Das böse Internet?

Jetzt ist dieser Test schon zehn Jahre alt, aber so richtig wird er immer noch nicht angewandt.

Stefan Niggemeier: Es gibt eine ganz einfache Methode, aus Texten über das schlimme Internet die Luft herauszulassen. Man ersetze in ihnen einfach „digital“ durch „analog“ und „Netz“ durch „Welt“ und schaue, ob die Aussagen trotzdem stimmen.

Grüne aus Stadt und Kreis mit Verkehrskonzept

Die Grünen scheinen etwas Gestaltungshoheit zurückgewinnen zu wollen. Was eine gute Sache ist, denn sonst hat man keine Ideen in der Schublade, wenn das nächste Konjunkturprogramm kommt. Und ich kann nicht wieder schreiben, dass die grün-schwarze Stadtregierung nur reagiert und nicht agiert.

Grüne aus Stadt und Kreis haben ein Programm zur Sicherung der urbanen und regionalen Mobilität vorgestellt, wobei sich einige Punkte ergänzen, weswegen ich hier nicht alle aufzähle:
– Start für die Planung der Straßenbahn nach Groß-Zimmern
– Straßenengpass am Ostbahnhof aufweiten
– Höhere Leistungsfähigkeit für die Odenwaldbahn

– On-Demand-Verkehre – Neue Chancen der Vernetzung
– Umweltverbund geht nur mit dem Fahrrad
– Tarifhindernisse abbauen – reale Kosten der Umweltbelastung abbilden
– Die Prüfung eines Modellprojekts Seilbahn

Bei Facebook nichts zu verbergen?

Seine Facebook-Pinnwand auf “nur für Freunde” zu stellen, ist schon besser. Auch weil vielleicht neugierige Anwälte mal vorbeischauen.

Law Blog: Gericht sagt zu spät, wer die Richter sind – Letztes Jahr habe ich etwa einen Schöffen erfolgreich wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt, der sich schon jahrelang ausländerfeindlich in sozialen Medien geäußert hat. (…) Facebook ist in bei dieser Recherche mittlerweile der beste Freund des Anwalts. Und ich kann euch sagen, man erlebt da wirklich mitunter handfeste Überraschungen.

Ich wundere mich ja manchmal auch, was da Leute alles mit der Welt teilen.
Aber man steht ja auch mal auf der anderen Seite. Als Co-Admin einer fb-Fotogruppe muss ich neue Mitglieder erst freischalten. Und da will man natürlich keine Spammer in die Gruppe bringen. Also gucke ich natürlich, was die so auf ihrer Seite posten. Und wenn mir das dubios erscheint, dann wird das Neu-Mitglied abgelehnt.
Wenn ich aber auf der Pinnwand aber gar nichts sehe, dann sind schon Fähigekeiten der Profilbildanalyse gefragt. Oder ich gucke, in welchen anderen Gruppen die Person ist. Das gibt manchmal auch Hinweise.

Neues zu Wernher von Braun?

Wernher von Braun soll gar nicht der tolle Raketenbauer gewesen sein, sagt der ehemalige Politiker Christopher Lauer in seiner Bachelorarbeit. Und das kommt in dem Jahr raus, in dem sich die Mondlandung zum 50. Mal jährt.

Christopher Lauer: Bachelorarbeit: Umstände und Voraussetzungen für Wernher von Brauns Eintritt in das Heereswaffenamt

Nachtrag: Es gibt einen Podcast mit Christopher Lauer, der sich ganz unterhaltsam anhört. Da klingt es so, dass Wernher von Brauns Vater – Magnus von Braun, Reichslandwirtschaftsminister von 1932 bis 1933 – geguckt hat, dass sein raketeninteressierter, aber mathematisch nicht so begabter Sohn Wernher bei den Raketenforschern der Reichswehr unterkommt.

A propos Wernher von Braun, da gibt es noch so ein Spottlied von Tom Lehrer auf YouTube …

Große Koalition und doch kein schnelles Ende

SPD und CDU überlegen, wie sie aus dem Stimmungstief (wenn nicht noch mehr) herauskommen könnten. Nur ist das nicht so einfach. Das zeigen Überlegungen bei “Zettels Raum”:

Warum das mit dem Kanzlerinnenwechsel oder einem vorzeitigen Ende der sogenannten „großen Koalition“ nicht so einfach sein könnte:

Zettels Raum: Die große Lösung und die lästigen Formalien – (…) Frust bei Landtagswahlen sind schlicht kein akzeptabler Grund um einen Koalitionsvertrag aufzukündigen (…) der Hoffnungsträger ist zwar CDU-Chef – muß aber feststellen, daß das wenig reale Macht bedeutet. (…) Natürlich könnte Merkel auch als Kanzlerin freiwillig zurücktreten.(Aber dann) muß der Hoffnungsträger (mit SPD oder FDP und Grünen sprechen). (Nur), die Grünen fühlen sich inzwischen viel stärker als ihr Wahlergebnis 2017(…)

Links und Fundsachen, 18.9.2018

Die Zeit, 17. Juli 2012: Kurnaz-Affäre begleitet neuen Geheimdienstchef ins Amt – “Der 20-jährige Kurnaz war türkischer Staatsbürger, hatte aber ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht in Deutschland. Formaljuristisch verfällt dieses, wenn der Betreffende mehr als sechs Monate außer Landes ist und sich nicht bei den zuständigen Behörden meldet. Und Kurnaz wurde von den US-Amerikanern seit gut einem Jahr im kubanischen Guantanamo festgehalten – ohne sich zu melden.”

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Fundsachen, 28. August 2018

spektrum.de: Natalie Grams über den Film “Eingeimpft”: Ich musste beim Ansehen des Films dauernd an einen Satz denken, den Vince Ebert geprägt hat: »Es kann ein Esoteriker in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann.«

Zeit.de: Gehen immer mehr Menschen mit Messern aufeinander los? Wissenschaftlich haltbare Belege dafür gibt es nicht

merkur.de:
Apothekerin Iris Hundertmark will vorerst keine homöopathischen Medikamente mehr anbieten
Darum schwören Apotheker in der Region Bad Tölz auf Globuli und Co.

t-online.de: Welche Vor- und Nachteile bieten die Konzepte?

Salonkolumnisten: Die Südstaaten nehmen in den USA mit ihrer Illiberalität eine besondere Stellung ein. Unsere Südstaaten liegen im Osten.

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