† † 2016 † †

2016 starben tatsächlich viele Prominente. Und das ging im ersten Quartal schon los. 2012 hatte der BBC-Nachruf-Redakteur Nick Serpell von Anfang des Jahres bis Ende März fünf Nachrufe veröffentlicht – 2016 waren es in der gleichen Zeit 24.

Aber er hat auch eine Erklärung, die man so zusammenfassen kann: Heutzutage sind einfach mehr Menschen prominent, weil ja beispielsweise schon Fernseh-Moderatoren so bekannt sind, wie es früher eher nur Filmschauspieler waren. Und da es viele “Baby Boomer” (geboren zwischen 1946 und 1964) gibt, gibt es auch mehr Prominente in dieser Generation, von denen 2016 die ersten nun auch 70 Jahre alt wurden.

stern.de: Es sterben im Verhältnis zur Bevölkerung nicht mehr Menschen als sonst auch..

mdr.de: Warum 2016 so viele Prominente gestorben sind

Eyjafjalla – Fallen jetzt Sommer oder Klimawandel aus?

Der Flugverkehr ist durch den Eyjafjalla-Vulkanausbruch (eigentlich Eyjafjallajökull, Inselberggletscher) schon gestört, aber war da nicht so was mit Klima und Vulkanaktivitäten?

Update – Na also, orf.at: Vulkanausbrüche verändern Wetter und Klima.

Und bei SpOn: Folgen mehrere Ausbrüche in kurzer Zeit aufeinander, könnte die Erde gar in eine Eiszeit stürzen, haben Geologen von der Universität Mainz herausgefunden.

Nachtrag I: Und ein vic stellte in seinem Tweet fest: erst verbrennt island unser geld und jetzt schicken sie uns auch noch die asche zurück.

Nachtrag II: FAZ: Die britische Nationale Flugsicherung […] bestätigte, das Ausmaß der Unterbrechungen im Luftverkehr sei ohne Beispiel – es sei größer als in den Tagen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 […]

Nachtrag III: welt.de: a) Was passiert, wenn die Wolke einen Monat bleibt? b) Was passiert, wenn die Wolke ein Jahr bleibt?

Erinnerung an Michael Jackson

Nein, jetzt kommt keine Elegie, ob eines tollen Musikers, sondern einfach eine Erinnerung an 1984, als ich 15 Jahre alt war.

Damals musste man ja “Formel Eins” gucken, wenn man Videoclips sehen wollte (und ohne Kabelanschluss kein MTV hatte).

Leider lief das immer zur Abendessenszeit und daher konnte ich das nur selten gucken. Aber eines Abends waren meine Eltern weg und freute mich endlich mal “Formel Eins” zu sehen. Und dann? Es lief ein Special über den wohl gerade verstorbenen und mir völlig unbekannten – und so was von egalen – Alexis Corner. Was sehr schön zeigte, dass die Redaktion keine Ahnung von der Zielgruppe hatte. Wer Gummibärchen mag, mag nicht auch automatisch Zartbitterschokolade, nur weil in der aus Zucker ist.

“Formel Eins” hatte man wegen des “Thriller“-Videos in die Nachtstunden verschoben. Wusste ich an dem Abend aber nicht, kam erst am nächsten Tag in der Schule raus. Aber ich war in Sachen Popmusik eigentlich ziemlich unwissend. Daher wusste ich lange nicht, dass das Ding was da dauernd auf SWF3 lief “Thriller” war.

Als dann sein Album “Bad” rauskam, kam er bei mir – weil immer weißer und immer spitznasiger geworden – in die Freak-Schublade – und nie wieder raus. Für mich hieß das Album “Mad”, sein späteres “History” war bei mir “Hystery”.

Irgendwann 1999 kaufte ich dann mal auf einem Flohmarkt die “Thriller”-CD, aber eher für die Vollständigkeit des CD-Regals. So wie auch ein “ZZ Top”-Album (denn eigentlich fand ich die eher doof). Aber so kann ich seitdem sagen: “Das geht von Lee Aaron (find’ ich tatsächlich gut) bis ZZ Top.”

Und die Coverversionen seiner Songs sind natürlich auch eine Art der Anerkennung:
Badesalz – Black or White
The Bates – Billy Jean

Uhrzeitlicher Sommeranfang

Heute Nacht (29. März) ist es wieder soweit: Uns wird eine Stunde geklaut, die Sommerzeit beginnt. Die Uhren werden um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Und das wo es noch nicht einmal richtig Frühling geworden ist.

Die Sommerzeit ist inzwischen eine alte Erfindung. Sie wurde zum ersten Mal am 30. April 1916, während des Ersten Weltkrieges, in Deutschland eingeführt. Die Idee dazu stammte allerdings aus Irland. Die Sommerzeit, wie wir sie heute kennen, gibt es seit 1980. Damals wurde sie nach und nach von allen Ländern der Europäischen Gemeinschaft eingeführt. Auch andere Länder wie die Schweiz machten schließlich mit. Der Aufwand für zwei Zeiten (Fahrpläne beim grenzüberschreitenden Zugverkehr) war einfach zu hoch.

Sommerzeit gibt es inzwischen in Australien, ganz Europa und Nordamerika. Asiatische und arabische Länder wie Afghanistan und Ägypten haben Sommerzeit, in Südamerika stellen Chile und Brasilien die Uhren um.

Die Europäische Kommission untersuchte im Jahr 2000 die Auswirkungen der Sommerzeit auf verschiedene Bereiche wie Landwirtschaft, Energieverbrauch und Gesundheit und entdeckte vor Vor- und Nachteile. In Deutschland sahen die meisten landwirtschaftlichen Betriebe keine negativen Auswirkungen auf die Milchwirtschaft, in Österreich soll die Zeitumstellung bei Kühen zu vermehrten Infektionen geführt haben. Weinbauern sahen die Sommerzeit sogar positiv, weil man abends länger im Weinberg arbeiten konnte.

Untersuchungen zum Energieverbrauch in verschiedenen Ländern ergaben, dass die Energieeinsparungen maximal nur ein halbes Prozent ausmachen. Reduzierter Stromverbrauch in Deutschland wird durch erhöhte Freizeitaktivitäten – inklusive mehr Autofahren – wegen der länger hellen Abende wieder ausgeglichen. Zudem bedinge die Zeitumstellung im Frühjahr, dass mehr geheizt werden müsse.

In den Tagen nach den Zeitumstellungen scheinen die Ärzte bis zu 10 Prozent mehr Patienten zu haben. Allerdings konnten ernsthafte Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Sommerzeit nicht festgestellt werden. Die Menschen passen sich in der Regel in maximal zwei Wochen der neuen Zeit an. Hotels und Gaststätten bewerteten die Sommerzeit als eher negativ, da die Leute abends später ausgingen, was sich aber mit Lärmschutzregelungen stößt, die ab 22 Uhr die Außenbewirtung einschränken.

Aber abgeschafft wird die Sommerzeit nur dann, wenn es alle EU-Mitgliedstaaten wollen. Zurückgestellt werden die Uhren am letzten Sonntag im Oktober.