Sprengen, brandstiften, stehlen, mittelbare Freiheitsberaubung

Im Darmstädter Nordbahnhof war in der Nacht zum 7. November 2018 der Fahrkartenautomat gesprengt worden. Nun stehen deswegen zwei junge Männer vor Gericht.

Der Prozess gegen die zwei jungen Männer, die einen Fahrkartenautomaten gesprengt haben sollen, wurde gestern fortgesetzt. Thema war diesmal unter anderem der Mann, denn der Hauptangeklagte vermutlich falsch belastet und so ins Gefängnis gebracht hat. Dem Hauptangeklagten werden zudem noch eine Brandstiftung und Fahrraddiebstähle vorgeworfen.

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Automatensprengung, Brandstiftung und Fahrraddiebstahl vor Gericht

Der Darmstädter Nordbahnhof

Im Darmstädter Nordbahnhof war in der Nacht zum 7. November 2018 der Fahrkartenautomat gesprengt worden. Nun ist der Fall vor Gericht.

„Diese drei Kisten sind alles Vorstrafenakten“, sagt der Vorsitzende Richter über den 24 Jahre alten Angeklagten und zeigt hinter sich. Seit Mittwoch geht es im Landgericht Darmstadt darum, ob noch drei weitere Akten dazukommen. Der junge Mann ist wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Brandstiftung und gewerbsmäßigen Fahrraddiebstahl angeklagt. Bei der Sprengung soll er einen Mittäter gehabt haben, der steht auch vor Gericht.

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Was die Großmutter im Amtsgericht andeutete

Als am letzten Verhandlungstag der Bundeszentralregisterauszug des jungen Angeklagten verlesen wurde, bekam die eine Anmerkung seiner Oma vom zweiten Verhandlungstag plötzlich einen Sinn. “Du bist manchmal da, wo was los ist, habe ich auch schon zu ihm gesagt”, hatte es die Großmutter formuliert. Das BZR ging von Beleidigung über Diebstahl, gemeinschaftlich versuchten Einbruchdiebstahl und Raub bis zu einer Jugendhaftstrafe.

Der junge Angeklagte ist also polizeibekannt, war aber nicht der Flaschenwerfer in einem Polizeivideo vom Schlossgrabenfestkrawall 2018. Dennoch wurde er verurteilt.

Echo online: Angeklagter ist nicht der Flaschenwerfer

Ein Prozess durch alle Jahreszeiten

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Das habe ich auch noch nicht erlebt, ein simpler Raub und dann stellt ein Verteidiger Antrag um Antrag, so dass der Prozess am Ende 25 Verhandlungstage hat und damit fast ein Jahr dauerte. Für einen Fall, der meiner Einschätzung nach, mit sechs bis acht Terminen hätte abgearbeitet sein können. Es gab zwei Geständnisse und recht eindeutige Indizien.

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Aber der eine Verteidiger war schon bei anderen Gerichten damit aufgefallen, dass Verfahren mit ihm länger dauern können.

Echo online, 11. März 2019: Sieben Monate Prozessdauer

Urteil im Mörlenbachprozess

Die Waage der Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum.

Der Prozess um die getöteten Kinder in Mörlenbach ist mit dem 11. Verhandlungstag zuende gegangen:

Echo online: Lebenslang für den Vater, 12 Jahre für die Mutter (plus-Inhalt)

10. Verhandlungstag:
Echo online: Vater der toten Kinder „bereut diese schreckliche Tat“ (plus-Inhalt)

9. Verhandlungstag:
Echo online: Staatsanwalt fordert lebenslänglich

8. Verhandlungstag:
Echo online: "Beide Kinder mussten sterben, weil sich ihre Eltern als Opfer stilisieren wollten"(plus-Inhalt)

7. Verhandlungstag:
Echo online: Gefängnispsychologin spricht über die angeklagte Mutter

6. Verhandlungstag:
Echo online: Dr. Henning Saß, Professor für forensische Psychiatrie, hält Eltern für voll schuldfähig
Echo online: Schreckliche Puzzlesteine zum Tatzeitpunkt (plus-Inhalt)

5. Verhandlungstag:
Echo online: “Ich forderte ihn auf, mich zu töten”
Echo online: Die Sache mit dem Kohlenmonoxid

4. Verhandlungstag:
Echo online: Prozess Mörlenbach: Tatwerkzeuge und Kleider werden untersucht
Echo online: Unterschiedliche Zeugenaussagen und wie sie eine Psychologin erklärt

3. Verhandlungstag:
Echo online: Angeklagte Zahnärzte “juristisch und menschlich überfordert”

2. Verhandlungstag:
Echo online: Bekenntnis im Gefängnis

1. Verhandlungstag:
Echo online: Ehepaar von der Bergstraße tötete eigene Kinder

Motivsuche im Mörlenbach-Prozess

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat ihre Räume im Süden des Justizzentrums.

Eigentlich hatte ich am Mittwoch mit den Plädoyers gerechnet, aber dann kam ein Antrag der Staatsanwaltschaft, der es in sich hatte. Und da die Verhandlung nur bis Mittag lief, war der 8. Verhandlungstag recht schnell vorbei.

Echo online: "Beide Kinder mussten sterben, weil sich ihre Eltern als Opfer stilisieren wollten"(plus-Inhalt.)

Schlossgrabenfestkrawall vor Gericht

Ausschreitungen zwischen jungen Leuten und der Polizei gab es vor einem Jahr im Umfeld des Schlossgrabenfests. Jetzt laufen die Gerichtsverfahren an. Das Schlossgrabenfest 2019 beginnt morgen an Himmelfahrt (30. Mai)

Echo online: Wer ist der Flaschenwerfer im Film?

Echo online: Verwarnung für ehemaligen Polizei-Anwärter in Darmstadt

Echo online: Erstes Urteil zu Ausschreitungen im Herrngarten

Echo online: Jahresrückblick: Am Rande des Schlossgrabenfestes eskalierte die Gewalt.

Familienvater, aber …

Der Blick des bärtigen Mannes hellt sich auf, ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. Er hat seinen vier Jahre alten Sohn erblickt. Der Junge läuft ein paar Schritte in Richtung Papa, darf dann aber nicht weiter. Sein 39 Jahre alter Vater ist Untersuchungshäftling und steht vorm Darmstädter Amtsgericht. Ihm wird versuchter gewerbsmäßiger Betrug an Senioren mit dem sogenannten Enkeltrick vorgeworfen.

Echo online: Zwei Jahre Haft für Enkeltrick