Bezahlung und ihre Anreize

Die Art der Honorierung ist auch eine Art Wette.


In den Kommentaren zu meiner Krautreporterkritik vom Sonntag schreibt Krautreporter Rico Grimm auch etwas zum KR-Honorarsystem:

Rico Grimm: Ich habe bisher 4500 Euro bekommen, also 500 Euro pro Artikel. Wenn Leute nur 1-3 Texte geschrieben haben, haben sie auch nur entsprechendes Honorar bekommen.

Spiegel Online oder Zeit Online würden 180 Euro beziehungsweise 150 Euro zahlen, führt er weiter aus (zum Vergleich). Über die Honorarsätze gibt es nichts zu meckern.

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Überlegungen zum Kamerakauf

„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“, sage ich immer (wobei das Zitat geklaut ist). Und was man „dabei“ haben will und kann ist bei jedem anders. Das geht vom Handy über eine einstellige Canikon bis zum Mittformat.

Oft muss man aber erst viele Bilder machen, um zu wissen, was man in 95 Prozent seiner Situationen braucht (um mit der Arbeitsweise und den Fotos zufrieden zu sein) und auch gleichzeitig tatsächlich „dabei“ haben kann. Und auf dem Weg dahin sollte man auch mal über seine Prämissen nachdenken („niemals Hersteller XY“/“nur Hersteller XY“) und sich frei von dem machen, was die anderen denken könnten („hehe, der hat ja XY“).

Klar, eine Spiegelreflex hat mehr technische Reserven und ist mit den Wechselobjektiven irre flexibel. Aber klein und ggf. unauffällig ist anders. Also suchte ich eine Kompakte. Lange dachte ich, da reichen um die 28-100mm.

Aber eigentlich wären mir ja 20-100 oder sowas lieber, denn so ein Weitwinkel gibt einem tolle Bildwirkungen. Nur mein Problem war eher, dass ich doch nicht immer so nah rankomme, wenn ich das Foto nur nebenbei machen kann.

Und irgendwann merkte ich, dass es mit Sucher doch besser ist. Vor allem, wenn man Menschen fotografiert. Da ist das eher fürs Gefühl des Fotografierten und auch, weil man die Kamera dann nicht so komisch von sich weg halten muss. Klappdisplay ist aber auch irre hilfreich für über Kopf und am Boden.

Nochmal zum Sucher: Wenn der elektronisch ist, kann man so einiges angezeigt bekommen, was auch hilft. Ich würde inzwischen nur noch ungern auf das Histogramm verzichten.

Noch so eine (abgeleitete) Weisheit ist: „Von den drei Kameraeigenschaften lichtstark, neu und günstig, gibt es immer nur zwei auf einmal.“

Es ist also immer ein Kompromiss, zumindes für die, die sich keinen Caddy leisten können, der mit universeller Ausrüstung neben einem läuft und das passende Eisen … äh die passende Kamera anreicht.

Nützt natürlich alles nichts, wenn es Kunden gibt, die ganz bestimmte Vorstellungen haben, die halt nur mit spezieller Technik lösbar sind.

„Zurück in die Zukunft II“ – Richard Gutjahrs … Faktencheck. SCNR ;-)

Der zweite Teil der Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ spielt im Jahr 2015. Richard Gutjahr hat die Annahmen in dem Robert Zemeckis-Film von 1989 mit heute verglichen und nebenbei auch Frodo entdeckt.

Einiges ist tatsächlich eingetreten, aber dieses Internetdingens, nun ja: gutjahr.biz: 2015 – oder die Zukunft, die nie war

Ergänzung: Jonas Zipf beim Eberstädter Neujahrsempfang

Teilhabe am Theater war Jonas Zipfs Thema beim Eberstädter Neujahrsempfang am 1. Januar im Ernst-Ludwig-Saal.

Jonas Zipf, Schauspieldirektor des Staatstheaters war auf dem Neujahrsempfang der IG Eberstädter Vereine im Ernst-Ludwig-Saal.

Echo Online: „Unser Stadtteil lebt.“

Neben seinen Ideen, wie man das Staatstheater öffnen und die Menschen besser zusammenbringen kann, nannte er auch ein paar Zahlen Weiterlesen →

Sauerkraut! ;-)

Das hätte ich natürlich nicht gedacht. Ich fasse alte Blogeinträge zu den Krautreportern zusammen, packe noch zwei Grafiken dazu … Sonntagmittag erfahre ich zufällig, dass der Eintrag in zig Timelines weitergereicht werde. Und dann gingen die Klicks durch die Decke, weil das auf Twitter (und Facebook, Netzpolitik und Turi2) verbreitet wurde. Heute steht was in Meedia, mit Reaktion des Krautreporter-Chefredakteurs.

Meedia: Von wegen saure Crowd: Krautreporter-Chefredakteur von Streit kontert Kritiker.

Da ich aber Lokalreporter bin – Wissenschaftsjournalist war ich mal vor zehn Jahren – wird das hier aber wohl eher so weitergehen, wie die Jahre vorher. Also Karneval, Kaninchenzüchter und Kommunalpolitik.

Kraut von Rüben sortiert – Krautreporter durchgezählt

Ein Tortendiagramm. 35 Krautreporter haben bislang 125 Texte veröffentlicht. Die meisten sind von Tilo Jung.

35 Krautreporter haben bislang 125 Texte veröffentlicht. Die meisten sind von Tilo Jung.

Ich habe mal die Texte auf Krautreporter (KR) durchgezählt. Insgesamt 47 Autorinnen und Autoren sind aufgeführt, davon haben 35 bislang bislang 125 Artikel veröffentlicht. Wer – wie ich – gehofft hatte, Artikel von Jens Weinreich, Richard Gutjahr oder Thomas Wiegold zu lesen, der hat von denen insgesamt fünf Artikel gefunden. Dafür 19 von Tilo Jung. Und zwischen je einem und neun von anderen Kollegen. (Ich habe mich da hoffentlich nicht verzählt, aber es geht um die Größenordnungen.)

Insgesamt sind es vom 24. Oktober (offizieller Start, nachdem am 13. Juni klar war, dass genug Crowd gefunded hatte) bis 3. Januar 2015 125 Texte, 12,5 die Woche, 2,7 pro Autor. Wenn man nur die Aktiven zählt, sind es 3,6 Texte pro Autor.

Meine Meinung: Schlechte Recherche bei zu vielen Texten. Und den Rest Weiterlesen →

Friedrich Nietzsche und das größte Übel: Die Hoffnung

Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat bei einer Überlegung um die „Büchse der Pandora“ einen interessanten Gedanken.

In der griechischen Sage geht es darum, dass die Hoffnung in einem Gefäß verbleibt, während Leid und Übel rausgekommen sind. Nietzsche findet aber, dass die Hoffnung das größte Übel ist:

Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.

Die Hoffnung ist damit eine trügerisch hübsche Begleiterin, beispielweise kommt sie mit der Ausbeutung einher. Warum hält der Mensch selbst in aussichtslosen Lagen aus? Warum schmeißt man nicht hin? Weil man hofft, dass es besser wird, hofft im Lotto zu gewinnen, hofft in nächsten Jahr anzukommen, hofft, dass es schon irgendwie weitergeht.

(Oder biologisch: Die, die nicht hoffen konnten, waren nicht gut genug an die widrige Umwelt angepasst und hatten in der Evolution keine Chance.)

„Das Omen“ und der Anstieg

Kann mir einer der Blog-Besucher erklären, warum gestern (1.1.) recht viele Nachfragen zu „Das Omen“ von „Mysterious Arts“ eingingen? War das ein Quiz, war ein 80er-Revival oder gab es ein Klassentreffen zu Silvester?

Dass die alle auf den Link (Juni 1989 – „Das Omen“, ein Hit aus Darmstadt) in meinem Jahresrückblick geklickt haben, glaube ich jetzt ja auch nicht.