Zeltstadt Starkenburg-Kaserne

Wenn ich meinen Artikel von heute so lese, könnte man meinen das Rote Kreuz betreibt seine professionellen Angebote wie Altenheime oder das Hippy-Programm eigentlich nur, um im echten Notfall eine bessere Infrakstruktur für seine Hilfeleistungen zu haben.

Echo online: Rotes Kreuz hilft in der ehemaligen Starkenburgkaserne

(Und der Blick aufs Mobiltelefon ist nicht gestellt, da kam tatsächlich ein Anruf.)

„The James Bond Theme“ = „Good sign, bad sign“+“Poor me“

Das Riff des James Bond Themes ist von Monty Norman (klang aber in der Ursprungskomposition „Good sign, bad sign“ indischer) und der Beginn stammt aus einer älteren John Barry-Komposition („Poor me„).

Den Rest, den das folgende Video nahelegen will, mag nicht so ganz nicht teilen. Aber es ist trotzdem interessant.

YouTube: Who Wrote the Bond Theme? — A Musical Experiment

Überbrückung des Bahnübergangs beim Edelsteinviertel – Chance für neuen Politikstil

Zwischen Botanischen Garten und Edelsteinviertel ist ein Bahnüberweg, der durch eine Brücke ersetzt werden könnte.


Darmstädter Kämmerer André Schellenberg (CDU) hatte ja mal zu Regierungsbeginn einen Neuen Politikstil angekündigt:

„Wir werden die Oppositionsparteien ernst nehmen und gute Vorschläge auch annehmen – anders als uns das ergangen ist.“

Jetzt ist mal eine Gelegenheit (die ich willkürlich rausgreife, weil sie gestern reingekommen ist):

SPD fordert Überbrückung des Bahnübergangs zwischen Edelsteinviertel und Botanischem Garten (…) Da bei der anstehenden Bewerbung zur Landesgartenschau aber mit Unterstützung der SPD eine Brücke geplant ist, sieht die Fraktion nun die Möglichkeit, die Maßnahme vorzuziehen.(…)

Das Ganze soll in der nächsten Stadtparlamentssitzung ein Antrag werden.

Und jetzt mein revolutionärer Vorschlag (der in Weiterstadt gelebte Praxis ist):
1. Grüne und CDU beantragen, das SPD-Papier zur sachlichen Erörterung in den zuständigen Ausschuss zu überweisen, im Ausschuss wird der Antrag beraten – vielleicht läd der oder die Vorsitzende noch Experten ein – und erst dann wird abgestimmt. Vielleicht gelingt es ja, im Ausschuss einen gemeinsamen Antrag zu formulieren.

2. Die SPD tritt der Koalition bis dahin bei dem Thema nicht weiter gegens Schienenbein und die Koalition beweist, das sie souverän und der Souverän ist, indem sie die unnötigen Spitzen in der SPD-Pressemitteilung nicht mal ignoriert.

Züge kündigen sich mit einem lauten Pfiff an, fahren dann aber auch gleich durch.

Der SPD-Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt begrüßt die Absicht, im Rahmen der Landesgartenschau einen sicheren Übergang vom Edelsteinviertel zum Botanischen Garten und umgekehrt durch eine Überbrückung zu gewähren. Da der bisherige Bahnübergang nicht technisch gesichert ist, auf einem Schulweg liegt und das Sichtfeld eingeschränkt ist, sollte diese Maßnahme allerdings schon – wie auch beim Ostparkweg – unabhängig vom Ausgang der Bewerbung vorgezogen werden.

Die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt beauftragt den Magistrat, erste Planungsschritte zum Bau der Brücke zu erlassen und sein Konzept so schnell wie möglich den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorzulegen. Für den Haushalt 2016 sind entsprechende Mittel zum Bau der Brücke zur Verfügung zu stellen.

Gestern im Landgericht

Ein Darmstädter Barbesitzer muss wegen gefährlicher Körperverletzung ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte auf versuchten Totschlag sowie fünf Jahre und zehn Monate Haft plädiert, die Verteidigung auf gefährliche Körperverletzung und eine Bewährungsstrafe für den bis dahin strafrechtlich nicht aufgefallenen Mann.

Echo Online: Drei Jahre und zehn Monate Haft für schwere Körperverletzung Weiterlesen →

Widersprüche gegen Baupläne in Gräfenhausen

Eine ehemalige Mühle (der weiße Backsteinbau links) in Gräfenhausen soll abgerissen werden. Bürger sehen die Mühle aber als kulturhistorischen Ort.


Das Weiterstädter Stadtparlament hat im Juli einen Bebauungsplan für eine Gräfenhäuser Liegenschaft beschlossen. Der Plan liegt nun im Rathaus aus und Bürger können ihre Einwendungen anbringen. Zwei sind auch beim ECHO angekommen, die auf die Ortsgeschichte seit dem Jahr 1400 und den „Wormser Pfad“ hinweisen. Also habe ich beim Heimatverein Gräfenhausen-Schneppenhausen nachgefragt, sowie bei den Denkmalschutzbehörden.

Echo Online: Sorge um ein Stück Kulturgeschichte

Den „Wormser Pfad“ gab es tatsächlich, bestätigte mir der Heimatverein, er war ein mittelalterlicher Weg, der von Frankfurt über Langen, Egelsbach Erzhausen, Gräfenhausen, Weiterstadt, Gehaborn, Griesheim, Hahn, Bruchmühle, Klein- und Groß Rohrheim, Biblis und Hofheim nach Worms führte. Auf dem reisten auch Deutsche Kaiser, wie 872 Ludwig der Deutsche und zwischen 1065 und 1106 Heinrich IV. Eine Eigenart des Wormser Pfades sei gewesen, dass er Ortskern mied und an den Dorfrändern vorbeiführte. (Heinrich Egelhof (1967): Die Flurnamen von Gräfenhausen)

Open-Air-Filmfest Weiterstadt

Das Weiterstädter Open-Air-Filmfest ist auf einer Lichtung am Rande des Braunshardter Tännchens.

Auch 15 Minuten lange Filme können ganze Geschichten erzählen. Ich muss zugeben, da habe ich das Genre Kurzfilm unterschätzt. Dabei kommen ganz viele Kurzfilme im TV – nur werden die Serienepisoden von „The Big Bang Theory“, „Two Broke Girls“ oder „How I met your mother“ so nicht genannt.

Kurzfilme sind auch nicht nur „l’art pour l’art“, was ich auch befürchtet hatte. Sie können lustig sein. Was das Weiterstädter Open Air-Filmfest (eigentlich jedes Jahr) zeigt. Nur war ich dort meistens zum arbeiten und dann habe ich keinen Blick für die Filme.

Wie beispielsweise für den von der Freundschaft zwischen einem Reh und einem Hasen im süßen Trickfilm „Rabbit and Deer“. Zunächst leben und lachen die Figuren in einer flachen Welt gezeichnet auf Papier, bis das Reh die dritte Dimension entdeckt und eine 3D-Animation wird. Aber wahre Freundschaft überwindet eben ganze Dimensionen.

Auch gut kam das Porträt des Bombenentschärfers Herman Heimlich (gespielt von Gustav Peter Wöhler), der plötzliche keine Angst mehr kennt. Wöhler war für Regisseur Michael Binz die Idealbesetzung, so dass er neun Monate wartete bis Wöhler Zeit hatte, erzählte Piet Fuchs, einer der Darsteller, nach dem Film.

Der Film ist die Abschlussarbeit des Regisseurs an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Binz schafft es in der Komödie die skurrilsten Phobien, die es tatsächlich gibt, lustig vorzustellen ohne belehrend zu wirken. Anke Engelke spielte eine Ärztin. „Sie ist Dozentin an der Kunsthochschule und wollte dann natürlich gleich mitspielen“, erklärte Piet Fuchs, wie es zu einer prominenten Darstellerin kam. Und einen – wenn auch zweifelhaften – kulinarischen Tipp gab es auch noch, Hermans Lieblingskantinengericht ist „Schnitzeltorte“ (und das ist genau das, wonach es klingt).

Am Samstag wurde auch die Super-8-Tradition gepflegt (Das Filmfest begann 1977 vor allem mit Super-8) und verschiedene Filmemacher buhlten mit echten Super-8-Filmen um den Weiterstädter Filmhirsch, den das Publikum vergibt. Da waren einige Werke teilweise dann doch sehr äh … ambitioniert, aber auch dokumentarisch wie der Film über den tatsächlichen Werwolfwanderweg bei Bedburg (zwischen Düsseldorf und Köln) oder lustig wie der Trailer zum fiktiven Trash-Film über den Superhelden „Super-Pelle“ (halb Mensch, halb Wurst) von Manuel Francescon und Michael Sommermeyer. Letzterer gewann auch den Filmhirsch.

Schirme prägten den verregneten Freitagabend.“ width=“670″ height=“446″ /> Schirme prägten den verregneten Freitagabend.

Leider hatte es auch heftig geregnet, am Freitag sah das so aus, was doch so einige – auch mich – schnell den Rückzug antreten ließ, denn Dauerregen macht auch unter kostenlosen Capes keinen Spaß.

Am Freitagabend regnete es auf dem FIlmfest ziemlich heftig. Im Projektorstrahl sieht man den Regen.

Echo Online:
Filmfest in Weiterstadt lockt wieder viele hundert Besucher ans Braunshardter Tännchen

Festival zeigt die Tücken des Experimentalfilms

Filmfest Weiterstadt: Alles bereit für die große Leinwand

Vorsicht bei Entfernungsangaben in ÖPNV-Datenbanken

Es ist ja prima, dass man sich am Internet seinen Fahrplan für Busse und Bahnen zusammensuchen kann. Nur sollten die Entfernungen dann auch stimmen. Denn an diesen Daten orientieren sich auch Stadtverordnete, die über Haltestellen etc. entscheiden. Und natürlich die Datenbank, wenn die Fahrgäste ihre Fahrpläne zusammenstellen.

In Weiterstadt wird die Bushaltestelle Bahnhof wenig genutzt. Und so empfiehlt die Nahverkehrsorganisation Dadina, diese Haltestelle abzubauen, zumal die nächste Haltestelle nicht so weit weg sei.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass alternativ in einer Entfernung von ca. 400 m vom
Bahnhof die Haltestellen Dornhecke/Kreisel genutzt werden können.

Der RMV schreibt auf seiner Fahrplanwebsite sogar etwas von „ca. 327 Metern“. Zirka …

Tatsächlich aber sind es um die 670 Meter, eigenhändig mit GPS und Tracking-Software im Smartphone gemessen. Und dann stehen die Gleichstellungsbeauftragen halt mit einem berechtigten Hinweis auf der Matte.

Echo online: Beirat fordert Erhalt von Haltestelle – Vertreter wollen den Stopp am Weiterstädter Bahnhof nicht aufgeben – Der Vorsitzende des Weiterstädter Behindertenbeirats Erik Bogorinski und Norbert Baron vom VdK fordern, die Bushaltestelle Bahnhof zu erhalten, weil die Haltestelle Dornhecke zu weit weg sei, um einige Züge noch zu erreichen. Weiter fordern sie, den Bahnhof wie geplant barrierefrei umzubauen.

Man kann vermuten, dass die 327 Meter die Luftlinie zwischen Bahnhof und der Straße Dornhecke sind. Nur kann man die nicht laufen, da daszwischen Wohnbebauung und eine Kreisstraße in Troglage sind.

Veröffentlicht unter ÖPNV

Abschlussarbeiten

Die Abschlussarbeiten des Fachbereichs Architektur der Hochschule Darmstadt (h_da) sind heute und Sonntag (12., jeweils 12-18 Uhr) im Atriumgebäude (neben dem h_da-Hochhaus) ausgestellt.

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