Die erste CD

Da es auf Twitter gerade angesprochen wurde: Heute vor 40 Jahren wurde die CD als neues Medium für Musik vorgestellt.

Die erste CD in meiner Wahrnehmung war ja “Brothers in Arms” von “Dire Straits”. Aber die war erst 1985 erschienen. Vermutlich gab es viel Marketing von wegen komplett digital produziert. War nur nicht meine Musik.

Meine erste CD kaufte ich 1989: “T’Pau” – “China in your Hand“.

Grenzen der Selbstversorgung

Selbstversorgung, klingt schön und romantisch. Aber es hat schon seine Gründe, warum Nahrungsmittelproduktion professionell betrieben wird. Weil man nicht mal eben sein Essen umfassend anbauen kann.

Spektrum: Der Traum vom Leben als Selbstversorger – Theoretisch – so sein Fazit – ist die Selbstversorgung mit Lebensmitteln möglich. Man isst dann allerdings hauptsächlich Honig, Eier und Gemüse.

Versuchter Totschlag in der Parkstraße – Prozessauftakt im Liebighaus

Der Günther-Ziegler-Saal im Justus-Liebig-Haus ist mal wieder Verhandlungssaal für das Darmstädter Landgericht, damit bei vier Angeklagten pandemiekonforme Abstände eingehalten werden können.

(€) Echo online: Eine Aussprache zwischen zwei Familien im Mai 2020 endete mit Schüssen und mehreren Festnahmen

Die Ministerpräsidenten irrritieren mich

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erzählt in einem Spiegel-Interview aus der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin.

Was mich aber irritiert: Warum sprechen sich die Ministerpräsidenten vorher entlang ihrer Parteibücher ab? (Es gibt, schon sehr viel länger, die SPD-regierten A-Länder und die unionsregierten B-Länder). Und laut Bodo Ramelow reden vor den Konferenzen die Ministerpräsidenten der A-Länder miteinander und stimmen sich ab. Und so wie ich es verstanden habe, machen das auch die der unionsregierten Länder.

Nur, was steht denn in den Parteiprogrammen zu einer Pandemie, so dass man sich da gemäß einer politischen Farbenlehre ausrichten kann? Ist ein Virus links oder rechts?

„Charly“ – Ein Agathe-Bauer-Song

„Du bist der Schlechte.“ Das hatte ich als Kind immer bei einer Zeile des Santa Barbara-Songs „Charly“ (von 1973) verstanden.

Das machte zwar keinen Sinn, das war mich als Kind schon klar, denn der Rest war ja Italienisch oder Spanisch (es ist Spanisch wie ich heute weiß), aber ich höre da heute noch „Du bist der Schlechte“.

Gestern habe ich das nun nachgeguckt: Tatsächlich singen die an der Stelle „tuviste suerte“. Was anscheinend sowas wie „Du hattest Glück“ heißt.

Kleine Wunder

Blick aufs Rathaus und die 47.000 Quadratmeter große Industriebrache hinterm Rathaus im Verkehrsspiegel.

Es gibt ja so kleine Wunder. Bei Amazon anfragen, ob die in Weiterstadt was vorhaben – und Amazon antwortet und sagt sowas wie ‘schon möglich’. Normalerweise sagen die Firmen ja erst was, wenn ihr Schild am Tor hängt und alles offensichtlich ist.

Und dann bot der Artikel noch die Gelegenheit was zur Geschichte des Weiterstädter Rathauses zu schreiben.

Echo online: Internet-Versandriese hat Interesse an der Fläche hinter dem Weiterstädter Rathaus

Ein Blick, wie es ihn wahrscheinlich noch nie gab, weil da bislang Röhm Pharma, Procter & Gamble oder andere produzierten und verpackten: Das Weiterstädter Rathaus am Ende der 47.000-Quadratmeterfläche vor den beiden X-Bauten.

Mörlenbacher Kindermorde nochmal vor Gericht

Am 30. August 2018 gibt ein Mörlenbacher Ärztepaar mit seinen zwei Kindern noch einmal die Familie, wie man sie aus gefälligen Fernsehserien kennt. Vater und Mutter, beide promovierte Zahnärzte, eigenes freistehendes Haus, fahren mit ihren beiden, in Sportvereinen aktiven „Prachtkindern“ (so der Vater), nach Frankfurt-Sachsenhausen in die Schweizer Straße zum Apfelwein Wagner. Und machen sich einen schönen Nachmittag. Den letzten ihres Lebens.

Am nächsten Morgen findet die Feuerwehr die Kinder. Erschlagen, erstochen und verbrannt in ihren Betten. Die Eltern wurden von den Rettungskräften in einem geliehenen VW Golf mit laufendem Motor in der verschlossenen Garage entdeckt und gerettet.

Heute vor genau zwei Jahren hatte vorm Darmstädter Landgericht der Prozess gegen die Eltern begonnen. Am 11. Verhandlungstag, am 19. Juni, fiel das Urteil: Lebenslang wegen Mordes und Brandstiftung für den 61 Jahre alten Vater, zudem stellte die Kammer die besondere Schwere der Schuld fest. Und zwölf Jahre Haft für die 48 Jahre alte Mutter wegen Brandstiftung und Beihilfe zum Mord. Sie hatte im Prozess eine Tatbeteiligung bestritten. Hatte aber im Gefängnis einer Bediensteten „Der Deal zwischen mir und meinem Mann war eigentlich, dass wir entweder alle sterben oder keiner“ gesagt.

Beide Angeklagten legten Revision ein, die der Frau hatte teilweise Erfolg. Eine andere Schwurgerichtskammer des Landgerichts musste nochmal über die Strafhöhe entscheiden, da der Bundesgerichtshof im Urteil von 2019 zwei Formulierungsfehler festgestellt hatte. Die Feststellungen des Landgerichts zur Tatbeteiligung der Mutter hatte der BGH aber nicht vervorfen.

Über die Revision der Mutter entschied vergangene Woche eine andere Schwurgerichtskammer.

(€) Echo online: Mörlenbacher Kindsmorde: Es bleibt bei zwölf Jahren Haft

Gründe einen Prozess zu vermeiden

Wenn es geht, sollte man einen Strafprozess vermeiden. Denn im Laufe einer Gerichtsverhandlung können neben der Hauptsache auch für den Fall nebensächliche Sachen zur Sprache kommen, über die man als Angeklagter aber eigentlich nicht reden wollte. Meistens ist ein Strafprozess öffentlich, ausgeschlossen wird die Öffentlichkeit in der Regel nur bei Sexualstraftaten. Aber auch das ist dann nicht durchweg geheim.

Bei einem aktuellen Verfahren geht es um eine Sachbeschädigung, die der Angeklagte gerichtlich klären lassen will. Aber plötzlich will das Gericht die Einkommensverhältnisse und Kreditraten des Angeklagten ganz genau wissen, weil die Angaben des Angeklagten nicht plausibel erscheinen. Und dann droht das Gericht sogar eine Hausdurchsuchung an, um an Unterlagen zu kommen. Das monatliche Einkommen ist wichtig für eine Strafkammer, falls eine Geldstrafe verhängt werden soll, die Höhe (der Tagessatz) richtet sich nach der individuellen finanziellen Leistungsfähigkeit.

Oder: Ein Vereinsvorsitzender war verdächtig, Vereinsgelder veruntreut zu haben. Im Prozess kam dann die wirtschaftliche Lage des Mannes zur Sprache.

In einem anderen Fall lehnte ein Unternehmer einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung ab, also traf man sich vor Gericht. Wo es allerdings auch dazugehört, dass das Vorstrafenregister verlesen wird.

Oder: Bei einem Fall mit einem Vater der seinen Sohn geschlagen haben soll, soll auch die Mutter und Ehefrau aussagen. Und sie sagt aus. Dabei kommt zur Sprache, dass in der Wohnung noch eine zweite Frau wohnte, die mit der Ehefrau eine intime Beziehung hatte. Nicht schlimm, aber plötzlich hatte der Prozess was von diesen Gerichtshows, die es mal im Privatfernsehen gab.

Und vor vielen Jahren bei einem Prozess um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ging es irgendwann darum, ob der Angeklagte eine Affäre mit der älteren Dame hatte, die ihm und seiner Familie wertvolle Geschenke gemacht hatte.