Wickie Weißwas: “Venom” und “Poison”

Beim Alice Cooper-Song “Poison” war mir schon vor Jahren die Textpassage “I wanna taste you but your lips are venomous poison” aufgefallen.

Ich dachte erst, es sollte einfach eine groteske Steigerung sein, denn “venomous poison” ist auf direkt übersetzt “giftiges Gift”. Was man zu “toxischem Gift” umfomulieren könnte, damit es nicht so seltsam klingt.

Dann stellte ich irgendwan fest, dass im Englischen zwischen “venom” und “poison” unterschieden wird, während es auf Deutsch nur “Gift” gibt. Und nun gibt es eine schöne kurz Erklärung mit einem Cartoon.

Venom” ist ein Gift, dass von Tieren produziert wird und über Zähne oder Stachel in den Körper von Angreifern oder Beute kommt. “Poison” ist in der Biologie ein Gift, das aufgenommen wird.

Neue Schule für Weiterstadt

Wo 2016 Mais angebaut wurde, sollen nun Schulen gebaut werden.

Der Landkreis rechnet damit, dass die Schülerzahlen in Weiterstadt steigen werden. Und da die Carl-Ulrich-Schule so viele neue Grundschüler nicht aufnahmen können wird, soll eine fünfte Grundschule in der Stadt gebaut werden. Auf einer Fläche gegenüber der Albrecht-Dürer-Schule, was noch eine Option für eine andere Schule ergibt …

Echo online: Campus schafft in Weiterstadt Freiraum

Asbestos, Quebec, 7000 Einwohner

Das Wort “Asbest” kommt vom altgriechischen “asbestos” was soviel wie “unvergänglich” bedeutet. Weil das Material so schön hitze- und säurefest ist. Leider kann Asbest Lungenkrebs und eine Art Staublunge verursachen.

Aber so “unvergänglich” ist Asbest dann doch nicht, jedenfalls wenn es um den Namen der kanadischen Kommune “Asbestos” geht. Die heißt so, weil dort früher Asbest abgebaut wurde. Nun aber soll der Name geändert werden, weil das möglicherweise Investoren und Unternehmen daran hindert, sich dort anzusiedeln.

Der Spiegel online: Asbestos – Stadt will toxischen Namen loswerden

100 Jahre Isaac Asimov

Der Science-Fiction-Autor und Naturwissenschaftler Isaac Asimov wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Sein Geburtstag war der 2. Januar 1920. Bekannt ist er für seine Robotergesetze. Aber auch ohne Roboter dachte er in seinen Geschichten um die Ecke. Wie zum Beispiel in der Geschichte über ein Chronoskop, das Rückblicke in die Vergangenheit ermöglicht.

Anstelle einen Link zu der Kurzgeschichte gibt es einen zu einem Hörspiel (auf YouTube), das aus den 1960er Jahren stammt und „Die verbotene Erfindung“ heißt.

Isaac Asimoc starb übrigens 1992 an den Spätfolgen einer HIV-Infektion. Mit HIV hatte er sich unwissend 1983 durch eine kontaminierte Blutkonserve während einer OP angesteckt.

Umweltschutz war ein Nebeneffekt

Es gibt ja inzwischen diese Memes, in denen darauf hingewiesen wird, wie umweltfreundlich doch früher gelebt und was alles wiederverwendet wurde. Ja. Das stimmt. Aber es ging nicht um Umweltschutz. Das war ein Nebeneffekt.

Ich glaube, das frühere Reparieren und Wiederverwenden, Auftragen und Ausschlachten etc., war nicht so sehr vom Umweltschutzgedanken getrieben. Und auch ans Ressourcenschonen wurde eher in der Form gedacht, dass man seinen Geldressourcen schonen wollte, nein, man musste es. Kurz: Man war einfach arm und musste die Mark zweimal umdrehen. Motto war: Spare jeden Pfennig, koste es was es wolle. Geld war früher auch knapper, da wurde auch mal in Naturalien bezahlt. Ich denke da an den Brauch des Eiersammeln bei Kerbburschen. Die sammelten im Ort tatsächlich Eier, weil damit die Musiker für die Band bezahlt wurden.

Früher waren Autos richtig teuer, aber auch Werkzeuge, Kleider, Geschirr, Bestecke, Pfannen und Töpfe (verglichen mit der Kaufkraft) kosteten viel Geld. Sowas kam in die Aussteuer bei der Hochzeit Ich weiß, dass mein einer Großvater (Jahrgang 1914) von seinem Vater Werkzeug erbte. Heute nimmt man den Akkuschrauber nebenbei mit, wenn beim Discounter Handwerkswoche ist.

Man hatte mehr Zeit als Geld. Zeit, um die Sachen von Hand wieder zu reparieren oder anders zu verwerten, was heute Upcycling heißt. Auch Lebensmittel sind heute viel günstiger als früher, daher wurde damals auch alles gegessen und man versuchte so wenig wie möglich wegzuwerfen (z.B. Blutwurst; der Saumagen ist Name des Gerichts und die Hülle für die Füllung; in Bregenwurst war auch Schweinehirn).

Twitter, die Washington Post, Trump und die Wahrheit

„ (…) ohne Twitter wären wir verloren. Wir könnten die Wahrheit nicht mehr verbreiten.“ Das sagt US-Präsident Donald Trump in einem Gespräch mit Radiomoderator Rush Limbaugh, meldet die dpa.

Donald Trump sagte unter anderem:

You know, people are getting it, they really get it because of social media and my Twitter, without Twitter, I think, we’d be – we’d be lost. We wouldn’t be able to get the truth out.

Ich dachte ja sofort an die Washington Post, die laufend prüft wie es der US-Präsident mit der Wahrheit hält. Und in der Zählung vom Dezember 2019 war die Zeitung auf „15.413 falsche oder irreführende Angaben“ gekommen:

Washington Post: As of Dec. 10, his 1,055th day in office, Trump had made 15,413 false or misleading claims, according to the Fact Checker’s database that analyzes, categorizes and tracks every suspect statement he has uttered. That’s an average of more than 32 claims a day since our last update 62 days ago.

Aber Donald Trump hatte im Gespräch mit Rush Limbaugh vorher schon, ganz nebenbei die Washington Post als unglaubwürdig beschrieben.

Well, when you read the New York Times, you read The Washington Post, that are totally fake newspapers by the way (…)

Dreist, aber so agiert der populistische Troll.

Der populistische Troll an der Macht

Wie politische Trolle als Regierende – am Beispiel des Boris Johnsons und Donald Trumps – arbeiten beschreibt ein längeres Stück der Schweizer “Republik”.

republik.ch: Der politische Troll – Macht ohne Logik unterwirft die Menschen effizienter als Macht plus Plan. Man stimmt der ersten absurden Sache aus Höflichkeit, Schwäche oder Verwirrung zu. Dann der zweiten aus denselben Gründen. Und ab der dritten hängt man drin: weil man nicht begründen könnte, warum man dem ersten und dem zweiten Wahnsinn zugestimmt hat und dem dritten nicht mehr.

(…) Lüge, so viel du willst. Erstens ist dies das Bequemste. Zweitens beschäftigt es deine Gegner, die sich sinnlos an deiner vorvorletzten Lüge abarbeiten, während du schon ganz Neues redest.

Man könnte noch viel mehr Zitate bringen, aber ich will ja nicht alles kopieren.

Am Schluss des Essays steht sogar eine Gegenstrategie.

AWO-Links, 1. und 2. Kalenderwoche

FNP: OB-Gattin will Geld zurückzahlen

Wiesbadener Kurier: Wiesbadener Ortsvereine der Arbeiterwohlfahrt hoffen auf einen Neuanfang

HR: Gemeinnützigkeit des AWO-Sicherheitsdienstes

Journal Frankfurt: Sprechverbot aus dem Römer?

NZZ: Exorbitante Gehälter und Pauschalen für Luxusdienstwagen zerlegen zwei Kreisverbände des Wohlfahrtsverbandes AWO

Echo online: Ehrung für Mühltaler AWO-Chef

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