OB will keine dritte Amtszeit

Aus einer Pressemitteilung der Darmstädter Grünen:

Jochen Partsch, seit 2011 GRÜNER Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, hat heute öffentlich bekannt gemacht, dass er nicht noch ein weiteres Mal zur Wahl zur*zum Oberbürgermeister*in antreten wird. (…) Am 7. Juni wird der Kreisvorstand zu einer Kreismitgliederversammlung einladen, auf der die GRÜNE Kandidatur zur Wahl der*des Oberbürgermeister*in beschlossen wird. In der Woche vorher (22. KW) wird die Kandidatin bzw. der Kandidat der Partei durch den Kreisvorstand vorgeschlagen.

Ich hatte mir ja auch so ein paar Gedanken gemacht, als reinkam, dass der OB am 4. Mai mitteilen wird, ob er 2023 nochmal kandidiert.

Nach zwei Amtszeiten aufzuhören, ist meiner Meinung nach eine gute Idee. Da kann Jochen Partsch mit einer „schade, dass er geht“-Stimmung aufhören. Wie es in einer dritten Amtszeit laufen wird, weiß keiner, aber wenn es dann „gut, dass er geht“ heißt, wäre eine Chance vertan worden.

Jetzt wird sich zeigen, wie dick die Personaldecke der Darmstädter Grünen ist. Beim Baudezernat musste ja seit 2011 zweimal auf externe Fachfrauen zurückgegriffen werden.

Mein erster Gerichtsprozess als Reporter

Heute vor 15 Jahren war ich das erste Mal als Reporter im Gericht. Ich war für eine Stadtteilzeitung bei einem Schöffengerichtsprozess wegen Untreue gegen den ehemaligen Chef eines Stadtmarketings. Das Stadtmarketing hatte damals eine Sportmannschaft eines Vereins gesponsert, bei dem der Angeklagte aber auch Vorsitzender war.

Wie ich im Rückblick feststellen muss, hatte ich am ersten Verhandlungstag Glück und keine Ahnung. Glück, weil es keine Überraschungen gab. Und damals keine Ahnung, was so alles einen Prozessbeginn verzögern könnte. So saß ich relativ unbefangen auf der Pressebank und schrieb halt mit.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe zunächst bestritten. Vom Amtsgericht wurde er wegen Untreue zu 14 Monaten auf Bewährung und in der Berufung beim Landgericht dann zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. In der zweiten Instanz hatte er die Untreue dann eingeräumt.

Und wer sich wegen der Überschrift wundert: Ich war mal zu Schulzeiten Zeuge bei einem Verfahren um einen Verkehrsunfall.

Einfach mal losspielen

Die flache Lernkurve ist ja ein Problem beim Erlernen eines Musikinstruments. Nach der ersten Übungsstunde kann man nicht so viel mehr, jedenfalls so wenig, dass man sich nicht wirklich als guter Musikant fühlt. Das ist beim Sport oft anders. Auch wenn man kein Fußball spielen kann, irgendwie den Ball kicken und in Richtung Tor treten, das geht auch ohne erstes Training. Dass es bis zur Bundesliga noch weit ist, ist jedem klar, aber es fühlt sich nicht so fern an, wie damals mein erstes Geigenspiel und Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Musiker in Schneppenhausen haben sich daher ein Einsteigerprojekt überlegt, bei dem man so schnell loslegen kann, wie nach einem ersten Fußballtraining: Sie gründen eine Truppe mit Rhythmus- und Percussionsinstrumenten, ¡Ritmo! heißt das Projekt, das im Mai losgehen soll.

(€) Echo online: Dem Schneppenhäuser Musikzug fehlt der Nachwuchs