Das Bundesverkehrsministerium gibt den “Postillon”

Realsatire war ein Begriff der in den 1980er Jahren aufkam, weil die damalige Bundesregierung teilweise so agierte, dass man es für Satire gehalten hätte wenn man es nicht besser gewusst hätte.

Inzwischen macht der “Postillon” solche Satire. Oder das Bundesverkehrsministerium (BMVI).

Das kündigt auf Twitter an, die neuen Strafen für zu schnelles Fahren gleich wieder zu ändern. Es geht darum, dass man aktuell seinen Führerschein erstmal los ist, wenn man mit 21 km/h zuviel innerorts und 26 km/h zuviel außerorts erwischt wird. Aber:

BMVI: Die Bundesländer haben allerdings im Bundesrat Verschärfungen & #Fahrverbote in die #StVO eingebracht. Diese sind vereinzelt unverhältnismäßig. Viele Bürger, die auf ihr Auto angewiesen sind, haben uns geschrieben. Sie haben Angst, ihren Führerschein & so ihren Job zu verlieren.

Über 20 km/h zu schnell ist meiner Meinung nach aber gut sichtbar auf dem Tacho. Und mit 51 durch die 30-Zone ist im Falle eines Unfalls gefährlich, weil die Kräfte überproportional wachsen. Gilt natürlich auch bei 50 und 76, 70 und 96 km/h etc.

Uns wer jetzt Angst hat, den Führerschein zu verlieren, weil er mit 21 km/h oder 26 km/h zu schnell war, der fährt meiner Meinung nach zu oft zu schnell und hat sich einen falschen Fahrstil angewöhnt oder schon immer den falschen gehabt.

Und wenn der Führerschein wichtig für meinen Beruf ist, dann gucke ich doch, dass ich den Führerschein nicht verliere und versuche mich so gut es geht an die Regeln zu halten. Weil es immer wieder mal zu blöden Momenten kommt, in denen man gegen die dann doch verstößt. Und da versuche ich doch, meine Verstöße auf diese blöden Momente zu reduzieren.

Coronaviren – ein seit 2003 bekanntes Pandemie-Risiko mit Szenario von 2012

Natürlich hat das Virus keine Ei-Form, das ist ein Gag von mir zu Ostern,
Die SARS-CoV-2, Darstellung (in rund) stammt von Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS.

Irgendwie bin ich ja mit der Bundesregierung unzufrieden. Ziemlich sogar. Nicht wegen der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Katastrophe. Da gibt es zur Zeit wenig Alternativen. Auch weil ein „lass mal gucken was passiert“-Rumprobieren bei einer Infektionskrankheit mit exponentieller Ausbreitung und der bis zu zwei Wochen dauernden Verzögerung von Ansteckung bis zu Symptomen schwer bis gar nicht in Griff zu bekommen ist.

Ich ärgere mich aber, dass die Regierung die Warnungen und Hinweise auf eine Pandemie jahrelang nicht ernst genommen hat. Denn das gehört zu deren Job. Das erste Sarsvirus war 2003 unterwegs, erinnert der Schweizer Arzt Prof. Paul Robert Vogt in der Mittelländischen Zeitung (der Artikel hat mehrere Themen und ist recht lang). Unter andererm kritisiert der Mediziner, dass die Schweiz nicht ihre Lehren aus den Publikationen zu Sars-CoV-2 gezogen hat.

Mittelländische Zeitung: Acht Warnungen zwischen 2003 und März 2019 – Diese Pandemie war angekündigt. War die Schweiz minimal auf diese Pandemie vorbereitet? Nein. Hat man Vorkehrungen getroffen, als COVID-19 im China ausgebrochen ist? Nein. Hat man wissen können, dass eine COVID-19-Pandemie über die Welt ziehen wird? Ja, sie war angekündigt und die Daten lagen bis März 2019 vor. (…) Hätte man diese medizinischen Fakten zur Kenntnis genommen und wäre man fähig gewesen, Ideologie, Politik und Medizin zu trennen, wäre die Schweiz heute mit grosser Wahrscheinlichkeit in einer besseren Lage.

Und da frage ich mich doch glatt, was unsere Regierung so alles an Erkenntnissen aus China, Südkorea und Taiwan ignoriert hat?

Wobei, da sind erstmal die eigenen Erkenntnisse, die sogenannte Modi-Sars-Pandemie (PDF), ein Szenario des Robert-Koch- und des Paul-Ehrlich-Instituts von 2012 über das der Deutsche Bundestag informiert wurde. Das Szenario war zwar keine Vorhersage für Sars-CoV-2, hätte aber eine Grundlage zur Prävention sein können oder müssen. Aber bei drei Gesundheitsministern scheint da wenig passiert zu sein (Daniel Bahr, FDP, Hermann Gröhe und Jens Spahn, beide CDU). Jetzt wird das Geld, was man seit 2012 eingespart hat, für die Rettung der Volkswirtschaft benötigt. Ob sich das am Ende gerechnet hat?

rbb: Wie ein Szenario von 2013 Teile der Corona-Pandemie von heute vorwegnahm “Modi-Sars” haben die Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) den Erreger genannt, der in ihrem Szenario von 2013 drastische Auswirkungen hat: 7,5 Millionen Tote, ein völlig überfordertes Gesundheitssystem, heftige wirtschaftliche Schäden, eine tiefe Verunsicherung der Bevölkerung, politische und gesellschaftliche Verwerfungen.

Aus dem Modi-Sars-Szenario wurde aus meiner Sicht wenig bis gar nichts abgeleitet. Ich sage ja nicht, dass man eine halbe Million Intensivbetten vorhalten muss, aber die schlechte Lage bei Masken und Schutzausrüstungen legt doch einiges nahe. Man hätte sich auch überlegen können, wie man die Gesundheitsämter durch die Ausbildung Ehrenamtlicher zu zu solchen Nachverfolgern unterstützt. Da braucht man nämlich viele Leute für. Die haben im Idealfall nie zu tun, werden aber regelmäßig geschult und können im Ernstfall dann die Kontakte der Infizierten verfolgen.

Und auch dann wurde noch im Februar 2020 bei der Bundesregierung wenig auf Fachleute gehört. Im Februar hatte sich der Chef eines Unternehmens für Hygienebekleidung, Mundschutz und Atemschutzmasken wegen Megabestellungen aus China ans Bundesgesundheitsministerium gewandt.

Spiegel: “Wir haben gemahnt, und keiner hat uns gehört” Bereits am 5. Februar hatte sich Theiler per E-Mail an den Bundesgesundheitsminister gewandt und darauf hingewiesen, dass es in Kürze zu bedenklichen Engpässen bei der Versorgung mit Schutzmasken für Krankenhäuser kommen werde und dazu aufgerufen, die Versorgung der Kliniken voranzutreiben.

Auch der Chef eines Unternehmens, das Coronavirus-Diagnostik-Kits herstellt, warnte den Bundesgesundheitminister.

RP-Online via msn.com: Berliner Firma liefert Corona-Tests an die ganze Welt – Olfert Landt findet, die deutschen Behörden haben die Gefahr des Virus zu lange unterschätzt. „Spätestens als es in Italien losging, hätte man schneller reagieren sollen“, sagt er. Anfang Februar habe er sich selbst an Gesundheitsminister Jens Spahn gewandt und ihn gebeten, die Öffentlichkeit stärker zu warnen.

Und dann der fehlende Mut nach den ersten Infektionen größere Veranstaltungen, wie die erst nach den Webasto-Fällen beginnenden Karnevalssaison, abzusagen.

dpa meldete am 29.Januar 2020 „Webasto schließt Standort wegen vier infizierten Mitarbeitern“; die Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg war am 15. Februar, Rosenmontag 2020 war am 24. Februar.

Oder was war mit der isländischen Warnung vor Ischgl vom 5. März 2020?

Salonkolumnisten: Die Schlafwandler – Was genau geschah nach Wuhan und dem COVID-19-Ausbruch Ende November? Welche Berichte von Geheimdiensten, der WHO, dem RKI und der Regierung in China hatten Kanzleramt, Spahn und EU-Kommission wann und mit welchen Details auf dem Tisch? Dass andere Länder ähnlich schlecht reagiert haben, ist keine Entschuldigung. Die USA haben derzeit eine Regierung, die wissenschaftliche Erkenntnisse auf nahezu allen Feldern mit Füßen tritt; China ist eine Diktatur, die sich keine Blöße geben will und in der oft nicht sein kann, was nicht sein darf. Hier geht es um Europa und um Deutschland.

Nachtrag: Das wir so gut dastehen (Stand 20. April) liegt meiner Meinung nach auch nicht am vorausschauenden Regierungshandeln. Die vielen Tests sind bei uns möglich, weil Diagnostik in Deutschland seit Jahrzehnten unterstützt und von den Kassen bezahlt wird. Es gibt genügend Ärzte, die Diagnostiklabore betreiben. Und dass wir so viele Intensivbetten haben, verdanken wir auch dem Gesundheitssystem, weil die gut bezahlt werden (welt.de: „Mit künstlicher Beatmung wird richtig viel Geld gemacht“). Und wohl dem Glück, dass die Bertelsmann- und Leopoldinastudien zur Reduzierung der Krankenhäuser zu neu waren, um schon umgesetzt zu sein.

Leser, Hörer und Zuschauer können mehr

Der NDR freut sich, dass der Podcast “Coronavirus-Update” mit dem Virologen und Coronavirenkenner Christian Drosten so gut ankommt. Obwohl die einzelnen Folgen 30 Minuten und länger dauern.

Ich glaube, dass da die klassischen Medien was nicht mitbekommen haben. Denn dass Hörer 30 Minuten und mehr “aushalten”, wundert mich nicht. Wenn es die Menschen interessiert, bleiben die dran. Die Formatradio-Idee, Wortbeiträge möglichst kurz zu halten, weil die Leute sonst abschalten, ist nicht allgemeingültig. (Ich hatte irgendwann aufgehört SWF3 zu hören, weil die anfingen in den 90ern einen interessanter Beitrag über eine Stunde mit viel Musik dazwischen zu strecken.)

Und dass das Publikum mehr kann, kann man schon seit einiger Zeit sehen, Ich denke da nur an die – anderes Genre, aber auch sehr speziell – ganzen Besprechungen der “Game of Thrones”-Folgen diverser YouTube-Kanäle. Das wurde eine Folge von ein bis vier Experten (halt für TV, Film und die Bücher) teilweise länger besprochen als die Folge selbst dauerte. Und die hatten das ja nicht nur zum Spaß gemacht, die hatten auch viele Clicks und haben dabei an ihre Werbeeinnahmen gedacht.

Und wenn so ein Influencer in seinem Format 30 Minuten eine Kamera oder ein Brettspiel bespricht, dann bleiben die Zuschauer ja auch dran.

Aber dass es diese Videos gibt, zeigt mir, dass es da auch eine Nachfrage gibt. Die die klassischen Medien an diese “YouTuber” abgegeben haben.

Vonovia hilft Mietern?

Welcher Satz ist schwerer zu glauben?

a) Vonovia will seinen Mietern helfen und notfalls Anwaltskosten übernehmen.

b) Pfungstadts Bürgermeister Patrick Koch (SPD) will dass Mieter aus Wohnungen ausziehen, die sie zum Teil seit Jahrzehnten bewohnen.

Echo online: Bauaufsicht droht Mietern in Pfungstadt mit Rauswurf (€)

Da hat doch jemand seinen politischen Kompass verloren.

„Regierungen werden abgewählt, nicht neue Regierungen gewählt“

Die SPD freut sich, dass sie mit einem Minus von aktuell 6,6 Prozentpunkten trotzdem Wahlsiegerin in Hamburg geworden ist. Und Olaf Scholz – ehemaliger Erster Bürgermeister (2011-2017) und aktueller Finanzminster – sagt laut Spiegel:

„Das ist ja eigentlich die große Kunst: Nicht nur aus der Opposition heraus Regierungspartei zu werden, sondern das auch festzuhalten, und zwar auch über Personenwechsel hinweg.“

Eher nicht. In Deutschland (und vermutlich auch woanders) wird die Regierung so lange nicht abgewählt, so lange die Wähler den Eindruck haben, dass die Truppe da oben einen halbwegs guten Job macht. Eine Regierung wird nicht abgewählt, weil die Opposition so geil ist, sie wird abgewählt, wenn viele glauben, sie habe abgewirtschaftet.

Das Zitat in der Überschrift stammt vom Politikberater und früheren Journalisten Michael Spreng: „Regierungen werden abgewählt, nicht neue Regierungen gewählt.

Fassungslos im Ortsbeirat

Die problematische Situation bei der Kinderbetreuung in Wixhausen war gestern Thema im Ortsbeirat. Aber trotz Einladung war niemand vom Sozialdezernat da. Da war ich echt etwas fassungslos. Da kann man doch kommen und das erklären. Viele Wixhäuser glauben nämlich inzwischen, dass sie „abgeschoben und unterversorgt“ sind. Und mit solchen „no shows“ wird das nicht besser.

Und die fehlenden Plätze haben auch nichts mit der poltischen Farbenlehre zu tun: Im eher „roten“ Weiterstadt (mit SPD-Bürgermeister und einer Kooperation aus SPD und Freien Wählern) fehlen auch Betreuungsplätze.

Echo online: Unmut bei den Eltern in Wixhausen

Wixhausen, wo ein Darmstädter Konzept nicht richtig funktioniert

Die Rollläden einer Metzgerei sind komplett geschlossen.

Die Wixhäuser Metzgerei Huck schloss Ende September 2019. (Das Foto wurde aber während einer Mittagspause gemacht,)

Darmstadt hat seit 2009 ein Konzept wie es Einzelhandel in der Stadt und den Stadtteilen ansiedeln will.

Dieses Zentrenkonzept halte ich für ganz vernünftig, denn es will keine Supermärkte auf der Grünen Wiese, sondern diese Märkte in den Ortskernen halten. Das ist wichtig, weil diese Vollversorger jeder nutzt. Man kauft dort seine Lebensmittel, aber auch mal eben schnell Zeugs wie Schokolade oder die Zahnbürste.

Echo online: Wixhausen fühlt sich abgehängt

Und weil da jeder mal hin muss, helfen sie auch den anderen Einzelhändlern und Anbietern, zu denen man nicht täglich muss. Denn so schön ein Café oder eine Eisdiele auch ist, sie bringen die Menschen nicht so sehr in den Ortskern, wie ein Supermarkt. Auch Bäcker sind nach meinen Beobachtungen nicht unbedingt Frequenzbringer. Ich kenne Filialen, die reduzieren in den Ferien ihre Öffnungszeiten. Nachmittags ist dann zu.

Aber Weiterlesen

Hat ein Bündnis aus Initiativen bei der Kommunalwahl Chancen?

Ein buntes Tortendigramm mit 20 Zufallszahlen aus einer TabellenkalkulationDarmstädter Bürgerinitiativen verbünden sich. Und überlegen, ob sie bei der Kommunalwahl 2021 antreten. Ich bin ja immer etwas skeptisch bei neuen Parteien und gebe denen gerne wenig Chancen. Wie falsch ich damit liege, sieht man aber an der AfD und wie die WASG ab 2005 die PDS gestärkt hatte und die beiden nun als “Die Linke” regelmäßig über die Fünf-Prozent-Hürde kommen.

Echo online: Ein Bündnis aus Initiativen zur Kommunalwahl? (€) – Fraktionen äußern sich zum Zusammenschluss (€)

Aber spekulieren ist ja zu schön. Aaalso: Weiterlesen

ZDF-Serie „Blutige Anfänger“. Spoilerfreie Kritik

Mit „Blutige Anfänger“ hat das ZDF eine Serie hinbekommen, wie sie für meinen Geschmack immer sein sollte. Abgeschlossene Episoden, aber ein die ganze Staffel durchspannendes Problem, Rätsel oder wie man es nennen mag. (Ja, bei meinen Lieblingsserien „Buffy“ und den ersten drei „Veronica Mars“-Staffeln lief das auch so.)

Die „Blutigen Anfänger“ sind Studierende an einer Polizeihochschule in Sachsen-Anhalt, die ihr Praxissemester in einer Mordkommission absolvieren. Natürlich ist die Mordrate mit einem Opfer pro Folge unnatürlich hoch, wie halt in Krimis üblich. Und dann – sehr gut – gibt es noch einen Fall, der die ganze Staffel durchläuft. In jeder Folge wird der ein Stück weiter entwickelt, bis in der letzten Folge die Lösung kommt.

Da lohnt es sich dann auch jede Folge zu gucken, weil es stets was neues gibt. Und die Wendungen in dem großen Fall mache ich halt mit, weil sie nebenbei passieren. Bei diesen ganzen neumodischen horizontalen Serien interessiert mich nach den ersten zwei Folgen eigentlich nur noch der Schluss. Das Füllmaterial ist mir oft leider egal, weil ich oft das Gefühl habe, dass das nur überambitioniertes Zeugs ist.

Auch sehr angenehm ist, dass die inneren Konflikte – Probleme der Protagonisten mit sich, Freunden und Familie – nicht die äußeren Konflikte – also die Kriminalfälle – dominieren. Auch wenn sie sich durch die ganze Staffel ziehen, wie der große Fall. (Innerer und äußerer Konflikt stehen im Lehrbuch für Drehbuchschreiber.) Wenn ich Seelenschau will, gucke ich das gezielt. Noch ein Plus: Es wird in den ersten zwanzig Minuten kein nackter Darsteller durch Bild geschickt und es wird auch nicht rumgevögelt. Und auch nicht danach, wenn ich mich richtig erinnere.

Noch schöner wäre es gewesen, wenn es mal in einigen Folgen ohne Mord gegangen wäre. Es gibt ja noch andere Verbrechen. Ist natürlich dann nicht mehr Mordkommission.

„Blutige Anfänger“ hat zwölf Folgen und läuft mittwochs ab dem 29. Januar um 19.25 im ZDF. Alle Folgen stehen jetzt schon in der Mediathek.

Die Polizeihochschüler werden gespielt von Jane Chirwa, Luise von Finckh, François Goeske, Timmi Trinks und Larissa Marolt. Die Ausbilder geben Neil Malik Abdullah, Esther Schweins, Werner Daehn, Salvatore Greco, Steffen Groth und Gedeon Burkhard.

Wieder einer, der sein Adressbuch versilbert

welt.de: Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank

Das ist der Mann, der mal gesagt hat: "Man soll nicht an Türen klopfen, hinter denen man selbst mal gesessen hat".

Ja, das was früher nur FDPler und CDUler hinbekommen haben, schaffen seit dem Ende der Regierung im Jahr 2005 Schröder auch die Genossen. Gerhard Schröder machte den prominenten Anfang. Brachte eine Pipeline auf den Weg und sitzt dann in einem Gremium der Firma, die sie baut. Auch andere wie Otto Schily, Wolfgang Clement, Reinhard Klimmt, Florian Gerster oder Alfred Tacke kamen unter. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Genossen sich eher freuen, dass einer der ihren das geschafft hat, als dass sie das kritisieren, dass da einer sein Adressbuch versilbert.