Heute vor 10 Jahren: Altbekanntes macht Schlagzeilen

Vor zehn Jahren gab es ein großes Oho, weil etwas ausgesprochen wurde, was jeder Fernsehzuschauer schon lange wusste. Das mussste ich am 13. Oktober 2008 dann doch mal im Blog anmerken:

Erstaunlich, wie man auf die Nachrichtenseiten, in die Zeitungen und ins Fernsehen kommt, wenn einer sagt, was alle wissen. Alle, nur nich die, die den Mist verzapfen. Marcel Reich-Ranicki schimpfte auf der Deutscher Fernsehpreis-Preisabwurfparade (schönes Wort) über das Programm:

Ich gehöre nicht in diese Reihe. Ich finde es schlimm, dass ich das hier heute Abend erleben musste.“ Reich-Ranicki ließ sich aus über den „Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben.

Aber vermutlich müssen wir noch dankbar sein. Erstens sind an dem Preis ARD, RTL, Sat1 und das ZDF beteiligt. Also nur eine Preisverleihung anstelle vier solcher Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen. Und zweitens könnten alle vier Sender ja die Veranstaltung zeitgleich übertragen. Ist schließlich bei Hochwohlgeborenen-Hochzeiten, Obama-Ovationen an der Siegessäule und Vatikanchef-Visiten eine gerne praktizierte Übung der Öffentlich-Rechtlichen.

Ich bin mal auf die „Bild“-Schlagzeile gespannt: „Deutschlands mutigster Kritiker“? (nee) Auf jeden Fall sollte Marcel Reich-Ranicki aufpassen die nächste Bambi-Verleihung zu meiden. Sonst bekommt er noch den „Mut-Bambi“ (wie weiland Tom Cruise) verliehen.

Siehe auch:
Indiskretion Ehrensache: Erschreckend, wie wenig es braucht, um die gesamte deutsche Medienjournaille in Erregung zu versetzen.
DWDL: Was das ZDF nicht zeigte: Die peinlichen Momente

Heute vor 10 Jahren: Ruckzuck im Spam

Damit das mal klar ist: Ein-Satz-Kommentare, die auf alles passen könnten – und mit einem Link auf eine kommerzielle Seite – sehe ich ganz schnell als einen Versuch, unbezahlten Links zu bekommen. Sowas ladet ohne längere Prüfung im Spam. Da reicht mir der erste Anschein.

Ja, bis zur DSGVO konnte man hier in diesem Blog, bzw. seinen Vorläufern, kommentieren (Beschwerdemails diesbezüglich bitte an Jan Philipp Albrecht, der seine DSGVO für eine Supersache hält). Und auch am 5. Oktober 2008 gab es schon Kommentarspam. Damals hoffte man ja noch mit solchen Ansagen was zu erreichen.

Hello world!

Zweiter Anlauf fürs Zeitsturmradler-Blog. Leider war der Weg erst das Blog und dann auf https umstellen so aufwändig, dass mir neu starten einfacher schien. (Ich hatte ja mit SSL-Zertifikat gebucht, musste es aber händisch aktivieren. Das merkte ich aber erst, nachdem das Blog schon aufgesetzt war. )

Jetzt werde ich nochmal alle alten Beiträge importieren, nur muss ich da (wieder) die Bilder neu einbinden, YouTube-Verknüpfungen etc. DSGVO-konform machen.

„Nicht unbedingt ein Grünen-Freund“

Da wurde ich kürzlich von einem Grünen als „Ein Journalist, den ich nicht unbedingt als Grünen-Freund einstufen würde …“ eingeschätzt. Das ist ja schon gut formuliert, aber eigentlich haben meine Zu- und Abneigungen nichts mit den Grünen oder deren Programm zu tun, sondern eher mit deren Politikstil hier in der Stadt. Bei dem ist für mich ganz einfach zu viel Überheblichkeit drinne. Meiner Meinung nach die selbe Überheblichkeit, die der SPD in Darmstadt letztendlich die Mehrheiten gekostet hat.
Ich bin mit manchen – eher sogar vielen – politischen Entscheidungen ja durchaus einverstanden. Aber wie das und anderes dann teilweise selbstgerecht verkauft wird, wie dann Anmerkungen abgebügelt oder ignoriert werden, wie Facebook-Diskussionen mit Nebelkerzen, Ablenkungsmanövern auf *die anderen* oder *früher* oder persönlichen Attacken umgangen und verweigert werden, nun, das ist es was mich stört. Bloß keine Fehler zugeben. Obwohl der OB in seiner Antrittrede vor sechs Jahren sagte „Wir haben den Mut Fehler einzugestehen“, war davon bei seinen Wahlkämpfern nichts zu spüren. Selbst als er im aktuellen Echo-Portrait einräumte: „Wegen der Vielzahl von Aufgaben und Projekten haben wir uns zu spät auf einige wichtige Projekte konzentriert.“
Und das vor dem Hintergrund, dass die grün-schwarze Koalition und OB Jochen Partsch 2011 mit dem Anspruch eines “Neuen Politikstils” angetreten waren. (Für Hinweise darauf gibt es dann zum Beispiel ein „Gähn.“)
Ich habe hier im Blog leider zig Beispiele (hier und hier), wann und wo ich diesen Stil vermisste. Und ganz ehrlich, ich war enttäuscht, als es mit dem Ende der SPD gerade so weiterging – gleich im Juni 2011.
Aber ich bin ja voller Hoffnung, dass das besser wird, Jochen Partsch appellierte gestern nach seiner Wiederwahl im ersten Wahlgang an „Respekt im Umgang miteinander“.

Was 2013 wirklich gespielt wurde

Meine MP3-Software zählt mit, welche Band/Gruppe so im Jahr lief.

1. Within Temptation
Meist gehört in 2013. Aber auf den letzten Drücker, denn das Album „The Q-music sessions“ hatte ich erst ab da. Aber ich mag ja Pop, der etwas rockiger gecovert wird. Und so ist auch endlich „The Power of Love“ von Frankie goes to Hollywood endlich brauchbar.

2. Lee Aaron
Das war in den 80ern und 90ern die „Metal Queen“. Für den Platz 2. im Jahresrückblick ist das Album „Call of the wild“ verantwortlich, das kommt immer bei Liebeskummer auf meine Playlist.

3. Neverwinter Nights Soundtrack Die Stücke sind eher kurz, da kommen viele zusammen, was dann zu Platz 3 führt. Das ist Pseudoklassik, neue Musik, aber von einem Symphonieorchester gespielt.

4. Doro/Warlock

5. The Bates
Die haben auch so einige Popsongs gecovert.

6. Alice in Wonderland-Soundtrack

7. Pat Benatar

8. Howard Shore – Lord of the Rings-Symphony

9. Marla Blumenblatt

10. Sophie Hunger

11. Katzenjammer

12. Gin Wigmore

13. Tape

14. Frida Gold

15. Republica

16. John Williams – Star Wars Soundtrack

17. Sugababes

18. Robert W. Smith und Steven Reineke
Das sind zwei Komponisten, die Stücke für symphonische Blasmusik schreiben. (Das bringt der Job mit sich, wenn man regelmäßig über solche Konzerte berichtet. Symphonische Blasmusik ist eben nicht Polka.

19. Alison Moyet
Die Sängerin aus den 80ern ist wieder mit einem neuen Album da.

20. Silbermond

Ruckzuck im Spam

Damit das mal klar ist: Ein-Satz-Kommentare, die auf alles passen könnten – und mit einem Link auf eine kommerzielle Seite – sehe ich ganz schnell als einen Versuch, unbezahlten Links zu bekommen. Sowas ladet ohne längere Prüfung im Spam. Da reicht mir der erste Anschein.