"Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen"

Ha, die Darmstädter Oberbürgermeisterwahl am 19. März ist gelaufen! “Der grüne Oberbürgermeister Jochen Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen”, sagt der Politikwissenschaftler Björn Egner. Naja, genauer gesagt, sagt er, dass sich die Darmstädter CDU das wahrscheinlich so überlegt hat, als sie keinen OB-Kandidaten aufstellte.

hessenschau.de: “Dass die CDU so schlecht abschneidet, ist bemerkenswert” – “Ich kann schon verstehen, dass (die CDU) nicht antritt. Sie weiß: Der grüne Oberbürgermeister Jochen Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen. (… Die CDU) hat dort außerdem offenkundig ein Personalproblem.”

Wobei meiner Meinung nach die CDU kein Personalproblem hat, Bürgermeister Rafael Reißer, Kämmerer André Schellenberg oder die ehemalige Kultusministerin Karin Wolff müssten schon wissen, wie man regiert. Und die Stadtverordneten Roland Desch und Wilhelm Kins haben in ihrem Berufsleben größere Behörden bzw. eine Versicherung geleitet.

Expertenrunde mit Kabbaratz zur Oberbürgermeisterwahl

Die Expertenrunde mit Roland Hotz, Elisabeth Heinemann, Peter Hoffmann und Jörg Dillmann.

Eine Diskussion zur Oberbürgermeisterwahl (die ist am 19. März) ohne langatmige – und sowieso immer den gleichen – Kandidatenstatements gab es am Sonntag im Jagdhofkeller. Allerdings war beim Thema Kultur der Spaß ein wenig vorbei. Und mancher Kandidat hatte den Spaß der Veranstaltung nicht verstanden, Michael Siebels (SPD) Antworten (alle Antworten wurden vorgelesen) waren eigentlich zu ernst.
Echo online: Kabarett Kabbaratz stellt OB-Kandidaten etwas andere Fragen

“2016 haben Brexit und Donald Trump gezeigt, dass man mit Wahlen etwas verändern kann. Wenn Sie sich am 19. März etwas unsicher sind, bleiben Sie zuhause.” (Peter Hoffmann, Kabbaratz)

Evelyn Wendler und Jörg Dillmann.


Evelyn Wendler und Roland Hotz.

Kandidaten-Spekulatius zu Weihnachten

Neulich hatte ich mit SPD-Mitgliedern darüber spekuliert, wen die Darmstädter SPD 2011 als Oberbürgermeisterkandidaten nominiert. Dass darüber nicht erst seit dem vergangenen Stadtparlament (mit zurückgezogegen 2010er-Etat) geredet wird, zeigt, dass der Amtsinhaber deutlich angeschlagen ist.

Eine mögliche Kandidatin ist Brigitte Zypries, Bundestagsabgeordnete und bis neulich noch Justizministerin. “Nö”, sagte der Genosse, “da ist Darmstadt zu klein. Für eine ehemalige Bundesministerin ist sowas in Städten wie Köln interessant, aber nicht Darmstadt mit seinen 140.000 Einwohnern.”

Und wie bestellt, wird heute darüber spekuliert, ob Zypries 2013 in Frankfurt als OB-Kandidatin antreten könnte:

Frankfurter Rundschau, 22.12.1009: Kandidatin zur Unzeit – Im Frankfurter Parteihaus sind sie gar nicht gut darauf zu sprechen, dass der frühere Bundesfinanzminister und hessische Ministerpräsident [Brigitte Zypries] als OB-Kandidatin für 2013 in Frankfurt empfiehlt.