Raub geht leicht und wird hart bestraft


Eine Straftat, die man relativ leicht begehen kann,ist der Raub. Jemanden bedrohen, damit der was rausrückt. Groß planen muss man da nicht und eine Waffe ist auch schnell gefunden.

Aber mit keiner Tat kommt man meiner Meinung nach (ich bin kein Jurist) strafrechtlich so leicht von 0 auf 100. Denn die Mindeststrafe für schweren Raub liegt für einen Erwachsenen bei fünf Jahren Freiheitsstrafe. Davon runter zu kommen und durch Strafrahmenverschiebungen in den bewährungsfähigen Bereich (maximal zwei Jahre Haft) zu kommen, ist schwierig. Auch als Ersttäter. Und daher:

Echo online: Fünf Jahre Haft für Raubüberfall auf “Jamy’s Burger” (€)

Von Null auf Hundert mit “schwerem Raub”

Es gibt Straftaten, da steigt man auch ohne Vorstrafen ganz oben ein. Zum Beispiel “schwerer Raub“. Dazu braucht man nicht viel, es reicht, jemanden eine Waffe vor die Nase zu halten, dessen Geld zu wollen und zu nehmen. Da liegt der Strafrahmen zwischen 3 und 15 Jahren. Und wenn man sein Opfer auch noch “körperlich schwer mißhandelt”, ist man mit mindestes 5 Jahren dabei.

Und so ging es gestern einem 31-Jährigen im Darmstädter Landgericht. Angeklagt war versuchter Raub, aber dann gab er zu, Münzen eingesteckt zu haben.

Echo online: Einen Kronzeugenbonus gibt es nicht (€)

Schnelle Justiz: Urteil fünf Monate nach Raubüberfall

Sowas hat man ja selten bei einem Prozess: Zwischen Tat und Urteil liegen nur fünf Monate, sieben Kameras zeichneten den Tankstellenüberfall auf, ein Räuber wurde noch am Tatort gestellt und kein Video war verschwunden.

Echo online: Sieben Kameras filmen den Tatablauf – Gericht: Tankstellenüberfall in Arheilgen – Haftstrafen für die jugendlichen Täter aus Offenbach und Neu-Isenburg

Was man wieder sieht: Bei schwerem Raub (nicht unter drei Jahren, es sei denn minderschwerer Fall) verstehen die Gerichte auch bei noch jugendlichen Ersttätern keinen Spaß.