Eine Notiz von 2019 im Jahr 2022 wieder verwertet

Gut, dass ich meine Notizbücher seit einigen Jahren aufhebe – so konnte ich für den Artikel über zu wenig Betreuungsplätze in Wixhausen, der heute erschienen ist, auf ein Zitat des damaligen Schuldezernenten zurückgreifen.

„Wir müssen aufpassen, was passiert“, hatte 2019 der Schuldezernent im Ortsbeirat Wixhausen mit entschlossen klingender Stimme gesagt und an die Bevölkerungsentwicklung in Wixhausen gedacht. Blöd nur, dass 2022 nun Betreuungsplätze für rund 50 Schulkinder fehlen, also Kinder, die nun sechs Jahre alt werden oder sind – und im Jahr 2019 auch schon da waren.

Interessant fand ich ja auch, dass der neue Schuldezernent Holger Klötzner (Volt) im Ortsbeirat irgendwann sagte: „Ich bin derjenige, der das Thema politisch voranbringt.“

(€) Echo online: Bürger und Eltern nehmen bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates den Stadtkämmerer und den Schuldezernenten in die Pflicht

Man sieht die obere Hälfte eines roten Notizbuchs mit einem gelben Aufkleber, der zeigt dass im Buch Sachen aus der Zeit zwischen 7.1. und 3.2.2019 notiert wurde.

Das erste Notizbuch für das Jahr 2019.

Fassungslos im Ortsbeirat

Die problematische Situation bei der Kinderbetreuung in Wixhausen war gestern Thema im Ortsbeirat. Aber trotz Einladung war niemand vom Sozialdezernat da. Da war ich echt etwas fassungslos. Da kann man doch kommen und das erklären. Viele Wixhäuser glauben nämlich inzwischen, dass sie „abgeschoben und unterversorgt“ sind. Und mit solchen „no shows“ wird das nicht besser.

Und die fehlenden Plätze haben auch nichts mit der poltischen Farbenlehre zu tun: Im eher „roten“ Weiterstadt (mit SPD-Bürgermeister und einer Kooperation aus SPD und Freien Wählern) fehlen auch Betreuungsplätze.

Echo online: Unmut bei den Eltern in Wixhausen

Wixhausen, wo ein Darmstädter Konzept nicht richtig funktioniert

Die Rollläden einer Metzgerei sind komplett geschlossen.

Die Wixhäuser Metzgerei Huck schloss Ende September 2019. (Das Foto wurde aber während einer Mittagspause gemacht,)

Darmstadt hat seit 2009 ein Konzept wie es Einzelhandel in der Stadt und den Stadtteilen ansiedeln will.

Dieses Zentrenkonzept halte ich für ganz vernünftig, denn es will keine Supermärkte auf der Grünen Wiese, sondern diese Märkte in den Ortskernen halten. Das ist wichtig, weil diese Vollversorger jeder nutzt. Man kauft dort seine Lebensmittel, aber auch mal eben schnell Zeugs wie Schokolade oder die Zahnbürste.

Echo online: Wixhausen fühlt sich abgehängt

Und weil da jeder mal hin muss, helfen sie auch den anderen Einzelhändlern und Anbietern, zu denen man nicht täglich muss. Denn so schön ein Café oder eine Eisdiele auch ist, sie bringen die Menschen nicht so sehr in den Ortskern, wie ein Supermarkt. Auch Bäcker sind nach meinen Beobachtungen nicht unbedingt Frequenzbringer. Ich kenne Filialen, die reduzieren in den Ferien ihre Öffnungszeiten. Nachmittags ist dann zu.

Aber Weiterlesen

Straßenbahn nach Wixhausen

Eine Straßenbahn nach Wixhausen ist ja schonmal eine gute Idee. Und wenn eine Straßenbahntrasse durch Wixhausen geht, sollte die meiner Meinung nach den Bahnhof und das Bürgerhaus, also das Bürgermeister-Pohl-Haus anschließen. Denn dass einer der größten Säle Darmstadts rund 500 Meter und auch noch ums Eck von der nächsten Bushaltestelle liegt, finde ich ungünstig.

Echo online: Darmstadts Straßenbahndepot soll nach Wixhausen

Wixhäuser Einzelhandel im Ortsbeirat

Ende September schloss die Metzgerei Huck in Wixhausen. Das Foto habe ich allerdings während einer Mittagspause Anfang September gemacht.

Eigentlich ist es schwierig Supermärkte in Lagen anzusiedeln, in denn nur rund 6000 Menschen wohnen. „Damit ein Edeka oder Tegut leben können, müssen 10.000 bis 20.000 Menschen bei ihm einkaufen“, sagte 2012 mal ein Regionalplaner auf einer Tagung.

Weswegen Wixhausen (6000 Einwohner) auch nur einen kleinen Supermarkt hat. Und der Nachbarort Erzhausen (8000 Einwohner) einen Vollsortimenter und zwei Discounter … Moment.

Echo online: Ortsbeirat beschäftigt sich mit dem Wixhäuser Einzelhandel

Und die Sparkassenfiliale in Wixhausen wurde Anfang Oktober zu einem Standort mit Automaten.

Neulich im Ortsbeirat Wixhausen

Die Kinderkrippe an der Ecke Falltorstraße und Alter Kerbplatz in Wixhausen. Wie das dort mal aussah, hatte ich 2013 fotografiert: Kita Falltorstraße kommt

Ich war am Mittwoch im Ortsbeirat Wixhausen. Themen waren die Kinderbetreuung, der Fluglärm und der Radschnellweg. Und ein Wixhäuser Stadtverordneter hatte eine Mitteilung.

Echo online: Das Betreuungsangebot in Wixhausen reicht nicht aus

„Abgeschoben und unterversorgt“ in Wixhausen

Drei Renterinnen sitzen im Hof beim Wixhäuser Dorfmuseum. Es ist der Kerbsonntag. Da kommt ein Reporter und fragt, wie ihnen die Kerb gefällt. Nur haben die drei dann ein ganz anderes Thema von dem sie sich auch nicht abbringen lassen.

Und da ich doch ab und an in Wixhausen bin, weiß ich, dass das nicht aus der Luft geholt und eine zufällige Einzelmeinung ist.

Echo online: In Wixhausen zur Kerb Kritik an der Stadt

7. Mai: Tag der offenen Tür bei der GSI in Wixhausen

Eine sehr seltene Veranstaltung ist genau einem Monat am Sonntag, 7. Mai: Tag der der offenen Tür bei FAIR und GSI, von 10-18 Uhr. 
Tag der offenen Tür klingt zwar üblich und nach jedes Jahr wieder, aber das gilt nicht für die GSI. Der letzte Tag der offenen Tür war 2006, vor elf Jahren. Eine Light-Version gab es 2011 mit einem Sommerfest, wie mir die Pressestelle mitteilte.
Tage der offenen Tür gibt es bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) und der im Bau befindlichen „Facility for Antiproton and Ion Research“ (FAIR) nur alle Jubeljahre, weil die international betriebenen Anlagen mit ihren Teilchenstrahlen und Detektoren (die es so eben nicht an jeder Uni gibt) rund um die Uhr gebraucht werden und die Strahlzeiten verteilt sind. Mal eben die Geräte runterfahren für einen Sonntag, ist da nicht so einfach.

Lärmschutzwall und Biotopwertpunkte

Das Neubaugebiet im Appensse hat nun einen bepflanzten Lärmschutzwall mit Spielplatz.[/caption]Der Wixhäuser Lärmschutzwall an der Bundesstraße B3 ist fertig und bepflanzt. Und da er auch eine Ausgleichmaßnahme ist, habe ich doch mal nach den Biotopwertpunkten bei der Stadt Darmstadt gefragt.

Echo online: Der Lärmschutzwall ist fertig

Die Biogasanlage in Wixhausen

Die Biogasanlage in Wixhausen.

In Darmstadts Norden, in Wixhausen, steht eine Biogas-Anlage. Als sie 2008 für 3,5 Millionen Euro gebaut worden war, war sie Hessens erste Anlage, die Gas ins regionale Erdgasnetz einspeist.
Aus 12.550 Tonnen nachwachsenden Rohstoffen (überwiegend Maissilage und Roggenschrot) sowie Gülle produzierte die Anlage in Wixhausen pro Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas. Bauern aus der Region liefern die Rohstoffe. Im Regelbetrieb bereitet die Anlage pro Stunde etwa 300 Kubikmeter Biogas zu Erdgasqualität auf. Mit ihrer Jahresproduktion konnte die Anlage rechnerisch 650 Einfamilienhäuser mit Bioerdgas versorgen.
2011 wurde die Biogasanlage für etwa fünf Millionen Euro erweitert, so dass sie nun rund 35.000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe verarbeiten konnte. So werden nun aus einer Mischung aus Maissilage, Ganzpflanzensilage, Zuckerhirse, Zuckerrübenschnitzeln und Schweinegülle zirka sieben Millionen Kubikmeter Bioerdgas pro Jahr produziert. Die Biogasproduktion könnte rechnerisch 2000 Einfamilienhäuser mit regenerativer Energie versorgen. Die verbleibenden Gärreste dienen den Landwirten aus der Region als Dünger.
Das Biogas wird aufbereitet, ins Erdgasnetz eingespeist und nach Darmstadt-Eberstadt transportiert. Dort wird aus dem Biogas mit einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt. Mit dem Bioerdgas aus Wixhausen produziert die Entega (bis 2015 HSE) in ihren Kraftwerken etwa 30 Prozent der Fernwärme, die sie an ihre Kunden liefert. (Die Texte sind zusammenkopierte HSE-/Entega-Pressemitteilungen, die Fotos sind von mir)

Die Biogasanlage in Wixhausen.