Die dritte Welle – mit B.1.1.7

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS – Die Spike-Proteine sind grün eingefärbt, um die Mutante zu illustrieren. Im CDC-Original sind sie rot.

Noch sinken die Coronavirus-Fallzahlen, aber im Hintergrund könnte sich eine neue Welle aufbauen, warnt ein Modell, das davon ausgeht, dass die ansteckendere B.1.1.7-Variante die bisher vorherrschende Sars-CoV-2-Variante verdrängen wird.

sueddeutsche.de: Die unsichtbare Welle – Wenn B.1.1.7 um 40 Prozent ansteckender ist, würde sich die Entwicklung im März allmählich wandeln, B.1.1.7 würde die Oberhand gewinnen, die Fallzahlen würden wieder steigen – obwohl sich die Maßnahmen nicht verändert haben. So war es bereits Ende vergangenen Jahres in Großbritannien zu beobachten.

Ich befürchte unsere Landesregierungen werden hoffen, dass es anders kommt. So wie sie Ende September 2020 nicht sehen wollten, dass die Exponentialfunktion Anlauf nahm. Damals hat es vier Wochen gedauert, bis sie reagierten.

Vakzin-Produktion

In „Science“ beschreibt ein Artikel, was es alles braucht, um mRNA-Vakzine herzustellen. Das kann eben nicht jeder. Es zeigt auch, auf welcher Ebene was schief gehen kann. Und da ist die Forschung schon abgeschlossen. (Das was jetzt kommt ist nur eine Zusammenfassung):

There are not “dozens of other pharma companies” who “stand ready” to produce these mRNA vaccines. – Step One: Produce the appropriate stretch of DNA, containing the sequence that you need to have transcribed into mRNA. This is generally done in bacterial culture.

Step Two: Produce that mRNA from your DNA template using enzymes in a bioreactor.

Step Three: Produce the lipids that you need for the formulation. Some of these are pretty common (such as cholesterol), but the key ones are very much not (more on this below).

Step Four: take your mRNA and your lipids and combine these into lipid nanoparticles (LNPs). I have just breezed past the single biggest technological hurdle in the whole process, and below you will learn why it’s such a beast.

Step Five: combine the LNPs with the other components of the formulation (phosphate buffers, saline, sucrose and such) and fill those into vial.

Step Six: get those vials into trays, into packages, into boxes, into crates, and out the door into trucks and airplanes

Und das ist nur die Produktion, die Forschung und die klinischen Studien standen ja noch davor.

Man sieht: Jede Menge Punkte, wo was schief gehen kann. Weswegen es gut ist, beim Bestellen auf mehrere Unternehmen zu setzen. Aber eben auch in ausreichenden Mengen, damit was da ist. Es nützt ja nichts, wenn drei von sechs Firmen was haben, bei einer dann die Produktion stockt, bei der anderen es mit der Logistik nicht klappt und man bei der dritten nur halb so viel bestellt hat, wie man braucht.

PS.: Das „Laborjournal“ hat es mal so beschrieben:

Ein Tropfen Wasser, eine Messerspitze Salz, dazu Zucker, vier verschiedene Fette, je ein Löffelchen Kaliumchlorid und Kaliumphosphat, noch etwas Natrium­phosphat und zum Schluss eine Prise Erbsubstanz. So in etwa lautet das Rezept des Biontech-Impfstoffs BNT162b2.

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses.

Kinder und kleine Kinder zuerst

Die Bundeskanzlerin in einem Bürgergespräch: „(…) das Erste, was wir wieder öffnen, Kitas und Grundschulen sein werden, vor allem anderen (…)“.

Ich würde ja als erstes eher was aufmachen, wo man das Infektionsgeschehen besser überblicken kann und wo nicht so viele auf einmal und so lange in einem Raum sind: Friseure. Es wird noch andere Geschäfte geben, in denen es engere Kontakte, aber auch Termine gibt.

Und dann kann man nach 14 Tagen ja schauen, wie sich das mit dem Coronavirus und seinen Mutationen so entwickelt.

Und wenn das gut aussieht, dann machen wir Schulen und Kitas auf. Wobei die in Hessen ja eh auf sind. Die Eltern sollen ihre Kinder nur nicht hinschicken, nur wenn es nicht anders geht.

Nachtrag: Übrigens, diese 50 als Wert für die 7-Tage-Inzidenz ist mehr oder weniger willkürlich gegriffen. Als es um einen Wert ging, war zuerst 35 im Gespräch, auch ohne wissenschaftliche Grundlage fürs Infektionsgeschehen. Das Argument für die Zahl ist, dass das die Grenze sei, an denen die Gesundheitsämter Infektionen noch nachverfolgen und isolieren können.

Ok, das heißt, wenn ein Bezirk die 50 erreicht, sind die Gesundheitsämter gerade so an der Kante zur Nachverfolgbarkeit. Und eigentlich greifen dann doch erste Beschränkung Wäre es dann nicht sicherer bis 35 oder 20 zu warten?

Mehr impfen und die Zweitdosis nicht zurückhalten?

Es soll „mehr“ vom Astra-Zeneca-Vakzin verimpft werden:

Deutschlandfunk: In einem Brief des Gesundheitsministeriums an die Gesundheitsminister der Bundesländer wird empfohlen, alle vorhandenen Impfdosen so schnell wie möglich zu verabreichen. Die vorgesehene Dosis für die zweite Impfung soll demnach nicht mehr für die Erst-Geimpften zurückgehalten werden. Damit soll das Tempo der Impfkampagne beschleunigt werden.

Ich wundere mich. Wir haben doch gerade bei der Vakzin-Akquise gelernt, dass unsere Politik von Risikomanagment keine Ahnung hat und vergisst, dass Medikamente unterschiedlich schnell entwickelt werden, spezielle Produktionsbedingungen haben und auch eine gewisse Logistik (Kühlung bis zu -70 °C) brauchen – und Koordination (Impftermine). Alles Risiken, die auf dem Weg von der Idee „Lass mal einen Impfstoff entwickeln“ bis „Sie sind jetzt immunisiert“ auftreten können. Und seit Dezember erleben wir, dass die Politik das mit der unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeit und möglichen Fehlschlägen nicht berücksichtigt hat. Im Januar wurde die Politik dann davon überrascht, dass nicht jede leere Halle auf Impfstoffproduktion umgerüstet werden kann. Ebenfalls seit Januar kommt raus, dass das staatliche System zur Terminvergabe nicht konstant rund läuft.

Und jetzt sollen die Impfzentren darauf vertrauen, dass der Nachschub stets läuft und dass die Termine für die zweite Impfung sicher gehalten werden können? Ok, aber wenn das schief geht, hat es nachher ja keiner wissen können.

Idee für die Serien-„Charité“

Die Staffeln der Serie „Charité“ springen ja durch die deutsche Geschichte (S1: Kaiserreich, S2: NS-Diktatur, S3: Mauerbau durch die DDR).

Als 2017 die Serie begann, hatten die Macher aber bestimmt nicht gedacht, dass sie drei Jahre später den Stoff für eine abschließende Staffel bekommen würden: Die Pandemie.

Wer spielt dann den Christian Drosten?

Die Darmstädter SPD und Ortsbeiräte

Die Darmstädter SPD hätte gerne Ortsbeiräte. In einer Pressemitteilung nennt sie drei Beispiele, wo es mit Ortsbeiräten aus ihrer Sicht besser gelaufen wäre (Klinikumskonversion in Eberstadt, Aldi in Arheilgen und Wohnungsbau in der Waldkolonie).

Tja, ich erinnere mich noch wie die Uwiga Ortsbeiräte wollte und die SPD dagegen war. Das war allerdings 2010 und da hatten die Sozialdemokraten noch mitregiert. 2014 kam das Thema nochmal, da war die Oppositionspartei SPD für Ortsbeiräte. Die Koalition aus Grünen und CDU richtete dann ab 2011 Bürgerforen als Beteiligungsinstrument ein.

Klar, bei der Kommunalwahl gewählte Ortsbeiräte sind für die Opposition reizvoll, denn sie können helfen, gegen das Stadtparlament zu wirken, wo man ja nichts zu melden hat. Sieht halt besser aus, wenn man auf den Ortsbeirat verweisen kann, das sind eben auch gewählte Vertreter. Auch wenn die nichts zu sagen haben, denn das letzte Wort hat immer das Stadtparlament.

Ich sage, ja, Ortsbeiräte kann man machen, ich halte sie aber nur dann für sinnvoll, wenn sie auch über ein Budget verfügen, mit dem sie zum Beispiel Gutachten bestellen, Haltestellenhäuschen sanieren oder Bänke aufstellen können. Ortsbeiräte, die von der Stadtverordnetenversammlung ignoriert werden können, halte ich für nicht sinnvoll.

Kunst lenkt ab – Kommt die Darmstadtia-Statue jetzt in den Keller?

Die Darmstadtia-Figur vor Sichtbeton im Darmstadtium

Die Darmstadtia-Figur aus dem Jahr 1864 steht inzwischen im Darmstadtium.


Grüne und CDU in Darmstadt lehnen den SPD-Vorschlag ab, Kunst im Kongresszentrum Darmstadtium, das zur Zeit ja Impfzentrum ist, auszustellen. „Das Impfzentrum fordert von allen Beteiligten – dem medizinischen Personal, aber auch den zu impfenden Personen – ein hohes Maß an Konzentration. Die Abläufe sind einstudiert, Ablenkung wird zur Fehlerquelle“, erklären Nicole Frölich und Yücel Akdeniz (beide Grüne) sowie Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU) in einer Pressemitteilung. „Der Vorschlag des SPD-Kollegen im Impfzentrum Kunst auszustellen erscheint daher aus unserer Sicht absurd.“

Tja, dann werden jetzt wohl auch das Segel über der alten Stadtmauer, das Raketenmodell der Ariane und die Statue der Darmstadtia (die auch noch eng anliegende Kleidung trägt) wohl auch abgebaut oder im Keller verschwinden müssen. Und die Calla, ein wassersammelnder Glastrichter und Teil des Dachs, sollte vielleicht auch besser verhängt werden, bevor einer deswegen zu lange nach oben starrt und sich nicht wieder konzentrieren kann.

Vielleicht sollte man auch überlegen, ob das Darmstadtium das richtige Gebäude für ein Impfzentrum ist? Lenkt die moderne Architektur des Bauwerks, das ja auch gerne mal „Schepp Schachtel“ genannt wird, dann nicht auch ab? Was ist mit diesen seltsamen Namen für die Räume? Helium, Palladium und Xenon sind doch Elemente, wer außer Kernphysikern, Chemikern ujnd Biologen kann sich die denn merken?

Und Kliniken sollten auch ganz schnell überlegen, was sie da tun, zum Beispiel das Projekt „Kunst in der Klinik“ im Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen oder Kunst und Kultur im Uni-Klinikum Tübingen. Und das Impfzentrum in Straubing (CSU-OB, CSU-Freie Wähler-Koalition) sollte auch lieber zurückrudern, wenn ich der Süddeutschen Zeitung glauben darf: Künstler verlegen Ausstellung ins Impfzentrum

Schattenwürfe auf Säulen im Darmstadtium.

Die Vielleicht-Strategie der EU beim Impfstoff

MSD (Merck Sharp & Dohme, das ist nicht Merck in Darmstadt) und das französische Pasteur-Institut wollten ebenfalls ein Vakzin gegen das Coronavirus entwickeln, haben jetzt aber mitgeteilt, dass sie gescheitert seien.

Das sind jetzt ja Partner, die eine gewisse Größe haben, MSD ist größer als die Merck KGaA. Schaffen es aber nicht, was zeigt, dass Forschung auch glückliche Momente braucht.

Und es ist ein klarer Hinweis für mich, dass die Impfstoff-Einkaufstrategie der EU-Kommission ab Mitte 2020 schon im Ansatz falsch war.

Ursprünglich wurden 200 Millionen Dosen bei Biontech/Pfizer und 80 Millionen Dosen bei Moderna bestellt. 405 Millionen Dosen bei Curevac und je 400 Millionen vom britisch-schwedischen Unternehmen Astra-Zeneca und vom amerikanischen Hersteller Johnson & Johnson. Später wurden nochmal 180 Millionen Dosen (Biontech/Pfizer: 100 Millionen, Moderna: 80 Millionen) nachbestellt bzw. die Option bei Biotech wurde gezogen.

In Summe waren das über 1,4 Milliarden Impfdosen. Teilen wir die mal durch zwei, wenn man vorsichthalber davon ausgeht, dass immer zwei Gaben des Vakzins benötigt werden, dann sind das immer noch Impfstoffe für über 700 Millionen Personen. Es sollte also für die 450 Millionen EU-Bürger reichen.

Die Rechnung geht aber nur auf, wenn alle Hersteller mehr oder weniger gleichzeitig fertig werden, diese auch hinreichend wirken und man dann auch noch laufend Vakzine geliefert bekommt. Und das hätte die EU meiner Meinung nach nicht riskieren dürfen. Denn die Bestellungen decken mehrere Ausfälle (nicht fertig, wirkt nicht wie gedacht, Lieferungen fallen aus) nicht ab. Und dass das passieren kann, zeigt die Historie der Impfstoffe und zeigen aktuell eben MSD/Pasteur, die Verzögerung bei Sanofi, die möglichen Einschränkungen bei Astra-Zeneca und die Lieferschwierigkeiten bei Biontech (und Astra-Zeneca).

Aktuell sind in der EU nur die RNA-basierten Vakzine von Biontech und Moderna zugelassen (das von Astra-Zeneca soll kommen). Von den neuartigen RNA-Impfstoffen hatte die EU 280 Millionen Dosen bestellt, reicht für 140 Millionen Personen. Ok, die Nachbestellungen. 180 Millionen Dosen, also Impfstoff für weitere 90 Millionen Menschen. Womit dann 230 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger geimpft werden könnten. Vielleicht reicht es ja. Vielleicht bekommt Astra-Zeneca auch eine Zulassung. Vielleicht bekommt Johnson & Johnson eine Zulassung. Vielleicht bekommt CureVac eine Zulassung. Und vielleicht bekommt Sanofi es auch noch hin.

Das sind mir ein paar zu viele „Vielleichts“ auf die da ab Sommer 2020 gesetzt wurde. Angesichts der Toten, der (Long-Covid-)Erkrankten und den volkswirtschaftlichen Folgen, die ja schon da waren. Die EU hatte im ersten Halbjahr 2020 133.000 Covid-19-Tote das waren rund 5000 mehr als die USA mit 128.000. Die 100.000 hatte die EU im April überschritten. Und Ende Juni schlägt die EU ein Biontech-Angebot von über 500 Millionen Dosen aus – welt.de: Republik des Missmanagements (€). Und anstelle zu sagen, ‚ok, die nehmen wir und weitere 300 Millionen‘ (und bei den anderen sechs Herstellern genauso), wurde das Risiko „gestreut“ und gehofft, dass die Lieferungen schon zusammenkommen werden.

Ende 2020 waren es dann 370.000 Tote in der EU und 346.000 in den USA. Aber bei uns hörte man ja nur von den Todeszahlen im Lande Donald Trumps. Wo inzwischen über drei Millionen Menschen vollständig geimpft sind. Und in der EU sind es keine 500.000 (Stand 24.1.2021).

Stand der Impfungen am 24. Januar 2021. Quelle: ourworldindata.org

Und damit mich keiner falsch versteht: Ein Charakter wie Donald Trump darf nie Chef von irgendwas werden. Dieses Nachtreten, diese Häme, dieser Umgang mit der Wahrheit, dieses Andeuten von erfundenen Behauptungen, das geht gar nicht.

Lockerungen und ihre Grundlage

Ich frage mich, auf welchen Grundlagen gerade von Lockerungen gesprochen wird?

Aktuell sind wir auf dem Niveau vom 30. Oktober 2020, das war als der Shutdown light begann (und zu spät, weil die Ministerpräsidenten Anfang Oktober nicht wollten). Das hatte nach ein zwei Wochehn zu stagnierenden Zahlen geführt. So dass dann ‚Geschäfte zu‘ und etwas später um ‚Schulen zu‘ dazukamen. Was auch funktioniert hat, denn seit Weihnachten sinken die Fallzahlen. Was auch ein Erfolg ist. Weswegen ich auch nicht verstanden hätte, wenn man da jetzt was verschärft hätte.

Aber bei 13.000 Fällen pro Tag (in der ersten Welle lag das Maximum bei knapp 6000 am Tag) und den wenigen Daten zu Infektionsorten, sehe ich wenig Spielraum, da was anders zu machen. Zumal wir noch die Mutanten haben, die in Brasilien, Großbritannien und Südafrika gefunden wurden. Die – so habe ich es jetzt verstanden – deswegen leichter einen anstecken können, weil sie weniger Virus brauchen.

Ich sehe auch Probleme bei der 50er-Inzidenz. Wenn ab da die Nachverfolgbarkeit nicht mehr geht, müsste die Grenze zum Einschreiten doch deutlich unter 50 liegen. Denn wenn man erst ab 50 wieder die Kontakte beschränkt, ist das System doch schon überlastet.

Die Virusmutante und Medikamente mit monoklonalen Antikörpern

SARS-CoV-2, Darstellung des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Foto: Alissa Eckert, MS, Dan Higgins, MAMS – Die Spike-Proteine sind grün eingefärbt, um die Mutante zu illustrieren. Im CDC-Original sind sie rot.

Deutschland kauft Anti-Corona-Medikamente bei den Pharmaunternehmen „Regeneron“ und „Eli Lilly„. In beiden sind sogenannte „monoklonale Antikörper“ enthalten, insgesamt drei verschiedene.

So wie ich das verstanden habe, setzen alle Antikörper am Spike-Protein des Coronavirus an. Und wenn es monoklonale Antikörper sind, dann haben die nur eine Stelle (Epitop) an der die andocken, um das Virus beim Eindringen in die Zelle zu stören.

Jetzt gibt es aber diese B.1.1.7-Mutante aus Großbritannien, und bei der sind 17 Stellen im Spike-Protein verändert. Ich hoffe, die Mutationen sind an anderen Stellen als an den Epitopen der monoklonalen Antikörper. Und dann haben wir noch die Mutanten aus Südafrika „B.1.351“ und „P.1“ aus Brasilien.

Estwas Hintergrund: Beim Impfen bilden wir polyklonale Antikörper, d.h. verschiedene weiße Blutkörperchen (B-Zellen) erkennen verschiedene Stellen auf dem Spike-Protein als fremd und werfen ihre jeweilige Antikörperproduktion an.

Monoklonale Antikörper sind Laborprodukte.

Und ein kleiner Tipp, um schlau tun zu können: Wenn ein Therapeutikum wie „Bamlanivimab“ auftaucht, das die Endung -mab hat, kann man gleich einwerfen, „das ist doch ein monoklonaler Antikörper“. Denn „mab“ steht für „monoclonal antibody“.

Übrigens: Dieser Medikamenteneinkauf zeigt auch, dass die sogenannte „Pharmamafia“ mit Impfungen nicht den großen Reibach macht. Eine Dosis dieser monoklonalen Antikörper kostet zirka 2000 Euro. Eine Impfdosis (ok, man braucht zwei) kostet zwischen 2 und 16 Euro. Und wenn sie funktioniert, hält die Impfung länger als die monoklonalen Antikörper.
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Für die Pharmabranche wäre es also viel interessanter die Menschheit in einem Status zu halten, in dem sie regelmäßig Schnelltests (30-45€) machen und monoklonale Antikörper bekommen muss.