Ein kleiner Baum in der Wilheminenstraße und ein Kommunikationsdesaster

Manchmal schafft es ein kleiner Baum auf die Seite 1.

Da wird ein kleiner Baum in der Wilheminenstraße gefällt, damit ein Café mehr gefälligen Platz für Außengastronomie hat. Normalerweise ist das nicht einmal eine Meldung.

Aber dann wird das ein Kommunikationsdesaster für Stadt und Grün-Schwarz. Und die haben dort bezahlte Kräfte sitzen, deren Job Kommunikation ist!

Ich mag eigentlich so Maximalformulierungen wie „Desaster“ nicht, aber gemessen an der Kleinheit des Baumes, der Resonanz hier auf Facebook und im Echo, ist es ein Desaster, keine Panne oder einfach nur ungeschickt. Zumal gestern OB und Kämmerer in einem Pressegespräch den genehmigten kommunalen Haushalt vorstellten und das doch die Geschichte hätte sein müssen.

Stattdessen gab es zwei längere Facebook-Diskussionen – und ohne die üblichen Verdächtigen. Und dann hat das zu zwei Zeitungsartikeln auf der ersten Seite, darunter ein Aufmacher und dann noch zu einem Kommentar, geführt.

Dabei wäre das Thema ohne Not lösbar gewesen, indem man tatsächlich mal die Möblierung der Wilheminenstraße mit den großen Steinhuppeln als überdenkenswert erklärt, denn die verbrauchen tatsächlich Fläche. Aber so sah es so aus, als wollte man einem Wirt einen Gefallen tun.

Manchmal sogar zweimal.

Dahinter steht dann nochmal die Darmstädter Baumschutzsatzung. Die verbietet Privatleuten, Bäume auf ihrem Grundstück ab einer bestimmten Größe zu fällen. Für die Stadt und ihre Flächen gilt diese Satzung nicht. „Natürlich“ werden da einige sagen.

Lärmschutzwall und Biotopwertpunkte

Das Neubaugebiet im Appensse hat nun einen bepflanzten Lärmschutzwall mit Spielplatz.[/caption]Der Wixhäuser Lärmschutzwall an der Bundesstraße B3 ist fertig und bepflanzt. Und da er auch eine Ausgleichmaßnahme ist, habe ich doch mal nach den Biotopwertpunkten bei der Stadt Darmstadt gefragt.

Echo online: Der Lärmschutzwall ist fertig

Schnee am 24. April

Ich weiß noch, wie ich vor 15 Jahren mal gefragt wurde, bis wann im Frühjahr in Deutschland noch Schnee fallen kann.

Ich sagte damals, dass es noch im März schneien könnte (aber natürlich von der Region abhängt). Dann erlebte ich mal Schnee Anfang April 2008. Ok, das kann ich jetzt auf den 24. April korrigieren.

Umweltingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt

Was an einer Hochschule bei Bau- und Umweltingenieuren so rumsteht …[/caption]
Es gibt ja so Termine, die kann man mit einem Text so gar nicht erfassen. Da war ich nun auf der „Info-Messe“ der Hochschule Darmstadt bei der sich die elf Fachbereiche vorstellten.

Alleine die Fachbereiche aufzuzählen kostet Platz: Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie- und Biotechnologie, Elektrotechnik und Informationstechnik, Gestaltung, Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit, Informatik, Media, Maschinenbau und Kunststofftechnik, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Wirtschaft. Das wären schon fast zehn Zeilen – von 110 bis 120, die der Artikel hat.

Und dann genauso im Schweinsgalopp die Hochschule vorstellen: Die Hochschule Darmstadt (HDA) gehört mit fast 16.000 Studierenden zu den fünf größten Fachhochschulen in Deutschland. Die Hochschule hat mehrere Standorte in Darmstadt (Campus Schöfferstraße, Adelungsstraße, Hochschulstraße und Mathildenhöhe) und den Mediencampus in Dieburg. Die HDA hat 815 Mitarbeiter, davon sind 320 Professoren.

Ok, alles viel zu lang, also blieb für den Artikel nur vom Allgemeinen gleich aufs Spezielle zu kommen, und das war diesmal Weiterlesen

Ich glaub‘ ich steh‘ im See – Der Kranichsteiner Erich-Kästner-See wird saniert

Etwas in den Farben dramatisiert, aber leer und entschlammt ist der Kranichsteiner Erich-Kästner-See schon.


Der Erich Kästner-See in Kranichstein wurde ab 2013 entschlammt, nun wird noch der Ruthsenbach um den See herumgeleitet. Damit fließt der Bach künftig nicht mehr mit Erde, Blättern und anderen organischen Materialien in den See, so dass sich nicht mehr so schnell eine Schlammschicht bilden wird.

Echo online: Umleitung für den Ruthsenbach in Kranichstein

Der Bach kann auch künftig den See mit Wasser versorgen, nur passiert das dann kontrolliert. Den Ruthsenbach um den See herum zu leiten hat auch damit zu tun, die Gewässer-Ökosysteme, die durch Dämme getrennt werden, wieder zu verbinden. „Ökologische Durchgängigkeit“ heißt das dann.

Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: Der erste deutsche Flugplatz

Der erste deutsche Flugplatz als dem Jahr 1908 liegt in Darmstadt – auch wenn die Zufahrt über Griesheim ist. Die Darmstädter Gemarkung beult sich dort ziemlich weit nach Westen aus. Der Flugplatz ist nach seinem Gründer August Euler benannt.

Wegen diesem Flugplatz gibt es in Griesheim Weiterlesen

Biologische Vielfalt für Darmstadt, Theorie und Praxis

Der BUND informierte am Dienstag über das vom Stadtparlament beschlossene Programm „25 Schritte zur Biologischen Vielfalt in Darmstadt„.

Echo online: Kommunen kommt eine Schlüsselrolle zu – Biologische Vielfalt ist mehr als nur viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, sagte der Biologe Christian Storm. „Auch die Vielfalt des genetischen Materials ist eine Komponente“, erinnerte er als Beispiel an verschiedene Apfelsorten. Auch die Vielfalt der Lebensräume gehöre dazu.

Unter anderem kritisierte Storm, wie der Quartierspark in der künftigen Lincoln-Siedlung ausgerichtet ist. Anstelle von Ost nach West verlaufend – und damit eine Verbindung zwischen Bessunger Kiesgrube und dem Rot-Weiß-Sportgelände zu schaffen, wurde der Park und sein Grünzug in Nord-Süd-Richtung geplant und blind (an einem Ende offen) angelegt.

Ein sehr stark verkleinerter Ausschnitt aus dem Bebauungsplan S 25 – Lincoln-Siedlung. Rot von mir markiert der geplante Verlauf der Grünfläche, grün markiert, wie es sich der BUND vorgestellt hätte, um zwischen Bessunger Kiesgrube im Osten und die Rot-Weiß-Sportplätze im Westen eine Verbindung zu schaffen.

Die 25 Schritte zur Biologischen Vielfalt sind leider viel zu viele, als das sie in einen normalen Artikel reinpassen würden, deswegen habe ich oben das PDF zum Programm verlinkt.

Echo online (28. Januar 2016): Darmstadts Pflanzenwelt

Echo online (19. Juli 2015): „Der Naturschutz zieht den Kürzeren“

Echo online (22. Juni 2015): Zwanzig Pflanzenarten verschwunden

Wicki Weißwas zu Schlangen und dem 17. März

Der 17. März ist St. Patrick’s Day und der Gedenktag an den irischen Bischof Patrick, der als erster christlicher Missionar in Irland gilt. Es ist auch der irische Nationalfeiertag.

Der Legende nach hat St. Patrick die Schlangen aus Irland vertrieben. Etwas wahrscheinlicher ist aber, dass das was mit der letzten Eiszeit und den Landverbindungen zu tun hat.

Während der letzten Eiszeit war es im heutigen Irland und England zu kalt für die wechselwarmen Schlangen. Während die Eiszeit vor 18.000 Jahren endete, stieg auch der Wasserspiegel langsam an. Was Irland von England trennte. Und so schafften es die Schlangen vom europäischen Festland zwar bis nach England und Schottland, aber nicht mehr bis Irland.

Man kann die Legende auch als Metapher sehen. Die Schlange ist ein keltisches Symbol und der christliche Heilige vertrieb die alte Religion.

Es kommen ein neuer Verkehrs- und Stadtentwicklungsplan

Es gibt nächste Woche in der Centralstation zwei größere Veranstaltungen zur Stadt-und Verkehrsentwicklung.

Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag (4.2.), 19 Uhr, ist ein „Planner-Slam“ (da bin ich selbst ja gepannt, wie sich das Poetry-Slam-Format übertragen lässt) in der Halle der Centralstation, und am Samstag (6.2.), 10 Uhr, ist eine Planungswerkstatt im Saal der Centralstation.

Das ganze heißt offiziell etwas knackiger „Masterplan Darmstadt 2030+“ und „Mobilitätsplan Darmstadt 2030“. Der Mobilitätsplan soll die Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplanes von 2006 weiterentwickeln – was meiner Meinung nach auch wichtig ist, denn der Verkehrsentwicklungsplan von 2006 war eigentlich mit der grün-schwarzen Koalition 2011 schon in Teilen obsolet, er plant noch mit der Nordostumgehung, die aber nicht mehr kommen wird. Trotzdem wurden und werden – streng betrachtet ohne eine das Gesamte betrachtende aktuelle Datenbasis und Prognosen – Fahrradstraßen und eine neue Straßenbahntrasse (Lichtwiesenbahn) geplant.

Von der Stadt aus gibt es dazu die Website darmstadt.de/weiterdenken2030.

Darmstädter Flora im Umweltausschuss

Der Umweltausschuss am Dienstag (26.1.) in Darmstadt war ein bisschen Werner-Krone-Show. Kaum ein Tagesordnungpunkt, zu dem der Stadtverordnete der Linken keinen Vorschlag hatte.

Bei der Landesgartenschau 2022 will die Landesregierung vermutlich keine Wahlkampfmunition liefern, die Entscheidung kommt nun erst Mitte März – nach der Kommunalwahl.

Und Klaus-Dieter Jung vom Umweltamt gab einen Überblick zu seinen Kartierungen (1991 und 2015) der Darmstädter Flora.