Barbara Boczek beim BDA

„Sollten wir so ein Unternehmen gehen lassen?“, fragte die Dezernentin in die Runde. Ein mehrfaches „Ja“ kam zurück. „Die Architektur darf sich nicht erpressen lassen“, sagte ein Diskussionsteilnehmer, sonst sei die Architektur weg.

Vergangene Woche sprach Baudezernentin Barbara Boczek mit Darmstädter Architekten bei einer Veranstaltung des Bundes Deutscher Architekten. Der BDA ist kein Verein in den man so einfach eintreten kann, der Verband entscheidet, wen er aufnimmt.

Echo online: Dezernentin Barbara Boczek beim Tischgespräch des BDA in der Kunsthalle

Verzögerung beim Feuerwehr-Neubau in Arheilgen

Donnerstag war ich auf der Versammlung der Darmstädter Freiwilligen Feuerwehren. Da wurde bekanntgegeben, warum sich bei der Baustelle der Arheilger Feuerwehrwache so wenig tut.

Echo online: Neubau der Arheilger Feuerwache wird später fertig

Nachtrag: feuerwehr-darmstadt.de: Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren

Kanalarbeiten gegen Teerflicken?

Bauarbeiten in der Liebigstraße.

Hura, der Darmbach wird doch offengelegt! Bei mir in der Straße. Nein, was sich da als Baustelle seit Ende des vergangenen Jahres durch die Liebigstraße Richtung Süden vorarbeitet, ist die Baustelle für die Fernwärmeleitung zwischen Müllheizkraftwerk und Klinikum.
Eigentlich hoffte ich ja, dass bei diesen Arbeiten auch zwei Teerflickenhuppel auf der Straße in Höhe der Johanneskirche verschwinden, weil diese Flickennester doch ziemlich rumpelig sind, wenn man mit dem Rad drüberollen muss. Aber da schwenkt die Baustelle auf die andere Straßenseite. Ich vermute, weil die Arbeiten ja hauptsächlich unterm Bürgersteig stattfinden und bei der Johanneskirche dort zum einen Bäume stehen und zum anderen historisches Mosaikpflaster verlegt ist.

Ein Teerflickennest …

… und noch ein Teerflickennest in der Liebigstraße.

Grundsteinlegung in Arheilgen

Der Grundstein der neuen Wache der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen.

Mit umgesetzten Bauprojekten sieht es bei Grün-Schwarz ja etwas mau aus, aber in Arheilgen kommt die Koalition voran. Gestern wurde der Grundstein für die seit 2008 diskutierte neue Feuerwehrwache der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen gelegt.

Echo online: Baustart in Arheilgen

Da im Bebauungsplan auf den nahen Ruthsenbach und Überschwemmungen hingewiesen wurde, hatte ich die Stadt gefragt, ob auch die Baustelle oder später das Gerätehaus überschwemmt werden könnte? Aber damit rechnet die Stadt nicht. Dennoch ist schon jetzt der Ruthsenbach im Gebäude – der Zement des Grundsteins wurde mit Ruthsenbachwasser angemischt.

Feuerwehr Darmstadt – Sechs Jahre alter Neubau muss vielleicht weg

Die Darmstädter Berufsfeuerwehr an der Ecke Bismarckstraße / Steubenplatz.

Die Wache der Darmstädter Berufsfeuerwehr soll am gleichen Standort neu gebaut werden. Das Beste kommt aber am Schluss des Artikels von Patrick Körber:

Echo online: Die Wache der Berufsfeuerwehr Darmstadt soll bleiben, wo sie ist – Nicht auszuschließen ist übrigens, dass die neue Fahrzeughalle, die erst vor sechs Jahren fertiggestellt wurde, für den Neubau wieder abgerissen werden müsste – das wird die Studie zeigen.

Dieser Neubau hat als „Südbau“ eine nicht gerade ruhmreiche Geschichte. Vor etwa zehn Jahren war das Gebäude eine Dauerbaustelle, die nicht vorankam, weil dem damals rot-grünen Darmstadt das Geld dafür fehlte. Das waren Steilvorlagen für die CDU-Opposition. Irgendwann standen Fahrzeuge und Abrollcontainer der Berufsfeuerwehr zwar im Südbau, weil es auch nicht gut war, dass die draußen standen. Aber der Untergrund war noch nicht fertig, was bedeutete, dass der Boden nochmal neu gemacht werden musste.

Und dieser Neubau könnte nun abgerissen werden müssen? Ok … Ein Gebäude weniger, dass in den 60 Jahren mit SPD-OBs gebaut wurde.

Das gute an der Entscheidung ist, dass nun auch klar ist, das die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt künftig in den Neubau der BF kommt. Denn ihr Standort in der Kasinostraße soll aufgegeben werden.

Der sogenannte “Südbau” auf dem Feuerwehrgelände.

Bauen und Dezernenten in Darmstadt

Ach ja, da neulich eine Facebook-Diskussion von Grünen-Sympathisanten abgewürgt wurde, habe ich noch zwei, drei Postings von da übrig. Unter anderem war die Nebelkerze gezündet worden, was denn so in den 60 Jahren unter SPD-Führung in Darmstadt so gebaut worden war? Damit sollte davon abgelenkt werden, dass es aktuell bei Grün-Schwarz bei größeren Projekten nicht so vorankommt.

Nachtrag: Siehe auch im Echo vom 11. März 2017: Lähmungserscheinungen im Städtebau.

Es wurde in der Vergangenheit schon einiges gebaut – ob es uns heute noch gefällt, ist was anderes: Da wären zum Beispiel die ganzen Kranichsteiner Wohngebiete (K6, K5 etc) mit neuen Wohnformen nachdem die Maysche Hochhausplanung (auch ein Bauprojekt) von Ende der 60er Jahre gestoppt worden war, das Berufsschulzentrum Nord, das Bürgerparkviertel, das Hundertwasserhaus, die TU-Lichtwiese, die GSI, das neue Landgericht am Mathildenplatz, das Gewerbegebiet in Arheilgen Richtung Weiterstadt, das Muckerhaus, die Eberstädter Zweistelle der Stadtbücherei, der Umbau der Heaghallen zur öffentlich nutzbaren Centralstation, der Umbau des Zentralbads zum Jugendstilbad, Erhalt und Neuausrichtung des Hofgut Oberfeld, der Bürgerpark Nord und seine Sportanlagen, die Straßenbahn nach Kranichstein für 25 Millionen Euro, die ganzen “Soziale Stadt”-Projekte in Eberstadt und Kranichstein, das neue Staatstheater, der neue Büchnerplatz davor, der Umbau des Landestheaters zum Staatsarchiv, die Entwicklung der Telekom-City, die Weststadt, die Sanierung des Martinsviertels ab 1972 mit 46,6 Millionen Euro, Wiederaufbau des alten Pädagogs, der Citytunnel, das Luisencenter, das Darmstadtium, die neue Synagoge, die Gedenkstätte “Liberale Synagoge” oder die “Meisterbauten” zu denen u.a. das Justus-Liebig-Haus gehört.

Also ist an der Grünen-Wahlkampflegende, dass 60 Jahre nichs passiert sei, nichts dran.

Und der Gag ist, dass zwischen 1971 bis heute die SPD nur sieben Jahre lang den Baudezernenten stellte. Herbert Reißer (CDU), Rafael Reißers Vater, war zwischen 1971 und 1980 Stadtbaurat, Wolfgang Rösch (CDU) war von 1981 bis 1994 Baudezernent. Im folgte Michael Siebert von den Grünen, er war Bürgermeister und Baudezernent. Dann krachte die Koalition und von 1996 bis 1997 war Wolfgang Gehrke (CDU) Bürgermeister und Baudezernent, dann bis 2003 Hans-Jürgen Braun (Grüne). Dieter Wenzel (SPD) folgte ihm nach (mitgewählt von den Grünen) und 2009 wiedergewählt (von den Grünen), trotz damals schon offensichlicher Fehlleistungen.

Die Zusammenarbeit mit der SPD endete 2009, als die Grünen die Nordostumgehung neu bewerteten und dann ablehnten, aber die SPD auf der Trasse beharrte. 2011 kam mit Brigitte Lindscheid eine Grüne ins Baudezernat und ihre Nachfolgerin Cornelia Zuschke fuhr auf Grünen-Ticket.

Das bedeutet, die Mitglieder der aktuellen Koalition stellten innerhalb von grob 46 Jahren (zwischen 1971 und heute) 35 Jahre den Baudezernenten und die Grünen waren zwischen 2003 und 2011 mit Dieter Wenzel so einverstanden, dass sie ihn wiedergewählt hatten.

Metzendorf-Ausstellung ab Sonntag (16.) im Alten TU-Hauptgebäude

Die Metzendorfausstellung im Saal des „Kunstforums der TU Darmstadt“ im zweiten Stock des Alten Hauptgebäudes.


Am 4. Oktober 2016 jährte sich der Geburtstag des 1866 geborenen Architekten Heinrich Metzendorf zum 150. Mal. Das „Kunstforum der TU Darmstadt“ zeigt ab Sonntag (16.) eine Ausstellung, die Metzendorfs Wirken in Darmstadt im Kontext von Jugendstil und Lebensreform beleuchtet. Es werden über 40 Originalzeichnungen und Pläne aus dem Nachlass des Architekten gezeigt und mit weiteren Originalobjekten und historischen Fotografien ergänzt. Die Ausstellung haben Dominic E. Delarue und Thomas Kaffenberger kuratiert.
Die Metzendorf-Villa in Braunshardt, die ich im August in einem Echo-Artikel vorgestellt habe, ist übrigens auch dabei.
Heinrich Metzendorf war in der Zeit um 1900 einer der führenden Architekten. Noch heute prägen seine Villenbauten im Landhausstil an der hessischen Bergstraße das Erscheinungsbild dieser Gegend. Doch auch die großherzogliche Residenzstadt Darmstadt und die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe bilden einen steten Bezugspunkt seiner Vita. Allerdings war Heinrich Metzendorf Weiterlesen

Verzögerungen bei der Berufsschulsanierung

Im März 2016 hatte ich noch nachgefragt, ob der Architektenwettbewerb für das Berufsschulzentrum am Bürgerpark Nord die Sanierung verzögert. Nein, hieß es damals kurz nach der Kommunalwahl:

Darmstädter Echo, 8. März 2016: Eine Orangerie des Lernens – Verzögerungen bei der Schulsanierung werde es nicht geben, war sich Cornelia Zuschke sicher. Sanierung und Neubau seien aufeinander abgestimmt. Die Gespräche mit den Architekturbüros liefen jetzt an und seien bis zur ersten Sitzung des am Sonntag frisch gewählten Stadtparlaments fertig.

Nun gibt es doch Verzögerungen beim Berufsschulzentrum – ok, nur wahrscheinlich nicht wegen des Architektenwettbewerbs. Soweit war die Antwort dann schon richtig.
Echo online: Weder der Zeitplan noch die Kosten sind bei dem Berufsschulzentrum Nord einzuhalten

Das Berufsschulzentrum Nord soll einen Anbau bekommen. Das ist einer der Entwürfe.