Busfahrerstreik – Konjunkturprogramm für den mobilen Individualverkehr

Das zeigte der RMV einem gestern an, wenn man zum Weiterstädter Bahnhof wollte. Nach Weiterstadt gab es keine Verbindung und in Weiterstadt sollte ich dann laufen. Nee, RMV, macht mal Eure Datenbankausgabe besser. Verarschen kann ich mich alleine.

Gestern haben die Busfahrer hier gestreikt. Und haben damit dem ÖPNV einen Bärendienst erwiesen. Glaubt einer, nun wird jemand aus dem Landkreis künftig auf sein Auto verzichten? Der Takt und die Verbindungen sind eh schon nicht so gut, und dann fährt einfach mal kein Bus? Im Ergebnis werden die Menschen lieber Auto fahren, und damit fehlen dem ÖPNV wieder die Fahrgäste mit denen man einen besseren Takt rechtfertigen könnte.

Ein Beispiel: Abends fährt der Bus aus Schneppenhausen stündlich in den Weiterstädter Kernstadt, 19.11 Uhr, 20.11 Uhr, 21.11 Uhr, 22.40 Uhr. Alle Stunde ist eh schon doof, aber dann erst in 1,5 Stunden? Ja, sagt mir die Dadina, da war vorher ein Taktwechsel, aber die Fahrgastzahlen bei der Verbindung seien so niedrig, dass man keinen Bus um 22.11 Uhr fahren lasse.

Und dann wird ja gerne Solidarität mit den Streikenden gefordert. Nun, Solidarität ist von der Sache her keine Einbahnstraße. Nur merke ich nicht, dass mal jemand der Verdi-Kollegen mit mir solidarisch war. Seitdem ich Verdi-Mitglied bin (ok, sind nur über 10 Jahre) war noch nie ein Verleger oder Chefredakteur gekommen und hat gesagt: „So, bei den Tarifverhandlungen wurde auch ein höheres Honorar für die freien Mitarbeiter ausgehandelt, bitteschön.“ Nein, das darf ich dann natürlich selber tun.

Aber wenn Angestellte streiken, soll ich mit den Gewerkschaftskollegen schön solidarisch sein.

Von Null auf Hundert mit „schwerem Raub“

Es gibt Straftaten, da steigt man auch ohne Vorstrafen ganz oben ein. Zum Beispiel „schwerer Raub„. Dazu braucht man nicht viel, es reicht, jemanden eine Waffe vor die Nase zu halten, dessen Geld zu wollen und zu nehmen. Da liegt der Strafrahmen zwischen 3 und 15 Jahren. Und wenn man sein Opfer auch noch „körperlich schwer mißhandelt“, ist man mit mindestes 5 Jahren dabei.

Und so ging es gestern einem 31-Jährigen im Darmstädter Landgericht. Angeklagt war versuchter Raub, aber dann gab er zu, Münzen eingesteckt zu haben.

Echo online: Einen Kronzeugenbonus gibt es nicht (€)

Zebrastreifen, Querungshilfe und ein Landeszuschuss

Mit Zebrastreifen ist es ja immer ein wenig kompliziert. Die Menschen wollen sie, aber es gibt Bedingungen, dass einer auf die Straße kommt. So auch in Gräfenhausen.

Echo online: Wenig Begeisterung für ein Provisorium

Die Richtlinien über die „Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen“ schreiben Mindestfahrzeug- und Mindestfußgängerzahlen vor. Fußgängerüberwege können eingerichtet werden ab 50 Fußgängern die Stunde und über 200 Fahrzeugen in der sogenannten Spitzenstunde. Andere Bedingungen sind: Innerhalb geschlossener Ortschaften und ein Straßenabschnitt mit maximal Tempo 50. Die Richtlinie geht zudem davon aus, dass in einer Tempo 30-Zone ein Zebrastreifen nicht notwendig ist. Und wenn die Verkehrsplaner den Eindruck haben, dass ein bestimmter Zebrastreifen nur Scheinsicherheit vermittelt, wird er auch eher nicht eingerichtet.

Missbrauch von Schutzbefohlenen

Vor zwei oder drei Wochen stand eine Urteilsverkündung an, aber dann kamen noch Anträge der Verteidigung, so dass es kein Urteil gab. Nun aber ist das Urteil gesprochen, auch wenn ich erst dachte, es geht noch weiter mit den Anträgen und zum Schluss kommt ein Befangenheitsantrag.

Und wieder mal steht man beim Schreiben vor dem Problem, dass es sexueller Missbrauch war, hier von Kindern und Schutzbefohlenen. Nur kann man auf die Details ja nicht eingehen, erstens zum Schutz der Geschädigten und zum anderen will das auch nicht jeder wissen. Aber dann könnte man die Höhe der Freiheitsstrafe besser verstehen. Und noch eine Schwierigkeit: Jedes „Eindringen“ ist rechtlich eine Vergewaltigung. Aber bei Gericht wird dann schon – zu recht – unterschieden wo und womit. Und so scheinen manche dann zu gut wegzukommen.

Echo online: Mörlenbacher wegen Missbrauchs zu Haftstrafe verurteilt (€)

Seit zwei Jahren kein Kabelfernsehen mehr

Vor zwei Jahren wurde hier das Kabelfernsehen digital. Da mein Fernseher das nicht kann – oder ich zu doof dafür bin – gucke ich seitdem TV übers Internet. Geht gut. Dass ich nichts mehr aufnehmen kann, weil der DVD-Rekorder auch zu alt dafür ist (oder … ) stört gar nicht so sehr, weil es ja die Mediatheken gibt. Und die Zeiten, dass ich unbedingt einen Spielfilm sehen muss, sind auch vorbei.

Weiterstädter Parlamentsitzungen ins Internet

Das Weiterstädter Rathaus im Frühjahr 2017. Dort tagt das Stadtparlament und seine Ausschüsse.

In Weiterstadt will die SPD-Fraktion, dass Stadtparlament- und Ausschusssitzungen ins Internet gestreamt werden. Aber das wird von anderen Fraktionen kritisch gesehen.

Jobbedingt und persönlich fände ich das ja gut. Aber ich bin ja auch so einer, der als Schüler freiwillig beim Darmstädter Stadtparlament zugeguckt hatte. Und sich beim HR-Intendanten beschwert hatte, dass im Hessenfernsehen (vor vielen Jahren) lieber die Abendschauen der anderen ARD-Regionalprogramme wiederholt wurden, anstelle die Landtagsdebatte live zu übertragen. Nur sind nicht alles so drauf. Weder bei den Abgeordneten noch bei den Bürgern.

Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt

Die am Tag der offenen Tür ausgefahrene Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt.

Weiterstadt steht vor einem Millionenprojekt: Sanierung und Umbau der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt und des Bauhofs.

Echo online: Vorfreude auf den Gerätehaus-Umbau in Weiterstadt

Aus 9.9., 9 Uhr bei der 9. Kammer wurde Freitag, der 13. um 13 Uhr

Der Fahrkartenautomat im Darmstädter Nordbahnhof wurde am 7. November 2018 kurz vor 3 Uhr in der Nacht gesprengt. (Die Straßenbahndrähte habe ich entfernt.)

Eigentlich sollte der Prozess um den gesprengten Fahrkartenautomaten, die im September 2018 in Brand gesetzte Tiefgarage und die im Sommer 2018 gestohlenen Fahrräder am 9.9. um 9 Uhr (bei der 9. Kammer des Landgerichts) fortgesetzt werden. Aber da der Termin ausfiel, ging es am Freitag dem 13. um 13 Uhr weiter.

Echo online: Gesprengter Fahrkartenautomat – Angeklagter zieht Aussagen zurück