4 Minuten 37 – Leilas Dilemma

Leila (Inken Paland) betritt ihre Wohnung und bemerkt einen Einbrecher. Kameramann im Hintergrund ist Johannes Tran (Hochschule Darmstadt).

Da stand vergangene Woche im Hof der Nachbarschaft plötzlich Ausrüstung mit Filmkameras herum. Und dann kam noch ein Tisch mit Catering dazu, so dass ich dann doch mal fragte, was da gedreht wird. Und damit hatte ich sehr spontan einen Ortstermin bei einem studentischen Filmprojekt, zu dem ich so gut wie keine Anfahrt hatte.

Echo online: Dreharbeiten im Johannesviertel

Im Film “4 Minuten 37” (das ist noch ein Arbeitstitel) geht es darum, darum, dass eine junge Frau (gespielt von Inken Paland) nach Hause kommt und einen Einbrecher bemerkt. Sie ruft die Polizei, kommt dann aber in ein Dilemma. Die 4 Minuten 37 sind die Zeit, die Leila hat, um sich zu entscheiden. Der ganze Film soll um die zehn Minuten dauern.

In Zeiten, in denen Filme mit iPhones gedreht und geschnitten werden, fragte ich Produzentin Katharina Hein (Uni Mainz) sowie Drehbuchautorin und Regisseurin Corinna Kranig (Hochschule Mainz/Sorbonne), warum denn mit “richtigem” Equipment gearbeite wurde. Aber das ist relativ einfach, erklärten die beiden. Mit professioneller Beleuchtung hat man das Licht unter Kontrolle, im Treppenhaus ist es etwas zu duster und das Licht, das aus der Wohnung kommt, sieht dann auch besser aus. Und bei einer Kamera mit großem Sensor kann man besser mit Schärfe und Unschärfe im Bild arbeiten.

Der Film soll dann bei verschiedenen Festivals eingereicht werden, unter anderem auch für Weiterstadt.

Da auch studentische Filmprojekte Geld kosten, haben die Macherinnen ein Crowdfunding eingerichtet: https://www.startnext.com/4minuten37.

Falsche Polizistin wegen Betrugs verurteilt


Auch wenn der sogenannte “Polizistentrick” auf den ersten Blick wie eine Masche kleiner Krimineller aussieht, so ist er organisierte Kriminalität. In dem Prozess vor dem Amtsgericht Darmstadt erfuhr man heute, dass die Organisatoren ein Callcenter in der Türkei betreiben, von dem aus in Deutschland Senioren angerufen werden. Die Anrufer behaupten, sie wären von der Polizei.

Und schaffen es dann ihre Opfer so zu verunsichern, dass diese bereit sind, Geld und Wertsachen einem “Kollegen” oder einer “Kollegin” zu geben, damit der oder die diese sicher vor Einbrechern und korrupten Bankmitarbeitern “aufbewahrt”. Im Darmstädter Fall wurde behauptet, eine Kollegin käme vorbei, um die Sachen bei der Autobahnpolizei zu deponieren. Diese falsche Polizistin konnte dann aber von der richtigen Polizei verhaftet werden, weil die Geschädigte in Eberstadt beim zweiten Anruf der Bande misstrauisch geworden war. Der Schaden lag bei nur zwei Opfern bei rund 165.000 Euro – eines in Heidesheim und eines in Darmstadt.

Hessenschau.de/dpa: Falsche Polizistin muss ins Gefängnis

Die Sprecherin vom Polizeipräsidium Südhessen sagte mir, dass der Trick mit dem falschen Polizisten der Nachfolger des “Enkeltricks” sei. Sie rät, dass die Menschen ihre älteren Angehörigen auf das Thema ansprechen und für die Masche sensibilisieren.

Die Anrufer schaffen es ihre Opfer durch geschickte Gesprächsführung so zu verunsichern, dass diese am Ende auch der echten Polizei nicht mehr glauben. Die Betrüger rufen dazu auch mehrmal an, geben sich als Richter und Staatsanwälte aus, und erhöhen so den Druck auf die Opfer. Zudem werden sie noch vor korrupten Polizisten gewarnt, so dass sie keinem mehr trauen. So geschehen im Februar im Taunus: Falsche Polizisten hatten einen 90-Jährigen so durcheinander gebracht, dass er auf echte Beamte schoss.

Die Polizei hat dazu ein paar Hinweise zusammengestellt:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Betrügern landen. Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf.
    Nur so werden Sie Betrüger los.
  • Auflegen sollten Sie, wenn
  • Sie nicht sicher sind, wer anruft.
  • Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. nach Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.
  • Sie der Anrufer unter Druck setzt.
  • Sie der Anrufer dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

Trifft ein Journalist einen Schöffen …

Das ich für den Lokalteil schreibe und über Gerichtsprozesse, kenne ich zufällig auch so manche Schöffin und so manchen Schöffen, weil die ja nicht nur ehrenamtliche Richter sind. Da ich es aber albern finde, so zu tun als kenne man sich nicht, rede ich auch mit den Schöffen, wenn es sich in einer Pause ergibt.

Was einigen Richterinnen und Richtern nicht so ganz zu behagen scheint. Denn mir haben schon einige Schöffen erzählt, dass sie dann von den Richtern gefragt wurden, was denn der Journalist wollte.

Nix. Ganz einfach. Ich werde einen Teufel tun und die was nach dem Prozess fragen. Natürlich reden wir nicht über die aktuelle Verhandlung – ich kenne mich schließlich aus und will nicht der Revisionsgrund sein – aber es gibt ja noch das andere Leben der Schöffen, das ich ein wenig kenne.

Aber einen Vorteil hat es, wenn in einer Verhandlungspause mit Schöffen den Kaffee trinkt: Man kommt garantiert nicht zu spät, wenn es weitergeht.

Der Flix liest in der Stadtkirche


Ich habe für das Feuilleton mit dem Comiczeichner Felix „Der Flix“ Görmann gesprochen, der heute in der Darmstädter Stadtkirche eine Comiclesung hält. Das Ganze war ein schönes unkompliziertes Telefongespräch. Ich hoffe nur, ich hatte auch mal Sachen angesprochen, die nicht jeder fragt.

Echo online: Felix Görmann liest in Darmstadt aus seinem Comic „Spirou in Berlin“

Diskussion mit Landtagswahl-Kandidaten in Eberstadt

Wahltalk in Eberstadt-Süd mit Dennis Eckhold (Linke, 3. v. rechts) und Andreas May (FDP, rechts).

Freitag war im Darmstädter AfD-Quartier Eberstadt-Süd eine Diskussion zur Landtagswahl. Die AfD war dort bei der Kommunalwahl 2016, Wahllokal Wilhelm-Hauff-Schule, mit 25,4 Prozent stärkste Partei geworden. Gefolgt von der SPD mit um die 20 Prozent. Eingeladen war die AfD nicht, Caritas und Diakonie hatten Direktkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien eingeladen.

Allerdings ist das über Format mit an Tischen verteilten Politikern schwierig zum schreiben, weil ich ja nicht überall gleichzeitig sein kann. Und da kann es passieren, dass ich wieder zu einem Tisch komme, und nun andere Bürger das gleiche Thema haben wie die Gruppe davor. Oder ich ein Thema auch verpasse.

Echo online: Diskussion mit Landtagswahl-Kandidaten in Eberstadt

Insolvenz und Totschlag in Offenbach

Zweimal Offenbach gestern im Darmstädter Landgericht. Vor der Wirtschaftskammer die Insolvenzverschleppung von 2013 bei der Kickers Offenbach GmbH und vorm Schwurgericht die Frage ob ein Tötungsdeliki in einer Offenbacher Bar Mord oder Totschlag war.

Offenbach Post (dpa): „Kickers Offenbach GmbH von Anfang an insolvent

Frankfurter Neue Presse (dpa): Zehn Jahre Haft für tödliche Messerstiche in Offenbach

Die vollgestellte Stadt in der Centralstation

Übersichtlich war es nur am Anfang beim Forum zum “Masterplan 2030 plus”.

Am Donnerstagabend war das 4. Bürgerforum für den Masterplanprozess “Darmstadt 2030 plus” in der Centralstation. Bei einigen Präsentationen war mir etwas zu viel Stadtplaner-Prosa dabei. Und es waren nur die üblichen “Profi-Bürger” dabei, die sich bei den Ergebnissen, zum Beispiel zum Radverkehr, auch nicht beschwerten. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) war das klar, denn er sagte: „Das wird eine … interessante Diskussion.“ Er sagte noch etwas, aber Weiterlesen

ESA-Astronaut Matthias Maurer war in Darmstadt

ESA-Astronaut Matthias Maurer (der Explornaut) und Moderatorin Sylvia Kuck in der Centralstation.

Ich wurde blass, als ich sah, dass der ESA-Astronaut Matthias Mauer im gleichen Jahr wie ich Abi gemacht hat – aber drei Ingenieurdiplome, einen MBA, ein Wirtschaftsingenieurdiplom und einen Dr.-Ing. hat.

Dafür spricht er nur Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Katalanisch, Russisch und Chinesisch.

Und wie 48 sieht er auch nicht unbedingt aus.

Echo online: Ein Astronaut will hoch hinaus

Parkhäuser in Darmstadt getestet

Eines der günstigsten Parkhäuser in Darmstadt. Das Parkhaus in der Landwehrstraße gegenüber dem Schenck Industriepark.

Der ACE hat Parkhäuser getestet. Auffällig fanden die Tester, dass es in Darmstadt so viele Q-Park-Parkhäuser gibt. Das sei in keiner anderen hessischen Kommune so. Tja, da konnte man als alter Darmstädter etwas aufklären. Die Parkhäuser gehörten mal dem Baulöwen Mengler und der hatte sie 2002 alle an Q-Park verkauft.

Auch gestestet wurde das Parkhaus in der Landwehrstraße gegenüber vom Schenck-Industriepark. Das Weiterlesen