Grundstücksverkauf und Wohnungsbau in Weiterstadt

Die Stadt will die Brache an der Ecke Wixhäuser und Ostendstraße in Gräfenhausen verkaufen.

Echo online: Weiterstadt trennt sich von Grünanlage

Die Stadt will die 700 Quadratmeter große Fläche nicht mehr nutzen und sie verkaufen, die ALW hätte es besser gefunden, dass die Stadt das Grundstück behält.

In der gleichen Sitzung beschloss das Stadtparlament einstimmig einen Bebauungsplan für eine private Liegenschaft in Braunshardt.

Am Kirchpfad 8/8a sollen die bislang landwirtschftliche genutzen Gebäude (links und mittig im Bild) abgerissen und an deren Stelle Wohnungen gebaut werden.

Die Hochtanner Brücke wird saniert

Die Hochtanner Brücke wird an ihrer Unterseite saniert. 2015 war die Oberseite erneuert worden.

Die Hochtanner Brücke verbindet die Weiterstädter Stadtteile Riedbahn und das Gewerbegebiet West. Die Brücke hat eine vier Meter breite Fahrspur, was zu schmal ist für PKW-Begegnungsverkehr. Und die Geländer sind nicht stabil gegnug für Unfälle mit PKW. Sie ist daher für Radfahrer und Fußgänger. Da die Querung über die Autobahn A5 vor einigen Jahren mal als Bypass bei einem Verkehrsinfarkt im Stadtteil Riedbahn ins Gespräch kam, habe ich bei Hessen Mobil gefragt, was die aktuellen Sanierungen und ein Brückenneubau kosten.

Echo online: Die Hochtanner Brücke wird saniert

Die Fahrspur der Hoctanner Brücke ist vier Meter breit – ich habe nachgemessen.

Richtfest: 12 Stellplätze für 77 Wohnungen in der Lincoln-Siedlung

Sonnig war es beim Richtfest in der Franklinstraße.

Echo online: Richtfest für Gebäude mit 77 Wohnungen in der Lincoln-Siedlung – Tiefgaragenstellplätze treiben Mieten – Es wird in Hessen zu wenig gebaut


Alle Mietwohnungen sind laut Bauverein AG Richtung Süden ausgerichtet und haben über eine Fußbodenheizung. Der große Wohnraum wird über Fenster im Norden und Süden mit Licht versorgt und wirkt dadurch außerordentlich hell. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind bei Bedarf mühelos rollstuhlgerecht umbaubar. Ihnen sind, ebenso wie den Wohnungen im Staffelgeschoss (4. Geschoss), kleine Terrassen vorgelagert. Die Wohnungen in den anderen Geschossen haben Loggien und Balkone. Die Gebäude werden über Treppenhäuser sowie Aufzüge erschlossen; pro Haus ist zudem ein größerer Aufzug als sogenannter Fahrradaufzug vorgesehen. (Foto Bauverein AG)

Das Besondere an den 77 Wohnungen ist, dass die Bauverein AG an der Stelle eigentlich den Bestand entkernen und aufstocken wollte.

Ein kleiner Baum in der Wilheminenstraße und ein Kommunikationsdesaster

Manchmal schafft es ein kleiner Baum auf die Seite 1.

Da wird ein kleiner Baum in der Wilheminenstraße gefällt, damit ein Café mehr gefälligen Platz für Außengastronomie hat. Normalerweise ist das nicht einmal eine Meldung.

Aber dann wird das ein Kommunikationsdesaster für Stadt und Grün-Schwarz. Und die haben dort bezahlte Kräfte sitzen, deren Job Kommunikation ist!

Ich mag eigentlich so Maximalformulierungen wie “Desaster” nicht, aber gemessen an der Kleinheit des Baumes, der Resonanz hier auf Facebook und im Echo, ist es ein Desaster, keine Panne oder einfach nur ungeschickt. Zumal gestern OB und Kämmerer in einem Pressegespräch den genehmigten kommunalen Haushalt vorstellten und das doch die Geschichte hätte sein müssen.

Stattdessen gab es zwei längere Facebook-Diskussionen – und ohne die üblichen Verdächtigen. Und dann hat das zu zwei Zeitungsartikeln auf der ersten Seite, darunter ein Aufmacher und dann noch zu einem Kommentar, geführt.

Dabei wäre das Thema ohne Not lösbar gewesen, indem man tatsächlich mal die Möblierung der Wilheminenstraße mit den großen Steinhuppeln als überdenkenswert erklärt, denn die verbrauchen tatsächlich Fläche. Aber so sah es so aus, als wollte man einem Wirt einen Gefallen tun.

Manchmal sogar zweimal.

Dahinter steht dann nochmal die Darmstädter Baumschutzsatzung. Die verbietet Privatleuten, Bäume auf ihrem Grundstück ab einer bestimmten Größe zu fällen. FÜr die Stadt und ihre Flächen gilt diese Satzung nicht. “Natürlich” werden da einige sagen.

Sanierung der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt

Die Südostecke der sanierten Albrecht-Dürer-Schule. Links (Mensaanbau mit Innenbühne) ist auf der Mauer Dürers Hase und in der Mitte ist Dürers Storch zu sehen.

Die Sanierung der Weiterstädter Albrecht-Dürer-Schule kommt voran und ist in dem Zeitplan, der mir vor einem Jahr gesagt wurde. Die Außenhülle ist fertig und dicht, nun wird die Gesamtschule innen von oben nach unten ausgebaut. Außen kommen noch weitere drei Zeichnungen dazu, deren Vorlagen von Albrecht Dürer stammen.

Besonders interessant finde ich ja die Kosten, die zur Zeit bei voraussichtlich 31,5 Millionen Euro liegen. Denn diese Summe (32 Millionen Euro) haben vor ziemlich genau sechs Jahren Schülervertreter errechnet und für eine neue ADS gefordert. Die Schüler hatten sich damals geärgert, dass der Landkreis mangels Sachbearbeitern die ADS-Sanierung zugunsten des Landeskonjunkturprogramms für eine ganz neue Sporthalle zurückgestellt hatte.

Echo online: Sanierung der Albrecht-Dürer-Gesamtschule in Weiterstadt liegt im Zeitplan

Darmstädter Echo vom 3. September 2011: Win-Win-Situation mit Verlierern.

Barbara Boczek beim BDA

„Sollten wir so ein Unternehmen gehen lassen?“, fragte die Dezernentin in die Runde. Ein mehrfaches „Ja“ kam zurück. „Die Architektur darf sich nicht erpressen lassen“, sagte ein Diskussionsteilnehmer, sonst sei die Architektur weg.

Vergangene Woche sprach Baudezernentin Barbara Boczek mit Darmstädter Architekten bei einer Veranstaltung des Bundes Deutscher Architekten. Der BDA ist kein Verein in den man so einfach eintreten kann, der Verband entscheidet, wen er aufnimmt.

Echo online: Dezernentin Barbara Boczek beim Tischgespräch des BDA in der Kunsthalle

Bauen und Dezernenten in Darmstadt

Ach ja, da neulich eine Facebook-Diskussion von Grünen-Sympathisanten abgewürgt wurde, habe ich noch zwei, drei Postings von da übrig. Unter anderem war die Nebelkerze gezündet worden, was denn so in den 60 Jahren unter SPD-Führung in Darmstadt so gebaut worden war? Damit sollte davon abgelenkt werden, dass es aktuell bei Grün-Schwarz bei größeren Projekten nicht so vorankommt.

Nachtrag: Siehe auch im Echo vom 11. März 2017: Lähmungserscheinungen im Städtebau.

Es wurde in der Vergangenheit schon einiges gebaut – ob es uns heute noch gefällt, ist was anderes: Da wären zum Beispiel die ganzen Kranichsteiner Wohngebiete (K6, K5 etc) mit neuen Wohnformen nachdem die Maysche Hochhausplanung (auch ein Bauprojekt) von Ende der 60er Jahre gestoppt worden war, das Berufsschulzentrum Nord, das Bürgerparkviertel, das Hundertwasserhaus, die TU-Lichtwiese, die GSI, das neue Landgericht am Mathildenplatz, das Gewerbegebiet in Arheilgen Richtung Weiterstadt, das Muckerhaus, die Eberstädter Zweistelle der Stadtbücherei, der Umbau der Heaghallen zur öffentlich nutzbaren Centralstation, der Umbau des Zentralbads zum Jugendstilbad, Erhalt und Neuausrichtung des Hofgut Oberfeld, der Bürgerpark Nord und seine Sportanlagen, die Straßenbahn nach Kranichstein für 25 Millionen Euro, die ganzen “Soziale Stadt”-Projekte in Eberstadt und Kranichstein, das neue Staatstheater, der neue Büchnerplatz davor, der Umbau des Landestheaters zum Staatsarchiv, die Entwicklung der Telekom-City, die Weststadt, die Sanierung des Martinsviertels ab 1972 mit 46,6 Millionen Euro, Wiederaufbau des alten Pädagogs, der Citytunnel, das Luisencenter, das Darmstadtium, die neue Synagoge, die Gedenkstätte “Liberale Synagoge” oder die “Meisterbauten” zu denen u.a. das Justus-Liebig-Haus gehört.

Also ist an der Grünen-Wahlkampflegende, dass 60 Jahre nichs passiert sei, nichts dran.

Und der Gag ist, dass zwischen 1971 bis heute die SPD nur sieben Jahre lang den Baudezernenten stellte. Herbert Reißer (CDU), Rafael Reißers Vater, war zwischen 1971 und 1980 Stadtbaurat, Wolfgang Rösch (CDU) war von 1981 bis 1994 Baudezernent. Im folgte Michael Siebert von den Grünen, er war Bürgermeister und Baudezernent. Dann krachte die Koalition und von 1996 bis 1997 war Wolfgang Gehrke (CDU) Bürgermeister und Baudezernent, dann bis 2003 Hans-Jürgen Braun (Grüne). Dieter Wenzel (SPD) folgte ihm nach (mitgewählt von den Grünen) und 2009 wiedergewählt (von den Grünen), trotz damals schon offensichlicher Fehlleistungen.

Die Zusammenarbeit mit der SPD endete 2009, als die Grünen die Nordostumgehung neu bewerteten und dann ablehnten, aber die SPD auf der Trasse beharrte. 2011 kam mit Brigitte Lindscheid eine Grüne ins Baudezernat und ihre Nachfolgerin Cornelia Zuschke fuhr auf Grünen-Ticket.

Das bedeutet, die Mitglieder der aktuellen Koalition stellten innerhalb von grob 46 Jahren (zwischen 1971 und heute) 35 Jahre den Baudezernenten und die Grünen waren zwischen 2003 und 2011 mit Dieter Wenzel so einverstanden, dass sie ihn wiedergewählt hatten.

Schwarzes Triple für die Stadtregierung

Der 7. Juli war nicht so der Tag der Darmstädter Stadtregierung. Eigentlich ist alles, was gestern ärgerlich war, nicht so richtig neu, aber dass es so geballt an einem Tag zusammenkam, ja, da könnte man von einem Schwarzen Donnerstag sprechen.

Am Morgen schlug das ECHO mit „Nordbad-Neubau wird fast doppelt so teuer“ auf. Das hätte die Stadt zwar schon vor etwa zwei Wochen verkünden können, aber dann war der Pressetermin abgesagt worden. Also hat sich die Redaktion die Sachen selbst zusammengesucht. Nebenbei ist das Nordbad auch so ein Thema, das seit Jahren nicht vorankommt.

Dann wurde beim Böllenfalltorstadion zurückgerudert: Kein neues Stadion für Darmstadt: Böllenfalltor wird saniert. Die Gründe waren eigentlich schon lange bekannt, Donnerstag wurden aber die Konsequenzen daraus gezogen. Aber eine Alternativplanung hatte grün-schwarz ja abgelehnt.

Damit lag die Machbarkeitsstudie von 2013 nun bei einem weiteren Punkt daneben. Erste Fehleinschätzung war: Die Studie hatte den Standort Böllenfalltor empfohlen, weil man dort keinen Bebauungsplan brauche. Aber weil neben Fußball noch andere Dinge dort stattfinden sollen (Zusatzeinnahmen), entschloss sich die Stadt, doch einen Plan aufzustellen. Zweite Fehleinschätzung: Das was der Stadtregierung jetzt beim Stadion mit Lärmschutz und Stellplätzen auf die Füße gefallen ist, steht auch als Problem in der Machbarkeitsstudie drin. Nur wird das mit dem Tenor „Wir ergreifen geeignete Maßnahmen“ als leicht lösbar abgetan.

Und zuletzt ging am Donnerstag die Stadträtin Cornelia Zuschke verloren, die Parteien im Düsseldorfer Stadtparlament hatten sie am Donnerstag zur neuen Baudezernentin ihrer Stadt gewählt. Jetzt müpssen die Grünen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden. Und da hatte ich zur Kommunalwahl ja schon geunkt, dass man die damalige Wahl Zuschkes auch so interpretieren könnte, dass vor Orte keiner will oder keiner da ist.

Gut, dass die Kommunalwahl vor vier Monaten war und jetzt Sommerpause ist.

Pflaster und Verkehr

Die Darmstädter Straße in Weiterstadt wird diese Tage ganz bewusst asphaltiert und nicht gepflastert.

In Weiterstadt wird zur Zeit die vielbefahrene Darmstädter Straße im Westen neu asphaltiert. Und ganz bewusst wird nur die weniger (und nicht vom Bus) befahrene Einfahrt in die Kirchstraße gepflastert. Denn:

Echo online, 9. Juni 2016: Arbeiten an Darmstädter Straße – „Die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass Pflaster auf viel befahrenen Straßen eher schwierig ist“, erklärte Anette Jung vom Umweltamt, das Teil der Tiefbauabteilung im Rathaus ist.

Und elf Tage später tritt Darmstadt mit dem Pflaster in Arheilgen den Beweis an:

Echo online: Schönes Pflaster hält nicht viel aus

Nebenbei: Roter Asphalt wurde in Weiterstadt auch verworfen. Zum einen sind die Pigmente nicht lichtecht, zum anderen wird rot schneller schmutzig als schwarzgrau. Und bei Reparaturen bekommt man den roten Asphalt so nicht wieder hin.

Schlaglöcher im neuen Eberstädter Kreisel

Diese dunklen Stellen auf dem Eberstädter Kreisel sind keine Flecken …

… sondern Schlaglöcher.

Und wieder zwei Rätsel gelöst. Warum sind in nur einem Viertel des Eberstädter Kreisels Schlaglöcher? Und warum so schnell, der Kreisel ist noch kein Jahr alt?

Echo online: Fehlerhafte Asphaltmischung sorgt für Löcher im Eberstädter Kreisel