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Verschwörungstherorie: Trump wurde 1987 IM
Auf das kommende Trump-Putin-Treffen blickt Hannes Stein bei den „Salonkolumnisten“ und vermutet eine irre Verschwörungstheorie:
Salonkolumnisten: Konspiratives Treffen in Helsinki – Trump wurde 1987 als Einflussagent des KGB gewonnen. Das berühmte Pinkelvideo existiert. Trump, der kein Kapitalist, sondern ein Kapitalistendarsteller ist, wurde mit russischem Geld über Wasser gehalten. Der KGB hat ihn in der Hand. Wenn er nächste Woche Putin trifft, ist das keine Begegnung von zwei Staatsoberhäuptern: Der IM trifft seinen Führungsoffizier.
Dabei verweist er auf einen 50.000 Zeichen langen Artikel im New York Magazine (das sind um die 16 Din A4-Seiten) von Jonathan Chait: New York Magazine: What If Trump Has Been a Russian Asset Since 1987?.
Jonathan Chait fängt 1987 an, in dem Jahr besuchte Donald Trump im Juli die Sowjetunion und im September 1987 schaltete er in drei US-Zeitungen eine Anzeige mit einem offenen Brief: (AP-Archive: Why America should stop paying to defend countries that can afford to defend themselves.)

Das Bild des Briefs von 1987 habe ich bei BuzzFeed News gefunden.
Jonathan Chait kommt nach vielen weiteren Beispielen zu dem Schluss, dass man Trumps Handlungen und seinen Umgang mit Russland zwar immer irgendwie erklären kann, aber was wäre, wenn es ist wie es scheint?
New York Magazine: What If Trump Has Been a Russian Asset Since 1987? – Like many of the suspicious facts surrounding Trump’s relations with Russia, it was possible to construct a semi-innocent defense. Maybe he just likes to brag about what he knows. Maybe he’s just too doddering to remember what’s a secret. And as often happens, these unwieldy explanations gained general acceptance. It seemed just too crazy to consider the alternative: It was all exactly what it appeared to be.
Nachtrag – Politico: What Jonathan Chait Gets Right About Trump and Russia
Nachtrag – NZZ: Was ein vergilbtes Inserat über Donald Trump verrät
Links, 12. Juli 2018
Schuld bei Fahrradunfällen: Deutliche Unterschiede je nach Unfallgegner
Das Statistische Bundesamt hat einen Bericht zur „Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2017“ veröffentlicht. Beim Thema Unfälle mit Radfahrern ist für jeden etwas dabei:
Statistisches Bundesamt: Pressestatement „Unfallentwicklung auf deutschen Straßen 2017“ – Nicht einmal die Hälfte aller Radlerinnen und Radler (43 %), die 2017 in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt waren, hatte diesen auch verschuldet. Jedoch gab es deutliche Unterschiede je nach Unfallgegner: Wenn ein Lkw beteiligt war, trug die Person auf dem Fahrrad zu rund 20 % die Hauptschuld. Wenn ein Pkw beteiligt war, lag der Anteil bei 25 %. Bei Unfällen mit Fußgängerinnen und Fußgängern waren dagegen rund 60 % der Fahrradfahrerinnen und -fahrer hauptverantwortlich.
Das Verhältnis zwischen Wissenschaft, Medien und Politik

Um Populismus und „Fake News“ ging es neulich in der Schader-Stiftung.
Und auch wenn sich Publikum und die Menschen auf dem Podium – Sylke Gruhnwald („Republik“), Prof. Dr. Andrea Rapp (Literaturwissenschaftlerin), Volker Stollorz (Science Media Center Köln), Karin Wolff (CDU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Hessische Kultusministerin) und Moderator Prof. Dr. Jens Steffek, (Politikwissenschaftler an der TU) – einig waren, so vermute ich, dass der Grat zwischen Fakten und Fiktion sehr schmal ist, ich sage nur „Homöopathie„.
Das Millionen-Unternehmen Fifa-WM findet auch 2018 über 17.000 freiwillige Helfer
Auch bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft gibt es sogenannte Volunteers, freiwillige Helfer, die die Fifa beim Turnier unterstützen.
FR: Tausende Freiwillige aus vielen Ländern wirken hinter den Kulissen, damit das Turnier gelingt – Die Anreise müssen die Freiwilligen selbst zahlen. An ihrem Einsatzort erhalten die Helfer Kleidung, Unterkunft und Verpflegung sowie kleine Geschenke.
So erklärt es auch die Fifa in ihren FAQ:
fifa.com: Häufige Fragen zum Volunteer-Programm – Zahlt das Organisationskomitee für Unterkunft und Verpflegung der Volunteers in den FIFA WM-Städten? Die Volunteers erhalten eine spezielle einheitliche Kleidung, können kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen und erhalten während ihrer Einsatzschichten auch Verpflegung. Wenn Sie allerdings nicht aus der jeweiligen WM-Stadt sind, müssen Sie für Anreise und Unterkunft selbst aufkommen.
Laut Fifa unterstützen 17.040 Volunteers die WM in Russland.
Tja, ist schon schwierig Menschen adäquat zu bezahlen, wenn man (laut Handelsblatt) schätzungsweise nur rund 5,5 Milliarden Euro bei der WM in Rußland einnimmt. Und dann leider auch nur eingeschränkt Steuern zahlen darf (in der Schweiz) und im Veranstaltungsland („Die Regierung muss der FIFA und bestimmten Drittparteien […], eine beschränkte Steuerbefreiung gewähren.„). Und dann war da ja noch die Korruption in der Fifa. Nee, klar, da ist kein Geld über.
Sonnenuntergang am 8. Juli 2018
Links vom 9. Juli 2018
SpOn: Max-Planck-Gesellschaft will Mobbingvorwürfe mit Anwaltskanzlei aufklären
t-online.de: Clemens Binninger (CDU): Ich habe große Zweifel, dass der NSU nur aus drei Personen bestand
Echo online: Chaos in AfD-Kreisfraktion Darmstadt-Dieburg
Echo online: Der älteste aktive Friseur Hessens zieht sich Ende Juli ins Privatleben zurück
Sonntagsfrage nach Seehofer-Söder-Stunt
Soviel also zum Seehofer-Söder-Stunt, die AfD rechts zu überholen …

Die Umfragenzusammenstellung ist ein Screenshot von wahlrecht.de. Die von der CSU losgetretene Diskussion zur Migrationspolitik scheint nicht dazu geführt zu haben, dass die Union wieder den rechten Rand des polsitischen Spektrums besetzen konnte.
Eine Folge der „Panama-Papers“: Pakistans Ex-Premier Sharif verurteilt
Die „Panama Papers“ haben ja in Pakistan zu deutlichen Folgen geführt, auch wenn ich das kaum mitbekommen habe.
tagesschau.de: Pakistans Ex-Premier Sharif ist in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden – Ein pakistanisches Gericht hat Ex-Premier Nawaz Sharif wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt. Sharifs Tochter Maryam bekam eine Haftstrafe von sieben Jahren.(…) Dokumente zu Offshore-Firmen zeigten die Namen von Kindern Sharifs, nicht aber seinen eigenen.
Wichtig war dabei auch ein Brief, der angeblich aus dem Jahr 2006 stammte, der eines Tochter des damaligen Premierministers entlasten sollte. Aber dann Weiterlesen

