Gemarkungsgang in Weiterstadt

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller begrüßte am Samstag rund 200 Grenzgänger vom Turm der Gräfenhäuser Feuerwehr.

Die Stadt Weiterstadt guckt ja immer im Winter, ob ihre Grenzsteine noch stehen ;-). Diesen Samstag war – ohne Schnee und Regen – der Gemarkungsgang, der übrigens von Jahr zu Jahr länger wird. 2012 waren es acht Kilometer, 2013 neun, 2014 zehn und jetzt hieß es:

Echo Online: Elf Kilometer rund um Weiterstadt

Leider gab es mit dem Steinrodsee nur eine Station mit Erklärungen, dabei hätte man auf drei oder vier Sachen hinweisen können wie beispielsweise das Rotböll, an dem man vorbeizog. Das kennt man als Gewerbegebiet mit Möbelhauslager, aber es gehört auch ein Naturschutzgebiet dazu. Das Naturschutzgebiet besteht aus 10.000 Jahre alten Flugsanddünen. Die Acht-Hektar-Fläche ist Magerrasen, eine Geländeform, die wegen der Düngung in der Landwirtschaft selten geworden ist.

Die schlaflose Nacht des Bürgermeisters – SPD-Neujahrsempfang in Schneppenhausen

„Wir wären definitiv bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt unterwegs, wenn der Landkreis beim Schutzschirm gerecht berücksichtigt worden wäre“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD).

Über seine erste schlaflose Nacht als Bürgermeister berichtete Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller auf dem Neujahrsempfang der Weiterstädter SPD im Bürgerhaus Schneppenhausen.

Unde Landrat Klaus Peter Schellhaas erinnerte nochmal an die Kriterien für den kommunalen Schutzschirm des Landes, der diejenigen, die anständig gewirtschaftet hätten, ausgeschlossen habe. Und er sagte was zu den Gütereisenbahn- und ICE-Trassenplänen in Südhessen.

Echo Online: Viele Aufgaben, aber wenig Finanzmittel – SPD Weiterstadt diskutiert auf ihrem Neujahrsempfang Kommunal-, Kreis- und Landespolitik

SPD-Neujahrsempfang in Arheilgen mit Ralf Stegner

Ralf Stegner beim Arheilger SPD-Neujahrsempfang: „Die SPD wird immer daran gemessen, dass sie sich für das Gemeinwohl einsetzt. Wir haben vor ein paar Jahren den Kurs verlassen und das bitter bezahlt.“

Der Arheilger SPD gelingt es immer wieder für ihren Neujahrsempfang im Goldnen Löwen Genossen aus der Bundespolitik als Festredner zu gewinnen. Unter anderem redeten 2007 Sigmar Gabriel, 2011 Franz Müntefering oder 2014 Kurt Beck. Dieses Jahr sprach am Samstag (10.) Ralf Stegner (55) zu 120 Gästen. Er ist stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender sowie Partei- und Fraktionsvorsitzender in Schleswig-Holstein und wird zum linken Parteiflügel gezählt.

Arheilgens SPD-Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament Hanno Benz kritisierte, Weiterlesen

Überlegungen zum Kamerakauf

„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“, sage ich immer (wobei das Zitat geklaut ist). Und was man „dabei“ haben will und kann ist bei jedem anders. Das geht vom Handy über eine einstellige Canikon bis zum Mittformat.

Oft muss man aber erst viele Bilder machen, um zu wissen, was man in 95 Prozent seiner Situationen braucht (um mit der Arbeitsweise und den Fotos zufrieden zu sein) und auch gleichzeitig tatsächlich „dabei“ haben kann. Und auf dem Weg dahin sollte man auch mal über seine Prämissen nachdenken („niemals Hersteller XY“/“nur Hersteller XY“) und sich frei von dem machen, was die anderen denken könnten („hehe, der hat ja XY“).

Klar, eine Spiegelreflex hat mehr technische Reserven und ist mit den Wechselobjektiven irre flexibel. Aber klein und ggf. unauffällig ist anders. Also suchte ich eine Kompakte. Lange dachte ich, da reichen um die 28-100mm.

Aber eigentlich wären mir ja 20-100 oder sowas lieber, denn so ein Weitwinkel gibt einem tolle Bildwirkungen. Nur mein Problem war eher, dass ich doch nicht immer so nah rankomme, wenn ich das Foto nur nebenbei machen kann.

Und irgendwann merkte ich, dass es mit Sucher doch besser ist. Vor allem, wenn man Menschen fotografiert. Da ist das eher fürs Gefühl des Fotografierten und auch, weil man die Kamera dann nicht so komisch von sich weg halten muss. Klappdisplay ist aber auch irre hilfreich für über Kopf und am Boden.

Nochmal zum Sucher: Wenn der elektronisch ist, kann man so einiges angezeigt bekommen, was auch hilft. Ich würde inzwischen nur noch ungern auf das Histogramm verzichten.

Noch so eine (abgeleitete) Weisheit ist: „Von den drei Kameraeigenschaften lichtstark, neu und günstig, gibt es immer nur zwei auf einmal.

Es ist also immer ein Kompromiss, zumindes für die, die sich keinen Caddy leisten können, der mit universeller Ausrüstung neben einem läuft und das passende Eisen … äh die passende Kamera anreicht.

Nützt natürlich alles nichts, wenn es Kunden gibt, die ganz bestimmte Vorstellungen haben, die halt nur mit spezieller Technik lösbar sind.

Kein „wat is en Dampfmaschin?“ – Energieunterricht an der Wilhelm-Leuschner-Schule

Gut, dass die Zehntklässler von heute nicht mehr – oder noch nicht – den Heinz Rühmann-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ kennen. Sonst wäre in der Energieunterrichtsstunde am Mittwoch laufend „Also, wat is en Dampfmaschin?“, „Da stelle mehr uns janz dumm“ oder „Jeder nor einen wenzigen Schlock“ aus dem Film von 1944 zitiert worden.

Denn die Umweltpädagogin hatte eine kleine Dampfmaschine mitgebracht. Mit der erklärte sie, wie im Prinzip ein Kohlekraftwerk funktioniert. Allerdings wird die Dampfmaschine mit Esbit-Stäbchen befeuert. Aber es wird wie im großen Original Wasser heiß gemacht und mit dem Dampf eine Turbine angetrieben, die wiederum Strom durch elektromagnetische Induktion erzeugt.

Nebenbei: Als ich als Kind erfuhr, dass es in einem Atomkraftwerk ähnlich läuft – mit der Hitze der Brennstäbe wird Wasser heiß gemacht – war ich ja etwas enttäuscht, dass da keine Atome den Strom erzeugen. So gesehen ist Photovoltaik da die direkteste Methode, da dort der Strom aus den Solarzellen kommt.

Echo Online: Die Dampfmaschine erklärt alles Und ich konnte das machen, was ich ganz gerne mache: Den Artikel mit Hintergrund anreichern, denn wer hat denn gerade mal eben Wirkungsgrade von Kraftwerken parat oder kann was zu der Ahnung sagen, dass die Ölvorräte doch seit Jahrzehnten für 40 Jahre reichen?

Echo Online: Wirkungsgrade und „statistische Reichweite“ der Ölreserven

Die Umweltpädagoginnnenstunde war ein Angebot der Entega und der Deutschen Umwelt-Aktion. Die HSE-Tochter will damit sicher auch auf ihren Ökostrom hinweisen. Entega-Ökostrom aus Photovoltaik kommt aus einem französischen und drei deutschen Solarparks, Strom aus Wind aus sechs Anlagen in Frankreich, einer in Polen, sieben deutschen Windparks, darunter ist auch der Offshore-Windpark „Global Tech 1“ in der Nordsee. Biogasanlagen stehen in Wixhausen, Semd, Lorsch und Tagewerben (in Sachsen-Anhalt). Geothermieanlagen stehen in Heubach bei Groß-Umstadt und in Mörfelden-Walldorf.

Die Entega und ihre Konzernmutter HSE vermitteln Unterrichtseinheiten zu verschiedenen Energiethemen. Die HSE kooperiert dabei mit der Deutschen Umwelt-Aktion.

Weiterstadt und Braunshardt wieder verbunden

Ein Radfahrer fährt durch die Unterführung Forststraße, die Braunshardt mit Weiterstadt verbindet.

Der Bahnübergang Forststraße ist nach eineinhalb Jahren Bauzeit zu einer Unterführung geworden.

Echo Online: Unterführung Forststraße ist fertig – Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Verbindung zwischen Weiterstadt und Braunshardt wieder offen. (Chronologie) Damit ist der Bahnübergang mit Schranken zu einer Straße unter der Bahnlinie durch geworden. Der Bau ist nicht nur eine kosmetische Baustelle gewesen, seit den neunziger Jahren waren an dem damaligen Bahnübergang mehrere Menschen tödlich verunglückt.

Am 4. Mai 1998 war es die Schülerin Esther Seifert. „Unsere Tochter war bei der Jugendstunde beim Jugendrotkreuz“, schilderte ihr Vater Hans-Gunther Seifert. „Auf dem Gepäckträger ihres Fahrrades hatte sie das Anmeldeformular für die Pfingstfreizeit.“ Esther Seifert wäre dieses Jahr 28 Jahre alt geworden.

Zeitzeugin in der Hessenwaldschule

Die Zeitzeugin Lilo Günzler (82) sprach am Mittwoch (3.) in der Hessenwaldschule.

„Ich hatte Angst. Angst, dass die Mama wieder so schrecklich weint.“ Am Mittwoch schilderte die Zeitzeugin Lilo Günzler in der Gräfenhäuser Hessenwaldschule, wie sie als Kind 1938 mit ihrer Mutter die brennende Frankfurter Synagoge am Börneplatz sah. Da merkte sie als Fünfjährige, dass Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland verfolgt wurden. Nur war das Judentum in ihrer Familie (ihr Vater war katholisch) nicht gelebt worden, sie kannte den Begriff gar nicht.

Lilo Günzler, die später Erzieherin wurde, schilderte Bombennächte und wie Frankfurter Juden, darunter ihre Mutter und ihr (Halb)bruder ins KZ Theresienstadt deportiert wurden. Die Pläne, wer von denen weiter transportiert und im KZ Auschwitz ermordet werden sollte, waren schon fertig. Nur hatte die Rote Armee das Vernichtungslager zuvor, am 27. Januar 1945, befreit.

Echo Online: Blick in die Hölle – Die 82 Jahre alte Lilo Günzler spricht an der Gräfenhäuser Hessenwaldschule über ihre Kindheit in der Nazizeit

Was ich auch noch unglaublich finde: Die Deportationen fanden noch im Februar und März 1945 statt. Da standen die Alliierten schon im Westen und im Osten auf Reichsgebiet und Deutschland vor der militärischen Niederlage.

Im Westen haben die Alliierten Mitte Februar 1945 die Reichsgrenze bei Aachen und den Vogesen überschritten, im Osten steht die Rote Armee nicht mehr weit weg von Berlin.

Im Landgericht: Wo ist mein Prozess?

Da gucke ich auf den Aushang im Landgericht und frage mich, wo denn der eine Prozess vom Montag gebleiben ist? Tja, der Angeklagte hatte überraschend gestanden, wie ich erfuhr. Und daher gab es bei der Kolumbien-Odenwald-Connection schneller ein Urteil als gedacht.

Echo Online: Drogenschmuggler legt Geständnis ab – Mann aus Wald-Michelbach muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis

Weiterstädter Wohn- und Quartierzentrum wird bezogen

Die Ostseite des Wohn- und Quartierzentrums in der Weiterstädter Freiherr-vom-Stein-Straße. Der Weg hinterm Haus ist öffentlich.

Echo online: Eigene Möbel und ein Stück Vertrautheit – Im Wohn- und Quartierzentrum in Weiterstadt wird eine Demenz-Wohngemeinschaft eingerichtet

Die Eröffnung war ursprünglich für August 2013 geplant, es wurde dann November 2013 – bis wegen eines Wasserschadens, der sich durchs ganze Haus zog, alle Bewohner nochmal bis Juli 2014 warten mussten.