Wunschergebnis

So, der OB-Wahlkampf ist gelaufen. Eine Prognose gibt es von mir keine, ich lag bei der Kommunalwahl schon daneben, ich hatte nur beim Mehrheitsverlust der Koalition recht. Es sind ohne CDU- und mit AfD-Kandidaten einfach zwei Unwägbarkeiten dabei, die ich mit meinem Daumen mal Pi nicht einpreisen kann. Aber ich habe natürlich ein Wunschergebnis.
Ich wünsche mir nämlich einen spannenden Wahlabend. Sowas gibt es bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen wegen der Exit-Polls schon länger nicht mehr. Spannend wäre es also, wenn es über den Wahlabend so bis etwa 22.30 Uhr offen bleibt, welche beiden Kandidaten in die Stichwahl kommen. 
Ach ja, es gibt die nicht-repräsentative Umfrage bei Echo-Online mit Ergebnissen zwischen 23,1 bis 18,9 Prozent für die ersten vier Kandidaten (und 6,1 bis 0,8 Prozent für die anderen vier).

OB-Wahl am Sonntag – Die Kandidaten


Damit niemand am Sonntagabend angesichts des Ergebnisses der Oberbürgermeisterwahl erschrocken im Internet sucht und sich fragt, wen er da eigentlich gewählt hat, gibt es hier zwei Tage vorher eine kleine Übersicht zu den Echo-Kandidatenportraits und dem Rückblick auf sechs Jahre Jochen Partsch (Grüne).
Bloggerkollege Carsten von „9 mal 6“ hat etwas zu seinen Wahlüberlegungen geschrieben: Eigentlich habe seine Wahl schon festgestanden, „Doch dann geschahen vier Dinge“.
Ok, und jetzt die Links:
Echo online: Rückblick: Wie hat sich Oberbürgermeister Jochen Partsch in seiner erstem Amtszeit geschlagen? – da ist für jeden was dabei.
Dazu habe ich auch was aus meinem Archiv: Eine (lange) Bilanz für Grüne und CDU in Darmstadt, mit Blick in den Koalitionsvertrag von 2011. Das hatte ich am 5. März 2016 geschrieben. Aber soviel ist ja noch nicht anders, neues Nordbad, saniertes Berufsschulzentrum und neues Stadion sind im vergangenen Jahr nicht dazugekommen.

Echo online: Die Interviews mit den OB-Kandidaten in der Straßenbahn
Die Echo-Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeisterwahl 2017 vom 14. März in der Centralstation als Video.
Die Kandidatenportraits im Echo (die Zitate habe ich willkürlich rausgegriffen, in sofern ich auch ein gutes finden konnte, und das alleine stehen kann):
Uli Franke (Linke)
Christoph Hentzen (FDP) – „Wenn es um Bürgerrechte geht, bin ich ein Linksliberaler, in Wirtschaftfragen Marktliberaler.“
Helmut Klett – „Ich bin schon froh, viele Dinge verhindert zu haben.“
Kerstin Lau (Uffbasse) – „Wir müssen verhindern, bestimmte Bevölkerungsgruppen aus Darmstadt zu drängen.“
Hans Mohrmann (AfD) – „Ich habe ein Herz für katholischen Kitsch.“
Jochen Partsch – „Wegen der Vielzahl von Aufgaben und Projekten haben wir uns zu spät auf einige wichtige Projekte konzentriert.“
Achim Pfeffer (unabhängig) – „Nach Jahren intensiver Kontakte zu vielen Bürgern habe ich genug Erfahrung, das Amt des Oberbürgermeisters auszufüllen“
Thorsten Przygoda (unabhängig) „Eigentlich betrifft es alle Straßen im Stadtgebiet, die total kaputt gefahren sind und mich zeitweise an die Zustände erinnern, die ich während meines Polen-Aufenthalts beklagt habe.“
Michael Siebel (SPD)

Grundsteinlegung in Arheilgen

Der Grundstein der neuen Wache der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen.

Mit umgesetzten Bauprojekten sieht es bei Grün-Schwarz ja etwas mau aus, aber in Arheilgen kommt die Koalition voran. Gestern wurde der Grundstein für die seit 2008 diskutierte neue Feuerwehrwache der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen gelegt.

Echo online: Baustart in Arheilgen

Da im Bebauungsplan auf den nahen Ruthsenbach und Überschwemmungen hingewiesen wurde, hatte ich die Stadt gefragt, ob auch die Baustelle oder später das Gerätehaus überschwemmt werden könnte? Aber damit rechnet die Stadt nicht. Dennoch ist schon jetzt der Ruthsenbach im Gebäude – der Zement des Grundsteins wurde mit Ruthsenbachwasser angemischt.

Freisprechung in der Orangerie

Am besten ist alle zwei Wochen eine Freisprechungsfeier. Während am Samstagnachmittag 82 Jungesellen ihre Urkunden von Handwerkskammervertretern und dem Oberbürgermeister bekamen, gewannen die Lilien 2:1 gegen Mainz.

Echo online: Kreishandwerkerschaft vergibt Gesellenbriefe an mehr als 80 Absolventen

Die Musik kam auch in diesem Jahr von „The Human Jukebox Project“.

Viel zuviel – OB-Kandidaten zum ÖPNV

OB Jochen Partsch (Grüne), Michael Siebel (SPD), Hans Mohrmann (AfD), Moderator Uwe Schuchmann (VCD), Kerstin Lau (Uffbasse), Christoph Hentzen (FDP), Helmut Klett (Uwiga) und Achim Pfeffer (unabhängig) im Goldnen Löwen.

Echo online: Oberbürgermeister-Kandidaten diskutieren im „Goldnen Löwen“ über Verkehrsfragen

Leider sind Veranstaltungen mit drei Themenblöcken und Antworten von acht Kandidaten zu viel um alles in einem Artikel zu bringen. Was man ganz leicht an einer überschlägigen Rechnung sehen kann: Allein drei mal acht Antworten wären schon 24 Sätze. 120 Zeilen geteilt durch 24 Sätze sind 5 Zeilen pro Satz. Oder anders: 120 Zeilen durch acht Kandidaten sind 15 Zeilen pro Kandidat.

Das kann nicht funktionieren, da fällt einiges hinten runter. Auch ob die Kreiskommunen durch den ÖPNV direkt an Darmstadt oder Frankfurt angebunden sind. So eine Betrachtung ist ein komplett eigenes Thema und die Antworten von Darmstädter OB-Kandidaten nochmal. (Und ich selber würde mich über einen besseren abendlichen Bustakt von Braunshardt, Gräfenhausen und Schneppenhausen nach Darmstadt sehr freuen.)

Und so schöne Sachen, wie die Frage, wie die Kandidaten gekommen sind, kann ich nunmal nicht auslassen, auch wenn es eher was „buntes“ ist. Denn sowas gibt ja Hinweise wie gut die Verkehrsträger eingeschätzt werden. Ich erinnere mich noch, wie zu einer Straßenbahnvorstellung vor zehn Jahren fast alle von Verwaltung, Politik etc. mit dem Auto zum Betriebshof Frankenstein in Eberstadt gekommen waren. Und das an einem Samstagvormittag.

Ach ja: Im Artikel kommt auch das „Wiener Modell“ vor, eine Jahreskarte für ganz Wien für 365 Euro, also ein Euro pro Tag. Zwar gibt es seitdem mehr Fahrgäste in Wien und auch mehr verkaufte Jahreskarten, aber auch die Zuschüsse, Wartungs- und Personalkosten scheinen gestiegen zu sein.

Feuerwehr Darmstadt – Sechs Jahre alter Neubau muss vielleicht weg

Die Darmstädter Berufsfeuerwehr an der Ecke Bismarckstraße / Steubenplatz.

Die Wache der Darmstädter Berufsfeuerwehr soll am gleichen Standort neu gebaut werden. Das Beste kommt aber am Schluss des Artikels von Patrick Körber:

Echo online: Die Wache der Berufsfeuerwehr Darmstadt soll bleiben, wo sie ist – Nicht auszuschließen ist übrigens, dass die neue Fahrzeughalle, die erst vor sechs Jahren fertiggestellt wurde, für den Neubau wieder abgerissen werden müsste – das wird die Studie zeigen.

Dieser Neubau hat als „Südbau“ eine nicht gerade ruhmreiche Geschichte. Vor etwa zehn Jahren war das Gebäude eine Dauerbaustelle, die nicht vorankam, weil dem damals rot-grünen Darmstadt das Geld dafür fehlte. Das waren Steilvorlagen für die CDU-Opposition. Irgendwann standen Fahrzeuge und Abrollcontainer der Berufsfeuerwehr zwar im Südbau, weil es auch nicht gut war, dass die draußen standen. Aber der Untergrund war noch nicht fertig, was bedeutete, dass der Boden nochmal neu gemacht werden musste.

Und dieser Neubau könnte nun abgerissen werden müssen? Ok … Ein Gebäude weniger, dass in den 60 Jahren mit SPD-OBs gebaut wurde.

Das gute an der Entscheidung ist, dass nun auch klar ist, das die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt künftig in den Neubau der BF kommt. Denn ihr Standort in der Kasinostraße soll aufgegeben werden.

Der sogenannte „Südbau“ auf dem Feuerwehrgelände.

"Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen"

Ha, die Darmstädter Oberbürgermeisterwahl am 19. März ist gelaufen! „Der grüne Oberbürgermeister Jochen Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen“, sagt der Politikwissenschaftler Björn Egner. Naja, genauer gesagt, sagt er, dass sich die Darmstädter CDU das wahrscheinlich so überlegt hat, als sie keinen OB-Kandidaten aufstellte.

hessenschau.de: „Dass die CDU so schlecht abschneidet, ist bemerkenswert“ – „Ich kann schon verstehen, dass (die CDU) nicht antritt. Sie weiß: Der grüne Oberbürgermeister Jochen Partsch wird die Wahl ohnehin haushoch gewinnen. (… Die CDU) hat dort außerdem offenkundig ein Personalproblem.“

Wobei meiner Meinung nach die CDU kein Personalproblem hat, Bürgermeister Rafael Reißer, Kämmerer André Schellenberg oder die ehemalige Kultusministerin Karin Wolff müssten schon wissen, wie man regiert. Und die Stadtverordneten Roland Desch und Wilhelm Kins haben in ihrem Berufsleben größere Behörden bzw. eine Versicherung geleitet.

Expertenrunde mit Kabbaratz zur Oberbürgermeisterwahl

Die Expertenrunde mit Roland Hotz, Elisabeth Heinemann, Peter Hoffmann und Jörg Dillmann.

Eine Diskussion zur Oberbürgermeisterwahl (die ist am 19. März) ohne langatmige – und sowieso immer den gleichen – Kandidatenstatements gab es am Sonntag im Jagdhofkeller. Allerdings war beim Thema Kultur der Spaß ein wenig vorbei. Und mancher Kandidat hatte den Spaß der Veranstaltung nicht verstanden, Michael Siebels (SPD) Antworten (alle Antworten wurden vorgelesen) waren eigentlich zu ernst.
Echo online: Kabarett Kabbaratz stellt OB-Kandidaten etwas andere Fragen

„2016 haben Brexit und Donald Trump gezeigt, dass man mit Wahlen etwas verändern kann. Wenn Sie sich am 19. März etwas unsicher sind, bleiben Sie zuhause.“ (Peter Hoffmann, Kabbaratz)

Evelyn Wendler und Jörg Dillmann.


Evelyn Wendler und Roland Hotz.

Feuerwehr- und Rot-Kreuz-Übung im Stadion

Rot-Kreuz-Helfer mit einem geretteten Mimen (Verletztendarsteller).

Echo online: Übung mit Rauch und Stromausfall im Stadion am Böllenfalltor

Die Darmstädter Feuerwehren und das Rote Kreuz übten Mittwochabend im Jonathan-Heimes-Stadion. Und als im Rahmen der Übung das Licht ausging, da sah man auf der verrauchten Tribüne zwar die Hand vor den Augen, aber nicht unbedingt die Füße …