Urteil im Mörlenbachprozess

Die Waage der Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum.

Der Prozess um die getöteten Kinder in Mörlenbach ist mit dem 11. Verhandlungstag zuende gegangen:

Echo online: Lebenslang für den Vater, 12 Jahre für die Mutter (plus-Inhalt)

10. Verhandlungstag:
Echo online: Vater der toten Kinder „bereut diese schreckliche Tat“ (plus-Inhalt)

9. Verhandlungstag:
Echo online: Staatsanwalt fordert lebenslänglich

8. Verhandlungstag:
Echo online: "Beide Kinder mussten sterben, weil sich ihre Eltern als Opfer stilisieren wollten"(plus-Inhalt)

7. Verhandlungstag:
Echo online: Gefängnispsychologin spricht über die angeklagte Mutter

6. Verhandlungstag:
Echo online: Dr. Henning Saß, Professor für forensische Psychiatrie, hält Eltern für voll schuldfähig
Echo online: Schreckliche Puzzlesteine zum Tatzeitpunkt (plus-Inhalt)

5. Verhandlungstag:
Echo online: “Ich forderte ihn auf, mich zu töten”
Echo online: Die Sache mit dem Kohlenmonoxid

4. Verhandlungstag:
Echo online: Prozess Mörlenbach: Tatwerkzeuge und Kleider werden untersucht
Echo online: Unterschiedliche Zeugenaussagen und wie sie eine Psychologin erklärt

3. Verhandlungstag:
Echo online: Angeklagte Zahnärzte “juristisch und menschlich überfordert”

2. Verhandlungstag:
Echo online: Bekenntnis im Gefängnis

1. Verhandlungstag:
Echo online: Ehepaar von der Bergstraße tötete eigene Kinder

Eher die getriebene als die gestaltende Kraft

Im Rahmen des Luftreinhalteplans für Darmstadt (Teil des Vergleichs zwischen Land und Deutscher Umwelthilfe) gibt es vom Mathildenplatz aus nur noch eine Spur statt bisher zwei Spuren bei der Einfahrt in den Citytunnel.

Als ich gesten nach Hause radelte und (weil wenig Verkehr war) ich so über den Darmstädter Verkehr nachdenken konnte, fand ich, dass die aktuelle Stadtregierung beim Verkehrskonzept leider eher die getriebene als die gestaltende Kraft ist.


Echo online: Stauparadies Darmstadt (plus-Inhalt)
Echo online: Teilweise Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Darmstadt
P-Magazin: Druck von unten


Das ist jetzt nicht unbedingt ein typisches Problem der “Grünen”, aber die regieren hier nunmal mit der CDU.

Das einzig richtig neue in Darmstadt seit 2011 sind die Fahrradstraßen. Die neueren breiteren Radwege sind aufgebohrte Wege, die es schon gab. Und die Protected Bike Lane in der Rheinstraße hängt schon mit dem Radentscheid zusammen.

In den Fahrradstraßen werden allerdings kleine hübsche “Eulen nach Athen” gefahren, denn es dürfen ja nur die Straßen Fahrradstraßen werden, in denen Radverkehr eh schon die vorherrschende Verkehrsart ist. Fahrradstraßen sind allerdings deutlich günstiger als Radwege zu haben und ein schönes Symbol.

Ich erinnere mich noch wie der ADFC sich wunderte, dass ein radfahrender Oberbürgermeister vor einigen Jahren das “Fahrradklima” (eine jährliche ADFC-Befragung) in Darmstadt verbesserte, obwohl bis dahin nichts technisches zugunsten des Radverkehrs passiert war.

Der Verkehrsentwicklungsplan, der mit Abplanung der Nordostumgehung 2011, zumindest mal angepasst hätte werden müssen, ist auch immer noch der von 2006.

In der Grünenfraktion sind leider nur sehr wenige ausgewiesene Verkehrspolitiker, die ist eher in der Sozialpolitik (auch wichtig) stark.

Die zusätzlichen Gelder für den Radverkehr wurden lockergemacht, weil die Initiative Radentscheid Druck gemacht hat und nicht, weil es ein städtisches Konzept gab, das kam hinterher zusammen mit der Initative.

Der Radschnellweg, auch eine schöne Sache, die ich sehr gut finde, ist ein Projekt der schwarz-grünen Landesregierung. Aber wie die Trasse von Wixhausen nach Darmstadt laufen soll, weiß die grün-schwarz regierte Stadtregierung noch nicht.

Und dass jetzt ganze Autospuren wegfallen ist ja kein Konzept des neuen Verkehrsentwicklungsplans, sondern der Druck der Deutschen Umwelthilfe.

Die Fahrradstraße in der Pankratiusstraße.

Wie eine Serie bei mir in der ersten Sekunde durchfällt

Ich kann ja Serienmachern nur davon abraten, mir innerhalb der ersten 20 Minuten mit einer Sexszene zu kommen. Ich bin spätetens seit 2004 (da startete “Six Feet under” bei Vox) schlau genug für komplexere Ansätze. Nee, echt, ich finde es erbärmlich, wenn man meint, dass man damit Zuschauer abholen kann. Mit so einem Ansatz machen Autoren und Regisseure uns doch mehr als eindeutig klar, dass sie uns nur für triebgesteuerte Höhlenmenschen halten und glauben, dass wir auf sowas reinfallen.

Und damit war “Cheat – Der Betrug” (ARD) bei mir schon in der ersten Sekunde durchgefallen. “Fleabag” (Amazon prime) innerhalb der ersten Minuten.