Friedensplatz ist fertig

Echo online: Kritik nach Fertigstellung des Darmstädter Friedensplatzes
Echo online: Zur Sanierung des Darmstädter Friedensplatzes: Chance vertan

Ich frage mich aber schon, was hier los wäre, wenn dieser Platz unter einer Rot-Schwarzen Stadtregierung so umgestaltet worden wäre. Und wie die Grünen auf den Satz “Dies ist ein Platz – und keine Grünanlage” reagieren würden wenn ihn ein SPD-Baudezernent gesagt hätte – und nicht ihr OB Jochen Partsch.

Das Bundesverkehrsministerium gibt den “Postillon”

Realsatire war ein Begriff der in den 1980er Jahren aufkam, weil die damalige Bundesregierung teilweise so agierte, dass man es für Satire gehalten hätte wenn man es nicht besser gewusst hätte.

Inzwischen macht der “Postillon” solche Satire. Oder das Bundesverkehrsministerium (BMVI).

Das kündigt auf Twitter an, die neuen Strafen für zu schnelles Fahren gleich wieder zu ändern. Es geht darum, dass man aktuell seinen Führerschein erstmal los ist, wenn man mit 21 km/h zuviel innerorts und 26 km/h zuviel außerorts erwischt wird. Aber:

BMVI: Die Bundesländer haben allerdings im Bundesrat Verschärfungen & #Fahrverbote in die #StVO eingebracht. Diese sind vereinzelt unverhältnismäßig. Viele Bürger, die auf ihr Auto angewiesen sind, haben uns geschrieben. Sie haben Angst, ihren Führerschein & so ihren Job zu verlieren.

Über 20 km/h zu schnell ist meiner Meinung nach aber gut sichtbar auf dem Tacho. Und mit 51 durch die 30-Zone ist im Falle eines Unfalls gefährlich, weil die Kräfte überproportional wachsen. Gilt natürlich auch bei 50 und 76, 70 und 96 km/h etc.

Uns wer jetzt Angst hat, den Führerschein zu verlieren, weil er mit 21 km/h oder 26 km/h zu schnell war, der fährt meiner Meinung nach zu oft zu schnell und hat sich einen falschen Fahrstil angewöhnt oder schon immer den falschen gehabt.

Und wenn der Führerschein wichtig für meinen Beruf ist, dann gucke ich doch, dass ich den Führerschein nicht verliere und versuche mich so gut es geht an die Regeln zu halten. Weil es immer wieder mal zu blöden Momenten kommt, in denen man gegen die dann doch verstößt. Und da versuche ich doch, meine Verstöße auf diese blöden Momente zu reduzieren.

„Die Corona-Virenschleudern Österreichs“

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS

Die Überschrift oben ist eine Verkürzung. In lang lautet sie „Après-Ski und Chöre sind die Corona-Virenschleudern Österreichs“. und steht bei nzz.ch Aber die Kernaussage wird nicht nur für Österreich gelten.

Im Text stehen ein paar Hinweise zur Übertragung des Coronavirus.

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat Übertragungen untersucht und laut Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Öffentliche Gesundheit, sind die ausschlaggebenden Faktoren Nähe und lautes Sprechen oder Singen

nzz.ch: Die Behörden betreiben mit grossem Aufwand Contact-Tracing – Aus den Analysen des ersten Sars-CoV-2-Clusters in Bayern konnten die Forscher von der München Klinik Schwabing und der Charité Berlin den Risikokontakt definieren: Wer mit einer infizierten Person im Abstand von weniger als 1,5 Metern länger als 15 Minuten geredet hatte, der war einem sehr hohen Risiko ausgesetzt, selbst das neue Coronavirus zu bekommen.

Was ja auch zur Situation in Bars und Clubs passt, wo man lauter reden muss und auch länger als eine Viertelstunde da ist. Und es passt auch zu dem Kirchenchor in den USA. Da waren 45 von 60 Mitgliedern nach einer zweistündigen Probe infiziert.

Die Ursache des Coronavirus. ;-)

Ich warte ja auf die Postillon-Schlagzeile:

Frankfurter Lehrer gibt zu: Ich bin schuld an Corona – “Und dabei hatte ich vor den Weihnachtsferien zum Fritzchen nur gesagt, bei seinen vielen 5ern müsse schon ein Wunder passieren, wenn er ins nächste Schuljahr versetzt werden will.” Der Pädagoge beteuert, dass er nicht habe ahnen können, dass Fritzchen zu zig Religionen konvertiert, hunderte von Gebeten losschickt und auch vor obskuren Beschwörungsritualen nicht haltmacht.

Echo online: Hessen schafft Sitzenbleiben wegen Corona zeitweise ab

Ischgl, Coronavirus und Prävention – „There is no Glory in Prevention“

Die Coronavirus-Katastrophe zeigt mir, dass man irgendwie Menschen, die kein sicheres Angestelltengehalt bekommen und auf – ich sag’ mal – Provisionen angewiesen sind, dafür belohnen müsste, dass sie die Bremse ziehen, wenn denen klar wird, dass was schief laufen wird, wenn sie weitermachen.

Ich denke da an Ischgl in Tirol, wo es wohl am 6. März Coronavirus-Warnungen gab (Unfortunately last night I found about the 10 confirmed Corona cases in Iceland).

Die dann aber anscheinend ignoriert wurden, vermutlich weil bei einem Saisongeschäft jeder Tag zählt. Und da viele Menschen mit exponentiellen Wachstum nicht klar kommen, kann man die Folgen nicht überblicken.

FAZ: Der Filz von Ischgl – Erst eine halbe Woche nachdem ein Barkeeper positiv auf Corona getestet worden war, wurde das Lokal geschlossen.

Nun hat aber ein Wirt nichts von, wenn er auf den Verdacht hin, das einer seiner Mitarbeiter eine Virenschleuder ist, seinen Laden schließt. Und der Kellner, der vermutlich auch die Trinkgelder hofft, verdient halt deutlich weniger, wenn er sich krank meldet. Und dann sind da noch die Touristen, die auf die offizielle Ansage bzw. Absage warten («Wir hatten bis Freitag gebucht und hätten ungern einen Teil des Geldes umsonst investiert.»)

Tja. Wer ab- oder „Nein“ sagt, hat nichts davon. Denn am Ende war dann nichts. Weil sich in der Folge nichts ausbreiten konnte. „There is no Glory in Prevention“ – kein Ruhm durch Vorsorge.

Coronaviren – ein seit 2003 bekanntes Pandemie-Risiko mit Szenario von 2012

Natürlich hat das Virus keine Ei-Form, das ist ein Gag von mir zu Ostern,
Die SARS-CoV-2, Darstellung (in rund) stammt von Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS.

Irgendwie bin ich ja mit der Bundesregierung unzufrieden. Ziemlich sogar. Nicht wegen der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Katastrophe. Da gibt es zur Zeit wenig Alternativen. Auch weil ein „lass mal gucken was passiert“-Rumprobieren bei einer Infektionskrankheit mit exponentieller Ausbreitung und der bis zu zwei Wochen dauernden Verzögerung von Ansteckung bis zu Symptomen schwer bis gar nicht in Griff zu bekommen ist.

Ich ärgere mich aber, dass die Regierung die Warnungen und Hinweise auf eine Pandemie jahrelang nicht ernst genommen hat. Denn das gehört zu deren Job. Das erste Sarsvirus war 2003 unterwegs, erinnert der Schweizer Arzt Prof. Paul Robert Vogt in der Mittelländischen Zeitung (der Artikel hat mehrere Themen und ist recht lang). Unter andererm kritisiert der Mediziner, dass die Schweiz nicht ihre Lehren aus den Publikationen zu Sars-CoV-2 gezogen hat.

Mittelländische Zeitung: Acht Warnungen zwischen 2003 und März 2019 – Diese Pandemie war angekündigt. War die Schweiz minimal auf diese Pandemie vorbereitet? Nein. Hat man Vorkehrungen getroffen, als COVID-19 im China ausgebrochen ist? Nein. Hat man wissen können, dass eine COVID-19-Pandemie über die Welt ziehen wird? Ja, sie war angekündigt und die Daten lagen bis März 2019 vor. (…) Hätte man diese medizinischen Fakten zur Kenntnis genommen und wäre man fähig gewesen, Ideologie, Politik und Medizin zu trennen, wäre die Schweiz heute mit grosser Wahrscheinlichkeit in einer besseren Lage.

Und da frage ich mich doch glatt, was unsere Regierung so alles an Erkenntnissen aus China, Südkorea und Taiwan ignoriert hat?

Bei den „Salonkolumnisten“ gibt es eine Zusammenfassung zu unseren Fehlern. Und da wird unter anderem die sogenannte Modi-Sars-Pandemie (PDF) erwähnt, ein Szenario des Robert-Koch- und des Paul-Ehrlich-Instituts von 2012 über das der Deutsche Bundestag informiert wurde. Das Szenario war zwar keine Vorhersage für Sars-CoV-2, hätte aber eine Grundlage zur Prävention sein können oder müssen. Aber bei drei Gesundheitsministern scheint da wenig passiert zu sein (Daniel Bahr, FDP, Hermann Gröhe und Jens Spahn, beide CDU). Jetzt wird das Geld, was man seit 2012 eingespart hat, für die Rettung der Volkswirtschaft benötigt. Ob sich das am Ende gerechnet hat?

Aus dem Modi-Sars-Szenario wurde aus meiner Sicht wenig bis gar nichts abgeleitet. Ich sage ja nicht, dass man eine halbe Million Intensivbetten vorhalten muss, aber die schlechte Lage bei Masken und Schutzausrüstungen legt doch einiges nahe. Und die späte Reaktion in Deutschland. Und der fehlende Mut nach den ersten Infektionen größere Veranstaltungen wie die erst danach beginnenden Karnevalssaison abzusagen. Oder die isländische Warnung vor Ischgl vom 5. März 2020 ernst zu nehmen.

Salonkolumnisten: Die Schlafwandler – Was genau geschah nach Wuhan und dem COVID-19-Ausbruch Ende November? Welche Berichte von Geheimdiensten, der WHO, dem RKI und der Regierung in China hatten Kanzleramt, Spahn und EU-Kommission wann und mit welchen Details auf dem Tisch? Dass andere Länder ähnlich schlecht reagiert haben, ist keine Entschuldigung. Die USA haben derzeit eine Regierung, die wissenschaftliche Erkenntnisse auf nahezu allen Feldern mit Füßen tritt; China ist eine Diktatur, die sich keine Blöße geben will und in der oft nicht sein kann, was nicht sein darf. Hier geht es um Europa und um Deutschland.

Wobei es doch noch im Januar hieß: „Heute ist es so, dass wir einen wesentlich geringeren Anteil haben an Todesfällen, auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit scheint geringer zu sein. So dass ich davon ausgehe, dass sich das SARS-Horrorszenario von 2003 nicht wiederholen wird.“

Weswegen wir jetzt zuhause am Internet sitzen, Virologen-Podcasts hören sowie die Zahlen des Robert-Koch-Institut mit denen der Johns-Hopkins-Universität abgleichen.

Nachtrag: Das wir so gut dastehen (Stand 20. April) liegt meiner Meinung nach auch nicht am vorausschauenden Regierungshandeln. Die vielen Tests sind bei uns möglich, weil Diagnostik in Deutschland seit Jahrzehnten unterstützt und von den Kassen bezahlt wird. Es gibt genügend Ärzte, die Diagnostiklabore betreiben. Und dass wir so viele Intensivbetten haben, verdanken wir auch dem Gesundheitssystem, weil die gut bezahlt werden (welt.de: „Mit künstlicher Beatmung wird richtig viel Geld gemacht“). Und wohl dem Glück, dass die Bertelsmann- und Leopoldinastudien zur Reduzierung der Krankenhäuser zu neu waren, um schon umgesetzt zu sein.

Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Dongesbörngasse gestohlen

Wer sich nun fragt, wo die Döngesborngasse ist? Das ist die Verbindung zwischen Justus-Liebig-Haus und dem Alten Pädagog.

(PM Stadt Darmstadt) Der Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Döngesborngasse ist in der Nacht vom 6. auf den 7. April gestohlen worden.

„Das Andenken an eine Person und ihr für unsere Gesellschaft – ganz speziell für die Rolle der Frau – bedeutsames Wirken derart zu beschädigen, macht mich fassungslos. Gleichzeitig macht es mich traurig, denn es zeigt leider auch die Respektlosigkeit einiger weniger Menschen, die mit ihrem inakzeptablen Handeln viele Menschen in unserer Gemeinschaft treffen. Selbstverständlich werden wir Kontakt mit der Künstlerin aufnehmen und gemeinsam beraten, wie wir das Denkmal wieder herstellen können“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Nach dem Diebstahl der Bronzereliefs auf dem Waldfriedhof ist das nun schon der zweite Vorfall, durch den die Erinnerungskultur in unserer Stadt verletzt wird – das werden wir hier nicht dulden und entschieden gegen diese kriminellen Aktivitäten vorgehen“, so Partsch weiter.

Das Kunstwerk war erst am 2. Juni 2017 aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Alice-Frauenvereins mit Spenden von Frauenverbänden und Bürgerinnen und Bürgern errichtet worden. Das Bronzeporträt wurde von der Berliner Bildhauerin Bärbel Dieckmann geschaffen. Die Steinarbeiten wurden von der Darmstädter Steinmetzin Ruth Andres ausgeführt. Die Luise-Büchner-Gesellschaft hatte der Wissenschaftsstadt Darmstadt das Kunstwerk als Schenkung überlassen.

Der Sachschaden beträgt rund 7.000 Euro. Es wurde Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.

Der Luise-Büchner-Bronzekopf im Februar 2019.

Coronavirus-Katastrophe trifft Weiterstädter Tierheim Keller-Ranch

Die Keller-Ranch in Weiterstadt hat wegen der Coronavirus-Krise geschlossen und bangt mit Chef Kasrl-Heinz Keller um ihre Zukunft.

Auf der Keller-Ranch leben rund 360 Tiere. Sie ist Tierheim und Gnadenhof und hat eine Tierpension sowie einen Hundesalon. Und all das bringt bei der Coronavirus-Katastrophe kein Geld mehr ein. Aber die Kosten laufen weiter.

Echo online: Weiterstädter Keller-Ranch von Corona-Krise hart getroffen

Vom PC über Bluetooth in die Stereoanlage

Vor ein paar Jahren wollte ich die Musik aus dem PC über die Stereoanlage hören. Verkabeln war mir etwas zu aufwändig. Und ich weiß nicht warum, erst vergangenen Woche kam ich auf die Idee, dass das doch mit einem Bluetooth auf Cinch-Adapter möglich sein müsste. Wo der PC doch Bluetooth kann. Wenn es sowas gibt, könnte ja sein, dass das technisch nicht geht. Und man mit am Ende das Äquivalent eines Gas-Wasser-Adapters verkauft. Vielleicht hatte ich Bluetooth wegen schlechter Erfahrungen (spontane Verbindungsabbrüche) vor vielen Jahren verdrängt.

Also suchte ich und fand kleines, fünf Zentimeter breites Kästchen, einen Bluetooth Audio Receiver von Logitech. Mit 3,5mm- und Cinch-Eingang sowie Pairing-Taste. 15 Meter soll die Reichweite sein.

Nun kam es an und es funktioniert. Der Adapter, der eigentlich ein Bluetooth-Empfänger ist, braucht aber Strom aus der Steckdose, deswegen liegt auch ein Stecker mit Netzteil bei.

So, jetzt kommt der Deutschlandfunk auch wieder (über den PC) aus dem Radio – nachdem der Kabelanbieter ja den Deutschlandfunk nicht mehr anbietet.