Hans Zimmer, James Bond und Sherlock Holmes

Der Komponist Hans Zimmer hat den Soundtrack für den James Bond-Film „No Time to Die“ geschrieben. Bei einem Kampf, der auf Kuba spielt, variiert er das James Bond-Thema sehr kraftvoll (Cuba Chase). Die Sequenz ist die, in der James Bond und Agent Paloma (Ana de Armas) gegen einen Satz Henchmen antreten.

Mich hatte das damals im Kino ja an den Sound von „Isengard unleashed“ im „Herrn der Ringe“ erinnert. Aber, wie ich dann las, die hämmernden Trompeten bei „No Time to Die“ ähneln viel mehr einem musikalischen Motiv im Sherlock Holmes-Film von 2013 (Tick-Tock). Und jetzt raten wir mal, von wem der Sherlock Holmes-Soundtrack war? Genau, Hans Zimmer.

Momsen, Taylor Momsen, singt „25“

Wieder mal ein Bond-Song, der keiner ist: „25“ von The Pretty Reckless. Man könnte ja erst denken, dass 25 das Alter der Sängerin Taylor Momsen ist, aber die ist 1993 geboren. Und „25“ ist die laufende Nummer* des – irgendwann vielleicht kommenden – Bond-Films „No Time to Die“.

Ok, ich bin mit der Erkenntnis ein halbes Jahr zu spät, aber der 25. Bond-Film ist bald ein Jahr zu spät.

* – Nr. 25 nach der Zählweise der Eon-Production, die als ersten Film, den von ihr produzierten „Dr. No“ von 1962 sieht. Und nicht den TV-Film „Casino Royale“ von 1954. Ebenso fallen bei Eon die „Casino Royale“-Parodie von 1967 und das „Thunderball“-Remake „Sag‘ niemals nie“ von 1983 unter den Tisch.

Diana Rigg

Die Schauspielerin Diana Rigg (unter anderem Emma Peel in „Mit Schirm, Charme und Melone“) ist gestorben. Sie wurde 82 Jahre alt.

2015 fragte ich mich, was eigentlich Diana Rigg inzwischen macht, beziehungsweise wie sie aussieht?

Nun, ich wusste es eigentlich, denn ich hatte sie in einer Fernsehserie gesehen. Nur hatte ich sie nicht erkannt. Erst beim Googlen stellte ich fest, dass sie die Olenna Tyrell in „Game of Thrones“ spielte.

„Toss A Coin To Your Witcher“, ein Bond-Titelsong?

In der Netflix-Serie „The Witcher“ wurde mit „Toss A Coin To Your Witcher“ ein Lied gesungen, dass ich in der gesungenen Version nicht so toll fand.

Obwohl darin einige kompositorische Tricks stecken, die es zu einem Hit machen. Was bei mir aber eher in der Pop- oder Rock-Version funktioniert.

Was aber das Beste ist, stelle ich erst jetzt fest. „Toss A Coin To Your Witcher“ ist in einer Moll-Tonart und würde daher beim entsprechenden Arrangement auch als James-Bond-Titelsong durchgehen.

„Dream on“, der getarnte Bond-Song

Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt – Dream on

In die Reihe „klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner“ gehört auch „Dream on“ von Aerosmith. Ja. Im Original klingt es erstmal nicht so durch, aber wenn man das Arrangement von „Ghostwriter ft. Merethe Soltvedt“ hört, dann ist das schon eher Bond-Sound.

Klingt wie bei Bond: "Patrik Pacard"

Lady Lily – Patrik Pacard

Aus der Reihe „klingt wie ein Bondsong, ist aber keiner“: Der Titelsong zur ZDF-Serie „Patrik Pacard“ von 1984. Die Sängerin „Lady Lily“ kennt man übrigens, wenn man das Lied zur Heidi-Zeichentrickserie kennt. „Lady Lily“ ist die Erika des Duos „Gitti und Erika„.

Sie ist übrigens auch die Stimme in „Milka, die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt„. Und bei der „Captain Future“-Titelmelodie. Alle drei Sachen hat Christian Bruhn komponiert.

Und jetzt raten wir, mit wem Erika verheiratet ist?

Roger Moore †

Moonraker – official Trailer (1979)

Mit Roger Moore ist am 23. Mai 2017 älteste der „echten“ James-Bond-Darsteller gestorben, also einer der Bond-Darsteller, der in der 1962 begonnenen Bond-Film-Reihe der Eon-Productions mitspielte. Er ist der erste verstorbene Eon-Bond-Darsteller und wurde 89 Jahre alt.

Damit wurde Roger Moore genau so alt wie der erste James Bond-Darsteller Barry Nelson († 2007). Der gab einen Jimmy Bondy 1954 in einer Casino-Royale-Version für das US-Fernsehen – mit Peter Lorre als „Le Chiffre“ und Linda Christian (Romina Powers Mutter, † 2011) als erstem Bondgirl.

Roger Moore ist Jahrgang 1927, seine Vorgänger Sean Connery und George Lazenby sind 1930 und 1939 geboren.

Der richtige, also der literarische James Bond könnte auch noch leben, denn er wurde am 11. November 1920 geboren – in Wattenscheid. Das hatte mal der Fleming-Freund James Pearson in einer autorisierten James-Bond-Biografie festgestellt. Und da am 11.11. bei uns der Karneval anfängt, hat James Bond also schon seit seiner Geburt die „Lizenz zum Tröten“ (SCNR).

Nachruf auf welt.de: Pointen, Frauen, Projektile