Irgendwann sah ich mal nachts auf einem der dritten Programme eine Folge der Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre„. Und als ich guckte, wer denn diesen Grafen gab, staunte ich nicht schlecht: Denn der Schauspieler Lukas Ammann war – als ich guckte – inzwischen über 100 Jahre alt. Und irgendwann 2014 las ich, das er zu alt für eine Rolle gehalten wurde.
Nun ist Lukas Ammann im Alter von 104 Jahren gestorben.
Darmstädter Ergebnishaushalt stieg in zwei Jahren um 120 Millionen Euro

In dem Kreis sind die vergangenen Haushaltsjahre mal „vergrößert“ dargestellt um die doch sehr starke Steigerung um 120 Millionen Euro in zwei Jahren hervorzuheben.
Echo online: Merck: Die Stadt wurde Ende März informiert
Echo online: Mehrheit für Grundsteuer-Erhöhung in Darmstadt steht auf der Kippe
Echo online: Kämmerer Schellenberg schließt keine Kürzungen mehr aus
Was ich mich frage: Warum stiegen in den vergangenen Jahren die Ausgaben so sehr, dass der Haushalt für 2017 vom Volumen her ein Rekordhaushalt wurde – Allzeithoch, oder wie heißt das dann? Ich habe das in der Grafik oben mal dramatisiert (x-Achse gestaucht, dann werden die Kurven steiler) dargestellt. Aber auch ohne Drama wurden 2016 rund 80 Millionen Euro mehr ausgegeben als 2015. Und für 2017 wurden nochmal 40 Millionen mehr ausgegeben als 2016!
Was war da passiert, dass da insgesamt das Geld für drei neue Fußballstadien in die laufenden Ausgaben gesteckt werden musste (und auch konnte, weil die Steuereinnahmen so gut waren)? Hätte man das Haushaltsniveau von 2014 in etwa halten können, wären wir doch zig Millionen Euro im Plus. Warum wurden die Ausgaben so parallel zu den Einnahmen hochgefahren? Und damit der Haushalt auf hohem Niveau „auf Kante genäht“? Weniger Gesamtverschuldung wurde es ja auch nicht. Die Gesamtschulden (der rot schraffierte Balken in den Grafiken) liegt inzwischen bei über 890 Million Euro – auch ein Allzeithoch – nachdem sie 2014 mal bei 671 Millionen Euro lagen.
Warum kann deswegen jetzt nicht der Haushalt von 2014 oder 2015 wieder aufgelegt werden? Mit dem von 2015 wären die 52 Millionen Euro beim Gewerbesteuerausfall locker zu verkraften und bei dem von 2016 läge das Delta nur bei 12 Millionen Euro.
Sozialwahlen, hurra!
Die Unterlagen für die Sozialwahlen sind da. 51 Millionen Menschen stimmen ab. Nur für wen, was und warum? Im Vorfeld hatte ich die Listen, die bei meiner Krankenkasse kandidieren deswegen ein paar Sachen gefragt. Und – zugegeben – dabei ziemlich im Nebel gestochert, da ich über die Gremienarbeit dort ja nichts weiß und auch nichts mitbekomme.
Aber egal, der einzige, der auf meine Fragen einging und nicht auf Allgemeinplätze, irgendwelche FAQs und Websites verwies, war der Vertreter der IG Metall.
Nessi Tausendschön in Weiterstadt (Link)
Am Wochenende war die Kabarettistin Nessi Tausendschön in der Hessenwaldschule. Die Schule liegt gerade noch in Gräfenhausen, auf der anderen Straßenseite ist man schon auf Wixhäuser Gemarkung.
Echo online: Nessi Tausendschön und ihre Überlegungen zum Paradies
Betreuungsplatzdebatte in Weiterstadt
Neulich hatte ich noch die Weiterstädter Stadtparlamentarier gelobt, aber diese Woche war der konfrontative Darmstädter Stil zu Besuch auf einer gemeinsamen Sitzung des Sozial- mit dem Haupt- und Finanzausschuss.
Mitte Dezember 2016 hatte Bürgermeister Ralf Möller (SPD) eigentlich recht transparent mitgeteilt, dass rund 70 Eltern Absagen für angefragte Krippenplätze bekommen werden, auf die Ursachen hingewiesen und weitere Platzausbauten in Aussicht gestellt.
Klar, da muss eine Opposition trotzdem nachhaken und einen Antrag dazu stellen, um das Thema diskutieren zu können – zumal eine sichere Kinderbetreuung ein Faktor dafür ist, dass Menschen hier Kinder bekommen. Die Frage ist halt nur, in welchem Ton? Verpasst man dem Antrag eine Überschrift mit den Worten „Betreuungsmisere“ und „Betreuungsnotstand“ ist meiner Meinung nach der Sache damit wenig geholfen (solange es nicht seit Jahren Absagen gibt).
Schwierige Vereinskooperationen
Mit Sportvereinen ist es manchmal gar nicht so einfach, wie man denkt. Das wurde am Montag bei den Beratungen über den Weiterstädter Sportentwicklungsplan angesprochen. Auch in Weiterstadt sei es schwer, die Vereine zur Kooperation zu bringen.
Echo online: An Sportflächen fehlt es nicht
Echo online, 3. Februar 2015: DJK/SSG, SV Blau-Gelb und TG 1875 sind nicht zur Kooperation bereit
Solche Artikel, wie der der Kollegin über Kranichsteiner Vereine, können einem aber auch Ärger bringen. Ich habe ja so meine Erfahrungen, als ich vor einigen Jahren mal zwischen die Fronten zweier Sportvereine geraten war. Und ein Abteilungsmitglied konnte sich das Abwandern einer 1. Mannschaft nur mit einer Verschwörung und fiesen Machenschaften meinerseits mit dem damaligen OB erklären. Kurzfassung: Ich war schuld, dass der Verein schlecht darstand, weil ein Artikel nicht (!) erschienen war.
Was ich geschrieben hätte, wusste der aber nicht, dass wusste ja noch nicht mal ich, weil ich den Artikel nie geschrieben hatte. Das lag nämlich daran, dass die Rückmeldung des Vereins auf meine Anfrage hin zwei Wochen zu spät kam, somit ein Kollege im Sportteil schneller war und ich so nichts mehr zu schreiben hatte.
Da ist es mit der Kommunalpolitik einfacher. Da weiß jeder, dass die Parteien sich nicht unbedingt einig sind. Und sie wollen sogar, dass man darüber schreibt.
Forensische Psychiatrie: Der Mainstream geht in Richtung Sicherheit
„Kuscheljustiz“ wird den Gerichten häufig vorgeworfen. Angeblich fallen wegen „schwerer Kindheit“ viele milde Urteile. Mein Eindruck als Gerichtsreporter ist ein anderer. Und das sagt auch ein langjähriger Gutachter:
SpOn: „Unglück, Liebe, Rache – alles live“ – „Vielen ging es (Anfang der achtziger Jahre) darum, die Angeklagten vor dem Zugriff der Justiz zu retten. Resozialisierung war der Zentralbegriff. Das ist passé. Seit 20 Jahren geht der Mainstream des Fachs in Richtung Sicherheit vor dem Täter.“
"Soziale Stadt" im Pallaswiesen- und Mornewegviertel

Der Zuschnitt des „PaMo“-Fördergebiets ist etwas zerzaust. Das liegt unter anderem daran, dass man eine gewisse Einwohnerzahl zusammenbringen musste und in einem Gewerbegebiet einige Industrieflächen rausfallen.
Echo online: „Kein reines Wohngebiet“
Anwaltswitz
Was haben eine Ehefrau und eine Handgranate gemeinsam?
Wenn man den Ring abzieht, ist das Haus weg.
Verzögerung beim Feuerwehr-Neubau in Arheilgen
Donnerstag war ich auf der Versammlung der Darmstädter Freiwilligen Feuerwehren. Da wurde bekanntgegeben, warum sich bei der Baustelle der Arheilger Feuerwehrwache so wenig tut.
Echo online: Neubau der Arheilger Feuerwache wird später fertig
Nachtrag: feuerwehr-darmstadt.de: Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren

