Wohnen am Dalles in Weiterstadt

Der Dalles in Weiterstadt am 8. August 2021.


Offiziell heißt der „Dalles“ Wilhelm Leuschner-Platz. Der Name Dalles ist der ältere. Dalles bezeichnet im Hessischen einen Platz im Dorf. In Frankfurt oder Mainz handelten früher auf dem dortigen Dalles arme Kleinhändler. Die dem Platz vermutlich auch den Namen gaben, denn „Dalles“ kommt laut dem südhessischen Flurnamenbuch vom hebräischen Wort „dalut“ und dem westjüdischen „daless“, was jeweils „Armut“ bedeutet. (Da „dalle“ auf Französisch sowas wie Platte bedeutet, hatte ich ja erst an so eine Erklärung gedacht, aber ich denke, die Flurnamenbuchautoren wissen mehr.)

Bis 2012 war auf dem Dalles noch das alte Weiterstädter Feuerwehrgerätehaus. Die Feuerwehr war da aber schon seit Ende der 1970er Jahre in der Rudolf-Diesel-Straße.

Bürgermeister ohne Mehrheit

In Wohnprojekt „Seniorenwohnen am Dalles“ – die Gebäude rechts im Bild – hat die Stadt Belegrechte für günstige Wohnungen.

Eine herbe Abstimmungsniederlage erlebte diese Woche Weiterstadts SPD-Bürgermeister. Herb, denn die Abstimmung ging noch nicht einmal knapp aus:

Echo online: Weiterstädter Parlamentarier lehnen Wohnungsankauf ab

Braunshardt wächst – „Apfelbaumgarten 2“ wird konkret

Damit sich keiner beschwert, er habe nichts davon gewusst, wenn in drei Jahren in Braunshardt die Bagger rollen: „Theoretisch wäre es möglich in vier Jahren einen ersten Bauabschnitt zu schaffen“, sagte vergangene Woche einer der Planer im Stadtentwicklungsausschuss über das Neubaugebiet „Apfelbaumgarten 2“. Und wenn es fertig ist, könnten 27 Hektar bebaut sein.

Echo online: In Braunshardt wird ein neues Wohngebiet konkret

Wilheminenpassage, mal wieder

Der Gebäudekomplex Wilheminenpassage ist inzwischen sanierter als er vor einigen Jahren war, aber es wird immer noch darin gebaut.

Im Gebäudekomplex, in dem die Wilheminenpassage ist, sind auch Wohnungen. Aber die Mieter berichten immer mal wieder, dass es Schwierigkeiten mit dem Vermieter gebe.

Aktuell beschreibt Uffbasse einen Fall, das Echo kann was berichten und ich erinnere mich auch an eine Amtsgerichtsverhandlung vor drei Jahren:

Uffbasse: Wilhelminenpassage Darmstadt – Menschenverachtung pur!

Echo online: Mieter des Wilhelminenkomplexes beklagen Umbaudauer

Echo online (Januar 2016): Streit um Kündigung wegen Eigenbedarf

Echo online (Februar 2016):Mieterbund Darmstadt erhebt schwere Vorwürfe gegen Investor

Masterplan-Präsentation – „Je mehr dazukam, desto mehr wurden die Grünflächen verschoben“

Übersichtlich war es nur am Anfang beim Forum zum „Masterplan 2030 plus“.

Am Donnerstagabend war das 4. Bürgerforum für den Masterplanprozess „Darmstadt 2030 plus“ in der Centralstation. Bei einigen Präsentationen war mir etwas zu viel Stadtplaner-Prosa dabei. Und es waren nur die üblichen „Profi-Bürger“ dabei, die sich bei den Ergebnissen, zum Beispiel zum Radverkehr, auch nicht beschwerten. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) war das klar, denn er sagte: „Das wird eine … interessante Diskussion.“ Er sagte noch etwas, aber Weiterlesen

Flüchtlingswohnungsbau in Weiterstadt

Weiterstadt, Klein-Gerauer-Weg: Wo noch der Wind den Mais wiegt, sollen ab November zwei bis vier Häuser mit Wohnungen für Flüchtlinge gebaut werden.

Ich wurde von Weiterstädtern angesprochen, wann denn die Bauarbeiten für die Flüchtlingswohnungen im Klein-Gerauer-Weg beginnen und ich habe nachgefragt.

Zu Recht, schließlich war das Projekt 2015 als dringend adressiert gewesen und hatte – so mein Eindruck – Anfang 2016 die wankende SPD-ALW-Kooperation endgültig beendet, als sich SPD und ALW über Details (nicht das Projekt an sich) nicht einig waren und die ALW am Ende mit der Opposition stimmte, was ein neues Konzept mit dem Bauträger nötig machte.

Echo online: Weiterstadt schafft Wohnraum für 180 Menschen

Der Wohnungsmarkt ist ein träger Markt

Neulich war ich bei einem Vortrag des Eigentümerverbands „Haus & Grund“. Die Wohnungswirtschaft sieht die aktuellen Entwicklungen zugunsten der Mieter ja kritisch, weil sie nun von zwei Seiten auf die Mieten wirken. Nach oben gibt es Kappunggrenzen, die Mieterhöhungen „kappen“ und bei Neuvermietungen greift die Mietpreisbremse, die hohe Anfangsmietren verhindern soll. Der „Haus & Grund“-Vertreter fand, dass neben dem Wohnungsmarkt nur noch der Buchmarkt (durch die Buchpreisbindung) so massiv reguliert sei.

Es ist halt schwierig mit dem Wohnungsmarkt. Denn es ist ein sehr träger Markt. Man kann ja nicht sofort reagieren. Wenn mir der Feinkostladen zu teuer ist, kann ich spontan zum Supermarkt gehen. Bei der Wohnung ist es aber sehr aufwändig einen Monat in der Badstraße zu wohnen und dann wieder in die Schlossallee zu ziehen.

Echo online: Hauseigentümerverband erwartet Prozessflut