Mit oder ohne Pressestelle?

„Rufen Sie bitte die Pressestelle an“, heißt es in der Regel, wenn man den Dienstweg abkürzt und in einer Abteilung direkt anruft. Klar, die PR-Abteilung koordieniert den ganzen Hühnerhaufen in der Außenwirkung und wenn da jeder macht was er will, gibt das viele Meinungen und das kann eine Firma oder eine Behörde ja gar nicht brauchen.

Gestern erlebte ich aber, wie die Pressestelle kneift, wenn es aufwändig zu werden droht. „Rufen Sie in der Zentrale an“, beschied mir die Pressedame. Mein Verständnis von dem Job wäre ja ein anderes (klar, solange es im Rahmen bleibt.) Und woanders musste ich ganz charmant nachbohren, sogar mit Logik kommen. „Ich kenne doch ihre Strukturen gar nicht, woher soll ich denn wissen, wer da bei ihnen zuständig ist.“

Und nächstes Mal maulen die PRler wieder rum, dass man an ihnen vorbei arbeitet.

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Mittwoch …

… will die Online-Tageszeitung „Heinertown.de“ starten. Mal sehen, denn die Ankündigung weckt bei mir (und bestimmt auch bei ein paar Medienschaffenden in Darmstadt und Deutschland) mittlere bis große Erwartungen:

Mehr als sechs Monate lang waren Redakteure und IT-Experten, Grafiker und Marketing-Fachleute damit beschäftigt, den Start der neuen Online-Tageszeitungs-Community für Darmstadt vorzubereiten – jetzt geht es am Mittwoch dieser Woche endlich auch offiziell los. Mit einer spannenden, mehrfach täglich aktualisierten Darnstadt-Berichterstattung, mit kostenlosen privaten Kleinanzeigen und vielen weiteren interessanten Inhalten.

Na, dass die Inhalte spannend und interessant sind, will ich doch mal schwer hoffen. Schließlich gibt es eine Mitgliedschaft ab 4,16 Euro im Monat.

Nachtrag: Heinertown hatte seinen redaktionellen Betrieb im November 2014 eingestellt. Der Herausgeber war im September 2014 gestorben. Ich hatte dazu auch ein paar Zeilen geschrieben.

Eyjafjalla – Fallen jetzt Sommer oder Klimawandel aus?

Der Flugverkehr ist durch den Eyjafjalla-Vulkanausbruch (eigentlich Eyjafjallajökull, Inselberggletscher) schon gestört, aber war da nicht so was mit Klima und Vulkanaktivitäten?

Update – Na also, orf.at: Vulkanausbrüche verändern Wetter und Klima.

Und bei SpOn: Folgen mehrere Ausbrüche in kurzer Zeit aufeinander, könnte die Erde gar in eine Eiszeit stürzen, haben Geologen von der Universität Mainz herausgefunden.

Nachtrag I: Und ein vic stellte in seinem Tweet fest: erst verbrennt island unser geld und jetzt schicken sie uns auch noch die asche zurück.

Nachtrag II: FAZ: Die britische Nationale Flugsicherung […] bestätigte, das Ausmaß der Unterbrechungen im Luftverkehr sei ohne Beispiel – es sei größer als in den Tagen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 […]

Nachtrag III: welt.de: a) Was passiert, wenn die Wolke einen Monat bleibt? b) Was passiert, wenn die Wolke ein Jahr bleibt?

April, April – 2. Update

Das war dann doch zu leicht, hr-online:

Das Land Hessen plant nach hr-Informationen den Kauf einer griechischen Insel.

Allerdings, eine Landesregierung, die in den Zeiten der „Operation sichere Zukunft“ (die Opposition nannte es „düstere Zukunft“), Millionen für ein Schloss in Erbach über hatte, die scherzt vielleicht auch im April nicht.

Ach ja, das mit der Briefmarke auf der das Braunshardter Schloss (gehört zu Weiterstadt) sein soll, und die heute in einem Tagespostamt im Schloss verkauft werden soll, ist auch ein Aprilscherz.

Update I: Auch endlich eine Erfindung, die viele lange erwarten: Speicherkarten mit Rauschreduzierung

Update II:

Fahrradparkhaus in der Markthalle – IVDA begrüßt Aufwertung der Innenstadt

Gähnende Leere herrschte zuletzt in der Markthalle in der Darmstädter Innenstadt. Eine greifbare Perspektive auf Besserung war nicht in Sicht. Nun hat die Stadt, zur Freude der Verbände, angekündigt, die Markthalle zukünftig als Fahrradparkhaus und Radservicestation zu nutzen.

„Mit der heute angekündigte Umnutzung der leer stehenden Bereiche der Markthalle als Fahrradparkhaus und Radservicestation macht die Stadt endlich einen ersten Schritt, sich von Ihrer autozentrierten Innenstadtförderung zu verabschieden. Wir freuen uns, dass diese kontinuierlich von uns vorgetragene Forderung nun endlich Früchte getragen hat.“ erklärt Stefan Opitz, Vorstandssprecher des Vereins für Innovative Verkehrssysteme Darmstadt e.V. (IVDA). „Nachdem bereits letzte Woche durch den Radverkehrsdezernenten Wenzel der hohe Stellenwert des Radverkehrs bei der Stadt herausgestellt wurde, ist dies ein wichtiges Signal, dass die Radverkehrsförderung in Darmstadt wirklich ein ernst gemeintes Anliegen ist. Bei dieser einen Maßnahme darf es dafür aber nicht bleiben, denn selbst von einem durchschnittlichen Angebotsniveau sind wir derzeit noch ein ganzes Stück entfernt.“ fordert der IVDA-Sprecher.

Besonders erfreulich sei aus Sicht des IVDA bei dieser ersten Maßnahme speziell das Umdenken im Bereich des Innenstadtmarketings. „Nachdem in der Vergangenheit kostenlose Parkplätze zum Weihnachtseinkauf das Maß der Dinge waren, wird nun endlich auch der Fokus auf eine weitere große und umsatzstarke Gruppe der Kunden gelegt, um ihr adäquate Parkmöglichkeiten und entsprechende Serviceeinrichtungen zu bieten. Es ist zu hoffen, dass sich bei der Stadt nun die Einsicht endgültig gesetzt hat, dass die gute Erreichbarkeit der Innenstadt speziell zu Fuß und mit dem Fahrrad ein herausragendes Qualitätsmerkmal und der größte Trumpf im Kampf gegen desintegrierte Einzelhandelsstandorte auf der ehemals grünen Wiese ist.“ so Opitz abschließend.

Umstrittene Pensionsregelung im Stadtkonzern soll nachträglich geheilt werden

Wie das Echo meldet, soll heute der HSE-Aufsichtsrat erneut über die Pension des Vorstandsmitglieds Holger Mayer beraten. Angeblich war die „Branchenüblichkeit“ (auf die verwiesen wurde, als die FAZ die Regelung – „70 Prozent mit 49 Jahren“ aufdeckte) doch nicht nachgewiesen und soll nun nachträglich festgestellt werden.

Da können sich die Politiker im Aufsichtsrat ja mal an ihre Presseerklärungen vom Januar erinnern. Wie die Arbeitnehmervertreter abstimmen werden, kann ich mir schon denken, nachdem die sich ja erst neulich verbeten haben, dass das Stadtparlament sich einmischt.

Sieher auch:
Großzügige Pensionsregelung im Stadtkonzern?

Wie früher bei Königs – Update

Was mich ja ärgert ist, wenn ich als Normalbürger bei einer Einrichtung was frage, kann es mit der Antwort dauern, wenn überhaupt eine kommt.

Wenn ich im Namen der Zeitung frage, geht das dann erstaunlich flott. Ist das jetzt die demokratische Variante, in der früher sofort gesprungen wurde, wenn „seine Majestät“ sich einschaltete? Prinzipiell zu begrüßen, aber dennoch ärgerlich, finde ich. Denn als „Volk“ ist man unwichtig.

Wie war das noch, als im Winter ein Bus ausfiel und ich dann wissen wollte warum?

Am 14.2.2010 (Sonntag) waren ich zahlreiche andere unterwegs zum AEWG-Umzug nach Gräfenhausen.

Aber der 5515er-Bus, der um 11.51 Uhr an der Pallaswiesenstraße abfahren sollte, kam einfach nicht. Und die „RMV-Mobilitätszentrale“ (Nummer steht unter den Fahrplänen an der Haltestelle) konnte mir auch nicht weiterhelfen, weil sie die Leitstelle des Busunternehmens nicht erreichte. Und der Busfahrer des um 12.51 Uhr kommenden Busses, wusste nichts von einem Ausfall auf der Linie – soviel also zur Kundeninformation.

Die Busse, die pünktlich eine Stunde später kamen (ein 751er und ein 5515er) waren dann voll.

In einer E-Mail an die Dadina schrieb ich am 19. Februar:

Ich würde mich freuen zu erfahren was am 14.2. passiert war, warum der Bus nicht kam, warum die HAV-Leitstelle nicht für die RMV-Mobilitätszentrale erreichbar war

Am 26. Februar erfuhr ich von dem Busunternehnen:

am 14.02.2010 fiel bei dem Bus, mit dem die im Betreff genannte Linie gefahren werden sollte, die Heizung aus. Die kurze Pausenzeit des Fahrers reichte für die Werkstattfahrt, Reparatur und Rückfahrt zum Einsatzort Schloss nicht aus. Um größere Verspätungen auf mehreren Folgetouren zu vermeiden, setzte die Linie dann erst ab Windmühle ein.

Auf den Weiterstädter Linien haben wir keine Funkverbindung. Somit haben die anderen Fahrer auf der Linie keine Informationen über evtl. Vorfälle und können den Fahrgästen daher auch keine Auskünfte geben.

Abgesehen davon, dass es immer noch besser ist in einem kalten Bus auf dem Weg zu seinem Ziel zu sein, als an einer genauso kalten Haltestelle zu warten, wusste ich aber immer noch nicht, warum die Leitstelle nicht besetzt war.

Aber deswegen wurde ja das Angebot der „RMV-Mobilitätszentrale“ konterkariert.

Auf die Antwort (auf mein Nachhaken am 26.Februar) warte ich noch bis heute nicht mehr – klar, ich habe ja als Bürger und Kunde gefragt es gab eine Antwort am 1.4.2010.

(Aber 30.000 Euro für eine Werbekampagne, damit die Leute Busse und Bahnen nutzen, weil das Verkehrsmittel ja „entspannend“, „schnell“ und „zuverlässig“ sei.)

Nachtrag: Am 1. April 2010 wurde mit mitgeteilt, dass es „außerhalb der Bürozeiten in der Firma nur einen Notdienst gebe.

Scheinkommentare

Kommentare wie diese:

Vielen Dank für die tollen Hinweise und Tipps. Echt schöner Beitrag! Zu dem Thema habe ich jetzt schon viele nützliche Anregungen gefunden.

oder

Find ich gut, dass das hier mal thematisiert wird. , an der Sache solltet Ihr dranbleiben. Ich glaube, dass ich vor einigen Tagen an anderer Stelle zum gleichen Thema etwas gesehen habe.

kann man sich hier gleich sparen, wenn der im Absender auf ein kommerzielles Angebot führt. Lasst es, oder richtet den Dienstleistern, die solche Scheinkommentare schreiben, aus, dass das das Geld nicht wert ist. Die Dinger landen bei mir gerade im Spam.

Kleiner Tipp: Sowas muss langhändig vorbereitet sein. Erstmal ein normales Wasauchimmer-Blog aufmachen, ein paar Katzenfotos und so posten, lange (drei oder vier Monate) viel, fleißig und intelligent (!) in der Welt rumkommentieren und dann klammheimlich die Site umwidmen oder eine Weiterleitung zum Webshop einrichten.