Wie plausibel ist eine Sensationsmeldung?

Die dpa weist auf die „Die fünf wichtigsten Grundregeln der Verifikation“ hin. Grob zusammengefasst nehme ich mit, dass man als erstes Ruhe bewahren sollte, damit man auch an die fünf Regeln denken kann.

In der Hektik bleibt nämlich gerne das logische Denken auf der Strecke. Beispielsweise lautet eine der Regeln:

Wenn es von einem spektakulären Ereignis in der belebten Öffentlichkeit nur ein Bild oder besser eine Aufnahme aus einer Perspektive gibt, handelt es sich um eine Fälschung.

Klar, denn da ist ja nicht nur einer mit seinem Handy, da sind zig andere, die das gleiche sehen, aber von einem anderen Standort. Solche Bilder müsste es dann ja auch geben. Nur muss man darauf kommen, bevor man „teilen“ klickt.

Pfund im Carree – und im Oktober in der Centralstation mit der Neuen Philharmonie Frankfurt

Früher ging das Heinerfest mit dem Feuerwerk am Montagabend zu Ende, seit einiger Zeit kann man dann aber nochmal nachbrennen: Denn „Pfund“ rockt dann das Carree mit „Alternative Rock“, also Musik von Bands wie „Green Day“, „Red Hot Chili Peppers“, „Nirvana“, aber auch „Denkmal“ von „Wir sind Helden“.

Da „Pfund“ dieses Jahr zehn Jahre alt wird, gibt es am 5. Oktober ein spezielles Geburtstagskonzert in der Centrastation. Wofür sie ein kleines Orchester engagiert haben, das unter anderem Streichern und Bläsern der Neuen Philharmonie Frankfurt mitspielen. Karten für „10 Jahre Pfund“ gibt es im auch online im Vorverkauf.

„Die Hard“ in Gräfenhausen

Der Heimatverein Gräfenhausen-Schneppenhausen hat seit vergangenem Jahr seine Räume im Turmbau im Hof des Gräfenhäuser Ohlystifts.

Auch der Heimtverein Gräfenhausen-Schneppenhausen schaut wie er seine Ausstellung ausrichten kann. Zur Zeit ist er in seinem Jubiläumsjahr, denn der Verein wurde vor 40 Jahren gegründet.
Echo online: Heimatverein Gräfenhausen-Schneppenhausen präsentiert seine Räume

Und nun zu „Die Hard“ in Gräfenhausen …

Ein Ausschnitt aus der Gräfenhausenkarte, die im Heimatmuseum hängt.

„Die Hard“ und ihre Lage in Gräfenhausen.

Rückblick: Provisorium-Ausstellung im „Blumen“

Vor fünf Jahren war eine Ausstellung im damaligen „Blumen“ in der Nieder-Ramstädter-Straße, HDA-Studierende stellten zum Thema „Provisorium“ aus: Gaffa und Schweizer – Der Reiz des Provisorischen

Ausstellungsstück oder Einrichtung? Die Frage stellte sich manchmal schon.

Der Blick durch die Ausstellung ging über aus Bestecken zusammengesetzten Obstschalen, eine Kuchenform, die nun ein Aschenbecher ist zu einer eine Leuchte an der Decke – Stopp! Die improvisiert-elegant wirkende Deckenleuchte war Teil der normalen „Blumen“-Einrichtung.

Auch beim „Reiz des Provisorischen“ zeigte sich also die Schwierigkeit der Moderne, man erkennt Kunst und Design oft erst wenn daneben ein Schildchen haftet oder „Museum“ darüber steht.

Und noch eine kleine Erinnerung. Ich hatte damals für einen Zeitungsartikel mit einem der studentischen Organisatoren gesprochen. Und plötzlich quatschte eine Studentin den Mitorganisator an, und fragte den etwas, was wirklich nicht dringend war. Aber der Typ sah ziehlich gut aus, war definiert und hatte – es war ja Sommer – ein locker geschnittes Shirt an.  

Die DSGVO und die Vereine

Wie die DSGVO Vereine beschäftigt, beschreibt das Starkenburger Echo am Samstag:

Starkenburger Echo: Neue Datenschutzverordnung stellt südhessische Vereine auf die Probe – Etliche Vereine haben ihre Homepage abgeschaltet. […] Das alles beherrschende Thema [auf der Versammlung des Heppenheimer Turnvereins] war die DSGVO. […] „Wir werden nicht umhinkommen, einen Datenschutzbeauftragten zu installieren“, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Krauß. […] „Das nimmt Formen an, über die sich in Brüssel keiner wirklich Gedanken gemacht hat“, so Rimann.

Die Probleme der Vereine bestätigen mein Eindruck, dass das mit „das ist doch schon 2016 alles beschlossen worden“ billiges, selbstrechtfertigendes Geschwätz der Gesetzesmacher ist. Denn die vergangenen zwei Jahre war kein Europapolitiker durch seine Regionen getingelt und hat auf die DSGVO hingewiesen. Auch keiner seiner Parteifreunde war da groß unterwegs. Die kannten (je nach Partei) nur Themen wie Flüchtlinge, Obergrenze, Schulzzug oder Glyphosat.

„Journalismus heißt auch Dinge einzuordnen.“

Der österreichische ORF-Moderator Armin Wolf hat mit dem NDR-Medienmagazin „Zapp“ gesprochen.

„Ein Journalist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk muss in seiner Berichterstattung unparteiisch
sein und ausgewogen berichten. Das heißt nicht, wenn eine Partei sagt, zweimal zwei ist vier und die andere sagt zweimal zwei ist fünf, dass man das unkommentiert nebeneinander stellt, und dann so tut, als sei beides gleich viel wert.“
Armin Wolf, ORF-Moderator

ndr.de: „Sie wollen die Öffentlich-Rechtlichen abschaffen.“

Veronica Mars

Die Serie „Veronica Mars“ hatte auch ein Konzept, das mir gut gefallen hatte. Ein großer Fall – Veronica Mars ist eine Detektivin – der sich über die ganze Staffel verteilt und ein kleiner Fall pro Folge. Dazu kamen Witz und Ironie in den Dialogen und dass es nicht immer um Mord ging. Ok, das lag auch daran, dass Veronica Mars in den ersten beiden Staffeln noch Schülerin ist und Fälle an der Schule oder Probleme von Klassenkameraden löst.

Leider hatte Veronica Mars keine Chance gegen ihre größte Gegnerin, die Einschaltquote. Aber mal gucken, was sich tut. 2014 gab es einen Film dank Crowdfunding.

Warum nimmt man sich nicht Hans Roslings TED-Talks als Vorbild?

TED-Talks sollen vom Anspruch her ja tolle Vorträge sein. Aber ich finde die meisten langweilig.

Vielleicht sehe ich nur die falschen, vielleicht habe ich da falsche Vorstellungen. Aber das erste Video, das ich unter dem Label „TED“ sah, war eines mit Hans Rosling. Der mit Text und sinnvoll animierten Grafiken zeigte, wie sich die Welt (alle Länder) tendenziell positiv entwickelt.

TED-Video vom 22.05.2012: Hans Rosling hatte eine Frage: Haben einige Religionen eine höhere Geburtenrate als andere – und wie wirkt sich das auf das globale Bevölkerungswachstum aus? Auf dem TEDxSummit in Doha, Qatar, kartiert er Zeit und Religionen überspannende Daten. Mit seinem ihm eigenen Humor und Scharfsinn kommt er zu einer erstaunlichen Erkenntnis über die Weltfruchtbarkeitsraten.

Seitdem erwarte ich bei TED solche gelungenen Kombinationen von Text und Bild. Aber was mir unter TED in den meines Timelines als „ganz toll“ nahegelegt wird, sind wenig packende Vorträge, weil eben einer auf einer Bühne mit dem TED-Logo steht und irgendwas erzählt.

Und wobei oft auf jegliche Grafik zur besseren Erläuterung verzichtet wird – weil Powerpoint und Konsorten ja böse sind und vom gesprochenen Wort ablenken.

Dass sie aber auf einen Blick etwas zeigen können (wie eben Hans Roslings Grafiken und Animationen) wird offenbar ignoriert. Klar, solche Animationen machen Arbeit, und man muss nachdenken, wie man Sachverhalte visualieren kann.

Aber ich glaube, wenn das gelingt, dann begeistert es wirklich, der Funke springt über, man kann es sich merken und erzählt es weiter. Aber wenn einer vorne steht und nur was erzählt, nun ja … Ich habe bislang nur Hans Rosling weiterempfohlen. Und von ihm kommt nichts mehr, denn er ist Anfang 2017 verstorben.

Um die Fußballweltmeisterschaft wird am 1. Juli gespielt

Zwischen Dänemark und Kroatien. Jedenfalls wenn es nach der „Unofficial Football World Championships“ (UFWC) geht. Und Dänemark ist aktueller Weltmeister.

Weltmeister Dänemark? Ja, denn die UFWC hat das erste Länderspiel im 19. Jahrhundert (zwischen England und Schottland) als Duell um die Weltmeisterschaft definiert und guckt seitdem, wie Spiele gegen den jeweiligen „Weltmeister“ ausgehen. Und so wanderte der Titel lange Zeit nur zwischen England und Schottland und dann Wales hin und her. In den 1930 holte dann Österreich den Titel von den britischen Inseln und inzwischen waren sehr viele Länder in diesem Modus Weltmeister geworden (Liste der Sieger der Unofficial Football World Championships).

Aktuell ist auf diese Art und Weise eben Dänemark Weltmeister. Weil es gegen Peru gewonnen hatte. Und am 1. Juli ist WM-Achtelfinale mit Kroatien.

Der Haken an der UFWC ist natürlich, dass sie keine Turniere organisiert und sich nebenbei aus systematisch aufgebauten Welt- und Kontinentalmeisterschaften, Qualifikationsspielen, Turnieren und mehr oder weniger zufälligen Freundschaftsspielen ergibt, weil ja keiner auf die UFWC achtet.

Unofficial Football World Champions:
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