Flashback aufs Jahr 2011 – Die SPD bekam ihr Fett weg

Nur mal zur Erinnerung, dass hier jede Stadtregierung die Haue bekommt, die sie meiner Meinung nach verdient, zwei meiner Kommentare von 2011.

31. Januar 2011: Kommunalpolitische Bilanz (und die fiel schlecht für die SPD und OB Walter Hoffmann aus).

28. März 2013: Darmstadt nicht mit Japan verwechseln

(…) Die Darmstädter SPD wäre schlecht beraten, wenn sie ihr Ergebnis als Folge des GAUs in Fukushima deutet. Denn der Zaun an der Cooperstraße (der die Zufahrt zur Marienhöhe ermöglichte, der auf Bürgerbetreiben kam, und nicht so teuer war, wie die Stadt glauben machen wollte) liegt nicht in Japan, ebensowenig die Turnhalle Goetheschule oder die mehr geschlossenen als geöffneten Stadtteilbüchereien. Die kippelige Vereinsförderung 2010 traf nicht Tokioter Vereine und der Millionen-Zuschuss fürs Darmstadtium, von dem vor fünf Jahren noch getönt wurde, dass es ohne Mittel aus dem städtischen Haushalt gebaut worden sei, fehlt nicht in der Präfekturhauptstadt Sendai, sondern in der Hauptstadt der ehemaligen Provinz Starkenburg. Und mit Bürgerbeteiligung immer erst dann zu kommen, wenn der ICE-Anschluss einen Stadtteil mobilisiert, die Nordostumgehung nur noch Gräben aufwirft und das geplante Museum Sander eine neue BI hervorbringt, ist auch nicht gerade ein Hinweis auf Bürgernähe oder Interesse daran.

Bilanz für Grün-Schwarz in Darmstadt

Grüne und CDU wollen die Koalition und die angefangenen Projekte fortsetzen.

Echo online: Klares Bekenntnis zu Grün-Schwarz – „Wir hoffen auf die Möglichkeit, die Koalition fortsetzen zu können“, sagte Förster-Heldmann. Dies auch, um bereits „angestoßene Projekte in der nächsten Legislaturperiode fortzuführen“, ergänzte Akdeniz. Jourdan bekräftigte dieses Bekenntnis zur Koalition. „Wir haben vieles richtig gemacht“, sagte er. Das wolle man gemeinsam fortsetzen.

Naja, was soll man denn anderes sagen? Denn: Was wurde denn bislang geschafft? Mal schauen.

Die Nordostumgehung kommt nicht, das war ein Grünen-Thema. Aber jetzt Weiterlesen

„Spectre“ – Eine Szene zerstört die Illusion

Jetzt habe ich „Spectre“ gesehen. Und ich bin erstaunt, wie schnell eine Szene mich aus dem Film reißt und die Illusion zerstört.

Hier war das der Moment, als der eine Handlanger im Zug in der marokkanischen Wüste Bond und die Frau angreift. Weil: Es ist für die Schurken doch schon vorher klar, wohin die Reise geht. Und warum greift er im Zug an und nicht an dem Haltepunkt?*

Und ab da frage ich mich alles mögliche. Warum foltert Blofeld mit diesen kleinen Bohrern? Ist er Zahnarzt? Warum tötet er Bond nicht gleich, vorher wurde doch genau das versucht? Warum spricht Christoph Waltz wieder mit dem Duktus wie in „Inglorious Basterds“? Wozu diese Nanopartikel im Blut, wenn man sie doch kaum sinnvoll verwendet?

Schade, Chance vertan. Schreibt doch einfach mal logische Drehbücher. Auch 20jährige verstehen komplexe Handlungen.

* Der Kampf im Zug soll natürlich an den Kampf im Zug in „Liebesgrüße aus Moskau“ anknüpfen, weiß ich auch.

Prozess gegen Leiter einer Hausnotrufservicestelle ist eingestellt

Da hat sich die jahrelange Präsenz bei Gerichtsverhandlungen doch mal gelohnt.

Echo online: Prozess um Notruf ist eingestellt

Normalerweise wäre das Verfahren nämlich heute am Montag (9.) weitergegangen, nun wusste ich das mit der Einstellung aber schon vergangene Woche und ich musste nur noch beim Amtsgericht die Bestätigung einholen.

Knackpunkt an dem Fall war, dass die Kundes des Hausnotrufs das Armband – das aussieht wie eine Digitalarmbanduhr – über 200 Mal in einem Jahr, und auch für mehrere Tage, abgelegt hatte. Das Gerät gibt solche Änderungen an die Zentrale weiter, wo das protokolliert wird. Ablegen ist auch kein Alarm. Und Angehörige werden auch nicht informiert – was aber auch den Kunden gesagt wird. Ebenso, dass Ablegen in dessen Veranwortung liegt. Weswegen es wohl auch kein Thema mehr, war, dass in den Unterlagen damals drinstand, dass nach Ablegen so oft angerufen wird, bis jemand erreicht wird.

Das (Ablegen) habe der Angeklagte mit ihr wohl auch besprochen so der Amtsgerichtssprecher, aber die Frau habe ihr Verhalten nicht geändert. Weswegen es für den Notrufanbieter fraglich war, ob es einen Notfall gab, als die Rentnerin am 8. Oktober 2012 um 10.31 Uhr das Armband wieder einmal abgelegt hatte. „Die Tochter schien ja auch nicht von einem Unglück ausgegangen zu sein, als die Mutter am 9. Oktober 2012 nicht vorbeikam, um ihr Taschengeld zu holen“, sagte Pressesprecher Ganster.

Eine Einstellung des Verfahrens ist jetzt kein richtiger Freispruch, aber ich vermute, der Angeklagte und sein Arbeitgeber hatten die Einstellung akzeptiert, um das Verfahren schnell zu beeenden. Schließlich waren am ersten Verhandlungstag ja nicht nur ich im Gericht, sondern auch die „Bild“, Radio und Fernsehen. Und egal wie das Amtsgericht entschieden hätte, wäre ja immer noch das Landgericht als zweite Instanz möglich gewesen.

Das Leben war nie planbar

„Die Welt ist im Wandel“, hieß es schon vor zehn Jahren beim „Herr der Ringe“-Film. Jetzt kommt ein Kolumnist mit: „(…) die Welt ist in Bewegung, Vorhersagen sind schwierig geworden. Die Folge: Das Leben wird immer weniger planbar und wir müssen das Improvisieren lernen.

Andersrum ist es richtig: Das Leben war nie planbar.

Einfach mal gucken, was um 1915, 1925, 1935, 1945, 1955, 1965, 1975, 1985, 1995 oder 2005 los war. Immer passiert irgendwas, was einen an der Menschheit und der Zukunft zweifeln lässt, und einen zum Umdenken zwingt.

Wird der Teilchenbeschleuniger FAIR die Darmstädter Elbphilhamonie?

Der Teilchenbeschleuniger FAIR, der zur Zeit bei der Darmstädter GSI gebaut wird, soll 260 Millionen Euro teurer als geplant werden. „Ein Plus von knapp 50 Prozent“, meldet die Wirtschaftswoche. Und ob der Bau bis 2018 fertig wird, sei auch unsicher. Die WiWo bezieht sich auf einen Bericht des Bundesrechnungshofes.

Bei FAIR geht es um Grundlagenforschung, aber dass die auch was bringt zeigt die Partikeltherapie, die vor einigen Jahren an der GSI entwickelt wurde.

Kostenexplosion beim Projekt „Fair“: Das Darmstädter Bau-Desaster

Bundespolitik für Rhein-Main-Medien und Kinderzeitung für Rheinische Post

Die Rheinische Post (RP) hat für Inhalte ihrer Berliner Bundespolitikredaktion neue Abnehmer. Nach Meedia-Informationen beliefert das RP-Hauptstadt-Büro ab 1. Dezember auch die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM), dazu gehören unter anderem die Allgemeine Zeitung Mainz, der Wiesbadener Kurier oder das Darmstädter Echo.

Die RP bezieht nun ihrerseits die VRM-Kinderzeitung „Kruschel“. Die Kinderzeitung gibt es seit Mai 2012 – und seit heute auch beim Darmstädter Echo.

Via: Meedia

Mutmaßlicher Automatensprenger vor Gericht

Wie die Polizei durch logisches Überlegen auf einen möglichen Täter kommt, zeigte gestern ein Prozess um ein am 25. Juni 2013 gesprengten Geldautomaten in einer Braunshardter Volksbank Filiale.

Die Ermittler überlegten, dass man sich bei einer Sprengung mit Propangas ja auch verbrennen kann und fragten nach entsprechend Verletzen in den umliegenden Krankenhäusern. Es gab in dieser Nacht nur einen jungen Mann, der sich zudem mit der Krankenkasse eine Freundes zunächst unter falschem Namen selbst eingeliefert hatte.

Echo online: Mutmaßlicher Automatensprenger vor Gericht

Echo online hat eine „paywall“ mit fünf Freiartikeln pro Monat.