sylke Gruhnwald (“Republik”), Prof. Dr. Andrea Rapp (Literaturwissenschaftlerin), Volker Stollorz (Science Media Center Köln), Karin Wolff (CDU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Hessische Kultusministerin) und Moderator Prof. Dr. Jens Steffek, (Politikwissenschaftler an der TU) – einig waren, so vermute ich, dass der Grat zwischen Fakten und Fiktion sehr schmal ist, ich sage nur “Homöopathie“.

“Die Hard” in Gräfenhausen

Der Heimatverein Gräfenhausen-Schneppenhausen hat seit vergangenem Jahr seine Räume im Turmbau im Hof des Gräfenhäuser Ohlystifts.

Auch der Heimtverein Gräfenhausen-Schneppenhausen schaut wie er seine Ausstellung ausrichten kann. Zur Zeit ist aber aber in seinem Jubiläumsjahr, denn der Verein wurde vor 40 Jahren gegründet.
Echo online: Heimatverein Gräfenhausen-Schneppenhausen präsentiert seine Räume

Und nun zu “Die Hard” in Gräfenhausen …

Ein Ausschnitt aus der Gräfenhausenkarte, die im Heimatmuseum hängt.

“Die Hard” und ihre Lage in Gräfenhausen.

Rückblick: Provisorium-Ausstellung im “Blumen”

Vor fünf Jahren war eine Ausstellung im damaligen “Blumen” in der Nieder-Ramstädter-Straße, HDA-Studierende stellten zum Thema “Provisorium” aus: Gaffa und Schweizer – Der Reiz des Provisorischen

Ausstellungsstück oder Einrichtung? Die Frage stellte sich manchmal schon.

Der Blick durch die Ausstellung ging über aus Bestecken zusammengesetzten Obstschalen, eine Kuchenform, die nun ein Aschenbecher ist zu einer eine Leuchte an der Decke – Stopp! Die improvisiert-elegant wirkende Deckenleuchte war Teil der normalen “Blumen”-Einrichtung.

Auch beim „Reiz des Provisorischen“ zeigte sich also die Schwierigkeit der Moderne, man erkennt Kunst und Design oft erst wenn daneben ein Schildchen haftet oder „Museum“ darüber steht.

Und noch eine kleine Erinnerung. Ich hatte damals für einen Zeitungsartikel mit einem der studentischen Organisatoren gesprochen. Und plötzlich quatschte eine Studentin den Mitorganisator an, und fragte den etwas, was wirklich nicht dringend war. Aber der Typ sah ziehlich gut aus, war definiert und hatte – es war ja Sommer – ein locker geschnittes Shirt an.  

Zeugen aus Oberbayern sagen im Prozess um die Leiche im Wald bei Münster (Hessen) aus

Justizia im Sommer auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Personensuchen über die Medien können auch was bringen. Hier hatte ein Zeuge eigentlich Fußballergebnisse nachschauen wollen, stieß auf einen Artikel über einen Vermisstenfall, wurde zu einem anderen Text weitergeleitet und stellte dann fest, dass er die Frau gesehen hatte. Gestern sagten er und seine Frau im Darmstädter Landgericht aus.

Echo online: Ehepaar aus Oberbayern will Opfer und einen Mann auf Parkplatz im Spessart gesehen haben

Echo online, 22.6.2018: Frauen demonstrieren im und vor dem Darmstädter Landgericht
Echo online, 11.6.2018: Im Totschlagsprozess sollen Insekten Aufschluss über das Opfer geben
Echo online, 8.6.2018: Töchter des Opfers bezeichnen den Angeklagten als seltsam
Echo online, 5.6.2018: Frau aus Eifersucht getötet? – Mann aus Breuberg steht vor Gericht in Darmstadt

Richtfest: 12 Stellplätze für 77 Wohnungen in der Lincoln-Siedlung

Sonnig war es beim Richtfest in der Franklinstraße.

Echo online: Richtfest für Gebäude mit 77 Wohnungen in der Lincoln-Siedlung – Tiefgaragenstellplätze treiben Mieten – Es wird in Hessen zu wenig gebaut


Alle Mietwohnungen sind laut Bauverein AG Richtung Süden ausgerichtet und haben über eine Fußbodenheizung. Der große Wohnraum wird über Fenster im Norden und Süden mit Licht versorgt und wirkt dadurch außerordentlich hell. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind bei Bedarf mühelos rollstuhlgerecht umbaubar. Ihnen sind, ebenso wie den Wohnungen im Staffelgeschoss (4. Geschoss), kleine Terrassen vorgelagert. Die Wohnungen in den anderen Geschossen haben Loggien und Balkone. Die Gebäude werden über Treppenhäuser sowie Aufzüge erschlossen; pro Haus ist zudem ein größerer Aufzug als sogenannter Fahrradaufzug vorgesehen. (Foto Bauverein AG)

Das Besondere an den 77 Wohnungen ist, dass die Bauverein AG an der Stelle eigentlich den Bestand entkernen und aufstocken wollte.

Weiterstadt gegen Variante 4 bei “Amtix kurz”

Fünf Varianten wurden für Amtix kurz untersucht, Variante 4 blieb übrig. Variante 5 ist nach Simulatortests nicht fliegbar. Diese Grafik stammt aus dem PDF (4MB) des Expertengremium aktiver Schallschutz: Maßnahmenbericht laterale Optimierung AMTIX kurz.


Echo online: Weiterstadts Bürgermeister lehnt Vorschlag zur Flugroute Amtix kurz ab

Ich bekomme ja den Eindruck, dass es sich Darmstadt am Ende mit einigen Landkreiskommunen verscherzt hat, wenn die Abflugroute “Amtix kurz” verlegt wird. Denn Weiterlesen

Straßenbeträge in Weiterstadt

Das erste Mal hörte ich von Straßenbeiträgen vor über zehn Jahren, als in Arheilgen eine Straße saniert werden sollte, die Anwohner das aber nicht wollten. Weil jeder Grundstückseigentümer, dessen Fläche an der Straße angrenzt, an den Baukosten beteiligt wird. Und nach der Darmstädter Regelung zahlen nur die Eigentümer an der betroffenen Straße.

In Weiterstadt hatte man eine elegante Lösung gefunden. Man erhöhte vor vielen Jahren die Grundsteuer B (zahlen Eigentümer und Mieter) und schaffte die Straßenbeiträge ab. Das war ab 2013 nicht mehr zulässig. Aber das Land Hessen erlaubte eine sogenannte “wiederkehrende Straßenbeitagssatzung”. Das heißt, alle in einem Gebiet bezahlen und nicht nur die Anlieger. Was die unmittelbare Belastung für Eigentümer senkt. Auf die ganz lange Sicht kommt die selbe Summe an Beiträgen zusammen. Aber eben nicht fünfstellige Beträge auf einmal.

So eine wiederkehrende Beitragssatzung hat Weiterstadt seit 2015. Und nun greift sie bei Straßensanierungen in Gräfenhausen. Allerdings will nun die ALW warten bis im Land Klarheit herrscht, wie es weitergehen soll, denn die SPD will die Straßenbeiträge abschaffen und die Landesregierung hat aus der Pflicht zur Straßenbeitragssatzung eine “Kann”-Regelung gemacht.

Nur ändert das nichts an der Weiterstädter Rechtslage seit 2015, auch wenn die ALW das gerne so sehen würde. Rückwirkend wird die Stadt keine Beiträge erlassen. Und ich finde es auch schlüssig, wenn die Stadt auch künftig Beiträge erheben will und nicht wieder den leichten Weg über die Grundsteuer B geht. Denn die Beiträge bleiben komplett bei der Stadt, bei der Grundsteuer bekommt der Kreis einen Anteil

Echo online: Weiterstädter Parlament stimmt Erhebung von Straßenbeiträgen für Gräfenhausen zu

Protestaktion im Landgericht

Gestern fragte mich eine Kollegin im Landgericht, um was es denn in der Verhandlung gegen könnte. Ich zeigte auf die Gutachterbank mit zwei Doktorinnen und einem Professor aus der Frankfurter Rechtsmedizin und sagte, dass es vermutlich um den Todeszeitpunkt der getöteten Frankfurterin gehen würde und um Toxikologie. Aber es kam dann anders. Eine Frauengruppe begann plötzlich zu protestieren. Sie sehen ein Schema bei Prozessen, wenn es um Gewalt von Männern gegen Frauen geht.

Echo online: Frauen demonstrieren im und vor dem Darmstädter Landgericht

Bischof im Bahnhof


Bischof Peter Kohlgraf im Weiterstädter Bahnhof mit Mitarbeitern des Caritasverbands und des Gemeindepsychiatrischen Zentrums.
(Foto: Claudia Betzholz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Caritasverband Darmstadt e. V.)

Ein katholischer Bischof, eine Sängerin, ein evangelischer Pfarrer und ein Bürgermeister gehen in einen Bahnhof. Was wie ein Witz beginnt, passierte am Dienstag in Weiterstadt. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf weihte das „Gemeindepsychiatrische Zentrum“ im ehemaligen Bahnhofsgebäude offiziell ein. Bischof Kohlgraf war auch extra in der Soutane gekommen. „Wenn ich hier im Anzug stehen würde, Weiterlesen