Darmstadt-Links: Software AG, Hofgut Oberfeld, Amtsgericht

Eine Branche, die es natürlich gibt, aber die mir nie so richtig aufgefallen war: Der Bürovermietungsmarkt. Colliers International: Bürovermietungsmarkt in Darmstadt mit weiterem Top-Jahr.

Bekannter ist da schon die Software AG. ard.de: Software AG will zurück in die Zukunft.

Auch das Amtsgericht Darmstadt kennt man im Landkreis Offenbach, weil es für den mitzuständig ist. fr-online.de: 36.000 Briefe in Dreieich und Neu-Isenburg nicht ausgeliefert

Und dann ist da noch das Hofgut Oberfeld, das nun auch „Die Welt“ kennt, auch wenn nur über die dpa. welt.de: Hofgut aus Darmstadt Gewinner beim Ökologischen Landbau 2016

Doch kein weiterer Planet

„US-Wissenschaftler entdecken riesigen Planeten“, „Stichhaltige Hinweise auf neunten Planeten“ oder „Neuer Planet am Rande des Sonnensystems: Ist das endlich Planet X?“ – so klingen einige Überschriften von heute.

Ich dachte mir ja, warum fragen die Kollegen nicht mal jemanden der sich damit auskennt? Bevor wieder mal eine Pressemitteilung oder sowas 1:1 durchgeschaltet wird. Denn dass selbst ein wissenschaftlichess Journal wie „Nature“ gerne Werbung für sich selber macht, sollte inzwischen auch klar sein. Zumal einen Thema wie „neuer Planet“ auch jeder kapiert. (Aber man könnte auch mal in die Texte gucken, die man – wie „Chip“ – verlinkt, da steht was von „Evidences“ in der Überschrift.)

Nun, wie erwartet ist der nicht so alarmistische Astronom Florian Freistetter in seinem Astrodictum Simplex-Blog da etwas zurückhaltender: Weiterlesen →

Das „Prinzip der abgestuften Chancengleichheit“ beim MDR

Der MDR hat für eine „Elefantenrunde“ vor der Landtagswahl in Sachesen-Anhalt am 13. März die AfD ausgeladen.

tagesspiegel.de: AfD bleibt auch beim MDR draußen – Bei seiner Entscheidung, die AfD nicht zur TV-Elefantenrunde einzuladen, bezieht sich der MDR ebenfalls auf ein „Gesamtkonzept“. Es ist bereits vor einem halben Jahr erarbeitet worden (…) „Es geht da nicht um Wünsche von Parteien“, sagte MDR-Sprecher Ahrens dem Tagesspiegel. In der Berichterstattung zur Landtagswahlen im Fernsehen und Radio würden alle sich zur Wahl stellenden Parteien „nach dem Prinzip der abgestuften Chancengleichheit berücksichtigt“.

Der SWR hatte erst für zwei sogenannte „Elefantenrunden“ die AfD ausgeladen, die Besetzung der Runde für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz richtet sich nun nach den Parteien im Landtag.

Die ARD-Sender und das ZDF, eigentlich alle Medien, sollten sich mal intern hinsetzen und generelle – nicht nur für den Einzelfall gültige – transparente Kriterien ausarbeiten, wen sie für Diskussionveranstaltungen vor Wahlen einladen und warum (nicht). Und dann überlegen, wie man die Veranstaltungen organisiert. Wenn nämlich zehn Parteienvertretr auf dem Podium sitzen, ist meiner Meinung nach auch wenig sinnvoll.

Hessenwaldschule: Kostensteigerung und Terminverzögerung erklärt

Der Rohbau der Hessenwaldschule im Februar 2015.

Manche Themen stehen stehen ja in den eigenen alten Artikeln oder in denen der Kollegen. Beispielsweise Kosten und Termine öffentlicher Bauten. Da war mir beim Neubau für die Hessenwaldschule aufgefallen, dass die mal 16 Millionen Euro kosten sollte. Und jetzt 24 Millionen Euro kostet. Sowie dass sie erst im Januar 2016, dann im September 2015 und nun März oder April 2016 fertig werden soll. Also beim Schulträger, dem Landkreis, nachgefragt. Voilà:

Echo online: Neue Hessenwaldschule für 24 Millionen Euro

Andere Dinge, die man nachhakt, gehen ja manchmal unter, weil sie sich in einem Artikel über die Grundsteinlegung verstecken; beispielsweise warum die Hessenwaldschule neu gebaut aber die fast baugleiche und gleichalte Albrecht-Dürer-Schule kernsaniert wird: Laut Kreis unterscheiden sich Statik und Betonqualität. (Echo online, 7.4.2014: Grundsteinlegung für Neubau der Hessenwaldschule)

Die Öffentlich-Rechtlichen: Knauserig, parteienhörig und „eher in Richtung Regierung“?

Die Öffentlich-Rechtlichen Sender haben es gerade schwer. Ich fang mal mit dem simplen dreist-knauserigem an. Der NDR wollte ein Kabarettprogram für lau aufzeichnen.

zweikampfhasen.de: Offener Brief – Das Angebot der NDR-Programmredaktion „Planung, Entwicklung, Innovation“ für die jetzige Aufzeichnung belief sich dann auf 0 (in Worten: null) Euro. (…) Die Argumentation (war): „Es hat doch einen Werbeeffekt für Sie, wenn wir Ihr Programm senden!“

Werden eigentlich die ganzen Fernsehmoderatoren bezahlt, die – weil sie eigentlich freie Mitarbeiter sind – auch Galas etc. für ein paar tausend Euro moderieren? Für die ist doch Bildschirmpräsenz auch Werbung? (Zapp, 17.6.2009: 6.500 bis 20.000 Euro für eine Moderation oder einen Vortrag.)

Der NDR stellt das übrigens anders dar: Entgegen der Behauptung von Herrn und Frau Ehnert gab es kein Lizenzangebot der Redaktion über 0 Euro.

Dann schildert vor drei Tagen eine freie WDR-Mitarbeiterin im holländischen Radio lang und breit Vorgaben bei der Berichterstattung (und rudert am Tag drauf zurück: „Ich habe totalen Quatsch verzapft.„).

meedia.de: „Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“ – „Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“, erklärte die WDR-Mitarbeiterin in der Radiosendung „De Stemming“ von L1 aus den Niederlanden. (…) „Wir sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk und darum angehalten, das Problem in einer mehr positiven Art anzugehen.“ (…) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seiner Gebührenfinanzierung sei so ausgerichtet, eher in Richtung Regierung und nicht aus Oppositionssicht zu berichten.

Und promt bestätigt der SWR das mit dem „eher in Richtung Regierung“.

meedia.de: AfD darf nicht zur „Elefantenrunde“ kommen – Man habe dies mit „zusammengebissenen Zähnen“ zur Kenntnis genommen, aber (…) keine Alternative gehabt, (so der SWR).

Und wenn ich dann noch daran denke, wie der unionsdominierte ZDF-Verwaltungsrat es 2009 abgelehnt hatte, Nikolaus Brenders Vertrag als Chefredakteur zu verlängern, ja, was soll man da den RT-Freunden noch entgegenhalten?