Parlamentskorrespondent

Dienstag war ich fürs ECHO im Darmstädter Stadtparlament:
Beitrag für Hausbesitzer, nicht für Bezirke – Stadt behält ihr Modell für Sanierungsbeteiligungen bei
Darmstadt hat wieder die Anteilsregelungen von 1971 und nimmt die von 1986 zurück. Damit beträgt der städtisch Anteil nun 25, 50 und 75 Prozent bei Anliegerstraßen, Straßen des innerörtlichen Durchgangsverkehrs und Straßen für überörtlichen DurchgangsverkehrProzent (1986 war es 50, 70 und 90 Prozent). Abrechnungsbezirke wurden abgelehnt. Laut Kämmerer André Schellenberg sei der Verwaltungsaufwand deutlich höher und für die gerichtsfeste Ermittlung der Bezirke müsse man externe Experten engagieren und für die Bescheidberechnung eine spezielle Software erwerben.

Mehr Geld für die Mathildenhöhe – Ausstellungshallen-Sanierung teurer – Magistratskommission Mathildenhöhe wird erweitert – Ortsgerichtsvorsteher für Eberstadt
Die Erweiterung der Magistratskommission Mathildenhöhe hatte die Uwiga rechtliche Bedenken, weil der vorgeschlagene Designprofessor in Darmstadt arbeitet aber in Frankfurt wohnt und dies von der Satzung und HGO nicht gedeckt sei. Rechtsdezernent Jochen Partsch (Grüne), bot an die Vorlage zurückzuziehen. Aber die Fraktionen von CDU, Grünen und SPD bestanden darauf abzustimmen.

Kein Beirat für die Mollerstadt – Grün-Schwarz lehnt Antrag der SPD ab.
Die SPD-Fraktion hatte viele Forderungen der „Interessengemeinschaft Sanierungsgebiet Mollerstadt“ übernommen. Diese hatte im Vorfeld ihre Einwände gegen die Umgestaltung der Grafenstraße unter allen Fraktionen breit gestreut und dies auch mitgeteilt.
Stefan Opitz, Grünen-Stadtverordneter und Anwohner der Elisabethenstraße, warnte davor „den vorbildlichen Bürgerbeteiligungsprozess über den Haufen zu kippen“ und fand, dass die jetzige Regelung „besser als zu Beginn“ sei.
Planungsdezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) wies darauf hin, dass eine schriftliche Bürgerbefragung einen so hohen Rücklauf gehabt habe, dass das städtische Amt für Statistik gesagte habe, „das ist quasi repräsentativ“. Sie nehme Gewerbetreibende mit Umsatzrückgängen ernst, betonte Lindscheid in ihrer mit Verve gehaltenen Rede. „Wir müssen untersuchen, woran das liegt.“
Manuel Krenzke (CDU) kritisierte, dass der SPD-Antrag in seinen Unterpunkte die Ergebnisse, die erst der Beirat bringen könne, vorweg nehme. Und Felix Weidner (Grüne) lehnte einen Beirat ab, weil dieser die Teilnehmer auf bestimmte Personen reduziere.
„Der eine bringt den Bürger, der andere jenen Bürger“, fasste Uwiga-Fraktionsvorsitzender Helmut Klett das Problem unformeller Bürgerbeteiligung zusammen. Und sagte in Richtung Koalition: „Ich wünsche Ihnen mit Ihren Stadtteilforen mehr Glück.“

Und vor einer Woche war ich im Weiterstädter Parlament:
Diskussion um Anrufsammeltaxi – Weiterstadt ändert Bebauungsplan für „An der Dornhecke“ zugunsten der Nahversorgung

Grundsteuer wird erhöht – Bürgermeister warnt vor späterer Erhöhung – Gegenstimme aus der ALW

Weg für Hotelbau am Steinrodsee ist frei – Weiterstädter Stadtparlament entscheidet sich mehrheitlich für Vorhaben – Bebauungsplan wird angepasst

Kompromiss für die Darmstädter Straße – Weiterstädter Stadtparlament beschließt Umgestaltung – Pflaster nur in Teilbereichen

Rohrbach wird Ehrenbürgermeister

Deutscher Fassadenpreis 2013 für Hochschule Darmstadt

Die neue Fassade am Hochhaus der Hochschule Darmstadt.

(PM Hochschule Darmstadt) Die von dem Berliner Architekturbüro Staab Architekten durchgeführte Sanierung des Hochhauses der Hochschule Darmstadt (HDA) ist mit dem Deutschen Fassadenpreis 2013 für vorgehängte hinterlüftete Fassaden ausgezeichnet worden. Verliehen wurde die Auszeichnung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main. Insgesamt gingen 117 Bewerbungen beim Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden ein, der den Preis seit zehn Jahren vergibt.

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden bestehen aus einer äußeren Fassadenschicht, einer speziellen Luftschicht und der üblichen Dämmschicht an der Gebäudewand. Dieser Aufbau gewährleistet eine verbesserte Feuchtigkeitsregulierung. „Das Hochhaus C10 ist ein Beispiel eines überzeugenden Einsatzes vorgehängter hinterlüfteter Fassaden, die die Nachkriegsmoderne zeitgemäß weiterdenken, indem sie dem Haus eine ausgeprägte ‚Strahlkraft‘ verleihen“, heißt es in der Jury-Begründung. „Der Ansatz überzeugte in seinem ganzheitlichen Anspruch, der gestalterische Herausforderungen mit funktionalen Erforderlichkeiten in einer beispielhaften Weise miteinander verbindet.“

Die Hochschule Darmstadt von einem Dach gegenüber.

Im Zuge der Grundinstandsetzung 2009 bis 2011 wurde das 60 Meter hohe und 1963 fertiggestellte Gebäude bis auf den Rohbau zurückgebaut, die Fenster ersetzt und die Außenwände mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden versehen. Die Nordseite des Hochhauses wurde großflächig verglast, während auf der Südseite markante Verschattungselemente angebracht wurden, um der Aufheizung der Räume durch Sonneneinstrahlung entgegenzuwirken. Diese dreidimensional gefalteten Fassadenelemente aus Aluminium dienen als feststehender und wartungsfreier Sonnenschutz.

Durchgeführt wurde die Sanierung vom Berliner Büro Staab Architekten, dessen Arbeit bereits im Juli 2013 mit einer Auszeichnung beim Deutschen Architekturpreis gewürdigt wurde. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hatte für die Sanierung des Hauses Mittel aus dem Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA zur Verfügung gestellt.

Das 16-geschossige Gebäude wird von den Fachbereichen „Mathematik und Naturwissenschaften“, „Elektrotechnik und Informationstechnik“ und in geringerem Umfang auch von den Fachbereichen „Informatik“ sowie „Maschinenbau und Kunststofftechnik“ genutzt. Daneben sind hier auch der AStA, das Student Service Center und das Präsidium mit der zentralen Hochschulverwaltung zu finden.

Die Fassade während der Sanierung.

Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. vergab die renommierte Auszeichnung in diesem Jahr zum zehnten Mal. Die Bundesstiftung Baukultur honoriert die Auszeichnung als bundesweit bedeutsamen Preis. Seine Preisträger erfahren durch die Stiftung eine besondere Würdigung: Architekt und Bauherr des siegreichen Projektes werden in den Konvent der Baukultur berufen.

Vor der Sanierung.

Ein „Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“ auf den Neuen Politikstil bei den Plänen zum Rathausneubau

Das aktuelle Rathaus (nur der Eingang) am Luisenplatz.

Auf eine große Anfrage der SPD-Fraktion zum Rathausneubau gibt es Antworten. Eine finde ich recht interessant:

Echo online, 1.11.2013 – Stadt will nach Verwaltungs-Umzug Technisches Rathaus und Ordnungsamt verkaufen – Abschließend fragt die SPD, wie der Magistrat das Ergebnis der Bürgerumfrage zum Rathaus-Neubau bewerte. Dabei hatten 76,3 Prozent der Befragten das Projekt als unwichtig bewertet. Dies sei aus Sicht des Magistrats nur „ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“, heißt es in der Antwort. Man wolle das Projekt künftig umfassend erläutern.

Auf gut deutsch: Die Befragten war ja nur zu doof die Genialität, Bedeutung und Tragweite des Projekts zu erkennen.

Das alte Rathaus am Marktplatz.

Also echt, ein Millionenprojekt, das nie Thema im Kommunalwahlkampf war und auch nicht im Koalitionsvertrag drinsteht, wird jetzt, … Moment mal … Was ärgere ich mich da? Das ist die ultimative Sichtweise, so machen wir das jetzt immer. Was einem nicht in den Kram passt, ist ein „ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“ und darf, nein, muss sogar ignoriert werden. Zum Wohle aller.

Darmstadt braucht Wohnungen? Ach was, „ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“. Studierende auf die Konversionsflächen? Ein „Blitzlicht“! Im 100 Jahren sieht das schon ganz anders aus. Hoher Bedarf bei Kinderbetreuung? Egal, „ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“. Weltkulturerbe Mathildenhöhe, Denkmalschutz, strukturelles Defizit, Straßensanierung, marode Kanäle? Wurscht. Erdgeschichtlich betrachtet ist das alles nicht mal ein Blitzlicht, maximal ein millisekundenlanges Aufblinken am anderen Ende der Galaxis.

Das Kollegiengebäude (Sitz der Regierungspräsidentin) am Luisenplatz ist angeblich zu klein. Nur: Welche Behörden braucht der Bürger denn gleichzeitig an einem Platz? Bauamt und Sozialamt wird man so gut wie nie gleichzeitig benötigen. Man könnte also bei mehreren Gebäuden bleiben und das Kollegiengebäude wäre wenigstens etwas repräsentativ.

Deswegen wird im Februar 2014 auch einfach die alte Landesregierung in Wiesbaden weiterregieren, die Wahl vom September war nur „ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“. Dem Wähler waren war das was er tat, einfach nicht umfassend genug klar geworden. Ebenso: Der Grüne Jochen Partsch ist OB? „Ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt.“ Kommunalwahl 2011? Pfft! „Ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt.“ SPD-Dezernenten abgewählt? Ungültig! „Ein Blitzlicht …“ – Moment … da bin ich mir jetzt gar nicht so sicher. „Ein Blitzlicht zum damaligen Zeitpunkt“, so ein Spruch ist doch eigentlich nur dem SPD-Baudezernenten zuzutrauen, sowas würde doch keiner von den Grünen vertreten, der Partei für Bürgerbeteiligung, Bürgerrechte und Bürgerinitiativen.

Der Marienplatz, der angeblich beste Standort für ein Rathaus. Dabei sind dort – besonders bei Regen – Feuchtbiotope, die Lebensraum für zig Lebewesen bieten.

Entfernte Citytunnelkunst – Wer war „der Magistrat“?

Schraffuren und Pflanzrohre des Künstlers Helmut Lander zierten bislang die Brüstungen des Wilheminentunnels.

Die Darmstädter SPD-Fraktion kritisiert, wie der Magistrat der Stadt Darmstadt mit den Arbeiten im City-Tunnel des kürzlich verstorbenen Künstlers Helmut Lander umgegangen ist. Seit Mitte Juni werden die Betonbrüstungen des Citytunnels saniert. Dabei wurden Dekorationen des Künstlers entfernt und die Familie nicht informiert.

Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dagmar Metzger stellt sich die Frage, wer in Darmstadt eigentlich darüber entscheidet, wann Kunst nicht mehr zeitgemäß sei. Die Arbeiten Helmut Landers hätten das Stadtbild geprägt. Dagmar Metzger blickt auch auf die Urheberrechte des Künstlers und erinnerte an den Urheberrechtsstreit des Architekten von Gerkan um die Deckengestaltung des Berliner Hauptbahnhofs. Die Deutsche Bahn habe den Rechtsstreit verloren und konnte sich nur durch einen Vergleich mit dem Architekten einigen.

Im Echo-Artikel zu den entfernten und teilweise abgebauten Werken stand zu dem Thema:

Echo online: Am Citytunnel werden Dekorationen von Helmut Lander entfernt – Der Magistrat habe sich gegen die Rekonstruktion entscheiden, weil sie „als Kunstwerke nicht mehr in unsere Zeit passen.“

Frage ist – nach einem Hinweis den ich bekam – nur, wer „der Magistrat“ war. Denn nach meinen Informationen war über die Entfernung der Tunnelkunst dort nicht gesprochen worden. Und auch in der Magistratsvorlage zur Tunnelsanierung steht nichts zu den Kunstwerken. 2006 waren „eine Vielzahl von Schäden“ festgestellt worden und der Tunnel sollte, klarer Fall, das war unstrittig, saniert werden.

Magistratsvorlage 2012/0131: Tunnel Wilhelminenstraße, Sanierung – Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer grundhaften Instandsetzung der Rampenstützwände und Notausgänge. Es ist geplant, die Arbeiten an allen Rampenstützwänden und Notausgängen der Ein- bzw. Ausfahrrampen (Hügelstraßen West, Hügelstraßen Ost, Rheinstraße, Mathildenplatz sowie Ausfahrt vom Parkhaus auf die Rheinstraße) und den 8 Notausgängen im November 2012 zu beginnen und im Juni 2013 zu beenden. Die Kosten der Betoninstandsetzungsmaßnahme liegen bei rd. 1,1 Mio. EUR einschließlich der Planungs- und Bauüberwachungskosten.

Wie ich erfuhr, hat Oberbürgermeister Jochen Partsch am Freitag (1.) auf Landers Beerdigung eine Trauerrede gehalten und unter anderem sich bei der Familie persönlich entschuldigt und gesagt, dass es ihm und der Stadt leid tue, dass nicht vorher mit der Familie gesprochen worden sei.

Ein Terrorbefürworter wird auf dem Darmstädter Hauptbahnhof zitiert

Der Büchner zugeschriebene Satz auf dem Darmstädter Hauptbahnhof lautet im französischen original “C’est ici sans doute qu’il nous faut quelque courage et quelque grandeur d’âme” und stammt von Robespierre.

Wie es der Zufall will, stelle ich heute – exakt an Georg Büchners 200. Geburtstag – fest, dass der Satz, der zur Zeit auf dem Darmstädter Hauptbahnhof steht, gar kein Büchnerzitat oder ein von ihm erdichteter Satz ist.

Der Satz „Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig“ stammt im Original von Maximilien de Robespierre, dem Terror-Befürworter während der der Französischen Revolution. Büchner lässt Robespierre den Satz in seinem Stück „Dantons Tod“ sagen.

Robespierre hatte „C’est ici sans doute qu’il nous faut quelque courage et quelque grandeur d’âme“ im „Discours au sujet de l’arrestation de Danton et de ses complices“ gesagt. Glücklicherweise an einem 31. März vor 219 Jahren, sodass dieses Jubiläum nicht auch noch stattfindet.

Leider ist mein Französisch für weitere Zusammenhänge zu schlecht, laut dem Marburger Büchnerforscher Burghard Dedner forderte Robespierre den aufrechten Gang – zur Guillotine (natürlich von den anderen):

Schwäbisches Tagblatt: Ein Gespräch mit dem Germanisten Burghard Dedner – Es gibt ein schönes Beispiel, wie das bis heute missverstanden wird. Am Darmstädter Bahnhof steht derzeit: "Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig." Das steht in "Danton", ist aber Originalton Robespierre, der fordert, man solle aufrechten Ganges zur Guillotine schreiten.

Und in der Frankfurter Rundschau macht Dedner dezent Werbung für die historisch-kritische Georg-Büchner-Ausgabe „Sämtliche Werke und Schriften“ die er mitherausgibt:

FR: „Büchners Handschrift ist kaum zu lesen“ – Wenn am Bahnhof einer großen deutschen Stadt ein Banner aufgehängt wird, auf dem steht: „Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig“, dann hätte man bei uns bequem nachlesen können, dass der Satz nicht von Büchner, sondern von Robespierre stammt.

Darmstädter Koalition im Handelsblatt

Die Darmstädter grün-schwarze Koalition wird im Handelsblatt als Beispiel für Schwarz-Grün genannt. Klar, geht. Aber so gut es ist, dass die Darmstädter SPD nach 60 Jahren in der Stadtregierung mal so richtig in der Opposition ist; die CDU ist ein pflegeleichter Partner, der froh ist, mal wieder mitzuregieren. Die SPD wäre anstrengender gewesen. Und wurde zuvor jahrelang die Union ausgegrenzt, wird nun das Spiel mit der SPD gespielt. Auch wenn im Wahlkampf noch von einem Neuen Politikstil gesprochen wurde.

Auch das im Handelsblatt erwähnte „für parteipolitische Differenzen sei gar keine Zeit“, stimmt vielleicht innerhalb der Koalition. Aber die Stadtparlamentssitzungen dauern genauso lang (wie reden von mehreren Stunden, mindestens vier) wie zu rot-grünen Zeiten. Weil eben die grün-schwarze Mehrheit der Opposition selten was gönnt und die dann halt das macht was ihr übrigbleibt: Nachfragen und Finger in die Wunden legen. Wobei die SPD auch ziemlich anstrengend sein kann – was aber auch wieder am Ausgrenzen liegt.

Aber wenn es eng wird, dann kommen Appelle, dass man doch in einem Boot sitze. Dann soll man bei der HSE oder beim Klinikum nicht so nachfragen („Je länger wir diskutieren, ob da jemand beim Klinikum was versteckt, desto weniger tun wir der Einrichtung einen Gefallen“, sagte ein Koalitionär auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 9.10.2013).

Wild und Wein aus der Region

Küchemmeister Konrad Voß ist Pächter im Restaurant „Bürgermeister-Pohl-Haus“ in Wixhausen.


Echo online: „Heute ist Kochen schöner“ – Porträt – Konrad Voß, Pächter der Gaststätte im Bürgermeister-Pohl-Haus, mag Wildgerichte und aufgeschlossene Gäste

Und der „Dippegucker“ war im April da: „Bürgermeister-Pohl-Haus“ in Darmstadt-Wixhausen – Angenehmes Ambiente und eine stimmige Küchenleistung – Oase in der Betonwüste

Bürgermeister-Pohl-Haus
Mittwoch bis Montag: 17-23 Uhr
Sonntag: 11.30-14 Uhr
Telefon 06150 1849661
www.bürgermeister-pohl-haus.de
Dienstag ist Ruhetag.

Arheilger Löwenbrunnen eingeweiht

Der Stadtteiljubiläumsverein Arheilgen und der Sponsor Sparkasse besuchten im August 2011 den Bildhauer Detlef Kraft (links) in seiner Werkstatt.

Auch Kunst braucht ihre Zeit in Darmstadt. Im Februar 2011 hatte der Bildhauer Detlef Kraft angefangen eine Löwenskulptur für den Arheilger Löwenplatz anzufertigen. Jetzt wurde der Brunnen am Samstag eingeweiht. Allerdings war das schon für 2012 angekündigt:

Im letzten Arbeitsschritt wird im Spätsommer die Brunnenfigur auf dem Platz installieren

Den Brunnen hatte der damalige Oberbürgermeister Walter Hoffmann den Arheilgern beim ersten „Neue Wege in Arheilgen“-Baustellenfest zugesagt. Der Platz hinterm „Goldnen Löwen“ sei zu leer, fand der OB damals im Juni 2009 und versprach sich für einen Brunnen einzusetzen.

Der Löwe auf dem Brunnen ist das Ergebnis einer Jury- und Bürgerentscheidung zwischen drei Entwürfen (Löwe, Hexe, weißer Granitblock). Von 500 Bürgern hatten 240 für den Löwen gestimmt.

Bildhauer Detlef Kraft, der 1980 von Berlin über Brauchschweig mit 30 Jahren nach Darmstadt kam, nutzte für die korrekte und wirkungsvolle Löwendarstellung Fotos vom „König der Tiere“ aber auch dessen Knochen. „Ich habe so eine kleine naturkundliche Sammlung“, schildert er. Die Knochen stammten von einem Löwen eines kleinen Wanderzirkus‘ und Kraft jobbte damals in den Semesterferien bei einem Tierpräparator.

Feuchter Freitagabend

Viel Wasser versprühen hilft viel.
Rund 80 Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr Merck, der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Wehren aus Arheilgen, Innenstadt, Eberstadt und Wixhausen sowie der ASB und die JUH informierten sich am Freitag über Chlorleckbekämpfung.

Echo online: Mit Blaulicht und Atemschutz – Bei Merck wird während einer Großübung der Feuerwehren ein Chlorgasaustritt simuliert

Böllenfalltorstadion und Bodenrichtwerte

Das Böllenfalltorstadion am 28. August 2013. Ein Umbau in eine moderne Sportstätte soll 27,6 Millionen Euro kosten.

Die Woche tagten zwei Stadtparlamentsausschüsse zum Um-/Neubau Böllenfalltorstadion.

Echo online: Einstimmig für Neu- oder Umbau des Stadions am Böllenfalltor

Eine Gelegenheit bei einer Zahl aus der Machbarkeitsstudie (PDF 1,5 MB) doch mal nachzuhaken.

93.000 Quadratmeter, wo das Böllenfalltorstadion steht, bringen laut Studie 20 bis 25 Millionen Euro, wenn man sie für Wohnbebauung verkauft. Minus rund 10 Millionen Euro Erschließungskosten.

Machbarkeitsstudie: Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung: (Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. € ./. Erschließung, Freimachung, Straßen- und Wegebau Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)

Diese 20 bis 25 Millionen sind auffällig niedrig, denn sie würden Bodenrichtwerte zwischen 215 und 270 bedeuten. Für das Stadion und das umliegende Gelände gibt es wegen der Sondernutzung als Sportanlagen aktuell keinen Bodenrichtwert. Aber die Werte der umliegenden Wohngebiete liegen zwischen 400 (Robert-Cauer-Straße) und 600 Euro (Paulus- oder Steinbergviertel) pro Quadratmeter.

Echo online: Rechnerei mit Bodenwerten

Laut Stadt sind die 93.000 Quadratmeter wegen Wald, Straßen und Wegen aber nur 40.000 bis 50.000 Quadratmeter. Und da kämen auch bei einem Bodenrichtwert von 600 „nur“ 18 Millionen Euro netto raus (in der Machbarkeitsstudie wurde intern mit 500 gerechnet).