Selbstkontrolle beim Pressetermin

Da es ja gerade die Diskussion um den im Hintergrund lachenden Armin Laschet gibt;

Eine generelle Anmerkung eines Provinzreporters. Es sieht auf Fotos besser aus, wenn man die Person, die spricht, interessiert anguckt (besonders wenn die gestikuliert; bei Gesten lösen Fotografen nämlich besonders gerne aus).

Zum Vergleich zwei Bilder, Namen tun nichts zur Sache. Mal wird hingeguckt, mal wird gerade weggeguckt. Was wirkt interessierter und zugewandter?

Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards

Diesen Kommentar von mir hat Facebook wegen “Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards” entfernt. Ich habe mir die Umfragen nochmal angeguckt, inzwischen sind zwei weitere neu dazugekommen. Aber es ist nur Forsa, die sehen 28% für die Grünen und 21% für die Union. Bei den beiden anderen liegen CDU und Grüne dich beieinander mit 27 und 28 bzw. 24 und 23 Prozent. Und das mir einfach zu große Unterschiede, als das ich viel darauf geben würde. https://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Ich habe mein fb-Konto deaktiviert (der Messenger sollte noch funktionieren), weil ich auch jedes andere Forum mit solch inkompetenten Moderatoren verlasse.

Update: Tja, ich brauche fb für den Job, macht einiges einfacher. Also das Konto wieder aktiviert.

Die dritte Welle – mit B.1.1.7

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS – Die Spike-Proteine sind grün eingefärbt, um die Mutante zu illustrieren. Im CDC-Original sind sie rot.

Noch sinken die Coronavirus-Fallzahlen, aber im Hintergrund könnte sich eine neue Welle aufbauen, warnt ein Modell, das davon ausgeht, dass die ansteckendere B.1.1.7-Variante die bisher vorherrschende Sars-CoV-2-Variante verdrängen wird.

sueddeutsche.de: Die unsichtbare Welle – Wenn B.1.1.7 um 40 Prozent ansteckender ist, würde sich die Entwicklung im März allmählich wandeln, B.1.1.7 würde die Oberhand gewinnen, die Fallzahlen würden wieder steigen – obwohl sich die Maßnahmen nicht verändert haben. So war es bereits Ende vergangenen Jahres in Großbritannien zu beobachten.

Ich befürchte unsere Landesregierungen werden hoffen, dass es anders kommt. So wie sie Ende September 2020 nicht sehen wollten, dass die Exponentialfunktion Anlauf nahm. Damals hat es vier Wochen gedauert, bis sie reagierten.

Erinnerungen an Corona im März

Eigentlich ist das nur eine Merk- und Wiederfindehilfe für mich. Nur wenn ich das jetzt so ins Blog schreibe, dann braucht es doch noch etwas Text.

Gabor Steingart schrieb in seinem Morning Briefing am 4. März 2020 unter anderem über das Coronavirus:

Fazit: Bald könnte es zu einem natürlichen Ende der Hysterie kommen. Das wärmere Wetter schwächt die Überlebensfähigkeit des Virus, stärkt die Immunkräfte des Körpers und führt zu mehr räumlicher Distanz zwischen den Menschen. Im kommenden Winter werden sich die meisten Teilnehmer dieses Angstseminars kaum mehr an ihr Coronafieber erinnern – und falls doch, dann mit einem Schmunzeln.

Ich höre schon wie Ende 2020 die Eltern über die Schulschließungen, die Wirte über ihre geschlossenen Gaststätten, und die Veranstaltungsbranche über das ruhige Jahr 2020 schmunzeln.

Kristallkugel: „Top 30 bis 30“

Das „medium magazin“ hat seine „Top 30 bis 30“ für dieses Jahr vorgestellt. Zu den journalistischen Talenten zwischen 21 und 30 Jahren gehören (in alphabetischer Reihenfolge):

Viktoria Bolmer (Bento/„Der Spiegel“), Daphne Flieger (ZDF Digital), Nikolas Golsch (Radio Bremen), Ciani-Sophia Hoeder (Freie Journalistin/Gründerin RosaMag), Ilka Knigge (freie Redakteurin DLF Nova und Puls,BR), Marian Kopocz (Focus Money/kleingeldhelden.com), Marvin Ku (freier Journalist/Henri-Nannen-Schule), Nike Laurenz („Der Spiegel“), Vinzent-Vitus Leitgeb („Süddeutsche Zeitung“), Julia Lorenz (freie Autorin), Yasmine M’Barek (freie Journalistin), Antonia Mannweiler („Frankfurter Allgemeine Zeitung“), Selina Marx (SWR), Sebastian Meineck (Vice Deutschland), Iris Meinhardt (Bayerischer Rundfunk), August Modersohn („Die Zeit“), Ibrahim Naber (freier Journalist), Daniel Noglik („Ostfriesen-Zeitung“), Christian Orth (Bayrischer Rundfunk), Anna Paarmann („Landeszeitung für die Lüneburger Heide“), Robert Pausch („Die Zeit“), Anna Reuß („Süddeutsche Zeitung“), Antonia Schaefer (freie Auslandskorrespondentin, z.Zt. Bogotá/Kolumbien), Paul Schwenn (freier Journalist), Manuel Stark (freier Journalist), Lara Thiede („jetzt-Magazin“ der „Süddeutschen Zeitung“), Frederik von Castell (fester freier Journalist Hessischer Rundfunk), Elisa von Hof („Der Spiegel“), Erica Zingher („taz“) und das Team „Sozusagen“ mit den vier Gründerinnen und freien Journalistinnen Aurelie von Blazekovic, Antonia Franz, Constanze Kainz und Regina Steffens.

(Ich gebe das hier deswegen wieder, damit ich selber dran denke in ein paar Jahren zu gucken wie gut die Medien beim „medium magazin“ die Zukunft vorhergesagt haben.)

Leser, Hörer und Zuschauer können mehr

Der NDR freut sich, dass der Podcast “Coronavirus-Update” mit dem Virologen und Coronavirenkenner Christian Drosten so gut ankommt. Obwohl die einzelnen Folgen 30 Minuten und länger dauern.

Ich glaube, dass da die klassischen Medien was nicht mitbekommen haben. Denn dass Hörer 30 Minuten und mehr “aushalten”, wundert mich nicht. Wenn es die Menschen interessiert, bleiben die dran. Die Formatradio-Idee, Wortbeiträge möglichst kurz zu halten, weil die Leute sonst abschalten, ist nicht allgemeingültig. (Ich hatte irgendwann aufgehört SWF3 zu hören, weil die anfingen in den 90ern einen interessanter Beitrag über eine Stunde mit viel Musik dazwischen zu strecken.)

Und dass das Publikum mehr kann, kann man schon seit einiger Zeit sehen, Ich denke da nur an die – anderes Genre, aber auch sehr speziell – ganzen Besprechungen der “Game of Thrones”-Folgen diverser YouTube-Kanäle. Das wurde eine Folge von ein bis vier Experten (halt für TV, Film und die Bücher) teilweise länger besprochen als die Folge selbst dauerte. Und die hatten das ja nicht nur zum Spaß gemacht, die hatten auch viele Clicks und haben dabei an ihre Werbeeinnahmen gedacht.

Und wenn so ein Influencer in seinem Format 30 Minuten eine Kamera oder ein Brettspiel bespricht, dann bleiben die Zuschauer ja auch dran.

Aber dass es diese Videos gibt, zeigt mir, dass es da auch eine Nachfrage gibt. Die die klassischen Medien an diese “YouTuber” abgegeben haben.

Coronavirus-Lageeinschätzungen im Januar 2020

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS

22. Januar 2020
3sat nano: Wie gefährlich ist das Corona-Virus?
– (ab 2’14”): „Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich das Virus nicht sehr stark auf der Welt ausbreitet.“ RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler.
– (ab 3’14”): „Heute ist es so, dass wir einen wesentlich geringeren Anteil haben an Todesfällen, auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit scheint geringer zu sein. So dass ich davon ausgehe, dass sich das SARS-Horrorszenario von 2003 nicht wiederholen wird.“ (…) „Und ich bin durchaus der Meinung, dass man sich darauf vorbereiten müsste. Insofern teile ich nicht ganz die Gelassenheit des Robert-Koch-Instituts.“ Prof. Dr. Aleander Kekulé

tagesschau.de: Muss sich Deutschland wappnen? – „Die jetzige Risikobewertung zeigt, dass von den Menschen, die infiziert werden, nur wenige sehr stark krank werden – und auch nur ein kleiner Teil verstirbt. Darum ist die Virulenz oder das pathogene Potenzial dieses Virus nach dem heutigen Kenntnisstand insgesamt als klein einzuschätzen.“ RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler

„Wir können das derzeit noch nicht einschätzen. Die Einschätzung derzeit ist, dass das noch überschaubar ist und wir wahrscheinlich nicht vor der nächsten großen Pandemie stehen.“ Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin Sektion Infektiologie UKE Hamburg

28. Januar 2020:
Spiegel: Die Ankunft des Coronavirus in Deutschland – „Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering.“ (…) „Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Netflix anstelle Star Wars?

Die „Game of Thrones“-Macher ziehen sich wegen Netflix-Deal bei Disneys „Star Wars“ zurück, meldet DWDL.de. Und zitiert den Netflix-Chef Ted Sarandos mit: „Wir freuen uns, die Meistergeschichtenerzähler David Benioff und Dan Weiss bei Netflix begrüßen zu können.“

Naja, ich weiß ja nicht. Denn von „Game of Thrones“ habe ich für mich mitgenommen, dass die beiden ohne meisterhafte Vorlage nur in der Lage sind, die zwei letzten Staffeln einer Serie in den Sand zu setzen.

Daher kann das für “Star Wars” (dessen Episoden VII und VIII ich einfach übel fand) nur gut sein (denn Minus und Minus wird kein Plus) und schlecht für Netflix. Es sei denn, Netflix hat die meisterhaften Vorlagen, die David Benioff und D.B. Weiss in Serien und Filme umgießen können.

https://www.dwdl.de/nachrichten/74706/netflixdeal_sprengt_disneys_star_warsplaene/

Der Streisand-Effekt ist dieses Mal auf der IAA

Frankfurts OB Peter Feldmann hält (SPD) dort dieses Jahre keine Rede zur Eröffnung, weil der Veranstalter das nicht vorgesehen hat. Vermutlich hätte ich die Ansprache kaum mitbekommen, wenn sie gehalten worden wäre. Aber so eine Rede, die nicht gehalten werden sollte, ist natürlich was ganz anderes. Und spricht sich rum, wie das halt bei Streisand-Effekt so ist.

Peter Feldmanns Facbook Pinnwand: Die nicht gehaltene Rede zur IAA 2019

Und Darmstadts OB Jochen Partsch (Grüne) hat deswegen einen Bürgerdialog über die Mobilität der Zukunft am Freitagabend auf der Internationalen Automobil Ausstellung abgesagt.