Gerichtstag 30. Januar?

Neun Fernsehjournalisten stehen mit Mikrofonen und Kamera im Viertelkreis vor einem Oberstaatsanwalt

Medienrummel am 30. Januar 2017: Da die TV-Kollegen ja nicht im Gerichtssaal filmen dürfen, “muss” der Oberstaatsanwalt Klaus Tietze-Kattge auf dem Flur erzählen, worum es geht.

2017, 2018 und 2019 war ich am 30. Januar im Landgericht. 2017 ging es um einen Gefängnisinsassen, der einen Brand in seiner Zelle gelegt hat. 2018 stand ein Flüchtling vor Gericht, der einen anderen Flüchtling angegriffen hatte und 2019 waren sechs Männer wegen Cannabisanbau angeklagt.

Heute war ich auch im Gericht, aber der Prozess fiel aus. Und 2021 reißt die Serie sehr wahrscheinlich endgültig, denn da ist der 30. Januar ein Samstag.

Drei von vier Fällen eingestellt

Zeuginnen, die bei der Polizei viel und vor Gericht ganz wenig sagen und dem Richter erklären, sie könnten sich nicht erinnern (und angeblich sogar den Namen ihrer Mutter nicht kennen), haben entweder Angst oder irgendwann gelogen. Und die Strafverfolger haben ein Problem.

Echo online: „Bei der Aussagequalität ist das nicht überraschend“

Hat ein Bündnis aus Initiativen bei der Kommunalwahl Chancen?

Ein buntes Tortendigramm mit 20 Zufallszahlen aus einer TabellenkalkulationDarmstädter Bürgerinitiativen verbünden sich. Und überlegen, ob sie bei der Kommunalwahl 2021 antreten. Ich bin ja immer etwas skeptisch bei neuen Parteien und gebe denen gerne wenig Chancen. Wie falsch ich damit liege, sieht man aber an der AfD und wie die WASG ab 2005 die PDS gestärkt hatte und die beiden nun als “Die Linke” regelmäßig über die Fünf-Prozent-Hürde kommen.

Echo online: Ein Bündnis aus Initiativen zur Kommunalwahl? (€) – Fraktionen äußern sich zum Zusammenschluss (€)

Aber spekulieren ist ja zu schön. Aaalso: Weiterlesen

Polizistentrick vorm Amtsgericht


Der Angeklagte ging gestern im Amtsgericht auf “alles oder nichts”. Er war mit der Beute aus dem Trickbetrug mit dem falschen Polizisten festgenommen worden. Aber auf seinem Handy waren nur kryptische Chats. Also schwieg der Angeklagte zur Sache und sein Anwalt forderte Freispruch. Aber das Gericht sah es anders.

Echo online: Weiterstädter muss eineinhalb Jahre in Haft (€)

Baustelle Bahnhof Weiterstadt

Auf dem Foto ist der Weiterstädter Bahnhof zu sehen und die rot-weißen Absperrungen, die ein Geländer ersetzen.

Immer noch eine Baustelle: Der Weiterstädter Bahnhof mit seinen nun höheren Bahnsteigen.

Der Weiterstädter Bahnhof ist irgendwie noch immer nicht fertig. Eine Gelegenheit mal den Besitzer des Gebäudes zu recherchieren. Denn das ist nicht die Deutsche Bahn.

Echo online: Behindertenbeirat kritisiert nicht vorhandene Barrierefreiheit (€)

AWO-Links, 5. KW

3.2.2020:
FR: Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld holt Wirtschaftsprüfer

1.2.2020:
Spiegel: Teure Dienstwohnungen, exorbitante Gehälter für Führungskräfte, Vetternwirtschaft (€)

31.1.2020:
FAZ: Dezernentin widerspricht Awo-Darstellung zur Kita Dostluk

30.1.2020:
HR: Feldmann bestreitet "Maulkorb-Order"

HR: Debatte zur Arbeiterwohlfahrt im hessischen Landtag

Wiesbadener Kurier: Awo Wiesbaden: OB verspricht „vollumfängliche Klärung“ (€)

HR: AWO-Frankfurt: Maklergeschäft mit Flüchtlingsunterkunft

FAZ: Was wusste Wiesbadens Sozialdezernent?

Thüringische Landeszeitung: Grüne fordern wegen Awo eine Zuwendungsdatenbank

29.1.2020:
Thüringische Landeszeitung: Verflechtungen von Aufsicht und Führung bei der Awo Thüringen und ihrer Tochter AJS

28.1.2020:
FR: Frankfurter Revisionsamt kritisiert AWO

Echo online: Trotz seines Rücktritts hatte Ex-Awo-Chef noch einen Vertrag

27.1.2020:
HR: AWO Frankfurt feuert Ex-Geschäftsführer

Echo online: Darmstadts Grüne stellen Kleine Anfrage zur Awo

FNP: Finanzamt prüft Gemeinnützigkeit

Nordkurier: Awo Rostock feuert Abteilungsleiterin

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Versuchter Totschlag in Weiterstadt

Eine Frau trennt sich im Sommer 2019 von ihrem Freund. Drei Wochen später glaubt der Ex-Freund, ein junger Mann aus Büttelborn, dass sie mit einem Weiterstädter zusammen ist, und fährt mit zwei Messern zu ihm. Einem Kumpel schreibt der Büttelborner eine WhatsApp: „Ich fahre jetzt nach Weiterstadt und bringe den um“.

Echo online: 24-jähriger Büttelborner wegen versuchten Totschlags vor Gericht

ZDF-Serie „Blutige Anfänger“. Spoilerfreie Kritik

Mit „Blutige Anfänger“ hat das ZDF eine Serie hinbekommen, wie sie für meinen Geschmack immer sein sollte. Abgeschlossene Episoden, aber ein die ganze Staffel durchspannendes Problem, Rätsel oder wie man es nennen mag. (Ja, bei meinen Lieblingsserien „Buffy“ und den ersten drei „Veronica Mars“-Staffeln lief das auch so.)

Die „Blutigen Anfänger“ sind Studierende an einer Polizeihochschule in Sachsen-Anhalt, die ihr Praxissemester in einer Mordkommission absolvieren. Natürlich ist die Mordrate mit einem Opfer pro Folge unnatürlich hoch, wie halt in Krimis üblich. Und dann – sehr gut – gibt es noch einen Fall, der die ganze Staffel durchläuft. In jeder Folge wird der ein Stück weiter entwickelt, bis in der letzten Folge die Lösung kommt.

Da lohnt es sich dann auch jede Folge zu gucken, weil es stets was neues gibt. Und die Wendungen in dem großen Fall mache ich halt mit, weil sie nebenbei passieren. Bei diesen ganzen neumodischen horizontalen Serien interessiert mich nach den ersten zwei Folgen eigentlich nur noch der Schluss. Das Füllmaterial ist mir oft leider egal, weil ich oft das Gefühl habe, dass das nur überambitioniertes Zeugs ist.

Auch sehr angenehm ist, dass die inneren Konflikte – Probleme der Protagonisten mit sich, Freunden und Familie – nicht die äußeren Konflikte – also die Kriminalfälle – dominieren. Auch wenn sie sich durch die ganze Staffel ziehen, wie der große Fall. (Innerer und äußerer Konflikt stehen im Lehrbuch für Drehbuchschreiber.) Wenn ich Seelenschau will, gucke ich das gezielt. Noch ein Plus: Es wird in den ersten zwanzig Minuten kein nackter Darsteller durch Bild geschickt und es wird auch nicht rumgevögelt. Und auch nicht danach, wenn ich mich richtig erinnere.

Noch schöner wäre es gewesen, wenn es mal in einigen Folgen ohne Mord gegangen wäre. Es gibt ja noch andere Verbrechen. Ist natürlich dann nicht mehr Mordkommission.

„Blutige Anfänger“ hat zwölf Folgen und läuft mittwochs ab dem 29. Januar um 19.25 im ZDF. Alle Folgen stehen jetzt schon in der Mediathek.

Die Polizeihochschüler werden gespielt von Jane Chirwa, Luise von Finckh, François Goeske, Timmi Trinks und Larissa Marolt. Die Ausbilder geben Neil Malik Abdullah, Esther Schweins, Werner Daehn, Salvatore Greco, Steffen Groth und Gedeon Burkhard.