Hui, Wikipedia

Holla, es geht voran 2015, ich bin eine Wikipedia-Referenz:

2014 waren in diesem Magazin die meisten Beiträge von Tilo Jung.[15]

Und Fußnote 15 ist ein Link auf das Blog.

Wobei, mein Katharine Hepburn-Artikel auf der Besserwisserseite ist auch eine Referenz für Wikipedia. Allerdings musste ich mich 2007 noch selber zitieren, nachdem ein Wikipedia-Autor damals dreist ohne Quellenangabe kopiert hatte.

TH Darmstadt und Nationalsozialismus – „ Der Blick auf die eigene Vergangenheit war lange Zeit ebenso lückenhaft wie geschönt.“

(PM Technische Universität Darmstadt) Das vom Präsidium der TU Darmstadt im 2009 beauftragte Forschungsprojekt „TH Darmstadt und Nationalsozialismus“ ist erfolgreich abgeschlossen. Ein Ergebnis der bewusst bis 1960 reichenden umfangreichen und mit vielen Quellen aufwartenden Aufarbeitung: Insbesondere Ingenieure und Naturwissenschaftler bot das NS-Regime im Interesse von Aufrüstung und Krieg große Entfaltungsmöglichkeiten. Wissenschaftler stellten sich freiwillig zur Verfügung und verknüpften ihre Haltung mit eigenen Zielen. Ein Kern von rund einem Dutzend Professoren bestimmte die Geschicke der TH zwischen 1930 und 1960.
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Gemarkungsgang in Weiterstadt

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller begrüßte am Samstag rund 200 Grenzgänger vom Turm der Gräfenhäuser Feuerwehr.

Die Stadt Weiterstadt guckt ja immer im Winter, ob ihre Grenzsteine noch stehen ;-). Diesen Samstag war – ohne Schnee und Regen – der Gemarkungsgang, der übrigens von Jahr zu Jahr länger wird. 2012 waren es acht Kilometer, 2013 neun, 2014 zehn und jetzt hieß es:

Echo Online: Elf Kilometer rund um Weiterstadt

Leider gab es mit dem Steinrodsee nur eine Station mit Erklärungen, dabei hätte man auf drei oder vier Sachen hinweisen können wie beispielsweise das Rotböll, an dem man vorbeizog. Das kennt man als Gewerbegebiet mit Möbelhauslager, aber es gehört auch ein Naturschutzgebiet dazu. Das Naturschutzgebiet besteht aus 10.000 Jahre alten Flugsanddünen. Die Acht-Hektar-Fläche ist Magerrasen, eine Geländeform, die wegen der Düngung in der Landwirtschaft selten geworden ist.

BR-Interview mit KR CR Alexander von Streit – Überlegung: Ist „werbefrei“ ein Wert an sich?

Da in dem Gespräch des Bayrischen Rundfunks (BR) mit dem Krautreporter (KR) Chefredakteur (CR) Alexander von Streit am Rande auch auf die Werbefreiheit bei KR hingewiesen wurde, frage ich mich gerade, wo denn der Wert der Werbefreiheit liegt? Wenn das Jahresbudet doch durch die Crowd abgesichert ist?

Setzt Werbung auf einer Site in Redakteursgehirnen genauso fragwürdige Anreize wie Honorierung der Zulieferer pro Artikel?

Ich sehe ein, es gibt Werbeformate, die einfach stören, weil sie sich bewegen oder nur durch Klick die Site sichtbar machen etc.

Wenn man nur auf Werbung setzt, klar, dann könnten Werbekunden lustige Forderungen stellen. Und wenn man die zu oft erfüllt, merken das irgendwann die Leser. Aber bei KR könnte man doch dank der Unterstützer mit dreisten Werbewünschen oder Drohungen wie Anzeigenentzug offensiv umgehen. Da erzählt man das einfach. Und nennt Namen.

Bei bundesweiter Reichweite hätte das doch eine gewisse Wirkung. Und mit Einnahmen aus Werbung könnte man vielleicht eine dieser dreimonatigen Recherchen bezahlen. Und wenn das Geld dafür nicht reicht? Nun, dann kann man es immer noch mitnehmen und irgendwas zusätzliches bezahlen. Und bei dem Volumen ist man auch nicht erpressbar.

Flüchtlinge in Schweden

Neulich gingen Zahlen rum, die zeigten, dass andere europäische Länder, z.B. Schweden, mehr Flüchtlinge pro Einwohner aufnehmen als Deutschland.

mediendienst-integration.de: Wer nimmt die meisten Flüchtlinge auf? – Den höchsten Flüchtlingsanteil pro Einwohner hatte 2013 laut Eurostat Schweden (5,7 Asylanträge pro Tausend Einwohner), gefolgt von Malta (5,3 Anträge). Das wirtschaftlich starke Deutschland belegte im vergangenen Jahr mit 1,5 Asylbewerbern pro Tausend Einwohner lediglich Platz sieben in der EU – noch hinter Österreich (2 Asylbewerber pro Tausend Einwohner) Luxemburg (1,9) Ungarn (1,9) und Belgien (1,8).

Und im Juni 2014 berichtete der Deutschlandfunk über syrische Flüchtlinge in Schweden.

Deutschlandfunk: Schweden sagt Willkommen – In Schweden bekommt jeder syrische Flüchtling ein permanentes Bleiberecht, darf arbeiten, erhält finanzielle Unterstützung und Sprachunterricht. Diese Bedingungen machen das Land zu einem beliebten Ziel vieler Syrer. Beachtlich: Überfordert sind die schwedischen Behörden deshalb aber nicht.

Ich glaube aber nicht, dass das der Sache hilft, denn so ganz reibungslos läuft das in Schweden nicht, wie Telepolis schon im Januar 2014 nahelegte:

Telepolis am 23. Januar 2014: Schwedens liberale Flüchtlingspolitik am Scheideweg – Von Ghettobildung und Perspektivlosigkeit ist in Schweden die Rede, vor allem seit den Unruhen im Stockholmer Migrantenviertel Husby im vergangenen Mai. Das Erschießen eines älteren Mannes durch Polizisten führte dort zu mehrtägigen Krawallen, die das Selbstbild vom ausgeglichenen Schweden, wo jeder seinen Chance und seinen Platz haben soll, erschütterte. Im kommenden Herbst finden die Parlamentswahlen statt, die Einwanderungspolitik wird zur immer wichtigeren Frage.

Zu den Wahlen meldete dann Spiegel Online:

SpOn: Niederlage der Konservativen – Die Rechtspopulististen werden mit 13 Prozent die mit Abstand drittstärkste Partei im Reichstag, 2010 hatten sie mit 5,7 Prozent erstmals den Sprung in das Parlament geschafft. (…) Die für euroskeptische und ausländerfeindliche Parolen bekannte Partei hat ihre Wurzeln im rechtsradikalen Milieu und genießt vor allem Rückhalt bei Wählern, die sich vom traditionellen Parteienspektrum nicht vertreten fühlen und eine drastische Reform der Asylpolitik befürworten.

Und heute (19.1.2015) heißt es im Radio:

Deutschlandfunk: Schweden bereitet sich auf Flüchtlingswelle vor – Dieses Jahr erwartet Schweden mehr als 100.000 Asylsuchende, 2012 waren es noch weniger als die Hälfte. Die Behörden zeigen sich vom Ansturm überfordert – und in der Bevölkerung gedeihen die Ressentiments.

FDP greift nach Sternen – DLR-Chef beim Neujahrsempfang

Sonntag war ich beim Neujahrsempfang der Darmstädter FDP.

Denn die Darmstädter FDP scheint nach den Sternen zu greifen. Sie hatte als Festredner Johann-Dietrich Wörner gewonnen. Den kennt man in Darmstadt, er ist ehemaliger TU-Präsident, aktuell Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ab Sommer ESA-Direktor.

Echo Online: „Wahnsinnsidee“ neues Rathaus – Wörner und der Strom aus der Sahara Weiterlesen

Was von der SPD-„Rentenversicherung für alle“ bleibt, wenn es konkret wird

Die SPD will eine Rentenversicherung für alle – steht zumindest in ihrem „Regierungsprogramm 2013-2017“ (PDF, 1,5MB) auf Seite 72:

Soziale Sicherheit und Vorsorge – Mit der Ausweitung des Versichertenkreises in der gesetzlichen Rentenversicherung machen wir einen Schritt zu einer Erwerbstätigenversicherung, in der alle zu gleichen Bedingungen für das Alter und bei Erwerbsminderung versichert sind.

Aber wenn die Genossen an der Regierung sind und es konkret wird, dann wird ein erster möglicher Schritt zur „Erwerbstätigenversicherung für alle“ promt nicht gemacht.

Wie das lawblog hinweist, will Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auch bei Unternehmen angestellte Anwälte wieder in ihr Versorgungswerk lassen. (Es gab da im April 2014 so ein ärgerliches Bundessozialgerichturteil, das fand, dass diese Firmenjuristen in die gesetzliche Rentenversicherung müssen.) Aber jetzt hat Jurist Maas ein Einsehen mit seinen Standeskollegen.

Legal Tribune Online: Befreiung von der Rentenversicherung wieder möglich – Das seit langem erwartete 14-Punkte-Papier zur Neuregelung des Rechts der Unternehmensjuristen, das Bundesjustizminister Heiko Maas am Dienstag vorgestellt hat, erteilt der Doppelberufstheorie eine Absage, enthält ein Zulassungsmodell und macht den Verbleib der Syndici im Versorgungswerk möglich.

Die gesetzliche Rente ist ja eher doof, das wissen auch die Juristen. Versorgungswerk ist wortwörtlich klasse – da ist man unter sich.

Faz: Syndikusanwälte bangen um ihre Rente – Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungswerke (ABV) erhalten Freiberufler im Durchschnitt Renten, die fast doppelt so hoch liegen wie die gesetzlichen, nämlich bei gut 2.000 Euro im Monat.

Man könnte es natürlich einfach beim Urteil des Bundessozialgerichts bewenden lassen, ganz im Sinne der Versprechens aus dem Wahlprogramm. Warum eigentlich nicht? Vermutlich wiegt ein anderes SPD-Versprechen schwerer, das gilt nämlich immer wenn sie im Bund regiert …

„War da gerade ein Erdbeben?“ – Infoabend am Donnerstag (22.1.15) bei den Grünen

Soziale Medien sind schon ganz praktisch. Irgendwann 2014 klang es bei mir in der Wohnung so, als sei bei den Nachbarn über mir ganz langsam ein Bücherschrank umgefallen. Nur warum wackelte es dann auch unten? Erdbeben? Also bei Facebook geguckt und da waren dann schon die ganzen Fragen, ob es in Darmstadt gebebt hatte.

Da es 2014 gefühlt oft wackelte und es in Nieder-Beerbach ja auch an die Gebäude ging, haben die Darmstädter Grünen nun für Donnerstag (22.), 19.30 Uhr einen Fachmann in ihr Parteibüro in die Lauteschlägerstraße 38 eingeladen.

(PM Grüne) In dem Zeitraum Ende März bis Oktober 2014 ereignete sich eine Erdbebenserie in Südhessen mit vier Beben die deutlich spürbar waren (30.3.14, 17.5.14, 8.6.14 und 29.10.14) wobei das Ereignis am 17.5. am stärksten war und es hier auch zu Schäden hauptsächlich in Nieder-Beerbach kam. Neben den vier größeren Ereignissen wurden auch noch Beben am 31.5., am 1.6. und am 7.6. wahrgenommen. Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2014 kam es zu 70 messbaren Erdbeben in dem Gebiet bei Reinheim und Mühltal.

„Was passiert in der Erde unter Darmstadt und Umgebung?“, dieser Frage geht der Umweltarbeitskreis von Bündnis 90/DIE GRÜNEN am Donnerstag, 22.01.2015 ab 19.30 Uhr im Grünen Büro, Lauteschlägerstr. 38 nach. Matthias Kracht vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie ist als Referent eingeladen und wird die Erklärungen dazu geben können.

Nachtrag: Echo Online: Beben nicht nur am Bölle

Die Hebammenversicherung und wie die Versicherer die extrem hohen Prämien erklären

Diesen Artikeleinstieg finde ich ja ganz originell (jaja, er ist von mir):

Wäre Gräfenhausen eine Insel, wäre der Weiterstädter Stadtteil vermutlich in den Schlagzeilen und eine Frage bei „Wer wird Millionär“ geworden. „Seit Anfang des Jahres werden auf Sylt kaum noch Kinder geboren“, war im Dezember die richtige Antwort auf eine Frage in dem Fernsehquiz. Weil Anfang 2014 die Geburtsstation der Sylter Nordseekliniken schloss. Ähnliches ist nun auch in Gräfenhausen passiert (wir berichteten).

Echo Online: „Zu Lasten der Familien und Neugeborenen“

Das „Geburtshaus am Ohlenbach“ ist jetzt nur noch ein Haus in dem möblierte Zimmer vermietet werden, Geburten betreuen die Hebammen Michèle Andres und Ingeborg Buß nicht mehr. Die Versicherungsprämien für Geburten steigen Mitte 2015 erneut an und machen diesen Geschäftsteil unwirtschaftlich. Sie bieten nun Kurse zur Geburtsvorbereitung und die Zeit nach der Geburt an, unter Babymassage oder Yoga für Schwangere oder zur Geburtsvorbereitung an. Die neue „Hebammenpraxis Mutter♥Tochter“ ist nun in Darmstadt-Wixhausen.

Sehr hohe Versicherungsprämien für Hebammen sind ja schon seit Jahren ein Problem. Nun habe ich überlegt, warum die Versicherungen so teuer sind? Versicherungen sind ja Firmen, die gerne mal was durchrechnen und auf Risiken gucken. Also guckte ich beim GDV. Weiterlesen

Die schlaflose Nacht des Bürgermeisters – SPD-Neujahrsempfang in Schneppenhausen

„Wir wären definitiv bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt unterwegs, wenn der Landkreis beim Schutzschirm gerecht berücksichtigt worden wäre“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD).

Über seine erste schlaflose Nacht als Bürgermeister berichtete Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller auf dem Neujahrsempfang der Weiterstädter SPD im Bürgerhaus Schneppenhausen.

Unde Landrat Klaus Peter Schellhaas erinnerte nochmal an die Kriterien für den kommunalen Schutzschirm des Landes, der diejenigen, die anständig gewirtschaftet hätten, ausgeschlossen habe. Und er sagte was zu den Gütereisenbahn- und ICE-Trassenplänen in Südhessen.

Echo Online: Viele Aufgaben, aber wenig Finanzmittel – SPD Weiterstadt diskutiert auf ihrem Neujahrsempfang Kommunal-, Kreis- und Landespolitik