Saisonstart bei den juristischen Auseinandersetzungen um Sonntagsöffnungen

Der Weiterstädter Gewerbeverein und der Bürgermeister erleben die Tage ein deja vu mit der „Allianz für einen freien Sonntag“ in der Gewerkschaften und Kirchen organisiert sind. Der Gewerbeverein hatte für die Weiterstädter Automobilausstellung (15. WAA am 21. und 22. März) einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt, die Stadt hat Sonntagsöffnung (22.) für zwei Gewerbegebiete und die Darmstädter Straße erlaubt. In den Gewerbegebieten Weiterstadt West und Riedbahn liegen zahlreiche Geschäfte wie Segmüller oder das Einkaufszentrum „Loop 5“.

Nun legt die Sonntagsallianz Widerspruch ein, bekräftigt von den Mitgliedern Verdi und dem evangelischen Dekanat Darmstadt-Land.

Echo Online: Widerspruch gegen Sonntagsöffnung – Weiterstädter Gewerbe will zur Autoschau öffnen – Nur in der Innenstadt?

Echo Online: Auch Dekanat gegen Sonntagsöffnung – Kirche schließt sich Widerspruch gegen Weiterstädter Genehmigung an

Das hesssische Ladenöffnungsgesetz
Die Allianz hat seit einigen Jahren einen Hebel gegen die von ihr ungeliebten Sonntagsöffnunge gefunden. Weiterlesen

Gemarkungsgang in Weiterstadt

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller begrüßte am Samstag rund 200 Grenzgänger vom Turm der Gräfenhäuser Feuerwehr.

Die Stadt Weiterstadt guckt ja immer im Winter, ob ihre Grenzsteine noch stehen ;-). Diesen Samstag war – ohne Schnee und Regen – der Gemarkungsgang, der übrigens von Jahr zu Jahr länger wird. 2012 waren es acht Kilometer, 2013 neun, 2014 zehn und jetzt hieß es:

Echo Online: Elf Kilometer rund um Weiterstadt

Leider gab es mit dem Steinrodsee nur eine Station mit Erklärungen, dabei hätte man auf drei oder vier Sachen hinweisen können wie beispielsweise das Rotböll, an dem man vorbeizog. Das kennt man als Gewerbegebiet mit Möbelhauslager, aber es gehört auch ein Naturschutzgebiet dazu. Das Naturschutzgebiet besteht aus 10.000 Jahre alten Flugsanddünen. Die Acht-Hektar-Fläche ist Magerrasen, eine Geländeform, die wegen der Düngung in der Landwirtschaft selten geworden ist.

Die Hebammenversicherung und wie die Versicherer die extrem hohen Prämien erklären

Diesen Artikeleinstieg finde ich ja ganz originell (jaja, er ist von mir):

Wäre Gräfenhausen eine Insel, wäre der Weiterstädter Stadtteil vermutlich in den Schlagzeilen und eine Frage bei „Wer wird Millionär“ geworden. „Seit Anfang des Jahres werden auf Sylt kaum noch Kinder geboren“, war im Dezember die richtige Antwort auf eine Frage in dem Fernsehquiz. Weil Anfang 2014 die Geburtsstation der Sylter Nordseekliniken schloss. Ähnliches ist nun auch in Gräfenhausen passiert (wir berichteten).

Echo Online: „Zu Lasten der Familien und Neugeborenen“

Das „Geburtshaus am Ohlenbach“ ist jetzt nur noch ein Haus in dem möblierte Zimmer vermietet werden, Geburten betreuen die Hebammen Michèle Andres und Ingeborg Buß nicht mehr. Die Versicherungsprämien für Geburten steigen Mitte 2015 erneut an und machen diesen Geschäftsteil unwirtschaftlich. Sie bieten nun Kurse zur Geburtsvorbereitung und die Zeit nach der Geburt an, unter Babymassage oder Yoga für Schwangere oder zur Geburtsvorbereitung an. Die neue „Hebammenpraxis Mutter♥Tochter“ ist nun in Darmstadt-Wixhausen.

Sehr hohe Versicherungsprämien für Hebammen sind ja schon seit Jahren ein Problem. Nun habe ich überlegt, warum die Versicherungen so teuer sind? Versicherungen sind ja Firmen, die gerne mal was durchrechnen und auf Risiken gucken. Also guckte ich beim GDV. Weiterlesen

Die schlaflose Nacht des Bürgermeisters – SPD-Neujahrsempfang in Schneppenhausen

„Wir wären definitiv bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt unterwegs, wenn der Landkreis beim Schutzschirm gerecht berücksichtigt worden wäre“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD).

Über seine erste schlaflose Nacht als Bürgermeister berichtete Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller auf dem Neujahrsempfang der Weiterstädter SPD im Bürgerhaus Schneppenhausen.

Unde Landrat Klaus Peter Schellhaas erinnerte nochmal an die Kriterien für den kommunalen Schutzschirm des Landes, der diejenigen, die anständig gewirtschaftet hätten, ausgeschlossen habe. Und er sagte was zu den Gütereisenbahn- und ICE-Trassenplänen in Südhessen.

Echo Online: Viele Aufgaben, aber wenig Finanzmittel – SPD Weiterstadt diskutiert auf ihrem Neujahrsempfang Kommunal-, Kreis- und Landespolitik

Weiterstädter Parlament solidarisch mit französischer Partnerstadt


Die Mitglieder der Weiterstädter Stadtverordnetenversammlung verurteilen die Anschläge in Paris und betrachten diese Angriffe auch als Angriffe gegen uns alle. Ihrer Partnerstadt Verneuil-sur-Seine (35 Kilometer entfernt vom Pariser Stadtzentrum) versichern sie ihre Anteilnahme und Solidarität.

Echo Online: Weiterstadt steht französischen Freunden zur Seite – Gemeinsam gegen Fremdenhass

CDU-Neujahrsempfang in Gräfenhausen


Innenminister Peter Beuth (CDU): „Wer sich am bewaffneten Kampf in Syrien oder dem Irak beteiligt hat, dem muss ich die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn er noch eine andere hat, auch abnehmen können.“

Die Weiterstädter CDU startete mit dem parteilosen CDU-Landratkandidaten Werner Thomas (Bürgermeister in Dieburg) und dem Parteifreund Peter Beuth (Innenminister in Hessen) ins neue Jahr.

Peter Beuth sah die schwarz-grüne Koalition in Hessen „auf einem guten Weg“. Er fand, dass die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie („Wohlstand und Ressourcen erhalten“) zunehmend gelinge.

„Das war ja auch nicht so selbstverständlich, dass die Koalition zusammenkommt“, sagte er auch. Was er wohl auch selbst bestätigen könnte, denn Peter Beuth war vor der Landtagswahl 2013 CDU-Generalsekretär und sagte unter anderem: Weiterlesen

Was ist „anhaltend defizitäre Haushaltswirtschaft“?

In Weiterstadt gelingt der Neue Politikstil, obwohl er damals im Kommunalwahlkampf, anders als in Darmstadt, gar nicht groß angekündigt war. Der Haushalt für 2015 wurde jedenfalls mit nur einer Gegenstimme beschlossen. Es gab im Vorfeld sogar zwei Treffen der Fraktionen auf denen intern der Haushalt beraten wurde. Deswegen war die öffentliche Beratung im Ausschuss auch so kurz.

Echo Online: Viel Zustimmung für den Haushalt 2015 – Weiterstädter Stadtverordnete verabschieden weitgehend einig den Etat

Bei der Gelegenheit habe ich mal nachgefragt, wie eigentlich eine „anhaltend defizitäre Haushaltswirtschaft“ definiert ist. Das ist ein Begriff aus dem hessischen Innenministerium, das bei den Kommunen ausgeglichene Haushalte angemahnt hat. Bei „anhaltend defizitärer Haushaltswirtschaft“ sollen nämlich die Kommunen ihre Steuern erhöhen und zwar über die Sätze, die vergleichbare Städte und Gemeinden schon haben.

Echo Online: Hintergrund zur Haushaltsgenehmigung

Weiterstadt und Braunshardt wieder verbunden

Ein Radfahrer fährt durch die Unterführung Forststraße, die Braunshardt mit Weiterstadt verbindet.

Der Bahnübergang Forststraße ist nach eineinhalb Jahren Bauzeit zu einer Unterführung geworden.

Echo Online: Unterführung Forststraße ist fertig – Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Verbindung zwischen Weiterstadt und Braunshardt wieder offen. (Chronologie) Damit ist der Bahnübergang mit Schranken zu einer Straße unter der Bahnlinie durch geworden. Der Bau ist nicht nur eine kosmetische Baustelle gewesen, seit den neunziger Jahren waren an dem damaligen Bahnübergang mehrere Menschen tödlich verunglückt.

Am 4. Mai 1998 war es die Schülerin Esther Seifert. „Unsere Tochter war bei der Jugendstunde beim Jugendrotkreuz“, schilderte ihr Vater Hans-Gunther Seifert. „Auf dem Gepäckträger ihres Fahrrades hatte sie das Anmeldeformular für die Pfingstfreizeit.“ Esther Seifert wäre dieses Jahr 28 Jahre alt geworden.

Zeitzeugin in der Hessenwaldschule

Die Zeitzeugin Lilo Günzler (82) sprach am Mittwoch (3.) in der Hessenwaldschule.

„Ich hatte Angst. Angst, dass die Mama wieder so schrecklich weint.“ Am Mittwoch schilderte die Zeitzeugin Lilo Günzler in der Gräfenhäuser Hessenwaldschule, wie sie als Kind 1938 mit ihrer Mutter die brennende Frankfurter Synagoge am Börneplatz sah. Da merkte sie als Fünfjährige, dass Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland verfolgt wurden. Nur war das Judentum in ihrer Familie (ihr Vater war katholisch) nicht gelebt worden, sie kannte den Begriff gar nicht.

Lilo Günzler, die später Erzieherin wurde, schilderte Bombennächte und wie Frankfurter Juden, darunter ihre Mutter und ihr (Halb)bruder ins KZ Theresienstadt deportiert wurden. Die Pläne, wer von denen weiter transportiert und im KZ Auschwitz ermordet werden sollte, waren schon fertig. Nur hatte die Rote Armee das Vernichtungslager zuvor, am 27. Januar 1945, befreit.

Echo Online: Blick in die Hölle – Die 82 Jahre alte Lilo Günzler spricht an der Gräfenhäuser Hessenwaldschule über ihre Kindheit in der Nazizeit

Was ich auch noch unglaublich finde: Die Deportationen fanden noch im Februar und März 1945 statt. Da standen die Alliierten schon im Westen und im Osten auf Reichsgebiet und Deutschland vor der militärischen Niederlage.

Im Westen haben die Alliierten Mitte Februar 1945 die Reichsgrenze bei Aachen und den Vogesen überschritten, im Osten steht die Rote Armee nicht mehr weit weg von Berlin.

Das Bürgerhaus Braunshardt und die Kosten

Eine Weiterstädter Frage, die ich mal in einem Artikel angehen wollte, hat sich am Donnerstag (4.) selbst beantwortet: Wer in der Politik ist eigentlich für und wer ist gegen das Bürgerhaus Braunshardt? Denn ich hatte so ein paar Meinungen mitbekommen und dachte, dass ich da mal nachfragen müsste.

Politisch gibt es nun eine Antwort: Die CDU blickt auf die Haushaltslage und ist angesichts des knappen Etats dagegen, ein Bürgerhaus zu bauen.

Echo Online: Kritische Stimmen zum BürgerhausWas die Bürgerhäuser kosten

Echo Online, 27.10.2014: Weiterstädter Bürgerhäuser unter der Lupe – Betrieb der drei Gebäude kostet jährlich rund 643.000 Euro

Echo Online, 25.8.2014: Seit Jahren wird in Etappen am Weiterstädter Bürgerzentrum gearbeitet