Schlaglöcher im neuen Eberstädter Kreisel

Diese dunklen Stellen auf dem Eberstädter Kreisel sind keine Flecken …

… sondern Schlaglöcher.

Und wieder zwei Rätsel gelöst. Warum sind in nur einem Viertel des Eberstädter Kreisels Schlaglöcher? Und warum so schnell, der Kreisel ist noch kein Jahr alt?

Echo online: Fehlerhafte Asphaltmischung sorgt für Löcher im Eberstädter Kreisel

Otto Liman von Sanders

Otto Liman von Sanders, deutscher General, Chef der Militärmission im Osmanischen Reich und später osmanischer Marschall und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Yilderim („Blitz“). Das Foto ist von 1916.

Im gedruckten Echo ist heute ein Artikel von mir über den General Otto Liman von Sanders, der im Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle in der Türkei spielte. Er soll auch verhindert haben, dass Armenier aus Smyrna deportiert werden.

Da er 1915 erfolgreich die osmanische Halbinsel Gallipoli (die Entente wollte von dort aus Istanbul erobern) verteidigte, wurde er „Löwe von Gallipoli“ genannt und bekam als Kriegsheld – gemessen an den damaligen Maßstäben – in Darmstadt ein Ehrengrab, da hier seine erste Frau begraben ist.

Otto Liman von Sanders starb 1929 im Alter von 74 Jahren und wurde auf dem Alten Darmstädter Friedhof neben seiner Frau beerdigt.

Hessenderby: Finale im Stadtparlament

So, gestern war nun die x-te Nachspielzeit des Hessenderbys: Die Anträge im Stadtparlament Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) abzuwählen. Da gab es aber keine Mehrheit.

Der Kommentar des Kollegen im Echo („Überfordert“), trifft es ganz gut. Ich vermute, die CDU wird nächstes Jahr nicht mehr mit dem Kandidaten von 2011 in den Wahlkampf ziehen.

Wicki Weißwas: Traditionsbruch auf der Berliner Samoa-Konferenz 1889

Die Berliner Samoa-Konferenz (29. April bis 14. Juni 1889) war die erste auf der nicht auf der traditionellen Diplomatensprache Französisch verhandelt wurde. Reichskanzler Otto von Bismarck hatte vorgeschlagen auf Englisch zu verhandeln.

Das Deutsche Reich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten berieten, wie sie die Samoainseln in der Südsee verwalten wollten.

Tag der Technik: Gehen mehr junge Menschen in MINT-Berufe?

Ein Schild mit dem Schriftzug

Aus meinem Archiv: Damit mehr Schülerinnen und Schüler sich für technische und naturwissenschaftliche Berufe interessieren, gab es 2004 sogar ein „Jahr der Technik“, eine Ausstellung, die im Oktober 2004 Station auf dem Luisenplatz machte.

Freitag (10. Juni) war ich beim „Tag der Technik“ in der IHK. Bei dem Veranstaltungsformat geht es darum, Schülerinnen und Schüler für die Mint-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu gewinnen.

Echo online: Zuhause macht’s der Papa

Viel los war in der IHK nicht, was aber auch an dem sonnigen Freitagnachmittag gelegen haben kann. Aber ich frage mich ja schon länger, was diese ganzen Mint-Werbemaßnahmen bringen? Zumal die zum Teil gar nicht evaluiert werden. So erfuhr ich 2009 für einen Artikel über den „Biotechnikum“-Sattelschlepper, der als rollendes Schul- und Präsentationlabor unterwegs war (5000 Euro Einsatzkosten pro Tag), dass da nichts evaluiert werde:

Inwieweit sich das Werben für die Biotechnologie sich auch in steigenden Auszubildenden- oder Studentenzahlen manifestiert, ist unbekannt. Daten dazu werden in Hessen offenbar nicht erhoben. „Bisher evaluieren wir diese Programme nicht“, sagte Staatssekretär Saebisch. (…) Ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums in Berlin erklärte auf Nachfrage, dass Initiativen wie diese nicht evaluiert werden.

Oder 2010, als der „Biotechnikum“-Truck bei der Georg-Büchner-Schule war. Gemessen wird die Nachfrage, die natürlich hoch ist, weil die Schulen kein Geld für entsprechende Versuchen haben. Zum Beispiel kostet eine Mikroliterpipette 300 Euro, aber die geht auch leicht kaputt, wenn man damit nicht geübt ist:

Ob mehr Schüler durch die Mobil-Labore dann in die Universitätslabore gehen, ist nicht durch Zahlen belegt. Das Ministerium verweist nach der ECHO-Anfrage auf die positive Resonanz bei Schülern, Eltern und Lehrern.

Offenbar hat sich da jetzt was geändert, seit 2014 schaut das „Mint-Nachwuchsbarometer“ der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Körber-Stiftung was die Initiativen bringen.
Und da sieht die aktuelle Studie unter anderem ein Nullsummenspiel zwischen Ausbildung und Studium: Weiterlesen →

Schreibweisen

Namen und ihre Schreibweisen sind ja so eine Sache. Eine Werbeaenturmitarbeiterin beschwerte sich mal, dass der Agenturname nicht in deren Form in der Zeitung stand. Klar, Firmen und deren Produkte haben so ihre Schreibweisen, die sich nicht unbedingt an den Rechtschreibregeln orientieren.

Dabei gibt es auch für dieses „Neuland“ Internet ein paar Regeln. Man schreibt – nach Empfehlung jedenfalls – nicht „eMail“ sondern „E-Mail“. Auch „Fussball“ wird in Deutschland „Fußball“ geschrieben. Allerdings wird doch eher „iPhone“ anstelle „I-Phone“ geschrieben.
Da es das Internet gibt, ist natürlich eine weltweit einzigartige Schreibweise ganz hilfreich, weil dann Vereins-, Firmen- oder Produktname eins zu eins für die Website verwendet werden kann.

Aber wehe, man sucht in Datei-Archiven nach einem Namen, dessen eigenwillige Schreibweise man nicht kennt. eBay ist da nicht unbedingt das gleiche wie E-Bay.
 


DudenDuden – Die deutsche Rechtschreibung

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Wicki Weißwas über die Reflektoren an Fahrradpedalen

Die Idee zu den Reflektoren an Fahrradpedalen hatte Anton Loibl. Ihn wird man kaum kennen, eher den Mann für den er arbeitete: Anton Loibl war 1923 beim Hitlerputsch auf der Seite der Putschisten und war Adolf Hitlers Chauffeur – denn der Führer hatte ja keinen Führerschein.
1936 konnte Loibl, der auch SS-Mann war, seine Verbindungen nutzen und gründete mit der SS eine Firma, um den „Tretrückstrahler“ zu vermarkten. Am 11. Juni 1937 erhielt er ein Deutsches Reichspatent dafür. Um ab dem 13. November 1937 wurde die „Tretstrahler“ Pflicht für alle Fahrräder.

Verkaufsoffene Sonntage und der Dr. Seegmüller

HR Info hat einen 24 Minuten langen Beitrag zum Tauziehen um die verkaufsoffenen Sonntage.
Ich habe dazu nochmal in die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts geguckt, die seit November 2015 die Sonntagsöffnungen höchstrichterlich einschränkt (Normenkontrolle einer Verordnung zur Ladenöffnung an einem Marktsonntag) und da stellte ich fest, dass (ok, das ist jetzt eher für Weiterstadt witzig, weil dort ein entsprechendes Möbelhaus steht) unter den Richtern ein Dr. Seegmüller war.

BVerwG: Rechtsverordnung über Ladenöffnung an einem Marktsonntag unwirksam – Bei verfassungskonformer Auslegung dieser Vorschrift ist die Öffnung von Verkaufsstellen mit uneingeschränktem Warenangebot nur dann mit dem Sonntagsschutz vereinbar, wenn der Markt und nicht die Ladenöffnung den öffentlichen Charakter des Tages prägt. Dazu muss der Markt für sich genommen – also nicht erst aufgrund der Ladenöffnung – einen beträchtlichen Besucherstrom anziehen, der die zu erwartende Zahl der Ladenbesucher übersteigt. Außerdem muss die Ladenöffnung auf das Umfeld des Marktes begrenzt bleiben.

„Göttliches Doping“ und andere Links zum Thema

Passend zur Fußball-EM hat correctiv.org ein paar Links zum Thema Doping verschickt.
correctiv.org: Recherchen zum Doping im Fußball
Tageblatt, Zeitung fir Lëtzebuerg: Keine Bluttests von allen EM-Spielern
arte.tv: Die Dopingspirale, läuft auch am 16. Juni, 8.55 Uhr, und am 8. Juli, 9.20 Uhr, auf Arte im TV.
ARD: Geheimsache Doping – Showdown für Russland
Und zum Schluss noch ein Video, Bayrischer Rundfunk: Göttliches Doping – Sind gläubige Sportler besser?