„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Max Mannheimer (1920-2016), Überlebender der Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz, Warschau und Dachau
AWO-Links, 5. KW
3.2.2020:
FR: Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld holt Wirtschaftsprüfer
1.2.2020:
Spiegel: Teure Dienstwohnungen, exorbitante Gehälter für Führungskräfte, Vetternwirtschaft (€)
31.1.2020:
FAZ: Dezernentin widerspricht Awo-Darstellung zur Kita Dostluk
30.1.2020:
HR: Feldmann bestreitet "Maulkorb-Order"
HR: Debatte zur Arbeiterwohlfahrt im hessischen Landtag
Wiesbadener Kurier: Awo Wiesbaden: OB verspricht „vollumfängliche Klärung“ (€)
HR: AWO-Frankfurt: Maklergeschäft mit Flüchtlingsunterkunft
FAZ: Was wusste Wiesbadens Sozialdezernent?
Thüringische Landeszeitung: Grüne fordern wegen Awo eine Zuwendungsdatenbank
29.1.2020:
Thüringische Landeszeitung: Verflechtungen von Aufsicht und Führung bei der Awo Thüringen und ihrer Tochter AJS
28.1.2020:
FR: Frankfurter Revisionsamt kritisiert AWO
Echo online: Trotz seines Rücktritts hatte Ex-Awo-Chef noch einen Vertrag
27.1.2020:
HR: AWO Frankfurt feuert Ex-Geschäftsführer
Echo online: Darmstadts Grüne stellen Kleine Anfrage zur Awo
FNP: Finanzamt prüft Gemeinnützigkeit
Nordkurier: Awo Rostock feuert Abteilungsleiterin
Versuchter Totschlag in Weiterstadt
Eine Frau trennt sich im Sommer 2019 von ihrem Freund. Drei Wochen später glaubt der Ex-Freund, ein junger Mann aus Büttelborn, dass sie mit einem Weiterstädter zusammen ist, und fährt mit zwei Messern zu ihm. Einem Kumpel schreibt der Büttelborner eine WhatsApp: „Ich fahre jetzt nach Weiterstadt und bringe den um“.
Echo online: 24-jähriger Büttelborner wegen versuchten Totschlags vor Gericht
Autofahrer und Regeln
Natürlich sind es nur die Radfahrer, die gegen Verkehrsregeln verstoßen. Autofahrer passiert das natürlich nur aus Versehen. Fast 12.000 Mal.
Echo online: Gut 12.000 Verstöße in Darmstadt gegen Diesel-Fahrverbot
ZDF-Serie „Blutige Anfänger“. Spoilerfreie Kritik zur ersten Staffel
Mit „Blutige Anfänger“ hat das ZDF eine Serie hinbekommen, wie sie für meinen Geschmack immer sein sollte. Abgeschlossene Episoden, aber ein die ganze Staffel durchspannendes Problem, Rätsel oder wie man es nennen mag. (Ja, bei meinen Lieblingsserien „Buffy“ und den ersten drei „Veronica Mars“-Staffeln lief das auch so.)
Die „Blutigen Anfänger“ sind Studierende an einer Polizeihochschule in Sachsen-Anhalt, die ihr Praxissemester in einer Mordkommission absolvieren. Natürlich ist die Mordrate mit einem Opfer pro Folge unnatürlich hoch, wie halt in Krimis üblich. Und dann – sehr gut – gibt es noch einen Fall, der die ganze Staffel durchläuft. In jeder Folge wird der ein Stück weiter entwickelt, bis in der letzten Folge die Lösung kommt.
Da lohnt es sich dann auch jede Folge zu gucken, weil es stets was neues gibt. Und die Wendungen in dem großen Fall mache ich halt mit, weil sie nebenbei passieren. Bei diesen ganzen neumodischen horizontalen Serien interessiert mich nach den ersten zwei Folgen eigentlich nur noch der Schluss. Das Füllmaterial ist mir oft leider egal, weil ich oft das Gefühl habe, dass das nur überambitioniertes Zeugs ist.
Auch sehr angenehm ist, dass die inneren Konflikte – Probleme der Protagonisten mit sich, Freunden und Familie – nicht die äußeren Konflikte – also die Kriminalfälle – dominieren. Auch wenn sie sich durch die ganze Staffel ziehen, wie der große Fall. (Innerer und äußerer Konflikt stehen im Lehrbuch für Drehbuchschreiber.) Wenn ich Seelenschau will, gucke ich das gezielt. Noch ein Plus: Es wird in den ersten zwanzig Minuten kein nackter Darsteller durch Bild geschickt und es wird auch nicht rumgevögelt. Und auch nicht danach, wenn ich mich richtig erinnere.
Noch schöner wäre es gewesen, wenn es mal in einigen Folgen ohne Mord gegangen wäre. Es gibt ja noch andere Verbrechen. Ist natürlich dann nicht mehr Mordkommission.
„Blutige Anfänger“ hat zwölf Folgen und läuft mittwochs ab dem 29. Januar um 19.25 im ZDF. Alle Folgen stehen jetzt schon in der Mediathek.
Die Polizeihochschüler werden gespielt von Jane Chirwa, Luise von Finckh, François Goeske, Timmi Trinks und Larissa Marolt. Die Ausbilder geben Neil Malik Abdullah, Esther Schweins, Werner Daehn, Salvatore Greco, Steffen Groth und Gedeon Burkhard.
Warum man im Landkreis ein Auto braucht
Weil auch die politisch Verantwortlichen ihre Veranstaltungen so gedanklenlos planen, dass der ÖPNV ziemlich unattraktiv ist. Entweder ist am 40 Minuten zu früh oder 20 Minuten zu spät.
Aber im Parlament sitzen und über die Buslinien entscheiden – mit denen man nicht fährt.
Wieder einer, der sein Adressbuch versilbert
welt.de: Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank
Das ist der Mann, der mal gesagt hat: "Man soll nicht an Türen klopfen, hinter denen man selbst mal gesessen hat".
Ja, das was früher nur FDPler und CDUler hinbekommen haben, schaffen seit dem Ende der Regierung im Jahr 2005 Schröder auch die Genossen. Gerhard Schröder machte den prominenten Anfang. Brachte eine Pipeline auf den Weg und sitzt dann in einem Gremium der Firma, die sie baut. Auch andere wie Otto Schily, Wolfgang Clement, Reinhard Klimmt, Florian Gerster oder Alfred Tacke kamen unter. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Genossen sich eher freuen, dass einer der ihren das geschafft hat, als dass sie das kritisieren, dass da einer sein Adressbuch versilbert.
Kommt ein Mann zum Augenarzt
Am 24. Januar 2014 hatte ich bei einem Augenarzt, der neu in der Stadt war, einen Termin für in drei Wochen bekommen. Als ich nun im November 2019 dort einen Termin machen wollte, bot man mir einen erweiterten Check-Up an, also paar Untersuchungen, die die Kasse nicht zahlt. Als ich nur den Standard wollte (und nicht 50 Euro privat zuzahlen), hieß es, dass es keinen Termin gebe. Ich habe das mal der Kassenärztlichen Vereinigung mitgeteilt.
Nachtrag, 24.1.2021: Und bislang nicht von der KV gehört. So gefährden meiner Meinung nach Ärzte und die KV das Vertrauen der Patienten in die Medizin und riskieren es, dass diese der Schwurbelei anheimfallen. Weil man dort das Gefühlt bekommt, besser „behandelt“ zu werden.
Mikroplastik, und wie wir alle es herstellen
Eine Mikroplastikproduktionsmaschine ist beispieweise ein Rasentrimmer. Denn der trimmt das Gras mit einem Nylonfaden. Der dabei auch immer ein bisschen kleiner wird, weil er ja auch gegen was härteres als Gras schlägt. Und das Zeug landet auf dem Rasen.
Was es noch so an Mikroplastikquellen gibt, war gestern Thema auf einem Seminar in Darmstadt.
Echo online: Durch Abrieb bei Farben und Lacken kommen 65 Gramm Mikroplastik pro Deutschen und Jahr zusammen (€)
Baustellen in Weiterstadt
Elf Straßen stehen in Weiterstadt auf der Liste der Straßen, die grundhaft saniert werden müssen. Grundhafte Sanierung ist aber etwas unbeliebtes, da dann Straßenbeiträge anfallen, das heißt, Grundstückseigentümer müssen sich an den Kosten beteiligen.
Die Liste ist heute, 23.1., ein Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, um 19 Uhr im Rathaus.
Riedbahnstraße 6.
Echo online: Weiterstadt will eine Vielzahl an Straßen sanieren