Fehlerkultur bei Politikern, aber einer hatte es nicht verstanden

SARS-CoV-2, Quelle: CDC Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM

7. Januar 2021: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bei RTL: “Wir hätten schon Mitte Oktober entscheidender und deutlicher handeln müssen.

7. Januar 2021: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke, Thüringen) im ZDF: “Die Kanzlerin hat recht gehabt.

9. Januar 2021: Ministerpräsidentent Michael Kretschmer (CDU, Sachsen) in der “Freien Presse”: “Wir waren im Herbst noch zu zögerlich” (€)

Das klingt für mich schonmal einsichtiger als Ministerpräsident Armin Laschet (CDU, NRW).

23. Dezember 2020, der zweite Shutdown lief schon, und Armin Lascht wollte sich im Spiegel (€) entschuldigen. Er sagte: “Es war aus heutiger Sicht falsch, im März als Erstes die Schulen und Kitas zu schließen. Im Frühling sind viele Menschen allein gestorben, weil die Heime abgeriegelt wurden. Das ist ein Schaden, den wir nicht wiedergutmachen können. Irreparabel. Nicht korrigierbar. Da können wir Verantwortlichen in der Politik die Angehörigen nur um Verzeihung bitten.”

Da hätte ich aber von Armin Laschet eine andere Einsicht erwartet. Tatsächlich war es ja so, dass die Bundeskanzlerin am 28. September 2020 vor 19.200 Fällen pro Tag an Heiligabend gewarnt hatte, wie der Tagesspiegel damals schrieb: “Vor den nächsten Beratungen mit den Bundesländern über die Corona-Krise an diesem Dienstag hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums.”

Am 29. September war eine Konferenz mit den Ministerpäsidentinnen und -präsidenten, ebenso am 9. Oktober. Der Shutdown wurde erst Ende Oktober beschlossen.

Nachtrag, ich habe jetzt die ganze Markus Lanz-Talkshow mit Bodo Ramelow gesehen. Ein Verhältnis zu Zahlen hat er aber immer noch nicht. Als es um die Vakzin-Einkäufe durch die EU ging, verteidigte er vehement die Einkaufspolitik, die aber zunächst zu zuwenig Impfstoff geführt hatte. Anstelle mal kurz über das Argument des “Zeit”-Journalisten in der Runde nachzudenken, dass Vakzine allemal günstiger sind als Tote, Landzeitpatienten, Steuerausfälle und Nothilfeprogramme.

Was ich ja mal anhand der bei Twitter durchgesickterten Vakzinkosten nachgerechnet hatte:

Rechnerische Kosten, um die ganze EU-Bevölkerung impfen zu können. Die 80 Millionen Deutschen kosten 9 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Alleine in Deutschland wurden 9 Milliarden Euro Nothilfe in die Lufthansa gesteckt, 20 Milliarden in die Umsatzsteuersenkung und nochmal 20 Milliarden Euro ins Kurzarbeitergeld.

Vakzinierung: Abgehängt von Israel, Großbritannien und den USA

Ourworldindata.org: COVID-19 vaccination doses administered per 100 people, Jan 2, 2021

Dass das mit dem Impfen gegen Covid-19 langsam anläuft, ok, aber wenn ich sehe, dass es zeitgleich woanders deutlich besser läuft, dann wundere ich mich ja schon.

Mir fällt auf, dass selbst Länder wie USA und UK mit bislang eher suboptimalen Pandemiemanagement (jedenfalls in meiner Wahrnehmung) drei- bis sechsmal besser als Deutschland gestartet sind.

Ich frage mich auch, wo bei der EU-Kommission, die die Vakzine einkaufen sollte, die Prioritäten lagen? Täglich infizieren sich Personen und es sterben Menschen in Größenordnungen von Flugzeugabstürzen. Und vor dieser zweiten Welle hatten alle Experten gewarnt. Weil es sie immer gibt.

Es verbrennen zur Zeit Milliarden Euro in den Volkswirtschaften und werden auch direkt über Konjunkturprogramme rausgehauen, um die Symptome der Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Die 20 Milliarden Euro für die Mehrwertsteuersenkung sind z.B. so eine Maßnahme. Wieviel hätte man da bei Biontech oder Moderna kaufen können? Einiges (Preisliste pro Dosis: Astra Zeneca: 1,78 Euro; Johnson & Johnson: 6,95 Euro; Sanofi-GSK: 7,56 Euro; Curevac: 10,00 Euro; Biontech/Pfizer: 12,00 Euro; Moderna: 14,70 Euro.)

Rechnerische Kosten, um die ganze EU-Bevölkerung impfen zu können.

Hochgerechnet bedeutet das, dass 900 Millionen Impfdosen von jedem Hersteller insgesamt rund 50 Milliarden Euro gekostet hätten. 1,8 Milliarden Euro pro EU-Land. Und wenn man es auf die Bevölkerung umrechnet entsprechend mehr oder weniger. Deutschland bräuchte 166 Mio. Impfdosen, was so rund 9,3 Milliarden Euro bedeutet hätte. Zum Vergleich: Rund neun Milliarden Euro hatte alleine die Lufthansa bekommen. Und die sogenannte Novemberhilfe wird mit 26 Milliarden Euro veranschlagt.*

Und dann wollte man beim Vakzin, das an der Ursache ansetzt, sparen. Ausgerechnet da. Oder glaubte anscheinend, dass Forschung so geplant funktioniert wie im Computerspiel “Civilization” und sich an die Daten im Businessplan hält – und man deswegen im Herbst 2020 garantiert aus sechs Anbietern günstig auswählen kann.

Und nein, ich muss kein Huhn sein, um zu erkennen, dass ein Ei faul ist. Israel ist beim Impfen 50x weiter als wir, hat aber nur 10x weniger Einwohner.

Nachtrag: Die EU-Kommission hat insgesamt zwei Milliarden Dosen bestellt. Aber von den 2 Milliarden können wir aktuell die 300 Millionen von Sanofi schonmal abziehen, weil die erst irgendwann im Jahr 2021 eine Zulassung beantragen werden. Ebenso haben die anderen bis auf Biotech bei uns zur Zeit noch keine Zulassung.

Genaugenommen ist aktuell ein zugelassener Impfstoff für 150 Mio. Menschen bestellt (Biontech, 300 Millionen Dosen für je zwei Impfungen). Im November. Man war gar nicht im Sommer ins “Risiko” gegangen, auf falsche Pferde zu setzen.

Ruhrbarone.de: EU-Impfdebakel – Am 14. August schloss (die EU) einen Vertrag mit AstraZeneca ab, am 18. September mit Sanofi, am 7. Oktober mit Johnson & Johnson. Am 11. November wurde man sich mit Biontec einig, am 19. November mit Curevac und am 25. November mit Moderna.

Gehen wird davon aus, dass Moderna und Astrazeneca auch Zulassungen bekommen (weil sie sie schon in den USA und UK haben), sind es 860 Mio. Dosen, also für 430 Mio. Menschen in der EU.

Ok, das könnte reichen. Aber wie ich das verstehe, basiert diese Gesamtzahl auf weiteren Bestellungen vom Dezember.

Denn bis Mitte Dezember sah es so aus:

Spiegel: Deutschland wird wohl nicht genügend Vakzinen haben, um die Pandemie bereits im Sommer zu beenden (€) – Bi­ontech/​Pfi­zer, des­sen Kan­di­dat am 21. De­zem­ber zu­ge­las­sen wer­den soll, wird nach jet­zi­gem Stand im ers­ten Halb­jahr un­ge­fähr 45 Mil­lio­nen Do­sen nach Deutsch­land lie­fern kön­nen. Mo­der­na, des­sen Impf­stoff am 6. Ja­nu­ar zu­ge­las­sen wer­den soll, könn­te rund 15 Mil­lio­nen Do­sen lie­fern. Macht zu­sam­men rund 60 Mil­lio­nen Do­sen.”

* – Nebenbei zeigt dies, dass man mit Impfen eigentlich nicht den großen Reibach macht. Viel lohnender wäre es, wenn man nur Schnelltests hätte, die man oft wiederholen muss. Und Medikamente, die man täglich nehmen muss.

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses.

(Ergänzt am 4.1.2021 um 12.14 Uhr)

Die Folgen des zu späten Shutdowns

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses.

Jetzt werden weitere Einschränkungen diskutiert, weil die Fallzahlen nicht runter- und die Toten sogar hochgehen.

Tja, hätten die Landesregierungen auf die Warnung der Kanzlerin vor 19.200 Fällen/Tag an Heiligabend wenn es so weitergeht, gehört, wären wir auf einem deutlich niedrigeren Niveau (das einzige Mal wo es mal niedrig sein soll) Denn diese Warnung kam am 28. September und am 29. September war eine Ministerpräsidentenkonferenz. Und am 9. Oktober war noch eine. Zum Lockdown light entschloss man sich aber erst Ende Oktober.

Coronavirusfälle in Deutschland mit Blick auf die Zahlen im Oktober und November und den möglichen Fallzahlen bei einem Lockdown light im Oktober vs. dem im November. Quelle: ourworldindata.org

Und jetzt schaue ich mal auf die Kurve der Fälle pro 1.000.000 Einwohner.

Der Lockdown light begann am 2. November, nach einer Woche, ab dem 9.11., stiegen die Fallzahlen nicht weiter an, blieben aber auf dem Plateau von über 200/1.000.000. Wenn ich das jetzt mal auf den 5. Oktober übertrage (das war auch ein Montag wie der 2.11.) und dann am 12. Oktober gucke, dann wäre das Plateau bei 48 Fällen/1.000.000 erreicht worden, also vier Mal weniger als jetzt.
Und bei den Todesfällen wären wir mit einem Lockdown light (ab 5. Oktober) bei zirka 0,2 Fällen/1.000.000 am 12. Oktober gelandet. Zur Zeit sind es laut Grafik 4,8/1.000.000.

Indikator X-Mas-Shopping

In der Darmstädter Innenstadt finden die Weihnachtseinkäufe wie immer an den Adventssamstagen statt: Drängeln, einem den Weg abschneiden, in den Abstand reinlaufen wie auf der Autobahn, spontan stehen bleiben, gern an Engpässen etc. Für mich ist das ein Indikator, wie gedankenlos die Leute sich auch sonst verhalten. Und sich dann fragen: “Warum gehen die Zahlen bei den Coronavirus-Infektionen nicht runter? Wir tragen doch Masken.”

Ich habe jetzt den Rest bestellt, den ich suchte, die Innenstadt meide ich lieber.

Ausgezeichneter schlampiger Umgang mit Worten – Wort des Jahres 2020

Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählt “Corona-Pandemie” zum Wort des Jahres 2020.

Und adelt damit den schlampigen Umgang mit Worten. Denn es heißt Coronavirus-Pandemie beziehungsweise Coronavirus. Es ist nicht die Biersorte.

Leider habe ich das aus Platzgründen und damit es nicht zu geschraubt klingt, das in meinen Texten nicht durchhalten können. Auch wenn es weh tat, sowas wie “Wegen Corona traf sich die Darmstädter Grünen-Fraktion erstmals über Video im Internet” oder “Der Hofflohmarkt war aber kein Corona-Konzept” zu schreiben.

Das Naheliegende und Sichtbare in der Coronavirus-Krise

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses. Note the spikes that adorn the outer surface of the virus, which impart the look of a corona surrounding the virion, when viewed electron microscopically. A novel coronavirus, named Severe Acute Respiratory Syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2), was identified as the cause of an outbreak of respiratory illness first detected in Wuhan, China in 2019. The illness caused by this virus has been named coronavirus disease 2019 (COVID-19).

Bei fefe steht gerade ein Leserbrief (das Blog hat keine Kommentare), der an drei Beispielen ganz gut beschreibt, wieso einige das Coronavirus als Fiktion sehen.

Messebauer, keine Aufträge, passt nicht in die Hilfprogramme, und sieht nun die Chance darin, dass man endlich erkennt, dass Corona nur Grippe sei. (…) Fitnessstudiogeschäftsführer (…) Sozialarbeiter (…)

Das naheliegende und sichtbare, dass nämlich unsere Landesregierungen in Sachen Pandemieprävention spätestens seit 2013 geschlafen haben und und beim aktuellen Krisenmanagement ganz einfach “nur” schlecht regieren, sehen die nicht mehr, die glauben dann lieber an einen Verschwörungsmythos.

Coronavirus in Darmstadt und im Landkreis, 30.10.2020

Es gibt wieder Zahlen zum Coronavirus aus dem Landkreis, ich habe das mal in zwei Graphen eingetragen. Man sieht jetzt auch den Zuwachs innerhalb einer Woche. Das exponentielle Wachstum zeigt sich auch in der Region. Auch im Kleinen. In Fischbachtal stiegen die Fälle innerhalb einer Woche um 25 Prozent. Von vier auf fünf. Wobei bei so kleinen Zahlen natürlich auch viel Zufall dabei ist. Aber auch in Weiterstadt, von 99 seit Pandemiebeginn innerhalb von einer Woche auf 129, 30 Prozent Zuwachs.

Darmstadt hatte innerhalb einer Woche 103 Fälle dazubekommen, 13 Prozent mehr.

Covid-19-Fälle (Fälle pro 1000 Einwohner) in Darmstadt und den Kreiskommunen.

Covid-19-Fälle (absolute Zahlen) in Darmstadt und den Landkreiskommunen.

Allerdings werde ich mir eine andere Darstellung überlegen müssen, mit jeder Säule wird es ja unübersichtlicher.

Unsere Regierungen erkannten wochenlang keine Exponentialfunktion?

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS

Ok, jetzt haben wir also Maßnahmen gegen die steigenden Infektionen bekommen.

Sagen wir mal, die seien alle richtig und sinnvoll. Warum wurde das erst jetzt und nicht schon beim Treffen am 9. Oktober beschlossen?

Ich habe mal die Kurve bis zum 8. Oktober rausgesucht. Der Trend seit Mitte Juli war ein exponentieller Verlauf, das sieht doch jeder, der im März und April aufgepasst hatte.

Quelle: www.ourworldindata.org

Was war denn so anders an der damaligen Entwicklung, verglichen mit der Kurve bis heute? Eben, da ist nichts anders. Das ist beide Male eine Exponentialfunktion, die Anlauf nimmt.

Nur haben wir jetzt anstelle täglich 30 neue Fälle pro Million Einwohner halt über 120. Da kommen wir nun schwerer wieder runter. Wie konnte man denn vor drei Wochen ernsthaft davon ausgehen, dass sich das wieder fängt, weil man besorgt guckt?

www.ourworldindata.org

Und wie gesagt: Wir haben noch nicht einmal eine Alternative zu unseren Landesregierungen, die allesamt zugeguckt haben. Denn diese Ignoranz hatte nichts mit den Parteibüchern zu tun.

Und: Hätte man sich am 9. Oktober zu Einschränkungen entschlossen, hätte man ja mal die Gastronomie testweise rauslassen können und nach zwei Wochen gucken können, ob das funktioniert hat. Aber nein, das ist ja schon viel zu naturwissenschaftlich gedacht von mir.

Ach ja, die Begründung des Regierenden Berliner Bürgermeisters, warum man die Schulen auflässt, zeigt noch ein anderes Problem und dass man da falsch rangeht.

zeit.de: “Wir müssen und werden alles tun, damit Schulen und Kitas offen bleiben”, sagte Müller. Es ginge auch darum, die sozialen Folgen einzugrenzen, wenn erneut diese Einrichtungen ebenfalls schließen müssten. In diesen Fall würde – das habe der Lockdown im Frühjahr gezeigt – die Gewalt gegen Frauen und Kindern wieder steigen.

Das ist doch Symptom- und nicht Ursachenbekämpfung, wenn man Frauen und Kinder raus nimmt und nicht die gewalttätigen Männer. Da wird doch seit Jahren systematisch versagt.

Nachtrag: Es wurde auf der Pressekonferenz nachgefragt, warum nicht schon vor drei Wochen was unternommen wurde. Die Erklärung der Bundeskanzlerin war, dass man glaubte, das damals nicht vermitteln zu können (YouTube). Also solche Regierungen kann ich ja gar nicht brauchen. Zu feige zum Regieren. Und seit diesem Frühjahr auch noch wider besseres Wissen.

Nachtrag II: Ich habe das Gefühl die Kanzlerin war da ohne Grund zu diplomatisch. Sie hatte am 28. September vor 19.000 Fällen pro Tag an Weihnachten gewarnt. Am Tag darauf war eine Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, bei der nicht einschneidendes herauskam. Und bei der Konferenz am 9. Oktober ja auch nicht.

Das schlimme ist für mich, dass alle 16 Landesregierungen inkompetent sind und Fallzahlenverläufe nicht verstehen. Nur haben wir keine anderen – und da ja fast alle Parteien irgendwo regieren, liegt es auch nicht am Parteibuch. Und nein, die Alternative ist keine.

Coronavirus in Darmstadt und im Landkreis, 23.10.2020

SARS-CoV-2, Quelle: CDC Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM

Der Landkreis hat am Freitag zum ersten Mal die Anzahl der Coronavirus-Infektionen seit Pandemiebeginn nach Kommunen aufgeschlüsselt. Da das in absoluten Zahlen war, habe ich das auf je 1000 Einwohner umgerechnet und Darmstadt dazugepakt (ist ja Kreisstadt ), nee, da wohne ich und es liegt mitten im Landkreis.

Coroanvirusinfektionen pro 1000 Einwohner seit Pandemiebeginn.

Von Österreich gelernt – Der Shutdown im Berchtesgadener Land

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses.

Wie war das im März in Ischgl gelaufen? Die Regierung eines Alpenlands beendete die Saison, die Touristen mussten abreisen und brachten Coronaviren mit nach Hause.

Wie läuft das jetzt im Berchtesgadener Land? Die Regierung eines Alpenlands beendet die Saison, die Touristen müssen abreisen … nee, oder? Doch.

BR: Die Ausgangsbeschränkungen treffen auch die Hotels im Landkreis hart. Geschätzt machen derzeit rund 2.500 Gäste dort Urlaub. Sie alle müssen abreisen. – Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) sagte, es liege in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich (…) “durchaus sicherheitshalber selber testen zu lassen”.