Wicki Weißwas: Warum am 20. Juni geflaggt ist

Am 17. Juni war geflaggt, klar, das war zum Gedenken an den Volksaufstand in der DDR 1953. Bis 1990 war der 17. Juni auch Tag der Deutschen Einheit. Aber heute ist der 20. Juni. Die werden die Flaggen ja nicht drei Tage lang vergessen haben, also habe ich mal gesucht und was gefunden: Der 20. Juni ist Bundesgedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung.

Wicki Weißwas über Kate Bush und das deutsche Fernsehen

Da ja gerade 80er-Flashback mit Kate Bush ist (weil „Running up that Hill“ Teil des „Stranger Things“ Soundtrack ist), fällt mir ein, dass Kate Bush ihren allerersten Fernsehauftritt überhaupt in Deutschland hatte, in der ersten Sendung der Show „Bio’s Bahnhof“. Es gibt ein Video und ein Interview mit Alfred Biolek im Rolling Stone.

Wicki Weißwas: Feuersteinskalpelle

Es gibt tatsächlich Skalpelle mit Feuersteinklingen. Was ich das gerade in der ZDF-Fernsehserie „Betty Diagnose“ hörte, wollte ich erst nicht glauben, ich dachte, das gibt den nötigen Plottwist für die Handlung. Aber es gibt sie tatsächlich – weil sie andere Wundränder hinterlassen, die dann besser verheilen als Schnitte von Stahlklingen.

Die Chemie-Schule: Feuerstein

Es gibt eigentlich sieben offizielle James Bond-Darsteller ;-)

Es gibt ja noch einen James Bond-Darsteller neben Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig.

Und er spielte sogar in den „offiziellen“ James Bond-Filmen mit, es ist also auch nicht Barry Nelson (aus dem ersten Casion Royale-TV-Film von 1953) oder David Niven (aus der Casino Royale-Parodie von 1967).

Es war Bob Simmons. Er war der Bond-Darsteller in den Gunbarrel-Sequenzen der ersten drei Filme (Dr. No, Liebesgrüße aus Moskau und Goldfinger). Er war aber auch Stuntman und damit Stuntdouble in den Filmen.

Wicki Weißwas: „Mit vollem Karacho“ – aber nicht auf Spanisch

Vor 25 Jahren erzählte mir mein Mitbewohner, dass „Karacho“ in Peru ein übles Schimpfwort sei. So schlimm, dass er mir nicht sagte, was es bedeutet.

Auch ein Bekannter, der perfekt Spanisch spricht, kannte die Bedeutung, und eierte sich um eine Antwort herum.
Dank Internet kann man sowas aber inzwischen nachschauen.

Berliner Zeitung: Lexikon: Caramba, Karacho, Galopp

Wicki Weißwas: Doch kein Einstein-Zitat

Die Frage „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch ein unordentlicher Geist bedeutet, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch?“ ist ja zu schön. Und sie wird Albert Einstein zugeschrieben. Was aber sehr wahrscheinlich nicht stimmt. Wobei der Spruch – anscheinend im Original auf Englisch – schon aus einer Zeit zu stammen scheint, in der Albert Einstein gelebt hat.

Quote Investigator: „If a cluttered desk is a sign of a cluttered mind, we can’t help wondering what an empty desk indicates.

Wickie Weißwas: „Venom“ und „Poison“

Beim Alice Cooper-Song „Poison“ war mir schon vor Jahren die Textpassage „I wanna taste you but your lips are venomous poison“ aufgefallen.

Ich dachte erst, es sollte einfach eine groteske Steigerung sein, denn „venomous poison“ ist auf direkt übersetzt „giftiges Gift“. Was man zu „toxischem Gift“ umfomulieren könnte, damit es nicht so seltsam klingt.

Dann stellte ich irgendwan fest, dass im Englischen zwischen „venom“ und „poison“ unterschieden wird, während es auf Deutsch nur „Gift“ gibt. Und nun gibt es eine schöne kurz Erklärung mit einem Cartoon.

Venom“ ist ein Gift, dass von Tieren produziert wird und über Zähne oder Stachel in den Körper von Angreifern oder Beute kommt. „Poison“ ist in der Biologie ein Gift, das aufgenommen wird.

Wicki Weißwas: „Silvester“ oder „Sylvester“

Regelmäßig zum Jahresende fällt auf, dass man „Silvester“ doch auch „Sylvester“ schreiben könnte? Nein, eigentlich nicht. Silvester war mal ein Papst und von dem stammt auch der Name für den 31. Dezember als letzten Tag des Jahres.

Und sein Name stammt vom lateinischen „silva“ ab, was soviel wie Wald bedeutet. Und woher kommt nun Sylvester mit y? Das klingt doch viel uriger als Silvester mit i.

Aber die Römer hatten doch gar kein y, oder? Richtig: „Es wurde erst um 100 v. Chr. herum als 22. Buchstabe vor dem Z eingefügt und in lateinischen Texten nur zur Wiedergabe des Y in griechischen Lehnwörtern verwendet.“ Es heißt auf Französisch auch „i grec“ was soviel wie „griechisches i“ bedeutet.

Und zu Silvester mit y schreibt Heinrich Tischner aus Bensheim unter anderem: „Das y kam erst in der Neuzeit auf (…)„.

Es gibt auch eine Eselbrücke, die natürlich jede Wortherkunft ignoriert: Man feiert ja auch nicht Pfyngsten oder Weyhnachten.