„Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis. Sie müssen nur am ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben.“
Bundeskanzler Friedrich Merz auf Robert Habecks Spuren, im ZDF
„Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis. Sie müssen nur am ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben.“
Bundeskanzler Friedrich Merz auf Robert Habecks Spuren, im ZDF
Auf Twitter gibt es einige Beschwerden, wie Shakuntala Banerjee die ZDF-Sommerinterviews mit Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zur Bundestagswahl führt.
Ich habe mir nun drei Sommerinterviews von Shakuntala Banerjee angeschaut. Sie hatte Janine Wissler (Linke), Jörg Meuthen (AfD) und Robert Habeck (Grüne) halt die für sie unangenehmen Dinge gefragt und nicht das, was die Spitzenkräfte dieser Parteien jobbedingt auswendig aufsagen können, wenn man sie nachts um 3 Uhr aufweckt.
Und zu sehen, wie Kandidaten auf solche Fragen reagieren und vielleicht sogar winden, ist ja auch interessant.
Es gibt übrigens so einen Spruch: „Journalismus ist zu drucken, was andere nicht gedruckt sehen wollen. Alles andere ist Public Relations.“ Der wird gerne, aber fälschlicherweise George Orwell zugeschrieben. Aber trotzdem ist an dem Spruch was dran.
Sprüche wie Paul Ziemiaks „Jemand wie Habeck, der Vaterlandsliebe nicht kennt, sollte nie Verantwortung für dieses Land bekommen“ (bild.de), nerven mich. Weil sie nur ganz billige Stimmungsmache sind. Denn nachher wird der dann ehemalige CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nämlich ganz prima mit seinem Ministerkollegen Robert Habeck (Grüne) im Bundeskabinett auskommen.
So wie Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), der noch als Generalsekretär im Wahlkampf 2013 verkündete:
Scharfe Ansage. Da wusste jeder CDUler, was von diesen Grünen zu halten ist und was man denen am Wahlkampfstand und im Internet sagen wird.
Und was passierte dann? Es kam zu einer schwarz-grünen Koalition. Dass sich die Unterlinge an den Wahlkampfständen in den Fußgängerzonen gegenseitig die Augen ausgekratzt hatten, war da egal. Innenminister Peter Beuth und Wirtschaftminister Tarek Al-Wazir (Grüne) saßen an einem Kabinettstisch. Und die Koalition wurde 2018 sogar verlängert. Innenminister Peter Beuth und Wirtschaftminister Tarek Al-Wazir sind wieder dabei.
So groß kann die Abneigung also gar nicht gewesen sein. Was soll dann diese Inszenierung? Damit bringt man die Wähler in den sozialen Netzwerken und an den Wahlkampfständen nur gegeneinander auf. Und manche kommen sich nachher verarscht vor und wählen was anderes.