Verdi gegen verkaufsoffenen Sonntag in Weiterstadt am 6.4.2014

Das ist ein bisschen ein Deja vu für mich. Gestern kam eine Verdi-Pressemitteilung rein in der die Gewerkschaft ankündigte gegen den verkaufsoffenen Sonntag in Weiterstadt am 6. April zu klagen.

Das hatte ich schonmal erlebt, im Januar 2013: 5.1.2013, Echo online: Verdi will verkaufsoffenen Sonntag in Weiterstadt verhindern. Nur ist es diesmal nicht zwischen den Jahren und etwas mehr Zeit bis zur Sonntagsöffnung. Heute: Klage gegen verkaufsoffenen Sonntag in Weiterstadt – Weiterstädter Gewerbe will am 6. April öffnen, Kritik von Gewerkschaften und Kirche.

Am 6. April ist in Weiterstadt die WAA, ein Automesse, die seit Jahren tausende Besucher anlockt. Und von der auch Autohändler ganz angetan sind wie ich 2011 erfuhr.

Kosten für Straßenbahnen

Straßenbahn von Darmstadt nach Roßdorf und Groß-Zimmern
Legt zwischen 8,8 (östlich von Roßdorf) und 14,75 Kilometer (Groß-Zimmern) zurück und kostet zwischen 78 und 124 Millionen Euro.

Straßenbahn von Darmstadt nach Weiterstadt
Wird wahrscheinlich nicht gebaut, würde bis zu 50 Millionen Euro kosten.

Bloglink: Neun mal sechs

Da im neuen Blogdesign die Blogroll und Linkliste etwas untergehen (und ich die mal endlich ausgemistet habe) weise ich heute auf den Neuzugang „Neun mal sechs“ hin, ein Blog aus Darmstadt zu allen möglichen Themen (auch zu Kommunalpolitik).

Meine Erfahrung mit Teamarbeit

Team ist unter Spöttern ja eine Abkürzung für „Toll, ein anderer macht’s“. Den Eindruck hatte ich vor einigen Jahren auch in einem Projekt. Die Kooperationpartner (praktischerweise nicht am Schreibtisch gegenüber, sondern im Ausland) lieferten eher spärlich für eine gemeinsam betreute Website.

Und nun gibt ein Berater in einem SpOn-Artikel einen Hinweis darauf, dass im Team jeder mit weniger Einsatz rangeht: So sank die Leistung bei Testpersonen, wenn sie nur glaubten, es ginge um Teamwork. Aha.

Bei den damaligen ausländischen Partnern war es so, dass mit dem Geld zwei Uni-Stellen kofinanziert wurden. Und dem Prof war natürlich wichtiger, dass seine Mitarbeiter bei ihm fein forschen und nicht fürs ferne Frankfurt Fachartikel formulieren. Weil man sich auf die dortigen hauptberuflichen Schreiber verlassen konnte.

Es gibt natürlich auch Gründe für Teamarbeit, steht bei SpOn:

In manchen Situationen kann sich die entspannende Wirkung des Teams positiv auswirken: Dort, wo uns zu viel Anspannung im Weg steht, also bei besonders schwierigen Aufgaben. Hier werden die Ergebnisse im Team besser. Und nur hier ist es wirklich sinnvoll, nach einer Arbeitsgruppe zu rufen.

Und dann sollten auch die Rollen in einem Team (z.B. Erfinder, Macher oder Koordinator) richtig besetzt sein. Ein Detail, das übrigens in Stellenausschreibungen selten bis gar nicht erwähnt wird. Teamfähig muss man sein – nur welche Rolle zu besetzen ist, das sagen die nicht. Und manche haben im Bewerbungsgespräch dann auch keine Antwort darauf.

200 Millionen Euro: Was Darmstadt so plant

Das Böllenfalltorstadion. Ein Umbau in eine moderne Sportstätte soll 27,6 Millionen Euro kosten.

Eine kleine, sicher unvollständige, Übersicht zu Bauprojekten der Stadtregierung.

Sechs Fahrradstraßen
0,3 Millionen Euro

Sanierung Centralstation
0,5 Millionen Euro

Umbau Friedensplatz
1,6 Millionen Euro – Schätzung in den Plänen von 2007

Fußgänger- und Radwegbrücke über die Rheinstraße
2,25 Millionen Euro – die Brücke soll die Rheinstraße im Bereich des Mozartturms queren.

Neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Arheilgen
4 Millionen Euro – minus 750.000 Euro durch Verkauf des bisherigen Geländes und minus 600.000 bis 800.000 Euro Landeszuschuss.

Darmbachoffenlegung
7,1 Millionen Euro – offenes Bachbett von der Rudolf-Mueller-Anlage bis zum Herrngarten sowie ein eigenes Rohr unter Alicen-, Wilhelm-Leuschner-, Kasino- und Pallaswiesenstraße. 500.00 Euro jährliche Kosten für Instandhaltung und Zinsen, minus der 2,2 Millionen Euro für die bisherigen Kanalgebühren, die die Stadt an die HSE zahlt.

Straßenbahn zur Lichtwiese
8,3 Millionen Euro – kommunaler Anteil laut Stadt 2,87 Millionen Euro plus 654.000 Euro im Jahr (900.000 mit Finanzierungskosten und jährlicher Abschreibung Betriebskosten, sagt Uffbasse.

Nordbad, Neubau
18 Millionen Euro – im städtischen Haushalt sind bislang 13 Millionen Euro vorgesehen.

Böllenfalltorstadion, Um- oder -Neubau
27,6 Millionen Euro – 13,6 Millionen Euro sollen über Kredite finanziert werden, 14 Millionen Euro über einen Landeszuschuss.

Berufsschulzentrum Nord
50-60 Millionen Euro

Rathausneubau auf dem Marienplatz
70 bis 90, maximal 110 Millionen Euro – soll sich nach 17 Jahren amortisiert haben, FDP vermisst unter anderem Angaben zu Abschreibung und Krediten

26.2.1914 – Titanic Teil 3 kommt

Das Titanic-Schwesterschiff „Britannic“ läuft in Belfast vom Stapel. Auf Kiel gelegt war der Dampfer schon 1911, da war die  „Titanic“ noch gar nicht gesunken. Insgesamt waren es drei Schiffe, die zur sogenannten „Olympic“-Klasse gehörten, eben „Olympic“, „Titanic“ und „Britannic“. Genaugenommen müsste die Überschrift also „Titanic Teil 2“ oder „Olympic Teil 3“ lauten.

Die „Titanic“ sank 1912, die „Britannic“ lief 1916 auf eine deutsche Mine in der Ägäis und die „Olympic“ wurde 1935 abgewrackt.

Die Stewardess Violet Jessop (1887-1971) arbeitete auf allen drei Schiffen.

Und da es gerade um die „Titanic“ geht, sollte der Roman „Futility“ von 1898 noch erwähnt werden, da in dem Buch ein Passagierschiff namens „Titan“ vorkommt, das gegen einen Eisberg fährt und sinkt. Und es gibt noch mehr Parallelen. Das Buch gibt es online kostenlos bei ebooks.gutenberg.us (Allerdings lässt mich die Wikipedia-Inhaltszusammenfassung auf eine krude Handlung schließen.)

Link: Kein „Weißbluten“ vor Verdun geplant gewesen

Bei den Kämpfen um die französische Festung Verdun 1916 – sie begannen am 21. Februar – hat man stets den „Weißbluten“-Plan des deutschen Generalstabchefs Erich von Falkenhayn im Kopf. Tatsächlich ist das aber ein nachträglicher – und moralisch misslungener – Versuch Falkenhayns die sehr verlustreichen und zu rechtfertigen:

welt.de: Was bei Verdun tatsächlich geplant war – Falkenhayn rechnete damit, dass (… Franzosen oder Briten …) zur Entlastung von Verdun sofort eine schlecht vorbereitete Offensive starten würden, vermutlich im nordfranzösischen Artois um Arras. Sie schnell zurückzuschlagen und dann im Gegenstoß die gegnerische Front aufzurollen war Falkenhayns eigentliches Ziel.

Allerdings hinderte der französische Generalstabschef Joseph Joffre den britischen Oberkommandierenden Douglas Haig an einem solchen Angriff.

Erich von Falkenhayn hatte nach dem Krieg vermutlich den „Weißbluten“-Plan angeführt, weil man damals davon ausging, dass 250.000 Deutsche aber 525.000 Franzosen getötet worden waren.

Einer der französischen Generäle, der Verdun verteidigte war Philippe Pétain. Ihm werden die Deutschen 1940 wieder begegnen, da ist er Staatschef der französischen Vichy-Regierung, die nach der französischen Niederlage mit dem Dritten Reich kollaboriert.

Copy & Paste bitte vollständig

Ich kann ja verstehen, dass Vereine ganze Pressartikel über ihre Veranstaltungen auf ihre Websites kopieren (und nicht dafür bezahlen, weil sie das Geld bei Honorarforderungen es nicht hätten und dann eben nicht tun würden.)

Nur – um das beliebte Argument für freches Kopieren im Internet aufzugreifen – ist das selten „Werbung“ für Schreiber wie mich, weil das Autorenkürzel dann doch meistens weggelassen wird.

Nur bin ich da so eitel und fände es ganz gut und fair, dass dann auch mein Name – wenn schon denn schon – und nicht nur das Kürzel dabeisteht. Weil das eh keiner außer den Kollegen kennt.

Veröffentlicht unter Job