Der Löwenbrunnen auf dem Mathildenplatz läuft wieder

Der Löwenbrunnen auf dem Mathildenplatz läuft wieder.

„Der Löwenbrunnen ist das letzte was noch saniert werden muss“, sagte der Architekt Jürgen Rittmannsperger mit Blick auf das Ensemble Mathildenplatz am 15. August 2012. Das Rittmanspergersche Büro, Experten für komplexe Altbautensanierung, hatte gerade mit Justizminister und Gerichtspräsidenten die fertig sanierten Gebäude Altes Landgericht und Altes Amtsgericht vorgestellt. „Wir werden als Stadt unser Scherflein beitragen“, hatte Oberbürgermeister Jochen Partsch damals auf Rittmannspergers Hinweis für den Brunnen zugesichert.

Fast neun Jahre und einen Monat später – und sieben Zeitungsartikeln von mir dazu – ist es nun soweit. Es glitzert, rauscht und plätschert wieder auf dem Mathildenplatz; seit dem 10. September, 12 Uhr, läuft der Brunnen wieder.

Dass die Löwen aus gelben Sandstein vom Wasser aus der oberen Schale geduscht werden ist Absicht. Ein Effekt, der aber auch dazu beigetragen hat, dass die Skulpturen verkalkten. Allerdings hat der Brunnen jetzt auch eine Entkalkungsanlage, was das verlangsamen soll.


Im Sommer 2016 sah der Brunnen noch so aus, auf den Löwen und anderen Flächen waren noch millimeterdicke Kalkablagerungen.

Ab 2013 lag der Brunnen trocken, ab 2015 war er eingezäumt. Lange passierte nichts, da erst ein Sanierungskonzept ausgearbeitet werden musste. Unter anderem wurde geprüft, ob man den Brunnen stehen lassen und sanieren kann oder ob man ihn besser abbaut und wieder zusammensetzt. Fun Fact: Was man ja schonmal gemacht hatte. Denn bis 1840 stand der Brunnen auf dem Luisenplatz – da wo jetzt der Lange Ludwig steht.


2017 wurde es dann ernst, die Löwen wurden abmontiert und extern mit einer Kombination aus Chemie und Handarbeit von den Kalkschichten befreit.

Der Brunnen war nicht nur verkalkt, an den Oberflächen hatten sich auch Algen niedergelassen, die dann wieder verkalkten und so weiter. Das Bild ist von 2012.

Die Reliefs wurden vor Ort gereinigt und darunter kamen geschuppte Fische heraus. Die Schuppen sind aber nicht auf allen Reliefs erhalten.

Der ganze Brunnen in Aktion.

Echo online: Ein gutes Ende für die Löwen in Darmstadt

Mit “Topaz Sharpen AI” nachgeschärft

Einen unscharfen Schnappschuss vom Comedian Lutz van der Horst hatte ich vor drei Jahren gemacht, als der für den ZDF-Fernsehgarten bei der Gräfenhäuser Hessenwaldschule war. Leider lag der Fokus in dem Moment auf der TV-Kamera und nicht auf Lutz van der Horsts Augen.

Lutz van der Horst vor der Hessenwaldschule.

Jetzt wurde ich, über die Timeline rechts im Blog, wieder an das Bild erinnert und dachte, ich schicke das doch mal durch “Topaz Sharpen AI”, was ich damals nicht hatte. Und die Bildrettung hat tatsächlich funktioniert.

Das Bild mit leichtem Fehlfokus und darunter die Bearbeitung mit “Topaz Sharpen AI”.

Erzengel Michael auf dem Darmstädter Friedensplatz

Eine Glocke neben der die Sonne als Blendenstern durchsticht.

Es gibt viele Details in dem Kunstwerk zu entdecken, die Gegenstände wurden von Bürgern gespendet.

Echo online: Der „Erzengel Michael“ zückt sein Schwert auf dem Friedensplatz (€) – Am Samstag stellten unter anderem OB Jochen Partsch und der Metallbildhauer Georg-Friedrich Wolf die Skulptur “Erzengel Michael 2020” vor.

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Nachgeschärfter Wahlsieger

2011 gewann Jochen Partsch (Grüne) die Darmstädter Oberbürgermeisterwahl und ich hatte am Wahlabend einen Schnappschuss vom strahlenden Wahlsieger gemacht. Etwas verrauscht, Iso 6400 und nicht so ganz scharf. Und auch kein RAW vorhanden, damals hatte ich das Potenzial noch nicht gesehen. Aber auch ein RAW ist unscharf.

Neun Jahre später habe ich jetzt mal die aktuelle Schärfungs- und Entrauschungssoftware von Topazlabs (Denoise AI und Sharpen AI) drüberlaufen lassen. Och ja, das bringt dann schon was …



(Bevor man die Software auf deren Website kauft, sollte man aber gucken, ob es nicht irgendeine Rabattaktion gibt. Auch der Hersteller selbst senkt regelmäßig für kurze Zeit seine Preise. Man kann die Programm auch erstmal 30 Tage testen.)

Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Dongesbörngasse gestohlen

Wer sich nun fragt, wo die Döngesborngasse ist? Das ist die Verbindung zwischen Justus-Liebig-Haus und dem Alten Pädagog.

(PM Stadt Darmstadt) Der Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Döngesborngasse ist in der Nacht vom 6. auf den 7. April gestohlen worden.

„Das Andenken an eine Person und ihr für unsere Gesellschaft – ganz speziell für die Rolle der Frau – bedeutsames Wirken derart zu beschädigen, macht mich fassungslos. Gleichzeitig macht es mich traurig, denn es zeigt leider auch die Respektlosigkeit einiger weniger Menschen, die mit ihrem inakzeptablen Handeln viele Menschen in unserer Gemeinschaft treffen. Selbstverständlich werden wir Kontakt mit der Künstlerin aufnehmen und gemeinsam beraten, wie wir das Denkmal wieder herstellen können“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Nach dem Diebstahl der Bronzereliefs auf dem Waldfriedhof ist das nun schon der zweite Vorfall, durch den die Erinnerungskultur in unserer Stadt verletzt wird – das werden wir hier nicht dulden und entschieden gegen diese kriminellen Aktivitäten vorgehen“, so Partsch weiter.

Das Kunstwerk war erst am 2. Juni 2017 aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Alice-Frauenvereins mit Spenden von Frauenverbänden und Bürgerinnen und Bürgern errichtet worden. Das Bronzeporträt wurde von der Berliner Bildhauerin Bärbel Dieckmann geschaffen. Die Steinarbeiten wurden von der Darmstädter Steinmetzin Ruth Andres ausgeführt. Die Luise-Büchner-Gesellschaft hatte der Wissenschaftsstadt Darmstadt das Kunstwerk als Schenkung überlassen.

Der Sachschaden beträgt rund 7.000 Euro. Es wurde Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.

Der Luise-Büchner-Bronzekopf im Februar 2019.