„Der Teer der Straßen brannte“

Kurz vor Mitternacht am 11. September 1944 wurde Darmstadt von der Royal Air Force bombardiert. Jörg Helene hatte das 2012 in seinem Blog beschrieben.

Darmundestat – Brandnacht: (…) insgesamt rund 700 Luftminen und Sprengbomben und die unvorstellbare Zahl von ca. 285.000 Brandbomben, die gezielt die ganze Stadt in Flammen setzten. (…) Selbst auf offenen Plätzen konnte man kaum noch atmen. Die Menschen starben auch im Freien reihenweise an Rauchvergiftungen. (…) Der Teer der Straßen brannte und schmolz in der Hitze und wer unachtsam hineintrat, blieb darin stecken. (…) Der Feuersturm war so kräftig, dass die Glocken der St.-Elisabethkirche am Herrngarten ganz von alleine und seltsam, unwirklich und dumpf zu läuten begannen.

Echo online: Peter Assmus erlebte den Angriff der Royal Air Force am 11. September 1944

Fernsehgarten in der Hessenwaldschule

Lutz van der Horst war für den ZDF-Fernsehgarten in der Hessenwaldschule.

Diese Woche war eine etwas andere Deutschstunde für eine fünfte Klasse der Hessenwaldschule in Gräfenhausen. Für die ZDF-Fernsehgartensendung am kommenden Sonntag (10.9., 12 Uhr) war der Comedian, Autor und heute-show-Außenreporter Lutz van der Horst für eine Doppelstunde Lehrer geworden.
Dabei war auch ein echter Lehrer, der ab und an Tipps gab, wie beispielsweise, dass Lutz van der Horst kein Lehrer-Echo gegen solle. Lehrer-Echo bedeutet, dass die Lehrerin oder der Lehrer das wiederholt, was ein Schüler oder eine Schülerin geantwortet hat. Das Lehrer-Echo sollte man aber vermeiden, unter anderem, weil Schüler lernen sollen, sich auch gegenseitig zuzuhören.
Echo online: Ein Filmteam mit Lutz van der Horst besucht die Weiterstädter Hessenwaldschule

Der 18. Dezember 2016 war kein guter Tag

Im 18. Dezember 2017 war der Wurm drin. Zweimal gingen an diesem vierten Advent Männer mit Messern auf Verwandte los. Zwischen fünf und sechs Uhr erstach ein Reinheimer seinen 80 Jahre alten Vater, und um die Mittagszeit griff ein Mann in Babenhausen seine Ehefrau und ihre Schwestern mit Messern an.

Im Babenhäuser Fall wurde Mitte August das Urteil gesprochen, die als Mord angeklagte Tat in Reinheim wird zur Zeit vor dem Darmstädter Landgericht verhandelt.

Echo online: Sohn räumt tödliche Messerstiche auf 80 Jahre alten Vater ein

Echo online, 17. August 2017: Wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen und einer gefährlichen Körperverletzung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt

Ich weiß ja nicht, wie das anderen mit der SPD bei der Bundestagswahl geht …

Da ja irgendwelche Leute meinen, ich wäre ein U-Boot der SPD, nun: In den 80ern sagte mir mal jemand, dass er SPD wähle, weil er da sicher sei, dass die aufpasse, dass die kleinen Leute nicht unter die Räder kommen. Das war auch für mich ein Argument.

Und dann kamen ab 1998 Gerhard Schröder (mit Spitzensteuersatzsenkung, Hartz IV, der Riester-Rente, die nur den Maschmeyers & Co ihre Renten sicherte und die mit der Grundsicherung verrechnet wird, sowie der 7%igen Rentenkürzung und der Verkauf der Eisenbahnerwohnungen an die Deutsche Annington, heute Vonovia). Weiter ging es mit Vizekanzler Müntefering mit der Rente mit 67 und der Mwst.-Erhöhung um drei Prozentpunkte (wo die Union plus zwei Punkte wollte und die SPD plus null Punkte versprochen hatte.).

Ich weiß ja nicht, wie das anderen geht, aber ich bin seitdem bei Bundesregierungen, bei den „sozialdemokratisch“ draufsteht, schonmal misstrauisch. Dann doch lieber eine CDU-Regierung, die auch nur das Gegenteil von dem tut, was sie verspricht.

Oh, Moment, ich weiß doch, wie es anderen mit der SPD geht:
Bundestagswahl 1998, SPD: 20,2 Mio. Zweitstimmen, 40,9 Prozent
Bundestagswahl 2013, SPD: 11,3 Mio. Zweitstimmen, 25,7 Prozent

Sanierung der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt

Die Südostecke der sanierten Albrecht-Dürer-Schule. Links (Mensaanbau mit Innenbühne) ist auf der Mauer Dürers Hase und in der Mitte ist Dürers Storch zu sehen.

Die Sanierung der Weiterstädter Albrecht-Dürer-Schule kommt voran und ist in dem Zeitplan, der mir vor einem Jahr gesagt wurde. Die Außenhülle ist fertig und dicht, nun wird die Gesamtschule innen von oben nach unten ausgebaut. Außen kommen noch weitere drei Zeichnungen dazu, deren Vorlagen von Albrecht Dürer stammen.

Besonders interessant finde ich ja die Kosten, die zur Zeit bei voraussichtlich 31,5 Millionen Euro liegen. Denn diese Summe (32 Millionen Euro) haben vor ziemlich genau sechs Jahren Schülervertreter errechnet und für eine neue ADS gefordert. Die Schüler hatten sich damals geärgert, dass der Landkreis mangels Sachbearbeitern die ADS-Sanierung zugunsten des Landeskonjunkturprogramms für eine ganz neue Sporthalle zurückgestellt hatte.

Echo online: Sanierung der Albrecht-Dürer-Gesamtschule in Weiterstadt liegt im Zeitplan

Darmstädter Echo vom 3. September 2011: Win-Win-Situation mit Verlierern.

Barbara Boczek beim BDA

„Sollten wir so ein Unternehmen gehen lassen?“, fragte die Dezernentin in die Runde. Ein mehrfaches „Ja“ kam zurück. „Die Architektur darf sich nicht erpressen lassen“, sagte ein Diskussionsteilnehmer, sonst sei die Architektur weg.

Vergangene Woche sprach Baudezernentin Barbara Boczek mit Darmstädter Architekten bei einer Veranstaltung des Bundes Deutscher Architekten. Der BDA ist kein Verein in den man so einfach eintreten kann, der Verband entscheidet, wen er aufnimmt.

Echo online: Dezernentin Barbara Boczek beim Tischgespräch des BDA in der Kunsthalle

Rekord beim Darmstädter Christopher-Street-Day

Regenbogenflaggen zum CSD auf dem Luisenplatz.

Echo online: Mehr als 1500 Menschen nehmen an der Demonstration durch Darmstadt teil
Was mir aber auch auffiel, und mir zeigt, dass die Gesellschaft trotz vieler Teilnehmer, „Ehe für alle“ etc. noch lange nicht so weit ist: Meine Fragen wurden zwar beantwortet, aber es war fast allen Gesprächpartnern ganz recht, wenn ich nicht nach Namen fragte. Und wenn doch, dann mussten Vornamen reichen.

Der Einhornbrunnen in der Kirchstraße mit CSD-Fellfärbung.

„… die neue Kommunikations- und Politikkultur nicht wirklich gelebt“

Da sagte OB Jochen Partsch (Grüne) beim Darmstädter Presseclub: „Wir haben die neue Kommunikations- und Politikkultur nicht wirklich gelebt.“ (Weil grün-schwarz keine Mehrheit für seinen Nachtraghaushalt 2017 zusammenbekommen hatte.)

Sorry, aber das schreibe ich hier seit 2011 – dem Kommunalwahljahr in dem Grüne und CDU in Darmstadt damit angetreten waren, einen neuen Politikstil zu etablieren. Damals hatte ich das nach den ersten 100 Tagen in einem Kommentar für zwei Stadtteilzeitungen angemerkt: „Hoffentlich bald weniger ‚amerikanisches Theater‘“ und gewarnt, dass das was kommt „dasselbe in grün“ ist.

Mit diesem „neuen Politikstil“ wurde die Opposition sehr schnell so oft düpiert, dass ich die Blogkategorie „neuer Politikstil“ anlegen konnte.

Geändert hatte sich mit dem Wechsel von Rot-Grün zu Grün-Schwarz nämlich wenig im parlamentarischen Stil, denn die grün-schwarzen Koalitionäre (die natürlich auch dieses Blog gelesen hatten) machten es sich einfach und grenzten Die Opposition aus. Und machten mich zum Oppositions-U-Boot. Eine Denke, die zeigt, wie weit der Weg zum neuen Politikstil noch ist. Denn die, die einem nicht passen zur Opposition zu erklären ist so 08/15.

Schade, dass erst was verloren gehen muss (in der Politik sind es Mehrheiten), damit es zur Selbsterkenntnis kommt.

Airfield Braunshardt

Das “Airfield Braunshardt” liegt zwischen Worfelden und dem Braunshardter Tännchen auf Büttelborner Gemarkung.

Weiterstadt steht im Zentrum der Luftfahrt. Im Norden der Flugplatz Egelsbach und der Frankfurter Flughafen; im Süden ist der Flugplatz des Modellflugvereins – und westlich war mal das „Airfield Braunshardt“. Letzteres klang so spannend, dass ich mich mal auf die Suche machte.

Echo online: In den Himmel über Braunshardt