Siedlerkerb

In der Heimstättensiedlung ist Kerb und der Kerbvadder ist neu – kennt aber die Kerb wie kaum ein aderer.

Echo online: Er hat den „besten Job im Verein“

Wer die Kerbrede am Freitag verpasst hat, hat noch eine Chance: Heute am Montag (2.) um 13 Uhr wiederholt Roland Scheitler seine Kerbrede auf dem Festplatz. Im weiteren ist heute Frühschoppen ab 11 Uhr und ab 19 Uhr rockt zum Kerbeausklang „Beakers Mom“ im Zelt.

Essen, Trinken, Kinderschminken, Amts- und Landgericht

Ich bin etwas hintendran mit den Hinweisen auf meine Artikel. Also kommen jetzt ein paar Links.

Beim Prozess gegen einen Mehrfachintensivtäter gab es einen Hinweis, was man als Straftäter nicht machen sollte. Seit Anfang Juli verhandelt das Landgericht Darmstadt gegen den 24 Jahre alten Polen wegen Brandstiftung, 15 Fahrraddiebstählen und weil er am 7. November den Fahrkartenautomaten im Nordbahnhof gesprengt haben soll.

Echo online: „Wir haben dem Angeklagten eine Vorladung geschickt, um da mal was anzustoßen.“

Dann ging am Mittwoch ein Amtsgerichtsprozess zuende, der im Januar und dann nochmal im Mai begonnen hatte (weil ein Fortsetzungstermin platzte). Da erinnere ich mich noch an den ersten Verhandlungtag. Vor dem hatte ich nämlich geguckt, wer der Angeklagte sein könnte. Denn im Pressehinweis stand etwas von einem Vereinsvorsitzenden, der über 20.000 Euro seines Vereins veruntreut haben soll. Nur sah es nach meinen „Recherchen“ (ok, ich hatte einfach auf die Vereinswebsite geguckt) so aus, als wäre dieser Vorsitzende noch im Amt. Und so war es zu meiner Überraschung auch, er wurde erst im Juni auf einer Sonderhauptversammlung abgewählt.

Echo online: Bewährungsstrafe wegen Veruntreuung

Die Bewährungsstrafe ist das eine, das andere ist, dass die Gerichte inzwischen darauf gucken, dass zu Unrecht erlangtes Geld auch zurückgezahlt werden muss. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Und da es Amtsgericht war, gibt es noch das Landgericht als zweite Instanz. (Nachtrag: Der Angeklagte ist noch vor dem Landgerichtsverfahren leider verstorben. Somit wurde das Verfahren eingestellt und es gibt gar kein rechtskräftiges Urteil.

Und dann war ich noch im Weiterstädter Stadtteil Riedbahn, da hatte ein junger Verein es hinbekommen, dass die sprichtwörtliche Hütte voll war. Wie hat er das geschafft? Der Reim „Essen, Trinken, Kinderschminken“ trifft es ganz gut.

Echo online: Gelungene Premiere für die Riedbahner

„Abgeschoben und unterversorgt“ in Wixhausen

Drei Renterinnen sitzen im Hof beim Wixhäuser Dorfmuseum. Es ist der Kerbsonntag. Da kommt ein Reporter und fragt, wie ihnen die Kerb gefällt. Nur haben die drei dann ein ganz anderes Thema von dem sie sich auch nicht abbringen lassen.

Und da ich doch ab und an in Wixhausen bin, weiß ich, dass das nicht aus der Luft geholt und eine zufällige Einzelmeinung ist.

Echo online: In Wixhausen zur Kerb Kritik an der Stadt

Stadtteilrunde Kranichstein

A propos angebliche Grünen-Feindlichkeit: Ich erwähne, dass die Umweltdezernentin in der Stadtteilrunde Kranichstein war und habe aufgeschrieben, was sie gesagt hat. Oder wäre es grünen-feindlich, wenn ich sie nicht erwähne?

Ich werde wohl künftig meine Artikel vor der Veröffentlichung dem Parteibüro vorlegen.

Echo online: Wasser reicht nicht für den Heiligenteich

Oder ist das mit der Grünen-Feindlichkeit nicht einfach B… äh, der dreiste Versuch mich beim Machen meiner Arbeit zu beeinflussen? Weil ich jetzt jedes Mal über nachdenke, ob das Grünen-feindlich ist.

Vielleicht sucht einer hier im Blog einfach mal nach Walter Hoffmann, HSE, SPD oder AWO und überlegt dann, wofür und wogegen ich im Kern bin?

Dusche auf dem Luisenplatz

Das Wasser aus der Dusche war aus dem Olbrich-Brunnen geschöpft.

Eine Frau steht im Bikini auf dem Luisenplatz und duscht. Klar, das ist eine Aktion. Nur ist die Frau keine Ehrenamtliche oder eine gebuchte Agenturduscherin. Das war Anja Hägele, Kampagnenchefin bei Peta Deutschland.

Echo online: Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion

Prozess um gesprengtes Wohnhaus in Birkenau

Als am 22. März in der Odenwaldkommune Birkenau ein Haus in die Luft flog, war die mediale Aufmerksamkeit eigentlich bei einem anderen Verbrechen. An den Tag begann der Prozess um die ermordeten Kinder von Mörlenbach.

Ich weiß noch, wie in einer Verhandlungspause ein Kollege sagte, eigentlich müsse er jetzt nach Birkenau, da habe es eine Explosion gegeben. Erst am Abend, als ich mit dem Schreiben des Mörlenbach-Prozesses fertig war, stellte ich fest was der gemeint hatte.

Nun steht der Mann aus Birkenau wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, besonders schwere Brandstiftung und Verstrickungsbruch vor dem Darmstädter Landgericht.

FR (dpa): Eigenes Haus vor Zwangsversteigerung gesprengt: 59-Jähriger vor Gericht

Christopher-Street-Day, nebenbei und übrigens

csd regenbogenflaggen luisenplatz
Warum auch immer, ich hatte mir den Sonntag für die Parade zum Darmstädter Christopher Street Day nortiert. Aber die war heute am Samstag – wie sonst auch.

(Das Foto mit den Flaggen ist von 2017, heute hätte das das Wetter nicht hergegeben.)

Nebenbei: Ich habe das Gefühl, wir betonen den Namen falsch. So wie wir es aussprechen, klingt es so, als hätte es einen Herrn Christopher Street gegeben. Dabei erinnert der Tag an die Ausschreitungen in einer Kneipe in der New Yorker Christopher Street.

Übrigens: In Deutschland gibt es keinen festen oder einheitlichen Tag für den CSD, der Gedenk- aber auch Fest-und Demonstrationstag ist. Die lokalen Organisatoren legen jeweils eigene Daten fest. In Darmstadt ist es beispielsweise der dritte Samstag im August. Das hat den Vorteil, dass man sich gegenseitig bei den CSDs besuchen kann.

Der Name „Christopher Street Day“ ist eine deutsche und schweizerische Bezeichnung, in den USA wird von „Gay Pride“ oder „Pride Parades“ gesprochen.

Der „Christopher Street Day“ (CSD) ist nach der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village benannt, in der die Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ liegt. Als den Gästen die regelmäßigen Razzien mit Polizeigewalt zu viel geworden, wehrten sie sich in der Nacht von 27. auf den 28 Juni 1969 und vertrieben die Polizisten.

Grundstein für Mensa und Mediathek des Berufsschulzentrums gelegt

Ausschnitt der Facebookseite der CDU-Darmstadt.

„Mit dem Neubau des Berufsschulzentrums Nord geht es zügig voran“, teilt heute die Stadt Darmstadt mit. „Dort wurde heute der Grundstein für den Komplex, der künftig Mensa und Mediathek aufnehmen wird, gelegt.“ Und die Darmstädter CDU meldet auf ihrer Facebook-Seite, dass sich ihr Bürgermeister und Schuldezernent freue. „Mit der heutigen Grundsteinlegung sei das Gesamtprojekt absolut im Zeitplan und werde voraussichtlich im März 2021 abgeschlossen.“

Prima. „absolut im Zeitplan.“ Es geht voran. Ein paar Blicke zurück.

2011: Grüne und CDU schreiben sich in ihren Koalitionsvertrag: „Wir werden das Berufsschulzentrum unter Einbeziehung des Landkreises Darmstadt-Dieburg komplett sanieren und dadurch den Berufsschulstandort Darmstadt stärken. Der seit 2006 vorliegende Berufsschulentwicklungsplan muss umgesetzt werden.“

Juni 2015, Frankfurter Rundschau: Stadt saniert Berufsschulzentrum – Der beim Immobilienmanagement Darmstadt als kaufmännischer Leiter tätige Heag-Vorstand Klaus-Michael Ahrend sagte, man sei bestrebt, Sanierung und Neubau bis zum Jahr 2018 abgeschlossen zu haben.

März 2016, eine Kommunalwahl später, nach einem Architektenwettbewerb für ein neues Gebäude mit Mensa und Mediathek:

Verzögerungen bei der Schulsanierung werde es nicht geben, war sich [Baudezernentin] Cornelia Zuschke sicher. Sanierung und Neubau seien aufeinander abgestimmt. Die Gespräche mit den Architekturbüros liefen jetzt an und seien bis zur ersten Sitzung des am Sonntag frisch gewählten Stadtparlaments fertig. (aus einem Echo-Artikel, der nicht online steht.)

Oktober 2016: weder der Zeitplan noch die Kosten sind bei dem Projekt einzuhalten, räumt Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) auf ECHO-Nachfrage ein.

August 2018: Magistrat und das Stadtparlament beschließen Sanierung und Erweiterung des Berufsschulzentrums. Die ersten Arbeiten haben laut Stadt schon im Juni 2018 begonnen.

Fazit: Man ist „absolut im Zeitplan“, wenn man die siebenjährige Vorgeschichte weglässt (was bleibt einem auch übrig, so ohne Zeitmaschine) und das Projekt ab dem Sanierungsbeginn im Sommer 2018 betrachtet.

Gut. Wenn ab jetzt alles klappt und es keine Überraschungen gibt, geht es mit Mensa/Medienzentrum laut Stadt wie folgt weiter:

Rohbauarbeiten April 2019 bis November 2019, Zimmermannsarbeit November 2019 bis Januar 2020, „Hülle dicht“ April 2020, technische Gebäudeausrüstung ab April 2020, Geplante Fertigstellung März 2021. Mit dem Neubau wird eine zusätzliche Bruttogeschossfläche von 3533 Quadratmetern geschaffen. Das Investitionsvolumen liegt im Rahmen der Beschlusslage bei 20,7 Millionen Euro.

Und so soll es mit dem eigentlichen Berufsschulzentrum weitergehen:

Der weitere Zeitplan für das Großprojekt sieht zunächst die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes der Sanierung (Bereich der Friedrich-List-Schule) für das erste Quartal 2020 vor. In diesem Zeitraum wird auch die Inbetriebnahme dieses Bereiches und Übergabe zur Nutzung erfolgen. Gleichzeitig ist dies dann der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt (Bereich der Martin-Behaim-Schule).

Grüne aus Stadt und Kreis mit Verkehrskonzept

Die Grünen scheinen etwas Gestaltungshoheit zurückgewinnen zu wollen. Was eine gute Sache ist, denn sonst hat man keine Ideen in der Schublade, wenn das nächste Konjunkturprogramm kommt. Und ich kann nicht wieder schreiben, dass die grün-schwarze Stadtregierung nur reagiert und nicht agiert.

Grüne aus Stadt und Kreis haben ein Programm zur Sicherung der urbanen und regionalen Mobilität vorgestellt, wobei sich einige Punkte ergänzen, weswegen ich hier nicht alle aufzähle:
– Start für die Planung der Straßenbahn nach Groß-Zimmern
– Straßenengpass am Ostbahnhof aufweiten
– Höhere Leistungsfähigkeit für die Odenwaldbahn

– On-Demand-Verkehre – Neue Chancen der Vernetzung
– Umweltverbund geht nur mit dem Fahrrad
– Tarifhindernisse abbauen – reale Kosten der Umweltbelastung abbilden
– Die Prüfung eines Modellprojekts Seilbahn

Sanierungsstau bei Darmstädter Schulen

Eine Fassade des Berufschulzentrums am Bürgerpark im Mai 2019.

Ich hatte übrigens wochenlang ganz vergessen, dass ich wegen meiner „Grünen-Feindlichkeit“   eigentlich mehrmals täglich was böses über die Stadtregierung schreiben muss.   Also gut, fange ich mal an das nachzuholen:

„Der chronische Sanierungsstau hält an. Gerade mal an sechs Schulen meldet die Stadt auf ECHO-Anfrage sichtbaren Baufortschritt bei den Erneuerungen. Einige der größten Brocken schiebt man weiter vor sich her, Schuljahr um Schuljahr.“

Oh, Moment, das ist ja gar nicht von mir, der Artikel ist von Thomas Wolff.

Echo online: Der ewige Sanierungsstau für Darmstädter Schulen