Nice to know 003

„Goldfinger“ Gerd Fröbe wird im Original von Michael Collins synchronisiert.

Aber nicht nur Gerd Fröbe wurde bei Bond auf Englisch synchronisiert. Oft passten den Machern auch nicht die Originalstimmen diverser Darstellerinnen. Nikki van der Zyl war die englische Stimme für zehn Bond-Girls, angefangen bei Ursula Andress in „Dr. No“ über Shirley Eaton (die vergoldetete Frau bei „Goldfinger“) bis zu Claudine Auger (weibliche Hauptrolle in „Feuerball“) und Mie Hama („Man lebt nur zweimal“). Nikki van der Zyl war auch Fröbes Sprachlehrerin für Englisch.

Bei „Goldfinger“ waren die Drehbuchschreiber übrigens logischer als das Buch. Im Buch will Goldfinger Fort Knox ausrauben. Im Film rechnet Bond aus, dass das mit dem schweren Gold zu lange dauert. Weswegen Goldfinger das Gold in Fort Knox durch eine schmutzige Bombe dem Markt entziehen will, damit sein Gold wertvoller wird.

Auric Goldfinger hat den besten Schurkensatz wie ich finde:

Movieclips auf Youtube: I Expect you To Die

Bond: „Erwarten Sie, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond, ich erwarte, dass Sie sterben.“

Journalismus: Bequem ist vorbei

Journalismus wird es weiterhin brauchen, sagt die Medienprofessorin und ehemalige „Guardian“-Redakteurin Emily Bell in einem Interview.

Aber sie warnt auch davor, so weiterzumachen wie bisher:

Journalismus war vor der Zeit des Internets zu einfach. Viel zu einfach. Die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren für Verlage und Verleger eine Art Goldenes Zeitalter (…) Aber was taten die Journalisten? Immer das Gleiche. Auf einem Blatt Papier erzählten sie, was gestern passiert war. Ermüdend für alle auf die Dauer, doch bequem herzustellen. Damit ist es nun vorbei.

Und wenn das die Verlage und Verleger nicht merken, zulassen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dann machen es andere. Die Pferdezüchter von damals wurden ja auch nicht die Automobilproduzenten.

via Bildblog

Wie Arbeitgeber so ticken


Vielleicht sollte man manchmal die Stellenanzeigen von Firmen lesen, um zu erfahren, wie die eigentlich ticken: Da sucht eine Politik-Redaktion einen Redakteur. Unter anderem sollen der oder die folgendes können:

– komplexe Themen überraschend zuspitzen
– Texte so redigieren, dass sie Menschen zum Handeln motivieren

Man verändere mit seiner Arbeit Politik und Gesellschaft und trage zu mehr sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit, Toleranz und Gleichberechtigung bei, geht der Text in der Stellenanzeige weiter.

Und:

Sie arbeiten in einer NGO, die unabhängig von Machtpolitik und Wirtschaftsinteressen agiert (…)

Sorry, nein. Das nun gerade nicht, Weiterlesen →

Frankenstein, Atombomben, Ufos

Tatsächlich wird man zu so einer Überschrift verleitet, wenn man sich ein wenig mit dem jetzt erschienenen Walter Scheele-Buch „Burg Frankenstein – eine Zeitreise“ beschäftigt. Darmstadt-Blogger Jörg Heléne hat das Buch des Journalistenkollegen gelesen und ausführlich besprochen. Unter anderem geht es um den Raketenentwickler Wernher von Braun, der an der TH Darmstadt an Wunderwaffen geforscht und 1944 in Nieder-Ramstadt gewesen sein soll.

Nice to know – 001- Bob Simmons

Fast jeder Bond-Film fängt mit dem inzwischen berühmten weißen Punkt an, dann sieht man Bond durch einen Pistolenlauf bis er in Richtung der Zuschauer schießt.

Bei den ersten drei Filmen läuft aber gar nicht Sean Connery, sondern der Stuntman Bob Simmons. Für „Feuerball“ wurde die Szene dann mit Connery neu aufgenommen.

(Leider kam mir die Idee zu den kleinen Fakten erst jetzt, dewegen ist es nur ein sehr kurzer Countdown bis zum „Spectre“-Filmstart am 5.11.)

70 Jahre im Vorstand

1953 gewann die „Dorfmannschaft“ aus Braunshardt die Süddeutsche Hallenhandballmeisterschaft und durfte zur deutschen Meisterschaft nach Berlin. Der stehende junge Mann in der Bildmitte ist Helmut Volz, der inzwischen 86 Jahre alt und seit 70 Jahren im TSV-Vorstand ist.

Dass einer 70 Jahre in einem Verein ist, kann ja passieren. Aber 70 Jahre im Vorstand? Helmut Volz (86) aus Braunshardt schaffte das – und ist es noch. Er wollte 1945 bei der TSG Braunshardt Handball spielen und kam gleich in den Vorstand des damals frisch wieder gegründeten Vereins. Volz wurde am Samstag vom Landessportbund Hessen mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Echo online:
TSV Braunshardt ehrt verdiente Sportler

Helmut Volz engagiert sich seit fast 70 Jahren für den TSV Braunshardt (Artikel einer Kollegin von 2014)

Unnötige grüne Halbheiten im Westwald

Im Darmstädter Westwald muss wegen gesunkener Grundwasserspiegel – kahle Kronen sind eine der Folgen – streckenweise neu aufgeforstet werden. (Archivbild vom 21. März 2015)

„Die Koalitionsfraktionen der Grünen und der CDU Darmstadt starten die heutige Baumpflanzaktion im Westwald“, meldeten die Darmstädter Grünen am 31. Oktober auf ihrer Facebookseite.

300 Kiefern und Hainbuchen – gespendet von den Grü­nen Darm­stadt und der CDU Darm­stadt – setzten Stadtverordnete, Parteifreunde und Sympathisanten. Das Forstamt unterstützt solche Aktionen, weil viel aufgeforstet werden muss und das auch ins Geld geht, ansonsten müsste Hessen Forst die Bäume kaufen. Außerdem kann man über den Westwald informieren.

Auf meine Frage in den Facebook-Kommentaren, ob Forstamtsdirektor Hartmut Müller etwas zur von der Koalition befürworteten Erschließungsstraße Gewerbegebiet Südwest gesagt habe (die Westwaldbäume kosten wird), hieß es kurz: „Dazu gab es keinen Anlass.“ Ich hatte gefragt, weil Hessen Forst Eingriffe in den Westwald kritisch sieht.

Screenshot von der Facebook-Seite der Darmstädter Grünen vom 31. Oktober.

Jetzt lese ich aber im Echo, dass die Westwald-Allianz auch da war und sogar mit einem Transparent gegen diese Straße protestiert hat.

Echo online: 300 junge Kiefern im Darmstädter Westwald gepflanzt – Begleitet wird ihr Tun von Mitgliedern der Westwald-Allianz, die am Rande stehen und diese Initiative kritisch beäugen: „Es geht nicht“, sagt Werner Krone, „dass man auf der einen Seite Bäume pflanzt, auf der anderen, eine sogenannte Erschließungsstraße zum Gewerbegebiet Süd-West mit durch den Wald ziehen will.

Alles klar. Der Forstamtsdirektor hat nichts dazu gesagt. Aber: Dazu gab es keinen Anlass? Haben die Koalitionäre die Demonstranten nicht gesehen?

Die Darmstädter SPD hatte sich jedenfall mit solchen Halbheiten bei der Kommunalwahl 2011 (zurecht) kommunalpolitisch disqualifiziert. Aber die Grünen müssen sich erstmal keine Sorgen machen, bei der SPD hatte das bis zur Verbannunung in die Opposition schließlich 60 Jahre gedauert.

Und jetzt ohne Ironie: Da frage ich nach der Erschließungsstraße und dann kommt so eine Antwort? Warum gibt man nicht zu, dass es eine (kleine?) Protestaktion der Westwald-Allianz gab? Und nennt ggf. sachlich die Gründe, warum man das mit der Straße anders als die Allianz sieht. Warum wird da in der Kommunikation so unnötig rumgeeiert? Wurde darauf gehoft, dass das Echo das mit der Westwald-Allianz übersieht?

Zeitreise und Déjà-vu: T-Time-Theater probt neues Stück für Anfang November

Das T-Time-Theater der evangelischen Gemeinde probt momentan für zwei Aufführungswochenenden im November die Komödie „Abgedreht in Hollywood“, die in den 50er Jahren spielt.

orene Lambert (Agneta Schwinn) gibt die Diva bei Produzent Teddy Nowak (Frank Kuchel) sowie Regisseur und Womanizer Peter Alan Smith (Holger Heyn).

„Abgedreht in Hollywood“ hatte die Truppe Ende der 90er Jahre unter einem anderen Titel aufgeführt, für das Remake wurde das Stück überarbeitet. Es wird im Marga-Meusel-Haus an den ersten zwei November-Wochenenden gegeben. Die Vorstellungen an den Freitagen (6. und 13.) sowie Samstagen (7. und 14.) beginnen jeweils um 19.30 Uhr, die Sonntagsvorstellungen (8. und 15.) jeweils um 18 Uhr. Kartenvorverkauf ist im evangelischen Gemeindebüro, Darmstädter Straße 17a, Telefon 06150-18 76 32.

Noch geht alles gut mit dem beiden Stars Lorene Lambert und Lawrence G. Paul in der Balkonszene (Agneta Schwinn und Lutz Rentel).