Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Dongesbörngasse gestohlen

Wer sich nun fragt, wo die Döngesborngasse ist? Das ist die Verbindung zwischen Justus-Liebig-Haus und dem Alten Pädagog.

(PM Stadt Darmstadt) Der Bronzekopf am Luise-Büchner-Denkmal in der Döngesborngasse ist in der Nacht vom 6. auf den 7. April gestohlen worden.

„Das Andenken an eine Person und ihr für unsere Gesellschaft – ganz speziell für die Rolle der Frau – bedeutsames Wirken derart zu beschädigen, macht mich fassungslos. Gleichzeitig macht es mich traurig, denn es zeigt leider auch die Respektlosigkeit einiger weniger Menschen, die mit ihrem inakzeptablen Handeln viele Menschen in unserer Gemeinschaft treffen. Selbstverständlich werden wir Kontakt mit der Künstlerin aufnehmen und gemeinsam beraten, wie wir das Denkmal wieder herstellen können“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Nach dem Diebstahl der Bronzereliefs auf dem Waldfriedhof ist das nun schon der zweite Vorfall, durch den die Erinnerungskultur in unserer Stadt verletzt wird – das werden wir hier nicht dulden und entschieden gegen diese kriminellen Aktivitäten vorgehen“, so Partsch weiter.

Das Kunstwerk war erst am 2. Juni 2017 aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums des Alice-Frauenvereins mit Spenden von Frauenverbänden und Bürgerinnen und Bürgern errichtet worden. Das Bronzeporträt wurde von der Berliner Bildhauerin Bärbel Dieckmann geschaffen. Die Steinarbeiten wurden von der Darmstädter Steinmetzin Ruth Andres ausgeführt. Die Luise-Büchner-Gesellschaft hatte der Wissenschaftsstadt Darmstadt das Kunstwerk als Schenkung überlassen.

Der Sachschaden beträgt rund 7.000 Euro. Es wurde Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.

Der Luise-Büchner-Bronzekopf im Februar 2019.

Rolexraub vor Gericht

Auch in Saal 3 des Darmstädter Landgerichts sitzt das Coronavirus auf den meisten Plätzen.Damit gibt es nur noch ein Viertel der rund 50 Plätze im Zuschauerraum.

Was wie ein Raub in einem Fernsehkrimi klingt, wird seit gestern vor dem Darmstädter Landgericht verhandelt: Ein Kellner sagt einem Gast, dass der doch mal die Rolexuhr mitbringen soll, von der er erzählt hat. Der Gast macht das beim nächsten Lokalbesuch und auf dem Heimweg wird ihm seine Uhr geraubt.

Leider sind die Folgen für den Geschädigten gravierender als der Verlust einer wertvollen Uhr, da der Pensionär dabei schwer verletzt wurde.

Echo online: Gerichtsprozess wegen Rolex-Raub in Klein-Zimmern beginnt (€)

Odenwälder wegen sexuellen Missbrauchs seiner Enkelinnen verurteilt

Limitierte Sitzplätze im Landgericht wegen der Coronavirus-Lage. Vom 30 Plätzen sind wegen der Mindestabstände nur noch sechs verfügbar.

Ein Großvater aus dem Odenwaldkreis ist wegen sexuellen Missbrauchs seiner Enkelinnen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht hatte so seine Zweifel an seiner Einsicht, auch wenn er ein Geständnis abgelegt hatte. Als es zum Beispiel darum ging, ob es auch Fälle schweren sexuellen Missbrauchs gab, sagt mir der Angeklagte in einer Pause, dass das nicht stimme und er sich an Horst Arnold erinnert fühle. Was allerdings ein zu schiefer Vergleich war. Denn Horst Arnold hatte die Vorwürfe stets bestritten, auch im Gefängnis, weswegen er die volle Strafe verbüßen musste.

Echo online: Sexueller Missbrauch: Viereinhalb Jahre Haft für Odenwälder (€)

„David & Goliath“ reloaded: Wieder ein „Überlebenskampf“

Der Burgerladen „David & Goliath“ in der Grafenstraße 33.

„Es ist schon ein Überlebenskampf, den ich gerade hier habe“, hatte Koch Andreas Klement im Dezember 2019 gesagt. Dass er im März nun wieder kämpfen muss, wusste da noch keiner. Im Dezember war der Coach Frank Rosin bei ihm in seinem Lokal „David & Goliath“. Das kann man am Donnerstag (26.) um 20.15 Uhr auf Kabel 1 sehen.

Ich habe für den Artikel natürlich Andreas Klement gefragt, wie es jetzt mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie ist.

Echo Online: Darmstädter Gastronom am Donnerstag in Kabel 1 (€)

Der Name „David & Goliath“ stammt aus dem Jahr 2017 vom Gründer Jürgen Böhr. Der Unternehmer, der unter anderem auch die Friseurkette „Haarfabrik“ gründete, hatte ursprünglich Dry Aged Beef-Burger und -Steaks aus einem Foodtruck namens „Goliath“ heraus anbieten wollen. Allerdings stellte sich der Umbau des Doppeldecker-Bus zu einem Food Truck in einer Weiterstädter Werkstatt wegen eines Schadens am Chassis als zu unwirtschaftlich heraus. So dass aus dem großen Imbisswagen ein Restaurant mit offenem Kochbereich mit über 50 Quadratmetern Gastraum in der Grafenstraße wurde.

Nachtrag, 25.9.2021: „Corona war der Sargnagel – und Darmstadt ein schwieriges Umfeld“, sagt der Koch in einem Echo-Artikel über Burger-Restaurants in Darmstadt und dass er die Gaststätte abgeben wird.

Missbrauch im Odenwald – dritter Verhandlungstag


Beim Prozess um sexuellen Kindesmissbrauch im Odenwald wurde nun die zweite Enkelin befragt. Und da es keinen Antrag gab, war die Öffentlichkeit nicht ausgeschlossen. Das Mädchen wurde vernommen, weil es in späteren Aussagen, seinen Großvater schwerer belastet hatte als angeklagt.

In einer Verhandlungspause hatte der Angeklagte von sich aus zu mir gesagt, dass er sich an den Fall Horst Arnold erinnert fühle (weil er über Gebühr belastet werde).

Wobei der Fall Arnold anders lag. Horst Arnold war 2002 zu Unrecht vom Darmstädter Landgericht wegen Vergewaltigung einer Kollegin zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil war 2011 aufgehoben worden, weil die Kollegin ihre Beschuldigungen frei erfunden hatte. Allerdings hatte Horst Arnold die damalige Anklage komplett vor Gericht und auch in Haft stets bestritten, weswegen er auch nicht vorzeitig entlassen wurde.

Im aktuellen Fall hat der 65 Jahre alte Angeklagte die Vorwürfe aus der Anklage mehrfach eingeräumt. Gegenüber seiner Ehefrau. Gegenüber seinen Söhnen. Weitere Geständnisse hatte er bei der Polizei und am ersten Verhandlungstag im Gericht abgelegt. Anders als bei Horst Arnold war da etwas passiert. Frage ist nur noch wieviel?

Echo online: Im Odenwälder Missbrauchsprozess sagt eine Enkelin aus (€)

Echo online: „Mein Sohn stellte mir ein Ultimatum“ (€)

Echo online: Großvater aus dem Odenwaldkreis soll Enkelinnen missbraucht haben (€)

Haft- oder Bewährungsstrafe für Entführung und Erpressung


Es gibt Straftaten, da ist man gleich von Null auf Hundert in der Kriminalität. Klar, bei Mord weiß man das. Aber auch bei räuberischer Erpressung oder erpresserischen Menschenraub sind eigentlich keine Bewährungsstrafen vorgesehen, egal wie straffrei man bisher war. Eigentlich? Ja, es gibt eine Chance, wenn man seine Tat zu einem minderschweren Fall machen kann. Und darum ging es gestern im Landgericht, am Freitag, den 13.

Echo online: Für den Reinheimer Mandanten des Rechtsanwalts Manfred Döring geht es um Haft- oder Bewährungsstrafe

Geständiger Großvater

Die Woche war ja für mich geprägt von drei Gerichtsterminen, die aus verschiedenen Gründen ausfielen. Und dann kam noch ein halber Ausfall dazu, denn beim vierten Termin in dieser Woche wurde die Öffentlichkeit von der Einlassung des Angeklagten ausgeschlossen. Allerdings sagten dann die Schwiegertöchter des Angeklagten (gegen ihn) aus und da durfte man wieder dabei sein.

Echo online: Großvater aus dem Odenwaldkreis soll Enkelinnen missbraucht haben