„Dream on“, der getarnte Bond-Song

Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt – Dream on

In die Reihe “klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner” gehört auch “Dream on” von Aerosmith. Ja. Im Original klingt es erstmal nicht so durch, aber wenn man das Arrangement von “Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt” hört, dann ist das schon eher Bond-Sound.

Klingt wie bei Bond: "Patrik Pacard"

Lady Lily – Patrik Pacard

Aus der Reihe “klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner”: Der Titelsong zur ZDF-Serie “Patrik Pacard” von 1984. Die Sängerin “Lady Lily” kennt man übrigens, wenn man das Lied zur Heidi-Zeichentrickserie kennt. “Lady Lily” ist die Erika des Duos “Gitti und Erika“.

Sie ist übrigens auch die Stimme in “Milka, die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt“. Und bei der “Captain Future”-Titelmelodie. Alle drei Sachen hat Christian Bruhn komponiert.

Und jetzt raten wir, mit wem Erika verheiratet ist?

Roger Moore †

Moonraker – official Trailer (1979)

Mit Roger Moore ist am 23. Mai 2017 älteste der “echten” James-Bond-Darsteller gestorben, also einer der Bond-Darsteller, der in der 1962 begonnenen Bond-Film-Reihe der Eon-Productions mitspielte. Er ist der erste verstorbene Eon-Bond-Darsteller und wurde 89 Jahre alt.

Damit wurde Roger Moore genau so alt wie der erste James Bond-Darsteller Barry Nelson († 2007). Der gab einen Jimmy Bondy 1954 in einer Casino-Royale-Version für das US-Fernsehen – mit Peter Lorre als “Le Chiffre” und Linda Christian (Romina Powers Mutter, † 2011) als erstem Bondgirl.

Roger Moore ist Jahrgang 1927, seine Vorgänger Sean Connery und George Lazenby sind 1930 und 1939 geboren.

Der richtige, also der literarische James Bond könnte auch noch leben, denn er wurde am 11. November 1920 geboren – in Wattenscheid. Das hatte mal der Fleming-Freund James Pearson in einer autorisierten James-Bond-Biografie festgestellt. Und da am 11.11. bei uns der Karneval anfängt, hat James Bond also schon seit seiner Geburt die “Lizenz zum Tröten” (SCNR).

Nachruf auf welt.de: Pointen, Frauen, Projektile

“Spectre” – Eine Szene zerstört die Illusion

Jetzt habe ich “Spectre” gesehen. Und ich bin erstaunt, wie schnell eine Szene mich aus dem Film reißt und die Illusion zerstört.

Hier war das der Moment, als der eine Handlanger Bond und die Frau im Zug in die marokkanische Wüste angreift. Bloß warum? Es ist für die Schurken klar, wohin die Reise geht. Und warum im Zug und nicht an dem Haltepunkt?

Und ab da frage ich mich alles mögliche. Warum foltert Blofeld mit diesen kleinen Bohrern? Ist er Zahnarzt? Warum tötet er Bond nicht gleich, vorher wurde es doch probiert? Warum spricht Christoph Waltz wieder mit dem Duktus wie in “Inglorious Basterds”? Wozu diese Nanopartikel im Blut, wenn man sie doch kaum sinnvoll verwendet?

Schade, Chance vertan. Schreibt doch einfach mal logische Drehbücher. Auch 20jährige verstehen komplexe Handlungen.

“Für Dich, oh Herr der Welt, Dein Tag anbricht”

On Her Majesty’s Secret Service (1969) – Official Trailer

Heute lief in HR3 „Im Geheimdienst ihrer Majestät“. Kurz vorm Finale heuchelt Tracy Interesse an Blofeld vor und sie schmeichelt ihn mit einem Gedicht:

Für Dich, oh Herr der Welt, Dein Tag anbricht,
Für Dich erglänzt das Gras im Sonnenlicht,
Für Dich versinken Schiffe tief im Meer,
Für Dich sind Märkte da mit ihrem Sklavenheer,
Für Dich der Hammer auf dem Amboss klingt,
Für Dich der Dichter von Verführung singt.

In einem James Bond-Forum fand ich heraus, dass es im Original von James Elroy Flecker und aus dem Schauspiel “Hassan: A Soldier’s Story” stammt:

Thy dawn, O Master of the World, thy dawn;
For thee the sunlight creeps across the lawn,
For thee the ships are drawn down to the waves,
For thee the markets throng with myriad slaves,
For thee the hammer on the anvil rings,
For thee the poet of beguilement sings.