Archiv des Autors: Marc
Junger Mann vergibt Chance auf Neustart mit seiner Familie in Bickenbach
Ein junger Mann, der bis 2014 im nordhessischen Twistetal gelebt hat, will im südhessischen Bickenbach zur freiwilligen Feuerwehr. Der 24-Jährige sagt, er war schonmal bei einer Wehr in Nordhessen, die Feuerwehrleute zeigen ihm Gerätehaus und Fahrzeuge. Bei einem Einsatz wegen eines brennenden PKW-Anhängers darf er mitfahren. Aber er bringt sein polizeiliches Führungszeugnis einfach nicht bei. Als der stellvertretende Gemeindebrandinspektor immer wieder nachhakt, offenbart der Bewerber, dass er wegen Brandstiftung vorbestraft sei. Das geht natürlich nicht, damit konnte er nicht bei der Feuerwehr mitmachen. Das war im Sommer 2019.
Diese Woche wurde der inzwischen 26 Jahre alte Mann erneut wegen Brandstiftung und versuchter schwerer Brandstiftung in zwei Fällen vom Darmstädter Landgericht zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Echo online: Bickenbacher Brandstifter muss in Haft (€)
Die Folgen des zu späten Shutdowns

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by coronaviruses.
Tja, hätten die Landesregierungen auf die Warnung der Kanzlerin vor 19.200 Fällen/Tag an Heiligabend wenn es so weitergeht, gehört, wären wir auf einem deutlich niedrigeren Niveau (das einzige Mal wo es mal niedrig sein soll) Denn diese Warnung kam am 28. September und am 29. September war eine Ministerpräsidentenkonferenz. Und am 9. Oktober war noch eine. Zum Lockdown light entschloss man sich aber erst Ende Oktober.

Coronavirusfälle in Deutschland mit Blick auf die Zahlen im Oktober und November und den möglichen Fallzahlen bei einem Lockdown light im Oktober vs. dem im November. Quelle: ourworldindata.org
Der Lockdown light begann am 2. November, nach einer Woche, ab dem 9.11., stiegen die Fallzahlen nicht weiter an, blieben aber auf dem Plateau von über 200/1.000.000. Wenn ich das jetzt mal auf den 5. Oktober übertrage (das war auch ein Montag wie der 2.11.) und dann am 12. Oktober gucke, dann wäre das Plateau bei 48 Fällen/1.000.000 erreicht worden, also vier Mal weniger als jetzt.
Und bei den Todesfällen wären wir mit einem Lockdown light (ab 5. Oktober) bei zirka 0,2 Fällen/1.000.000 am 12. Oktober gelandet. Zur Zeit sind es laut Grafik 4,8/1.000.000.
Indikator X-Mas-Shopping
In der Darmstädter Innenstadt finden die Weihnachtseinkäufe wie immer an den Adventssamstagen statt: Drängeln, einem den Weg abschneiden, in den Abstand reinlaufen wie auf der Autobahn, spontan stehen bleiben, gern an Engpässen etc. Für mich ist das ein Indikator, wie gedankenlos die Leute sich auch sonst verhalten. Und sich dann fragen: „Warum gehen die Zahlen bei den Coronavirus-Infektionen nicht runter? Wir tragen doch Masken.“
Ich habe jetzt den Rest bestellt, den ich suchte, die Innenstadt meide ich lieber.
Fahrrad- und Fußgängerbrücke über die Rheinstraße
Ausgezeichneter schlampiger Umgang mit Worten – Wort des Jahres 2020
Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählt „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres 2020.
Und adelt damit den schlampigen Umgang mit Worten. Denn es heißt Coronavirus-Pandemie beziehungsweise Coronavirus. Es ist nicht die Biersorte.
Leider habe ich das aus Platzgründen und damit es nicht zu geschraubt klingt, das in meinen Texten nicht durchhalten können. Auch wenn es weh tat, sowas wie „Wegen Corona traf sich die Darmstädter Grünen-Fraktion erstmals über Video im Internet“ oder „Der Hofflohmarkt war aber kein Corona-Konzept“ zu schreiben.
Die Donald Trump-Library steht in Darmstadt
Wenn ein US-Präsident aus dem Amt scheidet, wird inzwischen seine Amtszeit in einer Bibliothek archiviert. Inzwischen gibt es einen ganzen Satz Präsidentenbibliotheken.
Wie die „Trump-Libary“ aussieht, zeigte nun die satirische Jimmy-Kimmel-Show vom 19. November. Nämlich wie das „Haus der Geschichte“ in Darmstadt, in dem unter anderem das Stadtarchiv und das Staatsarchiv sind.
Geständnis bei „Nichts ist für die Ewigkeit“
Ein junges Paar hört im Auto Lied „Nichts ist für die Ewigkeit“ von der Band „Böhse Onkelz“. So fange ich meinen Artikel über den dritten Verhandlungstag um einen Raubmordprozess vor dem Darmstädter Landgericht an.
Ja, Musik kann, wenn der Leser sie kennt, einen Artikel illustrieren. Blöd nur, dass das auch ein ehemaliger Spiegelreporter gemacht hatte, der das Singen dann aber oft erfunden hatte. Und sowas hatte ich beim Schreiben natürlich dann auch im Kopf. Macht die Beschreibung eines Liedes den Text unglaubwürdig? Aber der Ermittlungsführer der Polizei hatte das ja in seiner Aussage so beschrieben. Und ich war nicht alleine im Gerichtssaal, als er weiter beschrieb, was in dem verwanzten Auto geredet wurde. Nämlich, dass der Angeklagte nach der Textzeile „Glaubst du, dass ich Kinder töten kann?“ gegenüber seiner Freundin ein Geständnis machte.
Odenwälder Echo: Geständnis im verwanzten Auto
Namen verblassen …
Neulich wolle ich was über den Niedergang der gedruckten Enzyklopädien bloggen, und wunderte mich, dass ich online nichts über den „Großen Brockdorff“ fand …
Mein Irrtum mit Angela Merkel
Heute vor 15 Jahren passierte etwas, was ich zwei, drei Jahre Jahre davor nicht erwartet hatte: Angela Merkel (CDU) wurde Bundeskanzlerin.
Ich war irgendwann 2003 oder 2004 in einem Englisch-Kurs der Volkshochschule und da war die Konversationsfrage, ob wir glauben, dass Angela Merkel Kanzlerin werden würde? Dass eine Frau mal Bundeskanzlerin wird, sah ich schon kommen. Allerdings nicht Angela Merkel. Ich hatte Angela Merkel es nicht zugetraut, dass sie sich gegen die ganzen Männer in der Union und so Gruppen wie den „Andenpakt“ durchsetzen kann. Und im Amt dann auch noch bestehen kann.
Ja, da hatte ich mich geirrt.







