Kita- und Krippenpläne für Gräfenhausen

Der ehemalige, leerstende Hort “Villa Regenbogen” in der Turmstraße 21 in Gräfenhausen. Das Gebäude soll abgerissen werden.

Angeblich ist die Antwort auf eine Frage in der Überschrift stets “Nein” (Betteridge’s law of headlines). Aber hier ist es eher ja.

Echo online: Wird die neue Kita aus Holz gebaut?

Dusche auf dem Luisenplatz

Das Wasser aus der Dusche war aus dem Olbrich-Brunnen geschöpft.

Eine Frau steht im Bikini auf dem Luisenplatz und duscht. Klar, das ist eine Aktion. Nur ist die Frau keine Ehrenamtliche oder eine gebuchte Agenturduscherin. Das war Anja Hägele, Kampagnenchefin bei Peta Deutschland.

Echo online: Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion

Prozess um gesprengtes Wohnhaus in Birkenau

Als am 22. März in der Odenwaldkommune Birkenau ein Haus in die Luft flog, war die mediale Aufmerksamkeit eigentlich bei einem anderen Verbrechen. An den Tag begann der Prozess um die ermordeten Kinder von Mörlenbach.

Ich weiß noch, wie in einer Verhandlungspause ein Kollege sagte, eigentlich müsse er jetzt Nach Birkenau, da habe es eine Explosion gegeben. Erst am Abend, als ich mit dem Schreiben des Mörlenbach-Prozesses fertig war, stellte ich fest was der gemeint hatte.

Nun steht der Mann aus Birkenau wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, besonders schwere Brandstiftung und Verstrickungsbruch vor dem Darmstädter Landgericht.

FR (dpa): Eigenes Haus vor Zwangsversteigerung gesprengt: 59-Jähriger vor Gericht

Über „Professoren, die wie Könige herrschen“

Man hat ja manchmal so eine Ahnung, das generell was nicht richtig in der eigegen Branche läuft, wenn man fünf Jahre in einem Institut war. Aber es zeigt sich, dass ich im Jahr 2001 doch die richtige Entscheidung traf. Da kannte ich nur noch nicht Axel Brennickes Laborjornal-Kolumne – weil er die erst 2003 begann.

Laborjournal Professoren wie Könige – Denn so wie noch im 18. Jahrhundert Offiziersstellen für den Adel reserviert blieben, sind in den Kliniken höhere Pöstchen oder gar Professuren für Labormedizin, Nuklearanalytik oder Mikroskopie den Medizinern vorbehalten. Das ist auch richtig so, denn die Mediziner müssen sich mit einem in drei Monaten hart erarbeiteten „Dr. med.“ adeln, während ein Biologe seine Inferiorität schon dadurch zum Ausdruck bringt, dass er mindestens drei Jahre für seinen schäbigen „Dr. rer. nat.“ braucht. Es ist also nur legitim, dass sich später nur mit einem „Dr. med.“ echtes Geld verdienen lässt.

Und ich habe nicht den Eindruck, dass sich das geändert hat.

spektrum.de, 30.10.2018: Macht und Machtmissbrauch in der Wissenschaft – Auf der einen Seite stehen befristet beschäftigte Doktoranden, deren Status oft durch und durch prekär ist. Auf der anderen Seite Professoren, denen das Wissenschaftssystem maximale Freiheiten und Macht garantiert und von deren Wohlwollen ihre Mitarbeiter fachlich und ökonomisch abhängig sind.

Christopher-Street-Day, nebenbei und übrigens

csd regenbogenflaggen luisenplatz
Warum auch immer, ich hatte mir den Sonntag für die Parade zum Darmstädter Christopher Street Day nortiert. Aber die war heute am Samstag – wie sonst auch.

(Das Foto mit den Flaggen ist von 2017, heute hätte das das Wetter nicht hergegeben.)

Nebenbei: Ich habe das Gefühl, wir betonen den Namen falsch. So wie wir es aussprechen, klingt es so, als hätte es einen Herrn Christopher Street gegeben. Dabei erinnert der Tag an die Ausschreitungen in einer Kneipe in der New Yorker Christopher Street.

Übrigens: In Deutschland gibt es keinen festen oder einheitlichen Tag für den CSD, der Gedenk- aber auch Fest-und Demonstrationstag ist. Die lokalen Organisatoren legen jeweils eigene Daten fest. In Darmstadt ist es beispielsweise der dritte Samstag im August. Das hat den Vorteil, dass man sich gegenseitig bei den CSDs besuchen kann.

Der Name „Christopher Street Day“ ist eine deutsche und schweizerische Bezeichnung, in den USA wird von „Gay Pride“ oder „Pride Parades“ gesprochen.

Der „Christopher Street Day“ (CSD) ist nach der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village benannt, in der die Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ liegt. Als den Gästen die regelmäßigen Razzien mit Polizeigewalt zu viel geworden, wehrten sie sich in der Nacht von 27. auf den 28 Juni 1969 und vertrieben die Polizisten.

Vor 30 Jahren: Den Sozialismus in seinem Lauf …

So sah wohl das Schild auf den Grenzpfählen zwischen DDR und BRD aus. (Ich habe es bei einer Ausstellung in Darmstadt fotografiert.)

Vor 30 Jahren – am 14. August 1989 – sagte SED-Chef Erich Honecker: „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.“ Wie kam er darauf, wo doch seit dem Sommer massiv Menschen in die Bundesrepublik flüchteten?

Auf sueddeutsche.de gibt es dazu ein Interview mit dem Honecker-Biografen Martin Sabrow dazu:

sueddeutsche.de: Als Honecker den Sozialismus für unaufhaltsam erklärte – „Er hat die negativen Bilder der Innenpolitik durch die außenpolitischen Erfolge kompensiert und nicht erkennen wollen, dass es ein Wechselverhältnis von äußerer Integration und innerer Auflösung des Regimes gab.“

Grundstein für Mensa und Mediathek des Berufsschulzentrums gelegt

Ausschnitt der Facebookseite der CDU-Darmstadt.

„Mit dem Neubau des Berufsschulzentrums Nord geht es zügig voran“, teilt heute die Stadt Darmstadt mit. „Dort wurde heute der Grundstein für den Komplex, der künftig Mensa und Mediathek aufnehmen wird, gelegt.“ Und die Darmstädter CDU meldet auf ihrer Facebook-Seite, dass sich ihr Bürgermeister und Schuldezernent freue. „Mit der heutigen Grundsteinlegung sei das Gesamtprojekt absolut im Zeitplan und werde voraussichtlich im März 2021 abgeschlossen.“

Prima. „absolut im Zeitplan.“ Es geht voran. Ein paar Blicke zurück.

2011: Grüne und CDU schreiben sich in ihren Koalitionsvertrag: „Wir werden das Berufsschulzentrum unter Einbeziehung des Landkreises Darmstadt-Dieburg komplett sanieren und dadurch den Berufsschulstandort Darmstadt stärken. Der seit 2006 vorliegende Berufsschulentwicklungsplan muss umgesetzt werden.“

Juni 2015, Frankfurter Rundschau: Stadt saniert Berufsschulzentrum – Der beim Immobilienmanagement Darmstadt als kaufmännischer Leiter tätige Heag-Vorstand Klaus-Michael Ahrend sagte, man sei bestrebt, Sanierung und Neubau bis zum Jahr 2018 abgeschlossen zu haben.

März 2016, eine Kommunalwahl später, nach einem Architektenwettbewerb für ein neues Gebäude mit Mensa und Mediathek:

Verzögerungen bei der Schulsanierung werde es nicht geben, war sich [Baudezernentin] Cornelia Zuschke sicher. Sanierung und Neubau seien aufeinander abgestimmt. Die Gespräche mit den Architekturbüros liefen jetzt an und seien bis zur ersten Sitzung des am Sonntag frisch gewählten Stadtparlaments fertig. (aus einem Echo-Artikel, der nicht online steht.)

Oktober 2016: weder der Zeitplan noch die Kosten sind bei dem Projekt einzuhalten, räumt Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) auf ECHO-Nachfrage ein.

August 2018: Magistrat und das Stadtparlament beschließen Sanierung und Erweiterung des Berufsschulzentrums. Die ersten Arbeiten haben laut Stadt schon im Juni 2018 begonnen.

Fazit: Man ist „absolut im Zeitplan“, wenn man die siebenjährige Vorgeschichte weglässt (was bleibt einem auch übrig, so ohne Zeitmaschine) und das Projekt ab dem Sanierungsbeginn im Sommer 2018 betrachtet.

Gut. Wenn ab jetzt alles klappt und es keine Überraschungen gibt, geht es mit Mensa/Medienzentrum laut Stadt wie folgt weiter:

Rohbauarbeiten April 2019 bis November 2019, Zimmermannsarbeit November 2019 bis Januar 2020, „Hülle dicht“ April 2020, technische Gebäudeausrüstung ab April 2020, Geplante Fertigstellung März 2021. Mit dem Neubau wird eine zusätzliche Bruttogeschossfläche von 3533 Quadratmetern geschaffen. Das Investitionsvolumen liegt im Rahmen der Beschlusslage bei 20,7 Millionen Euro.

Und so soll es mit dem eigentlichen Berufsschulzentrum weitergehen:

Der weitere Zeitplan für das Großprojekt sieht zunächst die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes der Sanierung (Bereich der Friedrich-List-Schule) für das erste Quartal 2020 vor. In diesem Zeitraum wird auch die Inbetriebnahme dieses Bereiches und Übergabe zur Nutzung erfolgen. Gleichzeitig ist dies dann der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt (Bereich der Martin-Behaim-Schule).

Das böse Internet?

Jetzt ist dieser Test schon zehn Jahre alt, aber so richtig wird er immer noch nicht angewandt.

Stefan Niggemeier: Es gibt eine ganz einfache Methode, aus Texten über das schlimme Internet die Luft herauszulassen. Man ersetze in ihnen einfach „digital“ durch „analog“ und „Netz“ durch „Welt“ und schaue, ob die Aussagen trotzdem stimmen.

Die größte Leinwand Deutschlands steht in Weiterstadt

Der Pokal für die Sieger im Super 8-Film-Wettbewerb beim Weiterstädter Open-Air-Filmfest.

Das Weiterstädter Open-Air-Filmfest hat eine bundesweite Besonderheit, die Leinwand im Braunshardter Tännchen ist die größte Leinwand in Deutschland – für Super 8-Filme. Sowas erfährt man auf dem Filmemacher-Empfang, wo ich am Sonntag war.

Echo online: Filmfest Weiterstadt: Eine Plattform für künstlerisches Kino

Grüne aus Stadt und Kreis mit Verkehrskonzept

Die Grünen scheinen etwas Gestaltungshoheit zurückgewinnen zu wollen. Was eine gute Sache ist, denn sonst hat man keine Ideen in der Schublade, wenn das nächste Konjunkturprogramm kommt. Und ich kann nicht wieder schreiben, dass die grün-schwarze Stadtregierung nur reagiert und nicht agiert.

Grüne aus Stadt und Kreis haben ein Programm zur Sicherung der urbanen und regionalen Mobilität vorgestellt, wobei sich einige Punkte ergänzen, weswegen ich hier nicht alle aufzähle:
– Start für die Planung der Straßenbahn nach Groß-Zimmern
– Straßenengpass am Ostbahnhof aufweiten
– Höhere Leistungsfähigkeit für die Odenwaldbahn

– On-Demand-Verkehre – Neue Chancen der Vernetzung
– Umweltverbund geht nur mit dem Fahrrad
– Tarifhindernisse abbauen – reale Kosten der Umweltbelastung abbilden
– Die Prüfung eines Modellprojekts Seilbahn