Student der TU-Darmstadt muss wegen Täuschungsversuchs 1500 Euro Geldauflage zahlen

Justizia im Sommer auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Das war so ein typischer Fall fürs Amtsgericht. Ein Student wollte vor einer Klausur an die Fragen kommen. Dazu hatte ein Drogenabhängiger versucht, die Klausur zu stehlen (und war dafür auch zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden).

Für die Staatsanwaltschaft war der Student der Anstifter zu der Tat und klagte deswegen Anstiftung zum Diebstahl an.

Echo online: TU-Student wollte vorab Blick auf Klausuraufgaben werfen

Ok, Weiterlesen

Wicki Weißwas & sein nutzloses Wissen: Der erste deutsche Flugplatz

Der erste deutsche Flugplatz als dem Jahr 1908 liegt in Darmstadt – auch wenn die Zufahrt über Griesheim ist. Die Darmstädter Gemarkung beult sich dort ziemlich weit nach Westen aus. Der Flugplatz ist nach seinem Gründer August Euler benannt.

Wegen diesem Flugplatz gibt es in Griesheim Weiterlesen

Das Versprechen des TU-Präsidenten

Ein Physikhörsaal voller Schüler. Und das samstagmorgens um 9 Uhr – heißt ja auch Saturday Morning Physics – bei einer freiwilligen Veranstaltung.

„Sie werden Physik lernen, die Sie noch nicht in Ihren Lehrbüchern finden“, versprach TU-Präsident Hans Jürgen Prömel den Teilnehmern der Saturday Morning Physics bei der Begrüßung.

Und dann ging es mit Prof. Thomas Walther von der Glühbirne über Max Planck bis zur De-Broglie-Wellenlänge. Und tatsächlich: Spätetens beim Bose-Einstein-Kondensat war es vorbei mit dem Schulstoff.

Echo Online: Am Fachbereich Physik beginnt wieder die Vorlesungsreihe Saturday Morning Physics für Oberstufenschüler

Der Große Physikhörsaal am Herrngarten.

Termin beim Institut für Energiesysteme und Energietechnik

Auch mal was, wenn die Konkurrenz auch bei einem Termin ist, da schmort man nicht so im eigenen Saft und kann auch mal am praktischen Beispiel gucken, was man hätte anders machen können (auch wenn in dem Fall mir die Chance auf Zweitverwertung entgeht ;-).

Frankfurter Rundschau: TU Darmstadt: Den Klimakiller einfangen

Darmstädter Echo: Treibhausgas-Forschung auf der Lichtwiese – Klimaschutz: In einer neuen Großanlage wollen TU-Forscher Abscheidung des Treibhausgases Kohlendioxid erproben.

Schön finde ich ja, dass die FR-Kollegin und ich mit der Champagnerflasche anfangen …

Hinter den Kulissen eines Kleiderkette-Artikels

Vor gut einem Jahr erschien ein kleiner Echo-Artikel (leider nicht online) von mir zu einem “Kleiderkette”-Spiel während der Orientierungswoche für Erstsemester an der TU-Darmstadt. In einem (von mir erst jetzt entdeckten) Maschinenbauer-Forum wunderten sich damals einige Studenten über die Welle, die ich in dem Text machte. Deshalb was dazu, was ich damals eigentlich vorhatte.

Einer der Studierenden wog im Forum ab:

(…) es zeugt nicht unbedingt von Reife, dass man in einem Wettbewerb verlangt, dass Probanden sich ausziehen. (…) Sicher ist es andererseits kleingeistig von den Medien, (…) aber die Sensationsgeilheit der Medien sollte jedem normalen Menschen mittlerweile aufgefallen sein.

Ein anderer fand den Artikel nur daneben:

Was für ein trauriger, schlechter Artikel! Gibts den noch Journalisten die ihre Arbeit gut machen?

Schlechter Artikel? Naja, alle Seiten hatten von mir Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen. “Schlechte” journalistische Arbeit wäre es gewesen, wenn ich einfach vom Leder gezogen hätte. “Sensationgeil”? Eigentlich nicht. Tatsächlich war es nämlich so, dass ich die Szene mit der Kleiderkette und den Studierenden in Unterwäsche auf dem Karolinenplatz am Rande zufällig beobachtet hatte. Da ich schon etwas älter bin, kam mir das Spiel aber seltsam vor. Und ich dachte an Fotos, die später bei Facebook oder StudiVZ etc. auftauchen könnten. Und dass es Menschen gibt, die das eigentlich nicht wollen, aber glauben, sie müssten. So habe ich der veranstaltenden Fachschaft eine E-Mail geschrieben. Und einfach mal gefragt, wie das so ist, mit Gruppendruck bei solchen Spielen während der Orientierungswoche und dem Risiko von fremden Leuten fotografiert zu werden, und wie das alles ausgeschlossen wird.

Nachdem (wie ich mich erinnere) eine Woche lang keine Antwort kam, schickte ich die gleiche Mail ans Fachbereichsdekanat und nochmal an die Fachschaft. Da hieß es, man werde schauen. Beide Male hatte ich mich nicht als Journalist und freier Echo-Mitarbeiter ausgegeben, denn ich wollte ja nur Antworten und gar nicht groß mit “Presse” oder sowas drohen.

Wieder nach einigen Tagen ohne Antwort dachte ich, dass die das Aussitzen wollen, und das nun doch der Darmstädter Echo-Redaktion als Artikelthema vorzuschlagen.

Hätte man mal irgendwie reagiert (und nicht so läppsch wie das Dekanat) wäre nie ein Artikel erschienen! Und ich hatte zudem die Mails unter wickel.name geschickt, die Domain, die auf dieses Blog führt – welches dezente Hinweise auf lokaljournalistische Tätigkeit enthält.

Nun, es kam anders, nach Anfragen beim Unipräsidium (und der Frauenbeauftragten, hehe, und der Fachschaft) gab es heftige Einfangversuche der Geschichte durch den Uni-Vizepräsidenten und Null Reaktion vom Fachbereich und der Fachschaft. Dem Vernehmen nach waren die Studierenden beleidigt, dass ich die Geschichte unfair an die große Glocke gehängt hätte. Unfair? Unfair wäre es gewesen die Story ohne zu warten und ohne Rückfragen rauszuhauen und Psychologen zu suchen, die das sagen, was man für eine reißerische Geschichte so braucht Naja, wie gesagt, hätte man mal vorher reagiert (und sei es, dass man sich in einer Woche melden werde) wäre – wie gesagt – nicht gekommen.

Dabei war das sogar Thema einer Fachschaftssitzung wie ein Protokoll zeigt:

• Problem: „Kleiderkette zwingt zum Ausziehen“ Marc Wickel
o Antwortschreiben verfassen (bereits durch Meike geschehen)
o Andere Seite: Fotograf wollte penetrant Fotos machen
o Anbieten: Unterschriften sammeln

Und gerade “Fotograf wollte penetrant Fotos machen” wäre doch ganz interessant gewesen. Denn den Hinweis hätte ich in meinem Artikel natürlich auch bringen müssen. Wenn man es mir mal gesagt hätte.

Die Geschichte hat schließlich einen Lauf genommen, der mich eigentlich sogar ärgert. Nämlich, dass sich erst etwas tut, wenn man die Medien einschaltet. (Dass eine Volontärin darüber geschrieben hatte, stellte ich erst danach fest – und und als ich sie fragen wollte, wie das war, war sie im Urlaub.)

Und mir ist natürlich auch klar, dass weiterhin “Kleiderkette” gespielt werden wird. Halt etwas abseits auf einer Wiese im Herrngarten oder im Hochschulstadion.