Bei Facebook nichts zu verbergen?

Seine Facebook-Pinnwand auf “nur für Freunde” zu stellen, ist schon besser. Auch weil vielleicht neugierige Anwälte mal vorbeischauen.

Law Blog: Gericht sagt zu spät, wer die Richter sind – Letztes Jahr habe ich etwa einen Schöffen erfolgreich wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt, der sich schon jahrelang ausländerfeindlich in sozialen Medien geäußert hat. (…) Facebook ist in bei dieser Recherche mittlerweile der beste Freund des Anwalts. Und ich kann euch sagen, man erlebt da wirklich mitunter handfeste Überraschungen.

Ich wundere mich ja manchmal auch, was da Leute alles mit der Welt teilen.
Aber man steht ja auch mal auf der anderen Seite. Als Co-Admin einer fb-Fotogruppe muss ich neue Mitglieder erst freischalten. Und da will man natürlich keine Spammer in die Gruppe bringen. Also gucke ich natürlich, was die so auf ihrer Seite posten. Und wenn mir das dubios erscheint, dann wird das Neu-Mitglied abgelehnt.
Wenn ich aber auf der Pinnwand aber gar nichts sehe, dann sind schon Fähigekeiten der Profilbildanalyse gefragt. Oder ich gucke, in welchen anderen Gruppen die Person ist. Das gibt manchmal auch Hinweise.

Facebook-Posting schlägt Ignoranz

Das ist ein Beispiel für das was der Psychologie-Professor Peter Kruse 2010 in einer Bundestagskommission über die Entwicklung des Internets gesagt hatte („Die Systeme haben eine Tendenz zur Selbstaufschaukelung“ und „kreisende Erregungen im Netzwerk“)

Da schreibt die Reiterin und gelernte Bereiterin Kriemhild Morgenroth einen kritischen Facebook-Post, weil auf einen Missstand nicht reagiert wurde. Die Folge: 13.000 Reaktionen, über 4000 Kommentare, über 16.000 Mal wurde ihr Beitrag geteilt und der Deutschlandfunk berichtet: Es besteht dringender Gesprächsbedarf zwischen Reitern, Trainern und Offiziellen.

Screenshot eines öffentlichen Facebook-Postings.

Mit sowas sollten Veranstalter inzwischen rechnen. Peter Kruse empfahl damals ein Gespür für seine Branche, weil man sowas nicht vorhersagen könne.